Peter Ernst · Katrin Hörbinger · Stefan Schäfer · Bettina Viveros Treffpunkt 4 Deutsch Sprachbuch
Treffpunkt Deutsch 4 – Deutsch Sprachlehre, Schulbuch + E-Book Schulbuchnummer: 225231 Treffpunkt Deutsch 4 – Deutsch Sprachlehre, Schulbuch E-Book Solo Schulbuchnummer: 225235 Treffpunkt Deutsch 4 – Deutsch Sprachlehre, Schulbuch + E-Book+ Schulbuchnummer: 225234 Treffpunkt Deutsch 4 – Deutsch Sprachlehre, Schulbuch E-Book+ Solo Schulbuchnummer: 225238 Mit Bescheid des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung vom 12. Jänner 2026, GZ 20240.756.764 gemäß § 14 Absatz 2 und 5 des Schulunterrichtsgesetzes, BGBl. Nr. 472/86, und gemäß den derzeit geltenden Lehrplänen als für den Unterrichtsgebrauch für die 4. Klasse an Neuen Mittelschulen und an allgemein bildenden höheren Schulen – Unterstufe im Unterrichtsgegenstand Deutsch (Lehrplan 2023) geeignet erklärt. Dieses Werk wurde auf der Grundlage eines zielorientierten Lehrplans verfasst. Konkretisierung, Gewichtung und Umsetzung der Inhalte erfolgen durch die Lehrerinnen und Lehrer. Liebe Schülerin, lieber Schüler, du bekommst dieses Schulbuch von der Republik Österreich für deine Ausbildung. Bücher helfen nicht nur beim Lernen, sondern sind auch Freunde fürs Leben. Kopierverbot Wir weisen darauf hin, dass das Kopieren zum Schulgebrauch aus diesem Buch verboten ist – § 42 Abs. 6 Urheberrechtsgesetz: „Die Befugnis zur Vervielfältigung zum eigenen Schulgebrauch gilt nicht für Werke, die ihrer Beschaffenheit und Bezeichnung nach zum Schul- oder Unterrichtsgebrauch bestimmt sind.“ Data-Mining-Verbot Die Nutzung der Inhalte dieses Werkes für Text- und Data-Mining im Sinne des § 42h Abs. 6 UrhG ist ausdrücklich vorbehalten und daher verboten. Die Inhalte dieses Werkes dürfen auch nicht zur Entwicklung, zum Training und/oder zur Anreicherung von KI-Systemen, insbesondere von generativen KI-Systemen, verwendet werden. Audios Redaktion: Magdalena Eybl-Vyhnanek Tontechnik: Fabian Wessely Audio e.U., Wien Sprecherinnen und Sprecher: Lo Hufnagl, Wien; Michael Schläger, Wien; Artur Sternat, Wien; Rita Sternat, Wien Der Audio-Track 89 wurde mithilfe der Text-to-Speech-Technologie von Elevenlabs generiert Umschlagsillustration: Thomas Przygodda, Langenhagen 1. Auflage (Druck 0001) © Österreichischer Bundesverlag Schulbuch GmbH & Co. KG, Wien 2026 www.oebv.at Alle Rechte vorbehalten. Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise, gesetzlich verboten. Schulbuchvergütung/Bildrechte: © Bildrecht GmbH/Wien Redaktion: Magdalena Eybl-Vyhnanek, Wien Herstellung: Andrea Maria Fellner, Wien Umschlaggestaltung: Maria Becker, normaldesign GbR, Schwäbisch Gmünd Layout: Maria Becker, normaldesign GbR, Schwäbisch Gmünd Satz: CMS – Cross Media Solutions GmbH, Würzburg Druck: Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., Horn ISBN 978-3-209-11686-4 (Treffpunkt Deutsch SB 4 + E-Book) ISBN 978-3-209-13110-2 (Treffpunkt Deutsch SB 4 E-Book Solo) ISBN 978-3-209-11702-1 (Treffpunkt Deutsch SB 4 + E-Book+) ISBN 978-3-209-13114-0 (Treffpunkt Deutsch SB 4 E-Book+ Solo) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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In der Diskussion – argumentieren und appellieren 5 6 Klicken als politischer Beitrag – Formen des Diskurses unterscheiden 8 „inklusiv“, „flexibel“, „konstruktiv“ – die Sprache der Politik untersuchen 10 Eine Kampagne bewerten – Formen der adverbialen Bestimmung 12 Wir wollen! – eine Kampagne entwerfen 14 Unterschiedliche Seiten betrachten – eine dialektische Erörterung planen 16 Pro und kontra – eine dialektische Erörterung verfassen 18 Sattelfeste Argumentation – eine dialektische Erörterung überarbeiten 20 Ansichten werden zu Argumenten – schriftlich Stellung beziehen 22 Teste dich selbst Meine berufliche Zukunft – mit und vor anderen sprechen 25 26 „Was möchte ich?“ – Ziele formulieren 28 Klischees bei der Berufswahl – Rollenbilder untersuchen 30 Mein Traumberuf – ein Referat vorbereiten 32 Präsentieren ist Übungssache – ein Referat halten 34 „Mir hat gefallen, dass …“ – Feedback geben und empfangen 36 „Habe ich Sie überzeugt?“ – Bewerbungsschreiben verfassen 38 Der erste Eindruck zählt – Bewerbungsgespräche führen 40 Sich selbst von außen sehen – eine Videoanalyse durchführen 42 Teste dich selbst Armut hat viele Gesichter – informieren und darstellen 45 46 Arm und Reich – Informationen wiedergeben 48 Armut in Österreich – ein Problem erkennen 50 Stand heute – aktuelle Zahlen analysieren und darstellen 52 Gründliche Recherche ist alles – eine Reportage planen 54 Live dabei – eine Reportage verfassen 56 Feinschliff – eine Reportage überarbeiten 58 Auf einfache Weise informieren – einen Webinhalt gestalten 60 Kurz und knackig – sachlich informieren 62 Teste dich selbst „Echt jetzt?“ – mit Medien umgehen 65 66 „Wahnsinn!“ – Absichten von Influencerinnen und Influencern erkennen und hinterfragen 70 „Kaum zu glauben!“ – Medien früher und heute bewusst wahrnehmen 72 ChatGPT und Co – über künstlich generierte Texte nachdenken 74 Erweiterte Suche – im Internet recherchieren 76 Faktencheck – Manipulationen erkennen 78 Realität darstellen – Filme untersuchen 80 Gut dargestellt – mit dem Textverarbeitungsprogramm umgehen 84 Teste dich selbst 1 2 3 4 G R G G Inhalt Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Liebe für immer und überall – kreativ schreiben und gestalten 87 88 Liebe in verschiedenen Zeiten – Texte vergleichen und bewerten 90 Alles Liebe! – einen Begriff analysieren 92 Sprache der Emotionen – einen inneren Monolog planen 94 Herzensangelegenheit – einen inneren Monolog verfassen 96 Echo der Gefühle – einen inneren Monolog überarbeiten 98 Rosarote und andere Brillen – unterschiedliche Perspektiven einnehmen 100 Die Kunst des Lebens und Liebens – Sprache beschreiben und charakterisieren 102 Ein Bauchgefühl! – mit Slam-Poetry vertraut werden 104 Wenn wir lieben, dichten wir – einen Poetry-Slam in der Klasse abhalten 106 Teste dich selbst Mir is’s alles ans, … – Sachtexte lesen und verstehen 109 110 Was sagt die Statistik? – diskontinuierliche Texte auswerten 112 Shoppe jetzt, bezahle später? – ein Exzerpt erstellen 116 Konsum – Arten von Sachtexten unterscheiden 118 Wahre Werte – über kulturelle Unterschiede nachdenken 120 Die Angst vor der Pleite – Sonderfälle der Groß- und Kleinschreibung 122 Zins und Zinseszins – unbestimmte Zahlwörter richtig schreiben 124 Digitales Kaufen und Bezahlen – eine Eingabemaske erfassen 126 Teste dich selbst Erkundungen – literarische Texte lesen und verstehen 129 130 Für dich gelesen – eigene Leseinteressen erkunden 132 Fremde Kulturen erkunden – eine Kurzgeschichte untersuchen 134 „Einbruch eines völlig Unbekannten“ – eine Novelle kennenlernen 136 Was soll man davon halten? – eine Figur aus einem Jugendroman charakterisieren 138 Direkt und indirekt charakterisiert – eine Figurencharakteristik planen 140 „Die Hauptfigur ist …“ – eine Figurencharakteristik verfassen 142 Genau hingeschaut – eine Figurencharakteristik überarbeiten 144 „Wer war denn das?“ – szenische Texte untersuchen 146 Reiseentdeckungen – Gedichte untersuchen 148 Teste dich selbst Mobilität – Inhalte wiedergeben und bewerten 151 152 Vorbild Jugend – Hörtextinhalte wiedergeben 154 Spazieren gehen und/oder bergsteigen? – Sonderfälle der Getrennt- und Zusammenschreibung 156 Österreich radelt – eine Website erfassen 158 Die Zukunft der Mobilität – einen materialgestützten Informationstext verfassen 162 Projekt: Mobilität der Zukunft – ein Erklärvideo erstellen 164 Spezialfall Migration – die Qualität eines Textes bewerten 166 Teste dich selbst Mein Lernstand … 169 Anhang 173 Glossar / 180 Lösungen / U3 Text- und Bildquellen 5 6 7 8 R R R Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
1. Scanne den QR-Code und lade die App auf dein Smartphone oder dein Tablet. 2. Scanne deinen Buchumschlag oder wähle dein Schulbuch in der App-Medienliste aus. 3. Scanne eine mit gekennzeichnete Buchseite oder wähle ein Medium aus der App-Medienliste aus. 4. Spiele das Medium ab. Android iOS QuickMedia App Liebe Schülerin! Lieber Schüler! Vor dir liegt dein neues Deutschbuch „Treffpunkt Deutsch“. Das Sprachbuch ist in acht Kapitel unterteilt, von denen jedes einem wichtigen Kompetenzbereich des Deutschunterrichtes gewidmet ist. Diese werden von Schuljahr zu Schuljahr weiterentwickelt und vertieft. Jedes Kapitel beginnt mit einer spielerischen Einstiegsseite, auf der du auch erfährst, was du in diesem Kapitel lernen wirst. Im Arbeitsheft findest du zusätzliche Übungsmöglichkeiten und kannst das Gelernte wiederholen. Das Leseheft macht dich zum Lese-Profi. Hier findest du ein umfangreiches Lesetraining und spannenden Lesestoff zu interessanten Themenbereichen. Und das bedeuten die Symbole in diesem Buch: Der Tintenfisch fasst dir den Merkstoff und wichtige Regeln kurz und leicht verständlich zusammen. In Boxen mit dem Puzzleteil findest du verschiedene Arbeitstechniken und Werkzeuge, die dir das Lernen erleichtern. Die Leiter hilft dir, Hürden zu überwinden. Hier erhältst du Tipps, wie du dir den Lernstoff besser merkst. Diese Aufgaben helfen dir, den Lernstoff zu erarbeiten, anzuwenden und zu festigen. Diese Aufgaben sind komplexer und fordern dich heraus. Hier kannst du dein Wissen vertiefen. Zu dieser Aufgabe gibt es einen Hörtext, den du über die Quick Media App oder über die Digitalen Zusatzmaterialien anhören kannst. Diese Aufgabe löst ihr mit einer Partnerin oder einem Partner. Diese Aufgabe löst ihr am besten im Team. Diese Aufgabe solltest du im Heft lösen. Zu diesen Aufgaben gibt es Bearbeitungshilfen ab S. 179. Am Seitenrand findest du die Verweise zu passenden Aufgaben im Arbeitsheft. s 3 4 B C N AH, S. 45/4 4 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
1 In der Diskussion – argumentieren und appellieren Ob in der Schule oder zuhause – immer wieder kommt es zu Diskussionen. In solchen Diskussionen vertrittst du deine Meinung und begründest sie durch Argumente. Diskutieren will gelernt sein. Diese Szene aus einem Parlament wirkt vielleicht übertrieben, manchmal sieht der politische Alltag aber tatsächlich so oder so ähnlich aus. Besprecht zu zweit, warum hier keine gute Diskussion möglich ist. Wie würdet ihr darauf reagieren, wenn eure Ideen zu einem Thema kein Gehör finden? Sammelt eure Überlegungen an der Tafel. … und darum verurteile ich dieses Verhalten der Opposition auf das Schärfste und fordere sie auf, sich sofort … …dieses Blabla interessiert mich gar nicht… … warum nur meine Sichtweise richtig ist: … Das lernst du Rechtschreibung: – Zeichensetzung bei Adverbialsätzen Sprachbetrachtung: – Fachsprache erkennen – Sprachgebrauch in der Politik untersuchen – adverbiale Bestimmungen Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Betrachtet das Bild. Besprecht in der Klasse, welches Thema hier wohl diskutiert wird. Bewertet, wie sinnvoll ihr es findet. Wenn du etwas am Angebot eures Schulbuffets ändern würdest, was wäre das? Notiere stichwortartig ein bis zwei sinnvolle Vorschläge in deinem Heft. Beispiel: keine Energydrinks mehr anbieten (enthalten zu viel Zucker) Höre dir die Audiodatei zum Thema „Diskurs“ an. Bearbeite anschließend nachfolgende Arbeitsaufträge mit einer Partnerin oder einem Partner. a Erklärt, was ein Diskurs ist. b Besprecht die Vergleiche im Hörtext (Klassenzimmer, Bundesstraße, Pizza) und wie sie den politischen Diskurs verständlicher machen. c Diskutiert, warum Panima und Leander betonen, dass Zuhören und vielfältige Stimmen wichtig sind. Welche Bedeutung hat das für eine Gesellschaft mit einer offenen und toleranten Haltung? Panima nennt im Podcast verschiedene Wege, wie man sich an einem Diskurs beteiligen kann. Erkläre die Bedeutung der untenstehenden Begriffe. Ordne sie der Darstellung von Aufgabe 1 richtig zu. Nicht alle Begriffe sind im Bild zu finden. Kommentare Leserbriefe Demonstrationen Blogs Debatten Streiks Aktivismus Petitionen Essays In Geschichte habt ihr vielleicht bereits den Begriff „politische Partizipation“ gehört. Klärt in einer Gruppe von drei Personen, was darunter zu verstehen ist. Besprecht die Ergebnisse eurer Gruppenarbeit in der Klasse. Erstellt ein Cluster mit unterschiedlichen Möglichkeiten der politischen Partizipation. 1 C 2 N 3 B p897vj 4 5 C Klicken als politischer Beitrag – Formen des Diskurses unterscheiden 6 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
In der Diskussion Diskutiert, welche Rolle soziale Medien in Sachen politische Partizipation einnehmen. Lies den Text über Slacktivismus. Beantworte dann die untenstehenden Fragen. Was ist Slacktivismus? Slacktivismus ist ein Begriff, der sich aus den Wörtern „Slacker“ (fauler Mensch) und „Aktivismus“ zusammensetzt. Er beschreibt eine Form des Aktivismus oder Engagements, bei der Personen über soziale Medien oder Online-Plattformen ihre Unterstützung für eine bestimmte Sache oder ein bestimmtes Anliegen zum Ausdruck bringen, jedoch nur minimale oder oberflächliche Anstrengungen unternehmen. Typischerweise äußern sich Slacktivisten durch das Teilen von Beiträgen, das Verwenden von Hashtags oder das Unterzeichnen von Online-Petitionen. […] Neben dem Klicken und Teilen von Beiträgen kann Slacktivismus auch das Tragen von symbolischen Armbändern oder Anstecknadeln […] oder das Versenden von Kettenbriefen umfassen. […] Beispiele sind das Einfärben des Profilbilds mit Regenbogenfarben zur Unterstützung der LGBTQ+-Rechte oder das Hinzufügen eines Filtereffekts, um auf soziale oder politische Themen aufmerksam zu machen. […] Es geht um Aktivitäten, die den Anschein von Aktivismus erwecken, aber wenig tatsächlichen Einfluss haben. Natürlich ist es auch möglich, dass sich Menschen auch über ihre Online-Aktivitäten hinaus für die Sache engagieren [indem sie zum Beispiel an Demonstrationen teilnehmen]. Es wird jedoch oft kritisiert, wenn diese Aktivitäten als Ersatz für echtes Engagement und konkrete Maßnahmen betrachtet werden. Quelle: https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.slacktivismus-mhsd.5c351295-d78b-4823-88f7-8c2845a9d7b7.html; gekürzt (abgerufen am 7.10.2024) richtig falsch „Slacktivismus“ ist eine Begriffszusammensetzung aus „Slacker“ und „Aktivismus“. Slacktivismus bezeichnet eine Form des Einsatzes mit nur minimalem Aufwand. Ein Slacker ist eine Person, die sich für eine (politische) Sache aktiv einsetzt. Slacktivisten nehmen beispielsweise an Demonstrationen teil. Beiträge zu teilen oder das eigene Profilbild einzufärben, sind Beispiele für Slacktivismus. Sammelt in einer Gruppe von vier Personen in einer Tabelle, welche Vorteile bzw. Nachteile Online-Petitionen mit sich bringen können. Besprecht, ob ihr bereits Slacktivistinnen oder Slacktivisten gewesen seid. Wenn ja, in welcher Sache? Habt ihr euch in anderer Form schon einmal an einem Diskurs beteiligt? 6 C Demonstrationen Wahlen Politische Partizipation 7 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32 N 8 C 7 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
„inklusiv“, „flexibel“, „konstruktiv“ – die Sprache der Politik untersuchen Die Pizzadebatte der 4D schlägt am BRG Kohlsprosse hohe Wellen. Alessandro Russos, Vertreter der „Pro-Pizza-Offensive“, hält in diesem Zusammenhang bei einer Schulversammlung eine hitzige Rede. Lies seine Rede. Sehr geehrte Mitschülerinnen und Mitschüler! Wir stehen vor großen Herausforderungen! Ich möchte heute eine Angelegenheit ansprechen, die einer sorgfältigen Evaluation bedarf: die Ausrichtung unseres Schulbuffets! Nach eingehender Betrachtung verschiedener Optionen und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse unserer Schulgemeinschaft schlage ich vor, dass wir als Schulfamilie die Entscheidung treffen, ausschließlich Pizza im Schulbuffet anzubieten. Diese Empfehlung basiert auf einer Reihe von Überlegungen, die ich gerne näher erläutern möchte. • Erstens ist Pizza ein Symbol für sozialen Zusammenhalt. Als gemeinsames kulinarisches Gut fördert sie die Solidarität an unserem Schulstandort, da sie unabhängig von individuellen Vorlieben oder kulturellen Hintergründen eine breite Akzeptanz erfährt. • Zweitens bietet die Vielfalt an Pizza-Varianten eine flexible Lösung für unsere unterschiedlichen Ernährungspräferenzen. Diese Palette reicht von traditionellen Belägen bis hin zu speziellen Optionen wie vegetarischen, veganen oder glutenfreien Varianten. • Drittens zeichnet sich Pizza durch ihre praktische Handhabung aus. Die zügige Zubereitung trägt zur Optimierung des Schulumfelds bei. Unsere Pausenzeit können wir dadurch effektiv nutzen. Nur gemeinsam können wir eine fundierte Entscheidung treffen, die die langfristige Zufriedenheit und positive Ernährungslage unserer Schulfamilie gewährleistet. Es liegt an uns, die Zukunft zu gestalten. Lasst uns die Weichen für diese gemeinsame Zukunft jetzt stellen! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Alessandro spricht in seiner Rede absichtlich sehr formell und nutzt einige schwierige Wörter, die fett markiert sind. Kläre ihre Bedeutung, falls nötig, mit einem Wörterbuch. Markiere im Text auch andere Wörter, die du nicht kennst, und finde ihre Bedeutung heraus. Diskutiert die nachfolgenden Fragen in Gruppen. a Warum benutzt Alessandro viele Fremdwörter in seiner politischen Rede? b Welchen Eindruck macht das auf die Zuhörenden? c Warum sprechen Politikerinnen und Politiker oft in einem gehobenen Stil? d Welche Nachteile hat es, wenn zu viele schwierige Wörter in einer Rede vorkommen? Nach Alessandros Rede gibt es großen Applaus und die Schulsprecherin Flora Walser muss spontan und unvorbereitet darauf reagieren. Lest die Rede oder hört sie an. Besprecht als Gruppe: Gelingt es Flora, gut auf Alessandros Rede zu reagieren? Würdet ihr euch von dieser Rede angesprochen fühlen? 1 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 2 3 C 4 p8g6tk C 8 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
In der Diskussion Hey Leute, ich muss jetzt auf Alessandros Rede zum Schulbuffet reagieren, weil das Thema einfach mega wichtig ist, oder? Also, er schlägt vor, dass wir nur noch Pizza im Buffet haben sollten. Klar, Pizza ist supergut, aber kann uns dieses Gericht wirklich auf Dauer glücklich machen? Ich verstehe total, dass wir uns alle während der Pausen, bei all dem Lernstress und den vielen Prüfungssituationen, einen Moment der Entspannung wünschen, idealerweise mit gutem Essen. Dann fühlt es sich echt richtig schlimm an, wenn es genau am Tag der Mathe-Schularbeit „nur“ Karottensticks mit Hummus gibt. Aber nach der Mathe-Schularbeit ist vor der Biologie-Wiederholung und vor der Deutsch-Schularbeit und vor der Latein-Vokabelüberprüfung und Pizza als Snack zieht uns einfach runter. Unsere Konzentration ist schlechter, ganz generell wird unsere Gesundheit unter dem eintönigen Essen leiden. Wir müssen doch auch an unseren Körper, an unsere Zukunft denken, oder nicht? Und hey, wir sollten auch bedenken, wie unsere Entscheidungen die Umwelt und das Klima beeinflussen. Gesundes Essen ist nicht nur gut für uns, sondern auch für unseren Planeten! Der viele Schinken, die Wurst, der Käse – das ist alles nicht gut. Nicht gut für uns. Nicht gut für die Erde! Wir gehen ja hier zur Schule, wir bilden uns tagtäglich – wir sollten es besser wissen, oder? Wir müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen! Lasst uns gemeinsam darüber reden, was wir wirklich wollen. Ich als eure Schulsprecherin möchte gern eure Wünsche zum Schulbuffet hören. Ich werde daher eine Umfrage zum Thema starten. Lasst uns eine Entscheidung treffen, die für uns alle das Beste ist. Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen können. Diskutiert zu zweit, wie sich Alessandros und Floras Rede voneinander unterscheiden. Notiert Unterschiede in der Tabelle. Besprecht, welche unterschiedlichen Eindrücke die beiden Reden bei euch wecken. Alessandro Flora weitreichender, gehobener Wortschatz alltags- bzw. umgangssprachlich lange, verschachtelte Sätze kurze Satzstrukturen … … Untersucht Alessandros und Floras Rede auf den Einsatz von Floskeln. Unterstreicht sie. Sprecht in der Klasse darüber, warum es wichtig ist, Floskeln in politischen Reden zu erkennen. Warum verwenden Politikerinnen und Politiker sie? Welche Rolle spielen sie in der Kommunikation? Diskutiert, warum manche Politikerinnen und Politiker ihre Reden bewusst einfach halten. Welche Absichten verfolgen sie damit? 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 5 B N Eine politische Rede ist oft durch spezielle Begriffe, Floskeln und teilweise auch durch gehobene Sprache (je nach Absicht) gekennzeichnet. Floskeln in einer politischen Rede sind allgemeine, oft nichtssagende Redewendungen oder Ausdrücke, die häufig verwendet werden, um Eindruck zu machen, aber wenig Inhalt oder echte Bedeutung haben. Z.B.: „Es liegt an uns, die Zukunft zu gestalten.“ „Gemeinsam sind wir stark.“ Merke 6 B 7 C 8 C 9 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Recherchiere online zum Begriff „Kampagne“. Notiere eine Definition in deinem Heft. Betrachtet den Ausschnitt der Kampagne „Natur statt Beton“. Bestimmt die Ziele und benennt die Begründerin oder den Begründer der Kampagne. Quelle: https://www.natur-statt-beton.at/?cf=wwf-at (abgerufen am 07.08.2025) Suche online nach zwei aktuellen Kampagnen in Österreich. Verwende Suchbegriffe wie „aktuelle Kampagne Österreich“. Notiere die Ziele der Kampagnen in deinem Heft. 1 N WWF AT, 1160 Wien | ZVR: 751753867 | Hersteller: Epamedia: Gerin Druck GmbH, 2120 Wolkersdorf 2 B Kampagnen nutzen verschiedene Methoden wie das Verteilen von Flyern, einen Auftritt in sozialen Medien, Informationen in Zeitungen oder im Radio sowie die Organisation von Demonstrationen und Protesten. Oft ist auch eine Petition Teil einer Kampagne. Eine Petition ist ein schriftlicher Wunsch oder eine Forderung, die von vielen Menschen unterstützt wird. Sie zeigt, dass viele Leute ein bestimmtes Thema wichtig finden, und richtet sich meistens direkt an die Politik. Merke 3 N Adverbialsätze sind Nebensätze, die wie eine adverbiale Bestimmung behandelt werden. Sie beginnen mit Subjunktionen (unterordnenden Bindewörtern) und werden immer durch einen Beistrich getrennt. Es gibt u. a.: • Konditionalsätze (Bedingung): falls, wenn, sofern Die Politik kann noch viel zur Rettung der Umwelt beitragen, sofern sie die Forderungen der Bevölkerung ernst nimmt. (Wann? Unter welchen Bedingungen?) • Finalsätze (Ziel und Zweck): damit; (manchmal verkürzt zu:) „um … zu“ + Infinitiv Damit die Klimawende gelingt, muss jetzt gehandelt werden. (Wozu? Wofür?) • Kausalsätze (Grund): weil, da, zumal (da) Sie starteten die Kampagne, weil das Problem noch nicht im Bewusstsein der Mehrheit ist. (Warum?) • Modalsätze (Art und Weise): indem, ohne dass, als ob; (manchmal verkürzt zu:) „anstatt … zu“ + Infinitiv Klimagerechte Politik ist möglich, indem entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. (Wie? Auf welche Art/Weise?) • Konsekutivsätze (Folge und Wirkung): sodass, dass (Mit welcher Folge/Wirkung?) Die Kampagne wurde in den Medien verbreitet, sodass sie eine große Anzahl an Menschen erreichte. Merke Eine Kampagne bewerten – Formen der adverbialen Bestimmung 10 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
In der Diskussion Vergleicht die beiden Beschreibungen zur Kampagne „Natur statt Beton“. Besprecht, welche Beschreibung professioneller wirkt und woran das liegt. Beschreibung 1 Beschreibung 2 Der WWF startet eine Kampagne. Die Kampagne will den Bodenverbrauch in Österreich reduzieren. Viele Menschen sollen über das Problem informiert werden. Der WWF startet eine Kampagne, damit die Menschen auf die Problematik der Bodenversiegelung aufmerksam werden. Die Kampagne will den Bodenverbrauch in Österreich senken, weil dies wichtig für die Umwelt ist. Viele Menschen sollen über das Problem informiert werden, damit sie sich aktiv daran beteiligen können. Unterstreiche in der zweiten Beschreibung von Aufgabe 4 die Adverbialsätze und bestimme sie mithilfe des Merkekastens in deinem Heft. Lies die Forderungen der Petition „Stoppt die Verbauung Österreichs!“ des WWF. Füge die passenden unterordnenden Bindewörter in die Lücken ein: indem, sodass, anstatt, weil, damit, da, wenn. Bestimme anschließend die Art des Adverbialsatzes am Seitenrand. Österreich verbaut seine Zukunft, jeden Tag im Schnitt 12 Hektar Boden für immer unter grauem Beton verschwinden. weiterhin Böden verbaut werden, gehen überlebenswichtige, biologische Funktionen dauerhaft verloren. Menschen, Tiere und Pflanzen müssen leiden, Wasser nicht mehr verdunsten kann. Österreich beim Bodenverbrauch im internationalen Spitzenfeld liegt, muss etwas getan werden! Österreich an einem der dichtesten Straßennetze Europas arbeitet, werden wertvolle Lebensräume zerschnitten und die Zersiedelung des Landes befeuert. […] Bitte unterstützen Sie uns daher mit Ihrer Unterschrift für einen Bodenschutz-Vertrag gegen den Flächenfraß, die Politik endlich handelt. Quelle: https://www.natur-statt-beton.at/petition/, leicht geändert (abgerufen am 7.10.2024) Es gibt noch weitere Arten von Adverbialsätzen. Recherchiere online zum Temporal-, Konzessiv-, Instrumental- und Lokalsatz. Notiere dir wie in der Merkebox oben alle wichtigen Informationen in deinem Heft. Im folgenden Schreiben der WWF-Kampagne an die Regierung fehlen einige Beistriche. Ergänze diese und markiere die Junktion. Benenne die Art des Adverbialsatzes auf den Schreibzeilen. Laut der Nachhaltigkeitsstrategie des Bundes hätte der tägliche Bodenverbrauch bis 2010 auf maximal 2,5 Hektar gesenkt werden sollen. Tatsächlich schießt Österreich mit einer Verbauungsrate von 12 Hektar pro Tag weit am Ziel vorbei. Obwohl das aktuelle Regierungsprogramm zwar eine Reduktion vorsieht gibt es bislang keine Verbesserungen ( ). Wir fordern einen Bodenschutz-Vertrag gegen den unkontrollierten Flächenfraß weil sich das ändern muss ( ). Wir appellieren an Sie, eine wirksame Vereinbarung zum besseren Schutz des Bodens zu verhandeln sodass es zu einer Verbesserung der Lage kommt ( ). Quelle: https://www.natur-statt-beton.at/petition/, leicht geändert (abgerufen am 7.10.2024) 4 B 5 N 6 2 4 6 8 7 N 8 2 4 6 11 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Wir wollen! – eine Kampagne entwerfen Bewertet als Gruppe die Kampagne auf den Seiten 10 und 11 anhand der Fragen: a Was ist das Ziel der Kampagne? Ist es klar formuliert und zeitlich festgelegt? b Welche Schritte werden gesetzt, um das Ziel zu erreichen? c Wie sind die Inhalte und die Präsentation gestaltet? Wirken sie auf euch interessant? d Was sind die Vor- und Nachteile einer Online-Petition als Teil einer Kampagne? e Welche Tipps würdet ihr der Kampagne „Stoppt die Verbauung Österreichs“ des WWF geben? Diskutiert, welche Methoden zur Durchführung einer Kampagne ihr für besonders wirksam haltet und welche euch besonders ansprechen. Wo würdet ihr selbst gerne mitmachen? Ihr habt die Kampagne „Stoppt die Verbauung Österreichs“ kennengelernt und bewertet. Jetzt seid ihr dran! Bildet Gruppen von vier bis fünf Personen und plant eine eigene Kampagne zu einem Thema, das ihr wählt. Stellt eure Kampagnen der Klasse vor und bewertet sie gegenseitig. Die beste Idee könnt ihr als Klassenprojekt umsetzen. Achtet auf die folgenden Schritte: Findet Themen! Recherchiert online nach Themen, die euch interessieren und für die ihr eine Kampagne starten möchtet. Sammelt Ideen in der Klasse. Ordnet eure Einfälle größeren Themenbereichen zu, z.B. Infrastruktur (Radweg zur Schule), Umweltschutz (Müllsystem in der Schule), Gendergerechtigkeit (Bereitstellung von Hygieneartikeln für Schülerinnen in der Schule). Bildet Gruppen! Führt in eurer Klasse eine „Blinde Abstimmung“ durch, sodass ihr euch nach Interesse zusammenfindet. Legt dafür eure Köpfe auf den Tisch und schließt die Augen. Eure Lehrkraft liest die Themenpakete der Reihe nach vor. Ihr meldet euch mit Handzeichen zu dem Thema, das euch am meisten interessiert. Anschließend liest die Lehrkraft, die mitschreibt, die Gruppen laut vor. Formuliert Ziele! Stellt sicher, dass alle dasselbe Verständnis von der Ausgangslage und den Zielen haben. Formuliert das Ziel eurer Kampagne in einem Satz. Bestimmt die weiteren Ziele eurer Kampagne. Bestimmt die Zielgruppe(n) eurer Kampagne: Legt fest, an wen sich eure Kampagne richtet (z.B. Politik, Medien, ein Geschäft, …). Werdet euch darüber klar, wen ihr durch eure Kampagne erreichen wollt (Gleichaltrige, jüngere oder ältere Menschen). Formuliert klare Botschaften für eure Kampagne! Drückt euch präzise aus. Z.B.: „Jedes Mädchen hat das Recht auf kostenlose Hygieneartikel in der Schule!“ Schätzt Kapazitäten richtig ein! Bestimmt den Aufwand der Kampagne. Beantwortet dazu folgende Fragen: • Wie lange soll die Kampagne laufen? (genaues Start- und Enddatum festlegen) • Wie viel Zeit kann dafür aufgewendet werden? • Wie viele Personen werden sich an der Umsetzung der Kampagne beteiligen? 1 C 2 C 3 C 4 C 5 C 6 C 7 C 8 C 12 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
In der Diskussion Erstellt einen Maßnahmenkatalog! Eine Kampagne besteht aus vielen einzelnen Schritten, die sich an verschiedene Zielgruppen richten. Betrachtet die unterschiedlichen Möglichkeiten für Kampagnen im Bild. Fertigt dazu eine Liste in eurem Heft an. Bestimmt, in welchem Zeitraum ihr eure Kampagne durchführen möchtet, an wen sich eure Kampagne richtet und wen ihr erreichen wollt. Einigt euch auf Maßnahmen, die ihr im Zuge eurer Kampagne umsetzen wollt. Haltet eure Überlegungen im Heft fest. Beispiel: kostenlose Hygieneartikel für Mädchen in der Schule • Kampagne richtet sich an: Schulleitung, Schulgemeinschaftsausschuss, örtliche Politik • Kampagne will erreichen: Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte, Lehrerinnen und Lehrer, Direktion, Schulwarteteam bzw. Verwaltungspersonal • mögliche Maßnahmen: Informationsstand vor der Schule mit Flyern und Plakaten, die über die Notwendigkeit kostenloser Hygieneartikel informieren. Zusätzlich Posts in sozialen Medien, die die Vorteile und Möglichkeiten aufzeigen. Erstellt in einem Textverarbeitungsprogramm einen Zeitplan. Teilt euch die Aufgaben innerhalb der Gruppe auf. Thema: Kostenlose Hygieneartikel für Mädchen in der Schule 28.4.2026–26.6.2026 Maßnahme Ziel Zielgruppe Dauer/ Zeitrahmen Kosten Verantwortliche Maßnahme 1: Informationen über soziale Medien teilen möglichst viele über Idee informieren und über Fortschritte am Laufenden halten Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrende, Direktion, Verwaltungspersonal 28.4.–5.5. Vorbereitung 5.5.–26.6. Inhalte posten – Paul, Helene, Aaryan Maßnahme 2: Stand in der Aula der Schule über Idee informieren, auf Posts in den sozialen Medien aufmerksam machen Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrende, Direktion, Verwaltungspersonal 28.4.–5.5. Vorbereitung 8.5. Durchführung Druckkosten 10 €/ Plakatstifte 15 € Jasmin, Ella, Milica Maßnahme 3: … Präsentiert eure Ideen vor der Klasse. Stimmt ab, welche Kampagne euch am besten gefällt. Setzt diese Idee als Klassenprojekt um. 9 C N 10 C N 11 C 12 C 13 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Oft entscheidest du schnell. Diskutiert ohne Vorbereitung die Fragen: Besprecht im Plenum: Zu welchem sind euch mehr Vor- bzw. Nachteile eingefallen? Lies die Argumente und bestimme, ob sie für („pro“) oder gegen („kontra“) das „Wählen ab 16 Jahren“ sprechen. In der 3. Klasse habt ihr bereits Tipps für das Sammeln von Argumenten erhalten. Erinnere dich an die sogenannte 3B-Methode. Benenne die drei Bs entsprechend den Erklärungen. Wie ein gutes Argument aufgebaut sein sollte 1. B: Dies ist die These oder Aussage. Sie soll klar und prägnant sagen, welche Position du vertrittst. 2. B: Dieses B erklärt, warum deine Behauptung richtig oder wichtig ist. Du nennst Dinge, die deine Behauptung unterstützen. 3. B: Dies veranschaulicht deine Begründung, indem du konkrete Situationen, Fakten oder Geschichten anführst. Deine Argumentation wird untermauert und verständlicher. 1 C Was spricht für/gegen ein gesundes Schulbuffet? Was sind Vor-/Nachteile eines Wahlrechts ab 16? 2 C Bei der dialektischen Erörterung (dialektisch: in Gegensätzen denkend) handelt es sich um eine Art des Argumentierens, bei der zwei gegensätzliche Standpunkte zu einem Thema dargestellt und diskutiert werden. Nach einer kurzen Einleitung, in der das Thema genannt und das Interesse der Lesenden geweckt wird, werden im Hauptteil unterschiedliche Sichtweisen gut begründet vorgestellt. Am Ende kommt es zu einer Schlussfolgerung. Wichtigster Bestandteil einer dialektischen Erörterung sind stichhaltige Argumente, die beide Sichtweisen eines Themas zeigen: „pro“ (= dafür) und „kontra“ (= dagegen). Das Ziel ist, ein Thema aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, Vor- und Nachteile abzuwägen und zu einem ausgewogenen Urteil zu gelangen. Merke 3 „16-Jährige haben noch nicht genug Lebenserfahrung und politisches Verständnis, um gute Entscheidungen bei Wahlen zu treffen. Mit 16 Jahren sind Jugendliche oft noch in der Schule und konzentrieren sich auf ihre Ausbildung, was bedeutet, dass sie möglicherweise nicht genug Zeit haben, sich gründlich über politische Themen zu informieren. Es könnte auch sein, dass sie leichter beeinflusst werden können, sei es von ihren Eltern, Lehrerinnen und Lehrern oder von den Medien.“ „Wenn man mit 16 Jahren wählen darf, bedeutet das, dass man früh Verantwortung übernehmen kann. Mit 16 Jahren dürfen Jugendliche in Österreich bereits arbeiten, müssen dann Steuern zahlen und können sogar einen Führerschein machen. Da sie daher ein wichtiger Teil der Gesellschaft und von politischen Entscheidungen betroffen sind, sollten sie auch das Recht haben, bei Wahlen mitzubestimmen. Es ist daher wichtig, ihre Stimme zu hören und sie in den demokratischen Prozess einzubeziehen. So wird sichergestellt, dass ihre Interessen und Anliegen gehört werden.“ 4 Unterschiedliche Seiten betrachten – eine dialektische Erörterung planen 14 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
In der Diskussion Kennzeichne in den Argumenten aus Aufgabe 3 die unterschiedlichen Bs. Verwende dafür drei verschiedene Farben (z.B. Behauptung = gelb, Begründung = orange, Beispiel = rot). Lies den Artikelauszug „Wählen ab 16 – Österreich als Vorreiter in der EU“. Kennzeichne Informationen, die für (grün) bzw. gegen (rot) ein Wählen ab 16 sprechen. Paul Schmidt: Wählen ab 16 – Österreich als Vorreiter in der EU [2007] wurde in Österreich das Wahlalter herabgesetzt. Jugendliche, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben, dürfen seither bei Nationalratswahlen, bei Gemeinderats-, Landtags- und Bundespräsidentenwahlen und bei den Wahlen zum Europäischen Parlament ihre Stimme abgeben. Österreich ist [neben Malta] bislang das einzige EU-Land, in dem die Teilnahme an nationalen sowie an den Wahlen zum Europäischen Parlament ab 16 erlaubt ist. Die Erwartungen im Vorfeld der Wahlrechtsreform waren hoch. Durch das frühe Einbinden der Jugend in den politischen Gestaltungsprozess erhoffte man sich eine Zunahme ihres politischen Interesses und Wissens. Auf lange Sicht sollte sich das wiederum positiv auf die Wahlbeteiligung auswirken. Die Kritiker hingegen warnten gerade vor dem mangelnden politischen Interesse und Wissen von 16- bis 17-Jährigen. Sie seien noch nicht reif genug, um politisch informierte Entscheidungen zu treffen. Welche Bilanz lässt sich nach der Herabsetzung des Wahlalters in Österreich ziehen? Haben die Befürworter oder die Kritiker Recht behalten? Unterschiedliche Analysen des Erstwählerverhaltens bei der Nationalratswahl 2013 und 2017 kommen auf den ersten Blick zu einem durchwachsenen Ergebnis. Ob Jugendliche wählen wollen, hängt stark von ihrem politischen Interesse ab. Zielgruppengerechte Informations- und Aktivierungsangebote können helfen, Interesse zu wecken. Insbesondere Politische Bildung in der Schule trägt wesentlich dazu bei, Wissen zu fördern und dadurch letztlich die allgemeine Wahlbeteiligung zu erhöhen. Quelle: https://www.derstandard.at/story/2000066016425/waehlen-ab-16-oesterreich-als-vorreiter-in-der-eu; (abgerufen am 10.10.2024) Übertrage die Tabelle in dein Heft. Ergänze sie mit weiteren Ideen für oder gegen das Wählen mit 16 Jahren. Du kannst dazu auch weitere Artikel recherchieren. Pro „Wählen ab 16“ Kontra „Wählen ab 16“ mehr Verantwortung für Jugendliche nicht ausreichend politisches Wissen politisches Interesse wird früher geweckt leichtere Beeinflussung junger Menschen Wähle aus deiner Zusammenstellung (Aufgabe 7) zwei Argumente, die für, und zwei, die gegen ein Wählen mit 16 sprechen, aus. Verfasse dazu stichhaltige Argumente nach der 3B- Methode. Besprecht eure Argumente zu zweit und gebt einander Feedback. Diskutiert, wie eine gute Argumentation zum Thema „Wählen mit 16“ aufgebaut sein sollte. Besprecht, wie ihr eure Argumente aus Aufgabe 8 reihen möchtet. 5 6 2 4 6 8 10 12 14 16 7 N 8 B 9 B Die Anordnung der Argumente in einer Erörterung ist wichtig, da sie die Überzeugungskraft des Textes beeinflusst. Eine klare Struktur hilft den Leserinnen und Lesern, die Standpunkte besser zu verstehen. Starke Argumente sollten zuletzt kommen, um einen eindrucksvollen und überzeugenden Schluss zu schaffen. Merke 15 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Pro und kontra – eine dialektische Erörterung verfassen Lest den Einstieg in eine Erörterung zum Thema „Wählen ab 16“. Bewertet diesen Vorschlag mithilfe der Merkebox unten. Erörterung zum Thema „Wählen ab 16“ Österreich und Malta sind die einzigen beiden EU-Länder, die ein Wählen ab 16 Jahren sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene erlauben. Es gibt viele, die dieses Zugeständnis an die Jugend wertschätzen, andere kritisieren das junge Wahlalter, das in der österreichischen Republik gilt. Gerade vor Wahlen wird diese Entscheidung immer wieder hinterfragt. Wie wir in Österreich zu politischen Entscheidungen kommen, geht uns alle etwas an – wahlberechtigt oder nicht. Darum lohnt sich ein Blick auf mögliche Vor- und Nachteile eines niedrigen Wahlalters. Diskutiert, warum das Thema „Wählen ab 16“ wichtig ist, obwohl Österreich bereits 2007 dieses Wahlalter eingeführt hat. Warum ist es sinnvoll, das Thema in einer Erörterung zu behandeln? Vergleicht eure Erkenntnisse in der Gruppe. Verfasse eine Einleitung zum Thema „Wählen ab 16“, in der du auf die in Aufgabe 2 gesammelten Überlegungen zurückgreifst. Arbeite in deinem Heft und verfasse eine passende Überschrift. Du findest hier eine Übersicht der Möglichkeiten, Argumente in deiner Erörterung aneinanderzureihen. Verbinde die Bezeichnungen durch Linien mit den passenden Beschreibungen. Alternierende (= sich abwechselnde) Struktur „Ping-Pong“-Modell Du präsentierst zuerst die Argumente für eine Thematik (Pro), dann die Argumente dagegen (Kontra) – oder umgekehrt. Pro-Kontra-Struktur „Sanduhr“-Modell Du wechselst zwischen Pro- und Kontra-Argumenten, beginnend mit einem Pro-Argument, gefolgt von einem Kontra-Argument, und so weiter (oder umgekehrt). 1 B 2 4 6 Die Einleitung einer Erörterung dient dazu, das Thema vorzustellen und das Interesse der Lesenden zu wecken. Damit das gelingt, helfen folgende Fragen: Warum ist dieses Thema (jetzt gerade) wichtig? Ist es aktuell und in den Medien vertreten? Wen betrifft das Thema? Merke 2 B 3 N Beim Verfassen des Hauptteils einer Erörterung kannst du Pro- und Kontra-Argumente abwechseln (alternierende Struktur) oder zuerst die Pro- und danach erst die Kontra-Argumente behandeln (Pro-Kontra-Struktur). Wichtig ist dabei, das Gewicht einzelner Argumente zu beachten: Du beginnst immer mit dem schwächsten und endest mit dem stärksten Argument. Das Argument am Schluss ist deine letzte Chance, nachhaltig zu überzeugen und einen starken Eindruck zu hinterlassen. Natürlich kann die Reihenfolge auch immer umgedreht werden und ein Text mit Kontra-Argumenten starten. Merke 4 16 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
In der Diskussion Ordnet eure Argumente aus Aufgabe 8 von Seite 15 der alternierenden Struktur entsprechend an. Nummeriert die Argumente in eurem Heft. Sucht ein geeignetes Anfangsargument und kennzeichnet es mit A, das stärkste Schlussargument erhält den Buchstaben S. Besprecht eure Anordnung. Verknüpfe deine Argumente zum Thema „Wählen ab 16“, die du bereits in Aufgabe 5 in alternierender Struktur angeordnet hast, sinnvoll mithilfe der Phrasen unten. Ändere bei Bedarf deine Satzstrukturen ein wenig. Arbeite in deinem Heft. Erstelle eine Liste mit Punkten, die in der folgenden Schlussfolgerung zum Thema „Wählen ab 16“ noch verbessert werden müssen. Nutze die Merkebox zur Kontrolle. Ich glaube ja, dass das Wählen mit 16 Jahren keine gute Idee ist. Ich muss nämlich noch sagen, dass Jugendliche in diesem Alter viel zu viel anderen Kram in ihrem Hirn haben und sich nicht mit Politik beschäftigen. Sie sind eine leichte Beute für Politikerinnen und Politiker, die nach leicht überzeugbaren Wählerinnen und Wählern fischen. Ich bin also klar dagegen. Nachdem du eine Einleitung geschrieben und deine Argumente in einer sinnvollen Reihenfolge verbunden hast, verfasse jetzt eine Schlussfolgerung. Nutze dafür Phrasen aus dem Tipp. Füge alles zu einer vollständigen Erörterung zusammen. 5 B N 6 N Es ist hilfreich, bestimmte Phrasen für das Schreiben einer dialektischen Erörterung zu kennen. Beispiele dafür sind: Für den Übergang zur nächsten Argumentation: Darüber hinaus … Weiterhin … Zusätzlich dazu … Ein weiterer wichtiger Aspekt ist … Für die Hervorhebung von Gegenargumenten: Auf der einen/der anderen Seite … Demgegenüber … Allerdings … Trotzdem … Im Gegensatz dazu … Für die Betonung von Schlüsselpunkten: Vor allem … Insbesondere … Nicht zu vergessen ist … Besonders hervorzuheben ist … Für die Zusammenfassung oder Schlussfolgerung: Abschließend … Zusammenfassend … Alles in allem … Es wird deutlich, dass … Die genannten Argumente führen zu der Schlussfolgerung, dass … Insgesamt zeigt sich, dass … Die Abwägung der Argumente zeigt, dass … Für die Verbindung von Ideen innerhalb eines Abschnitts: Zum Beispiel … Wie bereits erwähnt … In diesem Zusammenhang … Um dies zu verdeutlichen … Am Ende einer Erörterung steht die Schlussfolgerung. Dort fasst du die wichtigsten Argumente aus deinem Text zusammen, ohne neue Argumente hinzuzufügen. Du zeigst, dass du beide Seiten verstanden hast. Danach gibst du deine eigene Meinung zum Thema an: Schließt du dich der Pro- oder der Kontra-Seite an oder nimmst du eine Zwischenposition ein? Deine Meinung musst du gut begründen. Dabei ist wichtig: Du schreibst sachlich und verwendest keine Ich-Formulierungen. Merke 7 N 8 N 17 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Lies die folgende Erörterung. Gliedere sie in Einleitung – Hauptteil – Schluss. Du kannst den Text dafür auch in ein Textverarbeitungsprogramm übertragen. Erörterung zu den Vor- und Nachteilen eines niedrigen Wahlalters Österreich ist neben Malta das einzige EU-Land, in dem sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene bereits ab 16 Jahren gewählt werden kann. Warum es sich lohnt, diese politische Entscheidung genauer zu hinterfragen, zeigt die nachfolgende Erörterung. Einerseits ermöglicht ein niedrigeres Wahlalter jungen Menschen, frühzeitig politisch aktiv zu werden und ihre Interessen zu vertreten. Jugendliche ab 16 Jahren sind oft stark an politischen Themen interessiert und engagieren sich in sozialen Bewegungen und Protestaktionen. Durch das Wahlrecht ab 16 Jahren erhalten sie die Möglichkeit, ihre politischen Überzeugungen aktiv einzubringen. Andererseits könnten Jugendliche ab 16 Jahren noch nicht über ausreichend politisches Verständnis und Urteilsvermögen verfügen, um fundierte Entscheidungen bei Wahlen zu treffen. Das Wahlrecht ist eine wichtige gesellschaftliche Verantwortung, die weitreichendes politisches Wissen und Urteilsvermögen erfordert. Jugendliche ab 16 Jahren haben eventuell noch nicht genügend Erfahrung und Reife, um die langfristigen Auswirkungen ihrer Wahlentscheidungen zu verstehen. Dies könnte zu leicht beeinflussbaren Wahlentscheidungen führen, die das politische System beeinträchtigen könnten. Ein Aspekt, der wiederum für ein junges Wahlalter spricht, ist die Notwendigkeit, die Diversität [= Unterschiedlichkeit] und Vielfalt der Gesellschaft besser zu repräsentieren. Jugendliche ab 16 Jahren tragen unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Anliegen an die Politik heran. Indem sie das Wahlrecht erhalten, werden ihre Stimmen gehört und ihre Interessen berücksichtigt. Dies trägt zur Stärkung der Demokratie bei. Ich bin der Meinung, dass das Wahlrecht ab 16 Jahren eine positive Entwicklung darstellt, da es die politische Teilhabe junger Menschen fördert und ihre Stimmen in politischen Entscheidungsprozessen berücksichtigt werden. Schließlich ist es vor allem die Zukunft der Jugend, die heute gestaltet wird. Allerdings ist es wichtig, dass Jugendliche frühzeitig politische Bildung erhalten und unterstützt werden, um informierte und verantwortungsbewusste Entscheidungen treffen zu können. (= 281 Wörter) Markiere Argumente grün, wenn sie für „Wählen mit 16“ sprechen (pro), und rot, wenn sie dagegen sind (kontra). Prüfe, ob die Argumente in der Erörterung nach der 3B-Methode aufgebaut sind. Mach dir am Rand dazu Notizen. Diskutiert, welche Position sich hinter der Erörterung aus Aufgabe 1 verbirgt. Wie steht die Verfasserin oder der Verfasser zum Thema „Wählen ab 16“? Woran lässt sich die Position erkennen? 1 Platz für Notizen: 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 2 3 4 C Sattelfeste Argumentation – eine dialektische Erörterung überarbeiten 18 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
In der Diskussion Kennzeichne in der Erörterung Phrasen aus dem Tipp von Seite 17. Untersuche die Erörterung zu den Vor- und Nachteilen eines niedrigen Wahlalters mithilfe der Checkliste: erfüllt nicht erfüllt Die Erörterung hat einen Titel, aus dem das Thema klar hervorgeht. Das Thema der Erörterung wird in der Einleitung eindeutig genannt. Das Interesse der Lesenden wird eingangs geweckt. Der Aufbau der Argumente ist schlüssig und richtet sich nach der 3B-Methode. Die Anordnung der Argumente ist nachvollziehbar und zielführend. Sie unterstützt die eigene Position. Die Erörterung ist sachlich und die Sprache ist angemessen. Die Überleitungen zwischen Einleitung, Hauptteil und Schluss, aber auch zwischen den einzelnen Argumenten sind gelungen. Die Schlussfolgerung beruht auf den Argumenten, die im Text erarbeitet worden sind. Ich-Formulierungen werden in der gesamten Erörterung vermieden. Die Erörterung ist im Präsens verfasst. Überprüfe deine eigene Erörterung von Seite 17 (Aufgabe 8) (Einleitung, Hauptteil, Schluss) mit der Checkliste. Schreibe auf, was gut gelungen ist und worauf du noch achten musst. Lies die Auszüge einer Erörterung zum Thema „Wählen mit 16“, bei denen entsprechende Satzanfänge fehlen. Ergänze passende Phrasen mithilfe des Tipps auf Seite 17. Schreibe die vollständigen Sätze in dein Heft. Übergang zur nächsten Argumentation: zu untersuchen, welche Auswirkungen ein niedrigeres Wahlalter auf die politische Bildung und das Engagement junger Menschen haben könnte. Hervorhebung von Gegenargumenten: , dass politische Entscheidungen komplexe Konsequenzen haben können, die junge Wählerinnen und Wähler möglicherweise nicht vollständig verstehen oder einschätzen können. Betonung von Schlüsselpunkten: , wie ein niedrigeres Wahlalter die politische Landschaft verändern könnte und welche langfristigen Auswirkungen dies haben könnte. Zusammenfassung oder Schlussfolgerung: , dass die Frage nach einem niedrigeren Wahlalter sorgfältig abgewogen werden muss, um die Vor- und Nachteile angemessen zu berücksichtigen. Verbindung von Ideen innerhalb eines Abschnitts: , wie politische Bildung und das Verständnis für demokratische Prozesse junge Wähler beeinflussen können. 5 6 7 N 8 N 19 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Recherchiert in Gruppen nach jugendlichen Politikerinnen und Politikern in Österreich (bis 25 oder 30 Jahre). Diskutiert anschließend folgende Fragen: Konnte jemand ohne Recherche bereits Namen nennen? Bekommt ihr durch soziale Medien, Fernsehen oder Plakate viel von jungen Politikerinnen und Politikern mit? Besprecht in der Klasse, was ihr davon haltet, dass Politikerinnen und Politiker tendenziell eher älter sind. Woran liegt das? Wie bewertet ihr diesen Umstand? Lies die Argumente, die für das Thema „Jugend in die Politik: Österreich braucht junge Politikerinnen und Politiker, um die Interessen und Anliegen der jungen Generation angemessen zu vertreten“ sprechen. Untersuche die Argumente auf ihren Aufbau. Argument 1: Insbesondere in einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels und technologischen Fortschritts ist es entscheidend, dass junge Menschen eine Stimme in der Politik haben. Junge Menschen verstehen etwa die voranschreitende Digitalisierung, die uns alle betrifft, besser, wodurch sie diese in vielen Bereichen produktiv einsetzen können. Jugendliche Politikerinnen und Politiker können somit zum Beispiel Bildung revolutionieren und einen passenden Einsatz digitaler Hilfsmittel im Unterricht erwirken. Argument 2: Junge Politikerinnen und Politiker dienen als Sprachrohr für die Anliegen der Jugend. Einen großen Teil der österreichischen Bevölkerung stellen Kinder und Jugendliche dar, weshalb es unerlässlich ist, dass ihre Interessen und Anliegen angemessen vertreten werden. Eine Regierung, die sich nur aus älteren Personen zusammensetzt, wird einer heterogenen [= nicht einheitlichen] Gesellschaft nicht gerecht und die Klimakrise zeigt mehr denn je, dass die Politik auf die Bedürfnisse der nächsten Generation eingehen muss. Argument 3: Junge Politikerinnen und Politiker bringen oft frischen Wind in die politische Landschaft und sind bereit, mutige Entscheidungen zu treffen und neue Wege zu beschreiten. Ihre Dynamik und ihre Bereitschaft zur Veränderung können dazu beitragen, Lösungen für aktuelle Probleme zu finden und eine nachhaltige Zukunft für Österreich zu gestalten. Nicht zu vergessen ist auch ihre Fähigkeit, junge Wählerinnen und Wähler zu mobilisieren und das politische Interesse in der Bevölkerung zu stärken. 1 C 2 3 Platz für Notizen: 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 Neben der dialektischen Erörterung gibt es auch die lineare Erörterung (linear = geradlinig). Hier wird nur eine Seite, Pro oder Kontra, behandelt. Die lineare Erörterung folgt ebenfalls einer klaren Struktur: Stelle in der Einleitung das Thema vor und wecke das Interesse der Lesenden. Nenne, welche Seite beleuchtet wird. Im Hauptteil präsentierst du die Argumente in einer logischen Reihenfolge. Schließe mit dem stärksten Argument. Führe auch Gegenargumente an und widerlege sie (indirektes Argumentieren), um deine Position zu stärken. Fasse am Schluss die Hauptpunkte zusammen und schließe mit einer Aufforderung zum Handeln. Merke Ansichten werden zu Argumenten – schriftlich Stellung beziehen 20 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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