global 4. Geographie und wirtschaftliche Bildung, Schülerbuch

Entwicklungen in einer globalisierten Welt Die Prognose zur Weltbevölkerung Expertinnen und Experten nehmen an, dass es bis zum Jahr 2050 etwa 9,7 Milliarden Menschen auf der Erde geben wird. Ein Grund für das Wachstum ist, dass die Menschen durch verbesserte Gesundheitsversorgung immer länger leben. In den folgenden Jahrzehnten wird sich das Wachstum jedoch verlangsamen, denn in vielen Ländern werden immer weniger Babys geboren. So werden Prognosen zufolge 2100 etwa 10,4 Milliarden Menschen auf der Welt leben. Ernährung und Umweltschutz Die Ernährungsgewohnheiten der Menschen haben großen Einfluss auf die Umwelt: Würden die Menschen nur traditionell italienische Speisen essen, würden die Nahrungsmittel für nur fünf Milliarden Menschen reichen. Bei amerikanischen Speisen mit ihren vielen deftigen Gerichten, Steaks und Eiern nur noch für 2,5 Milliarden. Je nachdem, wie man sich ernährt, wird mehr oder weniger Wasser, Energie und auch Fläche für die Ernährung benötigt. Das Hauptproblem ist daher nicht die wachsende Bevölkerung, sondern die Ernährungsweise vieler Menschen. Um den steigenden Bedarf an Futtermittel für Tiere zu decken, werden immer mehr Flächen durch Brandrodung von Regenwäldern (M3) erschlossen. Zudem werden die Weltmeere überfischt (M4). Eine Lösung ist, auf klimaschädliche Lebensmittel zu verzichten oder den Konsum einzuschränken. Ernährung und Gentechnik Auf der anderen Seite wollen die großen Saatgutunternehmen durch Gentechnik die weltweite Ernährung sicherstellen. Die genveränderten Hochleistungssorten von Getreide der neuen Generation sollen ohne Pflanzenschutz und ohne Bewässerung bessere Erträge bringen. Mit Gentechnik sollen die Pflanzen auch eine Resistenz gegen salzhaltige Böden entwickeln. Dieser Salzgehalt ist durch den Raubbau mit Monokulturen entstanden. Außerdem sind die (gesundheitlichen) Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen auf die Konsumentinnen und Konsumenten und die Umwelt umstritten. 1 Beschreibe mit Hilfe M1 wie sich die Bevölkerung auf der Erde verteilt. Vergleiche die Karte auch mit dem Foto auf S. 62. (OK, II) 2 Im Kreis in M1 leben mehr Menschen als außerhalb. Finde mit Hilfe eines Geomediums heraus, welche Länder sich darin befinden. (HK, I) 3 Beschreibe die Abstände in M2, in denen die Bevölkerung die nächste Milliarde erreicht hat oder erreichen wird – was fällt dir auf? (OK, I) 4 Recherchiere eine Rangliste mit den klimaschädlichsten Nahrungsmitteln. (UK, II) 5 Recherchiere, wie hoch der Anteil an Kindern in den folgenden Ländern ist: Deutschland, Nigeria, Japan, USA. Diskutiert das Ergebnis. (UK, II) 6 Ordne die vier Aussagen auf S. 66 einem Zeitraum in der Grafik M2 zu. (HK, II) O AH S. 29 Fakten zur Kinderbevölkerung laut UNO (Vereinte Nationen) • Im Jahr 2024 waren von 8,02 Mrd. Menschen 2,4 Mrd. unter 17 Jahre alt (30 %). • 1968 betrug der Anteil noch 44 %. • 2100 wird er bei nur mehr 19,9 % liegen. • Die meisten Kinder/Jugendlichen leben in Asien und Afrika. • In Österreich lebten 2023 1,76 Millionen Kinder/Jugendliche (19,3 % der Bevölkerung). • In Afrika sind fast 50 % der Gesamtbevölkerung jünger als 17 Jahre. M3 Teile des brasilianischen Regenwalds nach einer Brandrodung. Es werden täglich Waldflächen abgeholzt, hauptsächlich für den Anbau von Futtermitteln. M4 Änderungen von Ernährungsgewohnheiten und der gestiegene Bedarf an Nahrungsmitteln führen zu einer Überfischung der Weltmeere. 67 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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