einfach bio 4, Schulbuch

Ziegen und Schafe wurden bereits vor 10 000 Jahren domestiziert, zeitgleich mit der Anpflanzung von Weizen und Gerste. In Österreich werden etwa 23 verschiedene Schafrassen und rund 15 unterschiedliche Ziegenrassen gezüchtet. In den rund 27000 landwirtschaftlichen Betrieben Österreichs werden etwa 400 000 Schafe und 100 000 Ziegen gehalten. Etwas mehr als 50 % der Ziegen und rund 28 % der Schafe werden in biologischer Landwirtschaft gehalten. Schafe leben friedlich in Herden Schafe zählen wie Ziegen und Rinder zur Familie der Hornträger. Sie sind Paarhufer, Pflanzenfresser und Wiederkäuer. Schafe haben ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl und leben in Herden. Das weibliche Tier nennt man Mutterschaf, Aue oder Zibbe, ein Männchen heißt Widder oder Bock (kastriert: Hammel). Das Jungtier ist das Lamm. Weidehaltung ist die natürlichste Form der Schafhaltung. Je nach Klima leben die Schafe einige Monate oder das ganze Jahr im Freien, können sich frei bewegen und nach Belieben fressen und trinken. Die immerzu wachsenden Klauen werden abgerieben. Auf der Weide brauchen Schafe einen Unterstand als Schutz vor Hitze, Regen, Wind oder Kälte. Im Winter benötigen die Tiere einen Stall, damit sie nicht frieren. Besonders Muttertiere, Lämmer und frisch geschorene Schafe benötigen viel Wärme. Bei den Rassen unterscheidet man je nach Nutzung zwischen Bergschafen (z. B. Tiroler Bergschaf zur Haltung im Gebirge), Fleischschafen (z. B. Suffolk), Milchschafen (z. B. Lacaune) und den robusten Landschafen (z. B. Merinolandschaf zur Gewinnung von Wolle). Ziegen sind genügsame Nutztiere Sowohl Ziegen als auch Schafe sind Weidetiere. Dennoch sind Schafe bei niedrigen Temperaturen widerstandsfähiger als Ziegen. Vor allem im Winter sind Ziegen daher meistens in einem Stall untergebracht. Auf der Weide suchen sie sich ihr Futter selbst und bevorzugen Gräser, Kräuter, Zweige und Blätter. Durch ihr Fressverhalten können Ziegen die Verbuschung von Weiden verhindern. Aus diesem Grund werden sie auch in der Landschaftspflege eingesetzt. Weibliche Geißen leben mit den Jungtieren (Kitzen) in Gruppen. Die männlichen Böcke kämpfen als Einzelgänger um das Vorrecht der Paarung bei den Weibchen. Ziegen sind dämmerungsaktive Fluchttiere und mit breiten Hufen sehr gut an das Klettern angepasst. Daher leben sie oft im Gebirge. Sie werden aber auch in flachen Regionen gehalten. Man unterscheidet Fleischrassen (z. B. Burenziege) und Milchrassen (z. B. Weiße oder Bunte Edelziege). A1 Benenne die in B1 bis B4 abgebildeten Tiere, indem du die fehlenden Vokale ergänzt. B1 B R N Z G B2 T R L B R G S C H F B3 S F F L K B4 Weiße DLZ GE Kurz erklärt Klauen: Überzug über der Zehe oder über Zehenteilen 136 Schaf und Ziege – die ältesten Haustiere Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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