Hausente und Hausgans liefern wärmende Federn Die bekanntesten Vertreter der Gänsevögel sind Gänse, Enten und Schwäne. Der Mensch domestizierte die Graugans schon vor rund 5 000 Jahren. Enten sind neben Hühnern die Vogelgruppe, die am engsten mit dem Menschen verbunden ist. Die weiße Hausente stammt von der Stockente ab, die Hausgans von der Graugans. Die dicke Fettschicht in der Haut, ihre Daunen und Luft im Gefieder halten die Tiere warm. Daunen von Ente und Gans sind gut als Füllmaterial für Polster, Bettdecken und Daunenjacken geeignet. Entenfleisch ist relativ fett, wodurch es einen besonderen Geschmack bekommt. Das Fleisch von Gänsen und Enten wird gerne gegessen. Gänse werden in Bauernhöfen oder in eigenen Betrieben gehalten, die diese Tiere mästen. Nach nur neun Wochen wiegen sie bereits fünf Kilogramm und können geschlachtet werden. Laufenten werden zur biologischen Bekämpfung von Nacktschnecken eingesetzt. Das Truthuhn hat helles und dunkles Fleisch Das Truthuhn wird auch als Pute bezeichnet. Es stammt ursprünglich aus Mexiko. Da es mit dem Haushuhn verwandt ist, hat es auch ähnliche Verhaltensweisen wie z.B. das Scharren und Picken. Wilde, freilebende Truthühner sind viel leichter als die, die der Mensch für die Fleischproduktion hält. Gezüchtete männliche Tiere wiegen zwischen 10 und 20 kg. Weibchen werden zwischen 6 und 10 kg schwer. Die Schlachtung erfolgt rund vier bis sechs Monate nach dem Schlüpfen. Das Truthuhn ist das einzige Geflügel, das nicht nur helles, sondern auch dunkles Fleisch besitzt. Das Fleisch von Puten ist energiearm und leicht verdaulich. Es ist auch reich an Eiweiß, Mineralsalzen und Vitaminen. Der Strauß liefert viel Fleisch Das natürliche Verbreitungsgebiet des Straußes ist Afrika, insbesondere Ost- und Südafrika. In Österreich werden Strauße auf Straußenfarmen gezüchtet. Strauße können nicht fliegen, da sie zu schwer für den Flug sind. Die Tiere, die schon vor rund 20 Millionen Jahren auf der Erde lebten, waren damals kleiner, verloren aber ihre Flugfähigkeit. Ihren Fressfeinden konnten sie laufend entkommen. Die Beinmuskulatur der Tiere ist daher stark ausgebildet. Sie können beim Laufen eine Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h erreichen. Das Fliegen, das für derart schwere Tiere sehr viel Energie erfordert, war einfach nicht mehr überlebenswichtig. Bei der Schlachtung wiegt ein Strauß zwischen 75 und 100 kg. Davon sind etwa 50 % Fleisch. Straußenfleisch ist dunkel und fettarm. Außerdem werden die Eier, die Federn (als Staubwedel) und die Haut (als Leder) des Straußes verwertet. A1 Beschrifte die Abbildungen B1 bis B4. Die angegebenen Buchstaben helfen dabei. B1 H U G N B2 U E E B3 T A U S B4 T U H U Kurz erklärt Daune: weiche Feder, die vor Nässe und Kälte schützt 134 Ente, Gans, Truthuhn und Strauß Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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