global 4. Geographie und wirtschaftliche Bildung, Schülerbuch

Eine Erde muss genug sein Nachhaltiges Handeln auf allen Ebenen Die Ressourcen der Erde sind begrenzt. Damit sind nicht nur Erdöl, Kohle und Seltene Erden gemeint. Auch saubere Luft, trinkbares Wasser und nutzbarer Boden stehen den Menschen nicht unendlich zur Verfügung. Knappe Ressourcen müssen von den Menschen so genutzt werden, dass die ganze Weltbevölkerung davon leben kann, jetzt und in Zukunft. M4 Nachhaltigkeitsmodell der Suffizienz, Konsistenz und Effizienz Ist Fleischkonsum nachhaltig? Österreicherinnen und Österreicher lieben Fleisch und essen viel davon: Schnitzel, Käsekrainer und Schweinsbraten gehören zur österreichischen Tradition. Doch diese Gewohnheiten ändern sich langsam (M6). Ein wichtiger Grund neben der Gesundheit ist die Umwelt. Nutztiere wie etwa Schweine, Hühner oder Rinder benötigen viel Futter. Weltweit ist Soja das am meisten verwendete Futtermittel. In der industriellen Viehhaltung wird das Konzept der Tiermast verfolgt. Die Tiere nehmen durch Kraftfutter mit hohem Eiweißgehalt in kurzer Zeit viel Gewicht zu. Obwohl der Fleischkonsum in einigen Ländern zurückgeht, steigt der Fleischkonsum weltweit insgesamt an (Destatis 2026). Für die Tiermast wird daher immer mehr Futter benötigt und Sojaplantage auf der ganzen Welt werden immer größer. „Sustainable development is development, that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.“ M3 „Nachhaltigkeit“ nach Definition der Brundtland-Kommission, Weltkommission für Umwelt und Entwicklung (UNO). Das ist die erste Definition des Begriffes aus dem Jahr 1987. M1 Das Dorfhus in Krumbach, Vorarlberg, soll der Bevölkerung als Gemeinschaftsort dienen. Krumbach war vor 20 Jahren ein Ort, durch den man eher schnell und ungehindert hindurch fuhr. Heute bremst bereits die bauliche Dichte den Verkehr. Und die neuen Bauten werden aufmerksam registriert. Wie kam es zu diesem Wandel? Arnold Hirschbühl: „Wir gehen seit knapp zwei Jahrzehnten in der Siedlungspolitik neue Wege – dem verschwenderischen Umgang mit Grund und Boden wurde ein Riegel vorgeschoben. Seit dem Krieg ist bei uns soviel Grund und Boden verbaut worden wie seit dem Beginn der Besiedelung. Wir waren ja Bauernland; die Höfe wurden von großen Familien betrieben. Mit dem Strukturwandel der Landwirtschaft verschwand diese Grundlage. Jeder wollte nun sein eigenes Haus. Das braucht die Kleinfamilie dreißig bis vierzig Jahre lang – und dann merkt man, es passt nicht mehr, und man sucht soziale Nähe, Infrastruktur: den Ortskern.“ M2 Der ehemalige Bürgermeister von Krumbach, Arnold Hirschbühl, ist gegen Bodenversiegelung in ländlichen Gebieten. Er verfolgt einen suffizienten Ansatz, bei dem die Menschen auf riesige Wohnhäuser verzichten. Suffizienz Veränderung des eigenen Verhaltens weniger konsumieren und produzieren (zB weniger Fast-Fashion kaufen) Konsistenz nachhaltiger Ressourceneinsatz, Kreislaufwirtschaft anders Produzieren (zB Mehrwegverpackungen verwenden) Effizienz effektivere Produktion, technische Innovationen, Senkung des Ressourceneinsatzes bei gleichbleibender Leistung besser Produzieren (zB gekaufte Lebensmittel vollständig verwerten) 100 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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