Starke Seiten Deutsch 4, Schulbuch

Auf einer Online-Plattform lädt Lilia versehentlich das falsche Foto hoch: Eines, das sie stark bearbeitet hat. Nach dem Mittagessen nimmt sie ihr Handy zur Hand. Doch was ist passiert? Elsa hat ihr Foto in die Klassengruppe gestellt und da regnet es auch schon viele Kommentare. Nicht alle sind nett: OMG – ein bisschen zu viel retuschiert! sieht doch toll aus DW SRY, voll daneben wie eingebildet! Hört auf damit! Seid nicht so gemein!! Während Lilia die Kommentare liest, würde sie am liebsten weinen. Wie konnte Elsa ihr das antun? Schnell geht sie auf die Plattform und löscht das Foto zumindest dort. Dann schreibt sie Elsa. „Warum hast du das gemacht? Wie kannst du nur so gemein sein?“ Die Antwort kommt schneller als gedacht: „SRY, fand es witzig, dachte nicht, dass die anderen so reagieren.“ Lilia schreibt: „Du kannst doch nicht einfach Fotos von anderen irgendwo verbreiten! Was ist denn nur los mit dir? Lösch es sofort wieder!“ Elsa antwortet: „KK, schon erledigt. Mega SRY!“ Lilia hat recht. Elsa steht es tatsächlich nicht zu, ihr Foto online zu stellen. Denn will man Fotos von Personen öffentlich machen, muss man die Einwilligung der abgebildeten Person einholen. Prinzipiell gilt, dass jeder selbst entscheiden darf, ob Fotos von ihm/ihr im Netz verbreitet und veröffentlicht werden. Man nennt dies auch das Recht am eigenen Bild. Elsa hat sich falsch verhalten. Aber auch die Mitschüler halten sich nicht an die Netiquette. Warum ist das deiner Meinung nach so? Denkst du, die Mitschüler würden sich auch so verhalten, wenn sie direkt mit Lilia sprechen würden? Lilia will am nächsten Tag nicht zur Schule gehen. Was könnte sie beschäftigen? Wovor hat sie Angst? Überlegt euch gemeinsam Lösungsvorschläge, wie es Lilia wieder besser gehen könnte. Besprecht, welche Informationen und Fotos man besser nicht ins Netz stellt und warum. Tipp Hast du schon einmal den Begriff Netiquette gehört? Damit meint man allgemeingültig Regeln, wie man im Internet respektvoll miteinander kommunizieren soll. Tipp Die Internetseite saferinternet.at gibt zahlreiche hilfreiche Tipps, wie du dich sicher im Netzt bewegen und wie du dich gut gegen Angriffe schützen kannst. 47 48 49 So kommuniziere ich sicher im Netz: Niemals gebe ich meine Adresse oder Telefonnummer an. Ich poste keine freizügigen Fotos oder Vorlieben, weil das von manchen Menschen als Aufforderung oder Anmache verstanden werden kann. Mein Passwort behalte ich für mich, um Missbrauch zu vermeiden. Wenn Mobbing, Gewalt oder sexuelle Andeutungen ins Spiel kommen, hole ich Hilfe von Erwachsenen. Niemals treffe ich mich allein mit einer Internet-Bekanntschaft. Ich kann 85 Schreiben Arbeitsheft 48, 49 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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