In der Diskussion – argumentieren und appellieren Seite 5 1 individuelle Lösungen – abwarten, bis sich die Lage beruhigt hat; beharrlich bleiben; die Schriftform wählen; einzelne Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartner gezielt ansprechen … Seite 6/7 1 Thema: Pizza als einziges Nahrungsmittel beim Schulbuffet – Bewertung: Auch wenn man sich natürlich immer ein attraktiveres Schulbuffet wünschen kann, so ist doch Pizza allein natürlich kein ernstgemeinter Vorschlag. 2 individuelle Lösungen in Bezug auf eigene Änderungen 3 a. Was ein Diskurs ist – Austausch von Ideen und Meinungen zu einem bestimmten Thema in möglicherweise unterschiedlichen Medien bzw. Kommunikationszusammenhängen, um zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. b. Vergleiche im Podcast – Gemeinsam ist den Beispielen, dass sie zeigen, wie unterschiedliche Positionen zur Sprache kommen bzw. von unterschiedlichen Parteien vorgebracht werden; das Beispiel der Pizza zeigt, dass es im Diskurs nötig ist, die Perspektive von anderen einzunehmen. c. Bedeutung vielfältiger Stimmen für eine offene Gesellschaft – Nur wenn alle gehört werden bzw. jede Meinung ausgesprochen werden darf, wird niemand unterdrückt bzw. benachteiligt, was eine Voraussetzung für eine offene Gesellschaft darstellt. 4 Gruppe diskutiert: Debatte – Gruppe hält Plakat hoch: Demonstration – Gruppe sammelt Unterschriften: Petition – Füttern einer Schülerin: Aktivismus – Abhandlung schreiben: Schreiben eines wissenschaftlichen Essays 5 Politische Partizipation – Gewöhnlich werden sechs Hauptformen unterschieden: a. Teilnahme an Wahlen und Abstimmungen; b. parteibezogene Aktivitäten; c. auf Gemeinde, Wahlkampf und Politiker bezogene Aktivitäten; d. legaler Protest; e. ziviler Protest und f. politische Gewalt. 6 Aktivitäten in sozialen Medien können Medium der politischen Partizipation sein, diese aber auch unterstützen bzw. begleiten. 7 „Slacktivismus“ ist eine Begriffszusammensetzung aus „Slacker“ und „Aktivismus“: richtig – Slacktivismus bezeichnet eine Form des Einsatzes mit nur minimalem Aufwand: richtig – Ein Slacker ist eine Person, die sich für eine (politische) Sache aktiv einsetzt: falsch – Slacktivisten nehmen beispielsweise an Demonstrationen teil: falsch – Beiträge zu teilen oder das eigene Profilbild einzufärben, sind Beispiele für Slacktivismus: richtig. 8 individuelle Lösungen Seite 8/9 2 Evaluation: Bewertung; Optionen: Möglichkeiten; sozialer Zusammenhalt: Gemeinschaftsgefühl; kulinarisch: auf die Küche bzw. die Kochkunst bezogen; Akzeptanz: Anerkennung, Zustimmung; flexibel: veränderlich, anpassungsfähig; Präferenzen: Vorlieben; vegetarisch: fleischlos; vegan: ohne tierische Produkte; Optimierung: Verbesserung; fundiert: gut begründet; positiv: gut –außerdem unbekannt sind möglicherweise: individuell: persönlich, auf den einzelnen Menschen abgestimmt; Varianten: veränderte Form von etwas; effektiv: wirksam 3 a. Warum benutzt Alessandro schwierige Sprache in seiner politischen Rede? – Alessandro möchte als kompetent und gebildet gelten. b. Welchen Eindruck macht das auf die Zuhörenden? – Das hängt von der Situation ab: Vielleicht finden die Zuhörerinnen und Zuhörer Alessandro wirklich kompetent, vielleicht halten sie ihn aber auch für einen Angeber. c. Warum sprechen Politikerinnen und Politiker oft in einem gehobenen Stil? – Für Politikerinnen und Politiker gilt das Gleiche wie für Alessandro. d. Welche Nachteile hat es, wenn zu viele schwierige Wörter in einer Rede vorkommen? – Schwierige Wörter machen die Rede schwerer verständlich; manchen Menschen haben dann Schwierigkeiten, den Inhalt zu verstehen. 4 Flora spricht zunächst in Alltagssprache. Sie formuliert dann vernünftige Argumente für eine ausgewogene, gesunde und umweltgerechte Ernährung. 5 Alessandro Flora weitreichender, gehobener Wortschatz alltags-, bzw. umgangssprachlich lange, verschachtelte Sätze kurze Satzstrukturen viele Fremdwörter keine Fremdwörter appellativ mit rhetorischen Fragen floskelhaft nicht floskelhaft stärkerer „ich“-Fokus stärkerer „wir“-Fokus 6 Typische Floskeln sind: Wir stehen vor großen Herausforderungen! – Nach eingehender Betrachtung – Optionen und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse – Überlegungen, die ich gerne näher erläutern möchte – Symbol für sozialen Zusammenhalt – Diese Palette reicht von – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit; Die Einschätzung von „Floskelhaftigkeit“ ist auch subjektiv geprägt; entscheidend ist hier, dass die Schülerinnen und Schüler die Sprachverwendungen bewusst reflektieren. 7 Floskeln vereinfachen zunächst das öffentliche Sprechen (spontan z. B. vor einer Kamera zu sprechen, ist nicht so einfach). Zugleich haben sie den Vorteil, bekannt zu sein und anzukommen. Ihre Verwendung erfüllt außerdem ein Stück weit die Erwartungen, die Menschen an Politikerinnen und Politiker haben. – Floskeln zu erkennen, ist wichtig, um die Aussagen zu bewerten. Lösungen 8 Einfache Sprache wird besser und von mehr Menschen verstanden. Seite 10/11 1 Eine Kampagne ist eine größere, zeitlich begrenzte, propagandistische (politische) Aktion gegen oder auch für jemanden oder etwas. 2 Initiator ist der WWF Österreich (WWF = World Wide Fund For Nature), d. h. eine Naturschutzorganisation. Die Kampagne zielt darauf ab, die weitere Verbauung natürlicher Flächen zu verhindern bzw. zu reduzieren. 3 zeit- und kontextabhängige Lösung 4 Beschreibung 2 wirkt professioneller, was zum einen am komplexeren Satzbau, zum anderen am höheren Informationsgehalt liegt. 5 Der WWF startet eine Kampagne, damit die Menschen auf die Problematik der Bodenversiegelung aufmerksam werden. (= Finalsatz) Die Kampagne will den Bodenverbrauch in Österreich senken, weil dies wichtig für die Umwelt ist. (= Kausalsatz) Viele Menschen sollen über das Problem informiert werden, damit sie sich aktiv daran beteiligen können. (= Finalsatz) 6 Beispiel: Österreich verbaut seine Zukunft, sodass jeden Tag im Schnitt 12 Hektar Boden für immer unter grauem Beton verschwinden. (= Konsekutivsatz) Wenn weiterhin Böden verbaut werden (= Konditionalsatz), gehen überlebenswichtige, biologische Funktionen dauerhaft verloren. Menschen, Tiere und Pflanzen müssen leiden, weil Wasser nicht mehr verdunsten kann. (= Kausalsatz) Da Österreich beim Bodenverbrauch im internationalen Spitzenfeld liegt (= Kausalsatz), muss etwas getan werden! Indem Österreich an einem der dichtesten Straßennetze Europas arbeitet (= Modalsatz), werden wertvolle Lebensräume zerschnitten und die Zersiedelung des Landes befeuert. […] Bitte unterstützen Sie uns daher mit Ihrer Unterschrift für einen Bodenschutz-Vertrag gegen den Flächenfraß, damit die Politik endlich handelt. (= Finalsatz) 7 Adverbialsätze • der Zeit (= Temporalsatz): nachdem, als, bevor, während, ehe, bis, sowie Sie arbeiteten immer, bis es dunkel wurde. (Bis wann? Wann? Wie lange?) • des Gegengrundes (= Konzessivsatz): obwohl, obschon, obgleich, wenn auch Sie schrieb eine schlechte Arbeit, obwohl sie sich intensiv vorbereitet hatte. (Trotz wessen?) • des Umstandes/des Mittels (= Instrumentalsatz): indem, so dass Er lernte das Gitarrespielen, indem er sehr viel übte. (Womit? Wodurch?) • des Ortes (= Lokalsatz): wo, wohin, woher Sie verabredeten sich dort, wo sie sich schon einmal getroffen hatten. (Wo? Wohin?) 8 … Obwohl das aktuelle Regierungsprogramm zwar eine Reduktion vorsieht, gibt es bislang keine Verbesserungen (Konzessivsatz). Wir fordern einen Bodenschutz-Vertrag gegen den unkontrollierten Flächenfraß, weil sich das ändern muss (Kausalsatz). Wir appellieren an Sie, eine wirksame Vereinbarung zum besseren Schutz des Bodens zu verhandeln, sodass es zu einer Verbesserung der Lage kommt (Konsekutivsatz). Seite 12/13 1 a. Frage 1: Das Ziel der Kampagne ist klar festgelegt, aber es gibt keinen Zeitrahmen. b. Frage 2: Deutlich wird nur, dass man eine Petition unterschreiben soll. c. Frage 3: individuelle Beurteilung d. Frage 4: Vorteile: billig, niedrige Teilnahmeschwelle, große und schnelle Verbreitung – Nachteile: wird vielleicht nicht so ernst genommen, kann im Netz untergehen, keine persönlichen Bezüge – e. Frage 5: Gut wäre ein positives Ziel (Naturflächen erhalten!); das Bild könnte den Kontrast (Naturjuwele vs. Flächenfraß) besser veranschaulichen. 2 individuelle Lösungen – Gut ist es sicherlich immer, wenn eine Kampagne einen persönlichen Bezug zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufweist; aus diesem Grund sind Aktionen „vor Ort“ auch besonders wirksam. Wichtig ist aber auch eine starke Netzpräsenz, weil sich Menschen gerne auch vertiefend informieren und sich untereinander austauschen möchten. 3/4/5/6/7/8/9/10/11/12 individuelle Lösungen Seite 14/15 1/2 individuelle Lösungen 3 Wenn man mit 16 Jahren …: für das Wählen ab 16 Jahren 16-Jährige haben noch nicht genug Lebenserfahrung …: gegen das Wählen ab 16 Jahren 4 1. Behauptung; 2. Begründung; 3. Beispiel 5 • W enn man mit 16 Jahren wählen darf, bedeutet das, dass man früh Verantwortungen übernehmen kann. (= Begründung) Mit 16 Jahren dürfen Jugendliche in Österreich bereits arbeiten, müssen dann Steuern zahlen und können sogar einen Führerschein machen. (= Beispiel) Da sie daher ein wichtiger Teil der Gesellschaft und von politischen Entscheidungen betroffen sind, sollten sie auch das Recht haben, bei Wahlen mitzubestimmen. (= Behauptung) Es ist daher wichtig, ihre Stimme zu hören und sie in den demokratischen Prozess einzubeziehen. So wird sichergestellt, dass ihre Interessen und Anliegen gehört werden. (= Begründung) • 16-jährige haben noch nicht genug Lebenserfahrung und politisches Verständnis, um gute Entscheidungen bei Wahlen zu treffen. (= Behauptung) Mit 16 Jahren sind Jugendliche oft noch in der Schule und konzentrieren sich auf ihre Ausbildung, was bedeutet, dass sie möglicherweise nicht genug Zeit haben, sich gründlich über politische Themen zu informieren. Es könnte auch sein, dass sie leichter beeinflusst werden können, sei es von ihren Eltern, Lehrerinnen und Lehrern oder der Medien. (= Begründung) 180 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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