einfach bio 4, Schulbuch

Das Haushuhn ist eine Zuchtform des Bankivahuhns. Beim Bankivahuhn handelt es sich um ein Wildhuhn aus Südostasien, das schon vor etwa 7000 Jahren als Haustier gehalten wurde. Durch Züchtung sind zahlreiche Haushuhnrassen entstanden. Verschiedene Haushuhnrassen Derzeit gibt es rund 180 verschiedene Rassen, die in Europa als Haushühner gehalten werden. Wie bei Rindern sind auch bei Hühnern Zweinutzungsrassen sehr beliebt. Diese legen viele Eier und nehmen rasch zu, sodass sie zur Fleischnutzung innerhalb weniger Monate geschlachtet werden (z.B. Sulmtaler Hühner). Reine Fleischhühner können bis zu 6 kg schwer werden. Viele in Österreich vorkommende Rassen wurden ursprünglich aus asiatischen Hühnerrassen gezüchtet (z. B. Weißes Cornish). Es gibt aber auch Züchtungen, bei denen eine sehr hohe Legeleistung am wichtigsten ist. Beispiele dafür sind das Altsteirer Huhn oder das Weiße Leghorn. Das sind Rassen, die bis zu 320 Eier pro Jahr legen. Im Vergleich dazu sind es beim Bankivahuhn nur bis zu 20 Eier jährlich. Es gibt auch reine Zierrassen (z. B. das Seidenhuhn). Hühner kommunizieren miteinander Hühner können sich gegenseitig z. B. über Futterstellen informieren. Das Gackern bei einem Futterwechsel hört sich anders an, als das Gackern bei einer gewöhnlichen Fütterung. Schon lange bekannt ist die Tatsache, dass es eine Rangordnung gibt, die durch das Hacken mit den Schnäbeln vereinbart wird (Hackordnung). Neu ist aber die Erkenntnis, dass Hühner bis zu 100 andere Hühner erkennen. Anhand verschiedener Laute können Hühner ihre Artgenossen voneinander unterscheiden. Auch „Freundschaften“ sind nicht selten. Stirbt ein Huhn, so kann es sogar sein, dass ein anderes aus Trauer kurze Zeit danach ebenfalls verstirbt. Da Hühner nur kurze Strecken fliegen, findet ihr Leben vorwiegend am Boden oder in Bodennähe statt. Sie picken ihre Nahrung mit dem Schnabel vom Boden. Hühner nehmen gerne ein Sandbad und scharren mit den kräftigen Krallen im Boden. Sie legen sich in das entstandene Loch und schlagen mit den Flügeln, um den Sand wieder abzuschütteln. Dieser Vorgang schützt die Tiere vor lästigen Parasiten. Wer sich weiter oben innerhalb der Rangordnung befindet, darf zuerst fressen, trinken, im Sand baden oder die Nacht auf einer höher gelegenen Stange verbringen. Alle diese Verhaltensmerkmale sollten bei artgerechter Haltung berücksichtigt werden. A1 Notiere die Namen der jeweiligen Rassen auf den Linien unter B1 bis B4. Lies dazu die Begriffe rü ckwärts. B1 RERIETSTLA v B2 RELATMLUS v B3 NHUHNEDIES v B4 NROHGEL SESSIEW v Kurz erklärt Zierrassen: Rassen, die wegen ihres Aussehens gehalten werden 128 Das Haushuhn ist ein Nutztier Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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