Zusammenhang zu Material 1: Material 3 Bessere Mobilität für die Regionen Mobilität mit Zukunft 2/2023 27 zu errichten sind. Sinnvoller wären räumlich differenzierte Spannbreiten.64,131,141 Auch städtebauliche Verträge bieten sich an, um öffentlich zugängliche Mobilitätsangebote in Siedlungsgebieten zu etablieren. Sie werden in Österreich jedoch relativ selten und nur für sehr große Entwicklungsgebiete genutzt – Mobilität spielt dabei zudem bisher nur eine Nebenrolle. In Graz werden sogenannte Mobilitätsverträge meist angewendet, wenn es sich um große Planungsgebiete mit guter Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln handelt und durch das Projekt Kapazitätsmängel in der bestehenden Verkehrsin- frastruktur erwartet werden. Inhalte der Verträge sind Maßnahmen von der Aufschließung bis hin zu ergänzenden Mobilitätsdienstleistungen.141 So lassen sich auch Sharing-Maßnahmen privatrechtlich durch städtebauliche Verträge oder Mobilitätsverträge organisatorisch und finanziell fixieren – etwa wer das Sharing-Angebot bereitstellt und wer es für wie lange und in welchem Ausmaß zu finanzieren hat.72,141,142 Auch die Ausschreibung von Sharing-Diensten bietet die Möglichkeit, einen Rahmen zu definieren und Wildwuchs zu vermeiden. Die Stadt Bremen reguliert so die Qualität des Angebots, etwa indem Carsharing-Unternehmen einen Nachweis über die zu erwartende Entlastung des Parkraums erbringen müssen.40 Weitere Anreize sind gemeinsames Ticketing mit dem Öffentlichen Verkehr sowie Vorrechte für Sharing-Fahrzeuge. Das deutsche Carsharing-Gesetz sieht etwa die Bevorzugung beim Abstellen im öffentlichen Raum und die Befreiung von Parkgebühren vor.79 Eine klare gesetzliche Grundlage wie das deutsche Carsharing-Gesetz fehlt in Österreich noch.57,165 Der bestehende Rechtsrahmen aus Straßenverkehrsordnung und Gelegenheitsverkehrsgesetz bietet keine klare Grundlage für derartige Bevorrechtigungen.35 In den Gemeinden bestehen dadurch unterschiedliche Regelungen für das Abstellen von Sharing-Pkw auf öffentlichen Flächen. Bei den Unter-40-Jährigen in Österreich ist das Teilen von Fahrzeugen schon weit verbreitet. Zwei Drittel bilden mindestens einmal im Jahr Fahrgemeinschaften, ein Viertel nutzt Carsharing und ein Sechstel Bike- sharing. Sharing nutzen statt Privat-Pkw besitzen • Carsharing-Gesetz als einheitliche, gesetzliche Grundlage für SharingAngebote im öffentlichen Raum beschließen. • Pkw-Stellplatzverpflichtungen im Wohnbau an die Verfügbarkeit öffentlich zugänglicher Mobilitätsangebote und Sharing knüpfen. • Sharing-Angebote durch tarifliche Integration und multimodale Mobilitätsstationen mit Öffentlichem Verkehr verknüpfen. Quelle: Market Institut 202277 Grafik: VCÖ 2023, Lizenz CC BY-ND Jüngere nutzen häufiger Sharing und bilden öfters Fahrgemeinschaften 60 % 50 % 40 % 30 % 20 % 10 % 0 % Gesamt Gesamt Gesamt unter 40 Jahre unter 40 Jahre unter 40 Jahre über 50 Jahre über 50 Jahre über 50 Jahre 15 % Fahrgemeinschaften 3 % 26 % 6 % 2 % 2 % 4 % 6 % 9 % 17 % 4 % 1 % 16 % 24 % 48 % 65 % 39 % 13 % Bikesharing Carsharing Mindestens einmal pro Jahr mehrmals pro Monat Repräsentative Umfrage Bevölkerung Österreichs ab 16 Jahren Quelle: https://vcoe.at/grafiken/detail/oeffentlicher-verkehr-und-sharing (abgerufen am 7.10.2024) Zusammenhang zu Material 1: Lies den Text „Die neuen Wege der Mobilität“ und kläre dir unbekannte Wörter. Benenne jeweils stichwortartig den Zusammenhang von Material 4 zum Text „Studie der TU Wien: Österreichs Mobilität in 100 Jahren“. Material 4 Jacqueline Becker: Die neuen Wege der Mobilität Eine völlig neuartige Form der Fortbewegung stellte Elon Musk, Gründer des Elektroauto-Vorreiters Tesla Motors, 2013 vor: den Hyperloop, ein überirdisches Röhrensystem, in dem PassagierKapseln auf Luftpolstern transportiert werden. In den Röhren herrscht ein Teilvakuum, um die Reibung auf ein Minimum zu reduzieren. So können Geschwindigkeiten von bis zu 1.225 km/h – knapp unter der Schallgrenze – erreicht werden. Für die 600 Kilometer zwischen Los Angeles und San Francisco würde der Hyperloop nur 30 Minuten benötigen – weniger als ein Flugzeug. […] Die Zukunft der Mobilität wird auch immer stärker jenseits der herkömmlichen Infrastrukturen stattfinden. Drohnen werden unsere Mobilität verändern, indem sie bestimmte Aufgaben einfacher und schneller erledigen können. Vor allem in urbanen Räumen bedeutet ein Transport von Gütern per Drohne eine massive Zeiteinsparung gegenüber bisherigen Kuriersystemen. […] Quelle: https://www.zukunftsinstitut.de/artikel/die-neuen-wege-der-mobilitaet/ (abgerufen am 30.11.2023) Zusammenhang zu Material 1: 6 2 4 6 8 10 160 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
RkJQdWJsaXNoZXIy MTA2NTcyMQ==