Oft entscheidest du schnell. Diskutiert ohne Vorbereitung die Fragen: Besprecht im Plenum: Zu welchem sind euch mehr Vor- bzw. Nachteile eingefallen? Lies die Argumente und bestimme, ob sie für („pro“) oder gegen („kontra“) das „Wählen ab 16 Jahren“ sprechen. In der 3. Klasse habt ihr bereits Tipps für das Sammeln von Argumenten erhalten. Erinnere dich an die sogenannte 3B-Methode. Benenne die drei Bs entsprechend den Erklärungen. Wie ein gutes Argument aufgebaut sein sollte 1. B: Dies ist die These oder Aussage. Sie soll klar und prägnant sagen, welche Position du vertrittst. 2. B: Dieses B erklärt, warum deine Behauptung richtig oder wichtig ist. Du nennst Dinge, die deine Behauptung unterstützen. 3. B: Dies veranschaulicht deine Begründung, indem du konkrete Situationen, Fakten oder Geschichten anführst. Deine Argumentation wird untermauert und verständlicher. 1 C Was spricht für/gegen ein gesundes Schulbuffet? Was sind Vor-/Nachteile eines Wahlrechts ab 16? 2 C Bei der dialektischen Erörterung (dialektisch: in Gegensätzen denkend) handelt es sich um eine Art des Argumentierens, bei der zwei gegensätzliche Standpunkte zu einem Thema dargestellt und diskutiert werden. Nach einer kurzen Einleitung, in der das Thema genannt und das Interesse der Lesenden geweckt wird, werden im Hauptteil unterschiedliche Sichtweisen gut begründet vorgestellt. Am Ende kommt es zu einer Schlussfolgerung. Wichtigster Bestandteil einer dialektischen Erörterung sind stichhaltige Argumente, die beide Sichtweisen eines Themas zeigen: „pro“ (= dafür) und „kontra“ (= dagegen). Das Ziel ist, ein Thema aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, Vor- und Nachteile abzuwägen und zu einem ausgewogenen Urteil zu gelangen. Merke 3 „16-Jährige haben noch nicht genug Lebenserfahrung und politisches Verständnis, um gute Entscheidungen bei Wahlen zu treffen. Mit 16 Jahren sind Jugendliche oft noch in der Schule und konzentrieren sich auf ihre Ausbildung, was bedeutet, dass sie möglicherweise nicht genug Zeit haben, sich gründlich über politische Themen zu informieren. Es könnte auch sein, dass sie leichter beeinflusst werden können, sei es von ihren Eltern, Lehrerinnen und Lehrern oder von den Medien.“ „Wenn man mit 16 Jahren wählen darf, bedeutet das, dass man früh Verantwortung übernehmen kann. Mit 16 Jahren dürfen Jugendliche in Österreich bereits arbeiten, müssen dann Steuern zahlen und können sogar einen Führerschein machen. Da sie daher ein wichtiger Teil der Gesellschaft und von politischen Entscheidungen betroffen sind, sollten sie auch das Recht haben, bei Wahlen mitzubestimmen. Es ist daher wichtig, ihre Stimme zu hören und sie in den demokratischen Prozess einzubeziehen. So wird sichergestellt, dass ihre Interessen und Anliegen gehört werden.“ 4 Unterschiedliche Seiten betrachten – eine dialektische Erörterung planen 14 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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