Treffpunkt Deutsch 4 - Deutsch Sprachlehre, Schulbuch

Teste dich selbst Lies den Text „Die Geschichte des Reisens“ und kreuze im Anschluss an, welche Aussagen im Text vorkommen. Beachte: Mehrere Antworten sind richtig. Die Geschichte des Reisens Menschen sind schon immer gereist, nur nicht immer so, wie wir es heute kennen. Klar, zu Beginn waren Menschen Nomaden. Sie wanderten von einem Ort zum nächsten, auf der Suche nach Nahrung und Wasser. Aber das ist natürlich nicht das, was wir heute unter „Reisen“ verstehen. Die ersten „richtigen“ Reisen waren höchstwahrscheinlich religiös motivierte Wallfahrten zu den Tempeln der Gottheiten der alten Ägypter. Auch zu Zeiten der alten Römer wurde gereist und das sogar für damalige Verhältnisse recht komfortabel. Denn im Römischen Reich wurde das Straßennetz stark ausgebaut und gepflegt. Zudem gab es hier oft Unterkünfte entlang der Wege für die Pilger und Geschäftsreisenden. Aber allzu angenehm dürft ihr euch das Reisen zu dieser Zeit dennoch nicht vorstellen: in den allermeisten Fällen wurden die Reisen nämlich komplett zu Fuß zurückgelegt, da sich die wenigsten ein Pferd oder gar eine Kutsche leisten konnten. So legten die meisten Reisenden zwischen 20 und 35 Kilometer pro Tag zurück. Es konnte also Tage, Wochen oder Monate dauern, bis man endlich sein Ziel erreichte. Nachdem jedoch die Herrschaft der Römer in Westeuropa beendet war und das Mittelalter begann, verfielen die Straßen und das Reisen wurde wieder beschwerlicher. Im Mittelalter war die üblichste Art der Reise neben der Handelsreise ebenfalls die Wallfahrt. Einer der bekanntesten Wallfahrts- bzw. Pilgerwege des Mittelalters ist der Jakobsweg, der nach Santiago de Compostela in Nordspanien führt und auch heute noch begangen wird. Heute ist die Reise dorthin – auch wenn sie zu Fuß zurückgelegt wird – allerdings um einiges angenehmer. Ihr müsst euch eine Reise im Mittelalter wie folgt vorstellen: Das Land war kaum besiedelt und die Natur meist noch unberührt und wild – das hört sich jetzt erstmal sehr romantisch an, aber gerade das war das größte Problem der Reisenden. Es gab nicht viele Wege (und die meisten Wege waren nicht gepflastert und sehr mühsam zu begehen) geschweige denn Brücken, um Flüsse zu überqueren, also musste man sich sehr genau auskennen, um auch wirklich den Weg zum Ziel zu finden. Denn hatte man sich verlaufen, war man so gut wie verloren. Man traf nicht nur sehr selten auf jemanden, der einem helfen konnte, nein, man musste auch immer damit rechnen, von Wegelagerern überfallen zu werden. Und wenn es nicht die Räuber waren, die einem nach dem Leben trachteten, dann waren es die wilden Tiere, wie zum Beispiel Bären, die damals noch frei in Deutschlands Wäldern herumliefen. Quelle: https://www.urlaubsguru.de/reisemagazin/geschichte-des-reisens/ (abgerufen am 7.10.2024) Aussagen im Text richtig a Ursprünglich waren die Menschen unterwegs, um als Nomaden nach Wasser und Nahrung zu suchen. b Die ersten Reisen im heutigen Sinn waren höchstwahrscheinlich religiös motivierte Reisen zu den Tempeln der Gottheiten der alten Ägypter. c Zur selben Zeit reisten auch die Römer und das sogar für damalige Verhältnisse recht komfortabel. d Zur Zeit der Römer legten die meisten Reisenden mit Pferd zwischen 20 und 35 Kilometer pro Tag zurück. e Der bekannteste Wallfahrts- bzw. Pilgerweg des Mittelalters war der Jakobsweg. 1 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 166 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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