Reportagen untersuchen und schreiben Forme die dass-Sätze aus dem Text „Armut ist in Österreich Realität“ wie im Beispiel in einen Aussagesatz ohne das Wort dass um. Armut ist in Österreich Realität […] Im Diskurs um Armut wird zwischen absoluter und relativer Armut unterschieden. Absolute Armut bedeutet, dass sich Menschen wichtige Grundbedürfnisse nicht leisten können. Zum Beispiel können sie sich nur eingeschränkt ernähren, keine Miete oder keine unerwarteten Ausgaben leisten. Relative Armut bedeutet, dass Menschen – verglichen mit dem Durchschnitt der Bevölkerung – weniger Einkommen haben als andere. […] Über die Hälfte der Personen, die mindestens ein Jahr arbeitslos sind (56 %), sind armutsgefährdet in Österreich. Damit haben arbeitslose Menschen eines der höchsten Armutsrisiken in Österreich. Aber auch Alleinerziehende sind mit 41 % besonders armutsgefährdet. Noch dazu kommt, dass sich das Armutsrisiko von Alleinerziehenden im Vergleich zum Vorjahr (32 %) um fast 10 % erhöht hat. Die Statistik zeigt auch, dass eine niedrige formale Bildung, Staatszugehörigkeit, und auch bestimmte Haushaltskonstellationen mit Kindern und Jugendlichen, Faktoren sind, die das Armutsrisiko in Österreich erhöhen. So erhöht die Anzahl der Kinder pro Haushalt das Armutsgefährdungsrisiko in Österreich deutlich. […] Im Vergleich zum Durchschnitt in Österreich sind Kinder und Jugendliche einem erhöhten Armutsrisiko ausgesetzt und leben auch überdurchschnittlich oft in absoluter Armut. Rund 20 % aller Kinder und Jugendlichen sind in Österreich von Armut bedroht. Das sind rund 325 000 Kinder und Jugendliche und somit jedes fünfte Kind. Außerdem leben in Österreich rund 88 000 Kinder und Jugendliche in absoluter Armut. Das entspricht rund 5 % aller Kinder und Jugendlichen. Diese Zahl hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Das bedeutet, dass rund 88 000 Kinder und Jugendliche in Österreich wichtige Grundbedürfnisse nicht befriedigen können. Die Konsequenzen von Kinderarmut sind weitreichend: Kinderarmut führt häufig zu eingeschränkten Bildungschancen, gesundheitlichen Problemen und sozialen Benachteiligungen, die die sozialen und beruflichen Perspektiven stark beeinträchtigen. Quelle: https://www.caritas.at/ueber-uns/medienservice/armut-zahlen-und-fakten (abgerufen am 31.03.2025) 1 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 2.2 das und dass Das Wort das kann sein: • ein Artikel, z. B. das (wie: ein) Haus • ein Demonstrativpronomen (= hinweisendes Fürwort), z. B. das (oder: dies) Haus dort • ein Relativpronomen (= bezügliches Fürwort), z. B. ein Haus, das (oder: welches) mir sehr gefällt. Ist das ein Relativpronomen, vertritt es im Attributsatz (Beifügesatz) ein Satzglied des übergeordneten Satzes, d.h., dass man ohne das Wort das mit den übrigen Wörtern des das-Satzes keinen vollständigen Satz mehr bilden kann, z. B. Das ist ein Haus, das mir sehr gefällt. das mir sehr gefällt Mir gefällt sehr. Das Wort dass ist immer eine Subjunktion (= Bindewort, das einen Gliedsatz einleitet). Das Wort dass vertritt also kein anderes Wort im Gliedsatz. Das bedeutet, dass man auch ohne das Wort dass mit den übrigen Wörtern des dass-Satzes einen vollständigen Satz bilden kann, z. B. Ich sagte, dass mir das Haus sehr gefällt. dass mir das Haus sehr gefällt. Mir gefällt das Haus sehr. Merke 33 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
RkJQdWJsaXNoZXIy MTA2NTcyMQ==