Treffpunkt Deutsch 4 - Deutsch Sprachlehre, Schulbuch

Armut hat viele Gesichter Armut ist relativ. Armut im Südsudan – dem ärmsten Land der Welt – sieht anders aus als Armut in Österreich. Als relativ arm gilt, wer im Verhältnis zur durchschnittlichen Bevölkerung deutlich weniger zur Verfügung hat. Die Folgen daraus sind, dass man sich die im Land üblichen Güter nicht leisten kann und von vielen gesellschaftlichen Bereichen ausgeschlossen bleibt. Wer seine Grundbedürfnisse nicht befriedigen kann, ist von absoluter Armut betroffen. Solchen Menschen fehlt es an notwendigen Nahrungsmitteln und genügend Trinkwasser für das Überleben. Sie verfügen über keine dem Klima angemessene Kleidung und keine Behausung und eine medizinische Grundversorgung ist nicht gegeben. Wiederholt gemeinsam in der Klasse, was ihr bereits über die Bildung des Konjunktiv I (Präsens) wisst. Ergänzt die passenden Formen am Beispiel können in der Tabelle. Indikativ ich kann du kannst er/sie/es kann sie können Konjunktiv I (Präsens) ich könne wir können ihr könnet Wandle die beiden Definitionen von Armut aus Aufgabe 3 in deinem Heft in indirekte Rede um. Erfinde Begleitsätze und verwende, wo notwendig, die Ersatzform mit „würde“. Beispiel: Armut sei relativ, erklärt eine Expertin. Denkt euch auf Grundlage der Bilder aus Aufgabe 3 Aussagen der Abgebildeten aus. Z.B.: Der Junge berichtet: „Ich muss mir mein Zimmer mit meinen Geschwistern teilen.“ Wandelt diese Aussagen im Anschluss in indirekte Rede um. Besprecht zu zweit, wann ihr z.B. in einem Zeitungsbericht die direkte und wann die indirekte Rede für geeigneter haltet. Welche unterschiedliche Wirkung wird mit den beiden Aussageweisen erzielt? Verfasse mithilfe der Informationen dieser Doppelseite eine ausführliche Erklärung für Armut. Mit der indirekten Rede gibt man wieder, was jemand anderer gesagt hat (direkte Aussage), ohne die exakt gleichen Worte zu verwenden. Sie besteht aus einem Begleitsatz mit einem Einleitungsverb (behaupten, erklären, berichten, …) und der abgewandelten Aussage. Was ändert sich? • Das Verb der Aussage steht im Konjunktiv I (z.B. „Armut ist relativ.“  Armut sei relativ.). Ist dir die Konjunktiv-Form eines Verbes nicht bekannt oder kann man den Konjunktiv I eines Verbs nicht vom Indikativ unterscheiden, dann kannst du auch die Ersatzform mit „würde“ verwenden. Z. B. „Sie verfügen über keine Behausung.“  Sie würden über keine Behausung verfügen. • Anpassung von Pronomen (z.B. „ich“  er/sie) • Anpassung von Orts- und Zeitangaben (z.B. „hier“  dort, „heute“  an jenem Tag) Achtung: Der Begleitsatz steht im Indikativ (Wirklichkeitsform). Z.B.: Sie erklärte: „Ich kann meine Rechnungen nicht bezahlen.“  Sie erklärte, dass sie ihre Rechnungen nicht bezahlen könne. Merke 4 C 5 N 6 B N 7 B 8 N 47 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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