Armut in Österreich – ein Problem erkennen Lest die Berichte zweier Frauen, die von Armut betroffen sind. Recherchiert dann mithilfe des Internets die fett gedruckten Begriffe. Schreibt euch die Erklärungen stichwortartig auf. Frau S.: Ich bin kroatische Staatsbürgerin und wohne seit 2008 in Wien. Bis 2013 habe ich bei einer Reinigungsfirma gearbeitet und in einer kleinen Mietwohnung gelebt. Leider hatte ich dann einen Arbeitsunfall und habe herausgefunden, dass mich mein Arbeitgeber nicht bei der Krankenkasse angemeldet hat. Ich war also nicht sozialversichert. Weil ich nach dem Unfall gesundheitliche Probleme hatte und schon älter bin, fand ich keine neue Arbeit. Mit 63 wurde ich vom AMS abgemeldet, weil ich mein Pensionsalter erreicht hatte. Allerdings habe ich keinen Anspruch auf eine Pension. Also landete ich auf der Straße. Obwohl ich seit mehr als zehn Jahren in Wien gewohnt und bis zu meinem Unfall gearbeitet habe, bekomme ich weder Arbeitslosengeld noch habe ich Anspruch auf Sozialhilfe – wie etwa die Mindestsicherung. Quelle: Auszüge aus dem Situationsbericht des Verbandes Wiener Wohnungslosenhilfe, 2022 Frau K.: Ich bin gelernte Köchin und arbeite Teilzeit als Kindergartenhelferin. Dafür erhalte ich 670 Euro monatlich und zusätzlich erhöhte Kinderbeihilfe. Mein zwölfjähriger Sohn Florian geht in die Sonderschule, da er als „Frühchen“ Einschränkungen hat. Seine Therapien werden mittlerweile nicht mehr von der Krankenkasse bezahlt und privat kann ich mir diese nicht leisten. Ich möchte ihm etwas bieten, er will halt auch zum Mäcki, oder ich schaue, dass er etwas Schönes zum Anziehen hat. Aber meistens entscheide ich mich beim Einkaufen für das Billigste. Leider habe ich kaum Familienangehörige und nur eine Freundin, die mir in Notfällen helfen. Wenn Florian eine Lehre beginnt, streichen sie mir die Wohnbeihilfe und dann könnte es schlecht aussehen. Quelle: Auszüge aus https://www.alleinerziehend.at/wp-content/uploads/2018/08/ Alleinerziehende_in_O%CC%88sterreich_2011_FINAL.pdf (abgerufen am 4.10.2024) Diskutiert die Frage, warum es in einem reichen Land wie Österreich von Armut betroffene Menschen gibt. Bezieht die beiden Berichte aus Aufgabe 1 mit ein. Besprecht mithilfe eurer Recherchen aus Aufgabe 1 die Maßnahmen zur Armutsbekämpfung in Österreich. Wandle die Auszüge aus den Berichten von der direkten in die indirekte Rede um. Achte auf die Tempusverhältnisse! Arbeite in deinem Heft. a Frau S. erzählt: „Ich bin kroatische Staatsbürgerin und wohne seit 2008 in Wien.“ b „Ich hatte einen Arbeitsunfall“, berichtet Frau S. c „Seine Therapien werden nicht mehr bezahlt“, bedauert Frau K., „und privat kann ich mir diese nicht leisten.“ 1 B N 2 C 3 C 4 N 48 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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