Treffpunkt Deutsch 4 - Deutsch Sprachlehre, Arbeitsheft

Reportagen untersuchen und schreiben Der folgende Satz stammt aus dem Text „Silvesterparty“. Erläutere, warum die markierte Konjunktiv-II-Form stehen muss. Kurz nach neun hätten sich dann plötzlich die Statisten wieder beruhigt und, den Anweisungen gemäß, im Studio verteilt. Gib die folgende Äußerung eines Statisten der „Silvesterparty“ in indirekter Rede wieder. Achte darauf, dass du nicht immer „sagen“ verwendest, bzw. verzichte gelegentlich ganz auf den redeeinleitenden Satz. Arbeite in deinem Heft. Statist: „Ich weiß auch nicht genau, wie das alles gekommen ist. Wir sind in einer Ecke herumgestanden, als einer zu schunkeln anfing. Plötzlich haben wir alle getanzt und schließlich eine Polonaise gebildet. Andere haben herumliegende Instrumente genommen und irgendetwas gespielt. Ich gebe ja zu, dass wir alle nicht mehr ganz nüchtern waren. Ich hoffe jetzt bloß, dass wir trotzdem unser Geld für den Abend bekommen. Auf jeden Fall werde ich nie mehr an so einer merkwürdigen Veranstaltung teilnehmen!“ Der Statist sagte, … In der indirekten Rede kommt es häufig vor, dass eine Verbform im Konjunktiv mit einer Verbform im Indikativ oder Konjunktiv identisch ist. In diesem Fall werden Ersatzformen verwendet: Ist der Konjunktiv I mit dem Indikativ identisch, wird der Konjunktiv II verwendet, z. B.: Ich sagte ihm: „Ich habe keine Lust.“  Ich sagte ihm, dass ich keine Lust habe. (ich habe: Indikativ Präsens = Konjunktiv I)  Ich sagte ihm, dass ich keine Lust hätte. (hätte: Konjunktiv II) Ist der Konjunktiv II mit dem Indikativ Präteritum identisch, wird oft die würde-Umschreibung verwendet, z. B.: Ich sagte ihm: „Sie laufen um ihr Leben.“  Ich sagte ihm, dass sie um ihr Leben laufen. (sie laufen: Indikativ Präsens = Konjunktiv I)  Ich sagte ihm, dass sie um ihr Leben liefen. (sie liefen: Indikativ Präteritum = Konjunktiv II)  Ich sagte ihm, dass sie um ihr Leben laufen würden. (würde-Umschreibung) Merke 12 Wenn du längere Redepassagen (z.B. aus einem mündlichen Bericht oder auch aus einem literarischen Text) in indirekter Rede wiedergeben willst, solltest du die einleitenden Verben abwechseln (nicht immer sagen, sondern auch meinen, zu bedenken geben, anregen, zustimmen, bestätigen usw.). In längeren Passagen indirekter Rede genügt auch oft der Konjunktiv I als alleiniges Kennzeichen der indirekten Rede, d.h., dass du den einleitenden Satz auch ganz weglassen kannst, z. B. Der Regisseur sagte, dass die Vorfälle ihm ein Rätsel seien. Er könne sich nicht erklären, wie es zu den Unruhen gekommen sei. Er jedenfalls werde für die Unruhen von niemandem verantwortlich gemacht. Er betonte abschließend, dass er künftig keine Silvesteraufnahmen mehr mache. Merke 13 N 31 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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