Treffpunkt Deutsch 4 - Deutsch Sprachlehre, Schulbuch

Faktencheck – Manipulationen erkennen Beschreibt das Bild links genau. Achtet dabei auf die Bilddetails. Notiert in eurem Heft eure Überlegungen, ob das Bild gefakt oder echt ist. Vergleicht eure Notizen mit der Analyse der Nachrichtensendung Zeit im Bild (rechts). Besprecht, wie man mit Bildern oder Videos umgehen sollte, wenn man den Verdacht hat, dass diese nicht echt sein könnten. Lest die folgenden Tipps der österreichischen Journalistin Ingrid Brodnig, wie man sich im Netz vor Lügen und Täuschungen schützen kann. Klärt zunächst euch unbekannte Wörter. Erklärt insbesondere, was ein Impressum ist. 1 B 2 B N Der kanadische Ex-Staatschef Justin Trudeau nach seinem Rücktritt beim Auszug aus dem Parlament. 3 B 4 C 5 B Um die Echtheit von Bildern zu überprüfen, kann man Bildersuchmaschinen benutzen. Bildersuchmaschinen zeigen einem an, ob eine Aufnahme schon früher im Web hochgeladen wurde. Unter der Adresse images.google.com lässt sich jedes Foto hochladen und darauf überprüfen, ob es bereits im Web zu finden ist. Wurde eine Aufnahme schon vor fünf Jahren geteilt, dann kann sie nicht der Fotobeleg für einen Vorfall gestern sein – hier wurde altes Videomaterial entwendet. Auch veränderte bzw. gefälschte Bilder lassen sich manchmal erkennen, wenn man ein Originalbild mit der neuen Version vergleicht. Wird man bei Google nicht fündig, empfiehlt sich auch die Bilder-Suchmaschine TinEye (Link: tineye.com). Suchmaschinen sind ein hilfreiches Tool. Denn Fälscher sind oft überraschend faul und nehmen einfach das erstbeste Bild aus dem Netz. Innerhalb der EU muss jede Seite ein Impressum haben – und dort den Namen der Betreiber und eine Adresse angeben. Bietet eine deutschsprachige Webseite kein richtiges Impressum, ist dies ein absolutes Warnsignal. Auch lohnt es sich, ins Impressum oder den Punkt „Über uns“ zu schauen, weil einige Seiten dort erklären, dass alles nur „Satire“ oder ein „Witz“ sei. Wird man aus dem Impressum nicht schlau oder fehlt dieses, empfiehlt sich auch folgendes: Googeln Sie den Namen der Ihnen unbekannten Seite. Hat ein Onlineportal bereits einen Ruf als Desinformationsschleuder, dann werden Sie in der Google-Suche oft auch warnende Artikel oder Faktenchecks finden. Ich empfehle generell: Teilen Sie keine Inhalte von Seiten, die Sie nicht kennen und deren Vertrauenswürdigkeit Sie nicht einschätzen können. Hinter einer seriös wirkenden Optik kann viel Unsinn stecken. 76 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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