Treffpunkt Deutsch 4 - Deutsch Sprachlehre, Schulbuch

Lösungen 4 a. Diskutiert, ob ein Brief heute noch ein passendes Mittel ist, um Liebe auszudrücken. – Ein Brief ist sicher nicht mehr das gewöhnliche oder erwartbare Kommunikationsmedium, aber ganz sicher immer noch ein passendes Mittel. b. Erstellt eine Liste mit den Vor- und Nachteilen der Kommunikation über Briefe. – Vorteile: ist etwas Besonderes, hat Bestand; Nachteile: ist aufwändig und langsam c. Benennt andere Möglichkeiten, um Liebe zu zeigen. – direkter Kontakt, Geschenke, Anrufe, … d. Begründet, auf welche dieser Arten ihr zurückgreifen würdet, um eure Gefühle auszudrücken. – individuelle Lösungen 5 a individuelle Lösungen – Durch die Hinwendung an ein Du entsteht beim Hörer vor allem Vertrauen und Mitgefühl. b Gefühle: Verbundenheit, bedingungslose Liebe und Treue 6/7 individuelle Lösungen Seite 90/91 1 zentrale Textinformationen sind: Regenbogenparade … Zeichen für Vielfalt setzen und auf die Rechte der LGBTQI+-Gemeinschaft aufmerksam machen – Homosexualität bis zum Jahr 1971 strafbar – Seit 2019 dürfen in Österreich auch Frauen andere Frauen und Männer Männer heiraten – LGBTQI+ steht für die englischen Wörter Lesbian, Gay, Bi, Trans, Queer und Inter – Plus-Zeichen steht für weitere sexuelle Identitäten – bunte Flagge ist das Symbol für alle 2 Im Text geht es vor allem um sexuelle Liebe zu anderen Menschen; Gefühle wie Tierliebe, Mutterliebe oder Heimatliebe bleiben ausgeblendet. 3 a. Warum ist das Demonstrieren für Vielfalt und freie Liebe immer noch notwendig? – Das Demonstrieren ist ein legitimes Mittel, um darauf aufmerksam zu machen, dass Vielfalt und freie Liebe noch immer nicht diskriminierungsfrei möglich sind. b. Warum ist es in den Bereichen Männerfußball und Politik besonders schwer, offen über seine Sexualität zu sprechen? – In diesen Bereichen ist die gesamtgesellschaftliche Erwartung an eine Erfüllung der Norm besonders hoch, weil sie als männliche Domänen wahrgenommen werden. 4 individuelle Lösungen – Konversionstherapien gelten aus fachwissenschaftlicher Sicht als wirkungslos, wären also besser zu verbieten – ein Diskriminierungsschutz sollte in allen Fällen gewährleistet sein – gleichgeschlechtliche Paare sollten heiraten können – gewaltfreie Erziehung sollte selbstverständlich sein – ein Verbot von Stalking ist sinnvoll – Bildaufnahme der Genitalien usw. sollten unter Strafen gestellt werden 5 Die Queer-Community ist besonders betroffen von: Konversionstherapien, Diskriminierungsschutz und der Heirat gleichgeschlechtlicher Paare. 6 Weder Sprecher noch Adressat sind vom Sexus her bestimmt: Entsprechend können alle gemeint sein. Seite 92/93 1 Unterschiede: Der erste Text ist in Er/Sie-Form, der zweite dagegen in Ich-Form geschrieben. Der erste Text enthält zudem eine erlebte Rede (vgl. „Und er? Er würde dastehen wie ein Trottel, mit hochrotem Kopf und zu kleinem Pullover.“). 2 Er/Sie-Erzählung Ich-Erzählung + erlaubt einen neutralen Blick auf die Figuren – hebt den Erzähler als eigene Instanz hervor + erhöht die Identifikation mit der Erzählfigur – verengt die Perspektive auf eine Figur 3 Hinweise auf Gefühle geben folgende Stellen: • Unruhig trat Noam von einem Fuß auf den anderen. … Da schnellte sein Kopf in die Höhe. … Er würde dastehen wie ein Trottel, mit hochrotem Kopf und zu kleinem Pullover. Maja schlenderte lässigen Schrittes auf die Bushaltestelle zu. … grinste sie ihm frech zu. „Hi!“, hüstelte dieser außer Atem. … Noam war Hals über Kopf in Maja verliebt. • Ich stand an der Bushaltestelle und spürte mein Herz im Hals klopfen. … wurde das dumpfe Pochen von einem wilden Rauschen in meinen Ohren übertönt. … knallrot geworden. … zupfte verzweifelt meinen Pullover zurecht … traf mich ihr Lächeln wie ein Blitz. Mein Mund war mit einem Schlag wie ausgetrocknet. … aufgeregt … der Liebe meines Lebens. 4 individuelle Lösungen – Noam könnte sich wünschen, weniger nervös zu sein, und sich Gedanken nach möglichen Gesprächsthemen bzw. Äußerungen machen. 5 individuelle Lösungen 6 a. Nenne die Herausforderung, mit der sich die Figur konfrontiert sieht. Was ist die Ausgangslage? – Noam wartet auf seine Verabredung und ist ungeduldig und nervös. b. Beschreibe Charakter und Eigenheiten der Figur. – Noam ist sehr nervös und angespannt; er verfügt über nur wenig Selbstsicherheit, wäre aber gerne dominanter. Außerdem legt er Wert auf sein Äußeres (eitel?). c. Beschreibe, wie sich die Figur fühlt und ob sich die Gefühle der Figur im Laufe der Zeit verändern. – Noam ist anfangs noch etwas verärgert, dann zunehmend ungeduldig. Am Ende überwiegt seine Bewunderung für Maja. d. Halte fest, wie der innere Monolog beginnt und wie er endet. – Der Monolog endet damit, dass Noam sich wünscht, dass Maja seinetwegen so strahlen würde. 7/8 individuelle Lösungen Seite 94/95 1 individuelle Lösungen 2 Folgende Hinweise auf eine Zweitsprache findet sich: Majke mi! … Jebi ga! … Dosta!; Maja spricht Kroatisch. 3 individuelle Lösungen 4 1 unvollständige Sätze (Ellipsen) Er haut mich um … Seine Augen, sein Lächeln, seine ganze Art … 2 rhetorische Fragen (an sich selbst) Warum ausgerechnet er? Warum musste ich mich auch in ihn verlieben? 3 Umgangssprache Ich halt das nicht mehr aus. Ich hab ihn einfach so gern. Vielleicht sollte ich es ihm einfach sagen. Langsam reicht’s mir echt mit diesem Auf und Ab – das hält doch niemand aus! 4 Jugendsprache Anglizismen Ich check’s nicht mehr! Ich find das alles so krass umständlich mit uns beiden. 5 kurze Sätze Das ist fast nicht auszuhalten. Mein Herz rast. Was soll ich tun? Soll ich „Hallo“ sagen? 6 Ausrufesätze Ich muss ihn ansprechen! Jetzt gleich! Sonst verpass ich wieder eine Chance! 7 Wiederholungen Dieses Lachen! Dieses unwiderstehliche Lachen. Es gibt wirklich nichts Schöneres. 8 Übertreibungen (Hyperbel) Es ist, als würde die ganze Welt stillstehen, wenn sie in meiner Nähe ist. 9 Metaphern Sie ist für mich wie ein Kompass und zeigt mir auch in schlimmsten Zeiten den richtigen Weg. 10 Sarkasmus Spitze! Es ist wunderbar die zehnte Nacht in Folge schlaflos im Bett zu liegen und über sie nachzugrübeln! 5 Beispiele: Ellipsen: Schon wieder zu spät! Jeden Tag das Gleiche! – rhetorische Fragen: Ob er es noch weiß? – Umgangssprache: Hopp, hopp, Maja! Jebi ga! – Jugendsprache/Anglizismen: Noam wartet fix schon. Shit! – kurze Sätze/Ausrufesätze: … JOJ! Biologie! Die Blutgruppenerhebung in der Familie! – Übertreibungen: Jetzt grinst du ihn schon wieder an wie so eine hohle Nuss. – Metaphern: ich könnt ihn einfach ausradieren aus meinem Kopf; Ich werd ihm jetzt einfach die kalte Schulter zeigen –Sarkasmus: So viel zu deinen Vorsätzen und so viel zu deiner Note in Biologie! 6 individuelle Lösungen Seite 96/97 1 a. Hat der Monolog einen logischen Anfang und ein passendes Ende? – Der Aufbau ist nachvollziehbar, das Ende ist passend, d. h. schließt die Gedankenepisode ab. b. Kommt die Figur trotz unterschiedlicher Gedanken immer wieder zum Thema zurück? – Ja, das zentrale Thema des inneren Monologs ist Noam. 2 An diesen Stellen spricht sich Maja selbst an: Majke mi! Hopp, hopp, Maja! a. Warum spricht Maja mit sich selbst? – Selbstansprachen sind nicht ungewöhnlich. Maja motiviert sich hier selbst. Hinzu kommt, dass das den (literarischen) Monolog lebendiger macht. b. Kommt euch diese Art der inneren Stimme aus eigenen Erfahrungen bekannt vor? Teilt eure Gedanken auch in der Klasse. – individuelle Lösungen 3 Einsatz unterschiedlicher und abwechslungsreicher Stilmittel in richtiger Dosierung: Ja – Nutzung bestimmter Satzzeichen (Gedankenstrich, Auslassungspunkte, Apostroph): Ja –Vermeidung ständiger Wortwiederholungen: Ja – Person spricht sich immer wieder selbst direkt an: JA – Anpassung des Sprachverhaltens an die Lebenswelt der Figur: Ja – Unterbrechungen des Bewusstseinsstroms durch direkte Reden nach oder von außen bzw. andere Einflussfaktoren, die die Richtung der Gedanken ändern (Knall, Handyklingeln, …): Nein – Wahl eines interessanten Einstiegs und ansprechenden Endes: Ja 4 „Alles gut, Noam? Du schaust zornig aus!“ (= direkte Rede von außen) Um Himmels Willen! Jetzt hat die gleich gecheckt, was bei mir abgeht. „Nein, Maja! Mir geht’s nicht gut! Ich möchte gerne deine Hand nehmen, aber trau mich nicht. Und ich würde gerne mit dir Basketball spielen, wann immer wir wollen. Und ich möcht mich gern neben dich setzen, als sei es das Selbstverständlichste auf der Welt!‘ (= direkte Rede von Noam) „Nein, alles in Ordnung!“ (= direkte Rede von außen) 5 Der Monolog von Maja beginnt mit einem Ausruf („Majke mi!“); der Monolog von Noam mit einer Vermutung. 6/7 individuelle Lösungen 8 Der Monolog ist nur wenig lebendig, was zum einen daran liegt, dass Ereignisse von außen beschrieben werden („So! Nur mehr fünf Minuten. Dann ist endlich die 15-Minuten-Pause. … So! Jetzt höre ich endlich die Pausenglocke.“). Zum anderen ist der Satzbau sehr monoton (kurze Hauptsätze) und auch die Sprache (Wortwahl, Stil) nicht lebendig. 9/10 individuelle Lösungen Seite 98/99 Die Aufgaben verstehen sich als Impulse, die natürlich nicht alle umgesetzt werden müssen. 1/2 individuelle Lösungen 3 Die Bilder zeigen Geschwisterliebe (Bild A), Freundesliebe (Bild B), erotische Liebe (Bild C) sowie Eltern- bzw. Kindesliebe (Bild D). 4 individuelle Lösungen – Wichtig inhaltliche Aspekte sind: Liebe ist ein sehr starkes, positives Gefühl; Liebe bedeutet Hinwendung und Öffnung gegenüber einem anderen. 5/6 individuelle Lösungen 7 Die Emotion, mit der der Brief gelesen wird, verrät vor allem etwas über den Autor. Zugleich aber werden auch unterschiedliche Schwerpunkt gesetzt (spricht der Autor z. B. „traurig“ erhält die erste Bitte, „bitte ich Dich daß Du nicht traurig bist“, natürlich ein anderes Gewicht). 8/9 individuelle Lösungen 187 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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