Erörterungen untersuchen und schreiben Lies die drei folgenden Situationen. Formuliere jeweils eine Bitte, dich vorbeizulassen, die der Person und der Situation angemessen (d.h. weder übertrieben höflich noch unhöflich) ist. Situation 1: Vor mir steht auf einer Rolltreppe ein gebrechlicher alter Mann, der mir den Weg versperrt. Ich habe es sehr eilig und möchte vorbei. – Was ich sagen könnte: Situation 2: Vor mir steht auf einer Rolltreppe eine Frau mit zwei Einkaufstaschen, die mir den Weg versperrt. Ich habe es sehr eilig und möchte vorbei. – Was ich sagen könnte: Situation 3: Vor mir stehen drei kleinere Buben, die sich streiten und mir den Weg versperren. Ich habe es sehr eilig und möchte vorbei. – Was ich sagen könnte: Im Folgenden findest du Teile von Wilhelm Buschs Gedicht „Max und Moritz“ in der Standardsprache und in neun Dialekten. Lies die Strophen und ermittle, welche der zehn Strophen in einem österreichischen Dialekt geschrieben ist. Schreibe die Nummer auf die Zeile. Ach, was muss man oft von bösen Kindern hören oder lesen! (1) Maggs un Moridds sin zwee solsche Daachediebe, Fleeschl, Schdrolsche! (2) Schdatt dass se durch gscheide Lehra Sich zom Guada dädat kehra – (3) Händs nur allpott drüber glacht Und sich heimli luschtig gmacht. (4) Ja, zu jedm Blädsinn taugns Wia zwoa Unschuidsengal schaugns. (5) Leud veräbbeln, drangsaliern, Große, klaane, und auch Diern (6) Appel, Beer und Plumm stibietsen – Deit’n jo veel leeber mooken, (7) Brav ze sein, das reizt kee Aas, Awer Frechsein, das macht Spaß! (8) Lern’n ooch noch ? meene Jüte, Kommt ja janischt inne Tüte! (9) Obar, Freinderl, frage nicht Nach dem End von dera Gschicht. (10) 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 Quelle: Manfred Görlach (Hg.): Wilhelm Busch. Max und Moritz – mundartgerecht. dtv 2007 1 Unter einem Dialekt versteht man eine regional beschränkte und historisch gewachsene Varietät einer Sprache. Dialekte weisen dabei Besonderheiten auf der Lautebene (Aussprache), der Grammatik und im Wortschatz auf. Merke 2 5 Sprachverwendung Manche Sprachwissenschaftlerinnen und Sprachwissenschaftler behaupten, dass jeder Mensch schon in der Muttersprache mehrsprachig ist, da jeder Mensch in unterschiedlichen Situationen und mit unterschiedlichen Gesprächspartnerinnen bzw. Gesprächspartnern anders spricht. So sprichst du in der Schule anders als mit deinen Eltern oder mit deinen Freundinnen und Freunden: Jeweils handelt es sich um unterschiedliche Sprachebenen. Merke 23 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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