Recherchiert in Gruppen nach jugendlichen Politikerinnen und Politikern in Österreich (bis 25 oder 30 Jahre). Diskutiert anschließend folgende Fragen: Konnte jemand ohne Recherche bereits Namen nennen? Bekommt ihr durch soziale Medien, Fernsehen oder Plakate viel von jungen Politikerinnen und Politikern mit? Besprecht in der Klasse, was ihr davon haltet, dass Politikerinnen und Politiker tendenziell eher älter sind. Woran liegt das? Wie bewertet ihr diesen Umstand? Lies die Argumente, die für das Thema „Jugend in die Politik: Österreich braucht junge Politikerinnen und Politiker, um die Interessen und Anliegen der jungen Generation angemessen zu vertreten“ sprechen. Untersuche die Argumente auf ihren Aufbau. Argument 1: Insbesondere in einer Zeit des gesellschaftlichen Wandels und technologischen Fortschritts ist es entscheidend, dass junge Menschen eine Stimme in der Politik haben. Junge Menschen verstehen etwa die voranschreitende Digitalisierung, die uns alle betrifft, besser, wodurch sie diese in vielen Bereichen produktiv einsetzen können. Jugendliche Politikerinnen und Politiker können somit zum Beispiel Bildung revolutionieren und einen passenden Einsatz digitaler Hilfsmittel im Unterricht erwirken. Argument 2: Junge Politikerinnen und Politiker dienen als Sprachrohr für die Anliegen der Jugend. Einen großen Teil der österreichischen Bevölkerung stellen Kinder und Jugendliche dar, weshalb es unerlässlich ist, dass ihre Interessen und Anliegen angemessen vertreten werden. Eine Regierung, die sich nur aus älteren Personen zusammensetzt, wird einer heterogenen [= nicht einheitlichen] Gesellschaft nicht gerecht und die Klimakrise zeigt mehr denn je, dass die Politik auf die Bedürfnisse der nächsten Generation eingehen muss. Argument 3: Junge Politikerinnen und Politiker bringen oft frischen Wind in die politische Landschaft und sind bereit, mutige Entscheidungen zu treffen und neue Wege zu beschreiten. Ihre Dynamik und ihre Bereitschaft zur Veränderung können dazu beitragen, Lösungen für aktuelle Probleme zu finden und eine nachhaltige Zukunft für Österreich zu gestalten. Nicht zu vergessen ist auch ihre Fähigkeit, junge Wählerinnen und Wähler zu mobilisieren und das politische Interesse in der Bevölkerung zu stärken. 1 C 2 3 Platz für Notizen: 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 Neben der dialektischen Erörterung gibt es auch die lineare Erörterung (linear = geradlinig). Hier wird nur eine Seite, Pro oder Kontra, behandelt. Die lineare Erörterung folgt ebenfalls einer klaren Struktur: Stelle in der Einleitung das Thema vor und wecke das Interesse der Lesenden. Nenne, welche Seite beleuchtet wird. Im Hauptteil präsentierst du die Argumente in einer logischen Reihenfolge. Schließe mit dem stärksten Argument. Führe auch Gegenargumente an und widerlege sie (indirektes Argumentieren), um deine Position zu stärken. Fasse am Schluss die Hauptpunkte zusammen und schließe mit einer Aufforderung zum Handeln. Merke Ansichten werden zu Argumenten – schriftlich Stellung beziehen 20 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
RkJQdWJsaXNoZXIy MTA2NTcyMQ==