Treffpunkt Deutsch 4 - Deutsch Sprachlehre, Schulbuch

Was soll man davon halten? – eine Figur aus einem Jugendroman charakterisieren Lest die folgende Rezension des erstmals 2007 im Ravensburger Verlag erschienenen Romans „Im Fluss“ von Marlene Röder. Besprecht, um was für eine Art von Roman (z.B. Abenteuergeschichte, Fantasy, Krimi, …) es sich dabei handelt. Claudia Beckers, Alexandra Widdekind: Die bekannte Fremde (Rezension zu Marlene Röders „Im Fluss“) Wie Treibholz – so fühlt sich die verschlossene Mia oft und wird in eine Geschichte hineingerissen, in der die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmen. Eine Neuanstellung des Vaters zwingt die 16-Jährige aufs Land, in eine einsame und scheinbar langweilige Gegend am Fluss. Dort lernt sie den Nachbarsjungen Alex und seinen verträumten Bruder Jan kennen. Sie erlebt bald, dass eine über das normale Maß hinaus lebendige Natur, Fischkadaver im Gebüsch und fremde, nasse Fußspuren Böses erahnen lassen. Marlene Röder verknüpft in ihrem Debütroman die Erlebnisse der drei Jugendlichen. Sie lässt die Protagonisten mit ihren unterschiedlichen Sichtweisen und Gefühlen abwechselnd zu Wort kommen. Der Leser weiß dadurch immer mehr als die einzelnen Figuren. So entsteht ein Geflecht aus Liebe und Hass, Sehnsucht und Angst und wohligem Grauen. Man erfährt dabei von Mias Verletztheit und ihrer sich langsam entwickelnden Liebe zu Alex, von dessen kindlichen Phantasiereisen über den Globus und dem Geheimnis, das hinter Jans Ausflügen zum Fluss steckt. Quelle: https://lesebar.uni-koeln.de/rezensionen/navigation/2008/roeder-marlene-im-fluss (abgerufen am 7.10.2024) Der Text von Beckers und Widdekind ist durchgängig im Präsens verfasst. Besprecht zu zweit, warum hier das Präsens gewählt wird und nicht das Präteritum (obwohl der Roman selbst ja bereits geschrieben ist). Lest nun den Ausschnitt aus dem Roman. Lest dann zu zweit das Gespräch zwischen Mia und Alex szenisch, d. h. so, wie die Figuren wirklich sprechen könnten. Besprecht anschließend, welche Bedeutung die Art, wie man Dinge sagt, haben kann. Marlene Röder: Im Fluss Darum bemerkte ich die fünf Jungs erst, als ich bereits auf der Mitte der Brücke angekommen war. […] Am liebsten hätte ich umgedreht, aber jetzt einen Rückzieher zu machen, hätte feige ausgesehen. Also lehnte ich mich mit dem Rücken zu ihnen gegen das Geländer und zündete mir eine Zigarette an. Ich unterdrückte einen plötzlichen Hustenreiz, während ich den Rauch durch die Nasenlöcher ausblies. Ganz locker, Mia … Doch ich konnte spüren, dass die Kerle mich angafften, als hätten sie noch nie ein weibliches Wesen gesehen. Besonders viele bleich geschminkte Mädchen mit dunkel umrandeten Augen in schwarzen Samtklamotten liefen hier bestimmt nicht rum. Mir gab dieses Outfit irgendwie ein Gefühl von Sicherheit: als würde ich ein Vampirkostüm tragen, das mich unverwundbar macht. Wer traut sich schon an so eine Monsterbraut ran?! Höchstens ein blöder Hund, denn die meisten Menschen gucken erst auf die Verpackung, nicht auf das, was drinsteckt. Ein Grundsatz aus der Werbepsychologie, über den mein Vater regelmäßig dozierte. Heute schützte mich meine Verkleidung nicht. Die Blicke der Jungs klebten an meinem Körper wie Spinnweben. 1 B 2 4 6 8 10 12 2 B 3 B 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 136 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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