Vielfach Deutsch 4, Arbeitsheft

Lies den Text in Übung 1 noch einmal. Mache dabei zu den Fragen unten Notizen in Stichworten und unterstreiche die Schlüsselwörter. 1 Was sind die Hauptaussagen des Textes? Stelle W-Fragen. 2 Was sind deine Erfahrungen mit dem Thema? 3 Welche Informationen im Text sind neu für dich? Was hat dich überrascht? Lies den Artikel. Ergänze danach das fehlende Wort in der Überschrift. So beeinflusst das Schreiben die von Valentin Frimmer (Juli 2024) Menschen schreiben heute anders als früher. Oft tippen sie nur mit einzelnen Fingern, statt per Hand etwas zu notieren. Das beeinflusst, wie gut Hirnregionen verknüpft sind. Dank KI und Sprachassistenten muss bald niemand mehr schreiben. Was dann? Jedes Kind lernt in der Schule, mit Stift und Papier zu schreiben. Später im Leben gewinnt dann das Tippen auf Tastaturen und Touchpads an Bedeutung. Rein mengenmäßig dürfte bei vielen Menschen das digitale Schreiben das Handschriftliche sogar schon überholt haben. Per se schlimm ist das bei Erwachsenen nicht, solange man beide Techniken sicher beherrscht. Schließlich haben beide Schreibarten Vorzüge. So können am Computer geschriebene Texte viel einfacher bearbeitet und verbessert werden – gerade bei längeren Abhandlungen fördert das die Qualität. Viele Menschen sind auf Tastaturen auch wesentlich schneller. Auch das Speichern und Verwalten ist einfach. Handgeschriebenes scheint hingegen die Nase vorn zu haben, wenn sich Menschen beispielsweise bei einem Vortrag oder einem Meeting Notizen machen. So präsentierten im Januar die norwegischen Neurowissenschaftler Audrey van der Meer und Ruud van der Weel Hinweise darauf, dass das Schreiben per Hand in solchen Situationen das Lernen fördert. Sie hatten 36 Studentinnen und Studenten bestimmte Wörter auf einem Bildschirm gezeigt. Anschließend sollten die Probanden die Wörter entweder mit einem Stift in Schreibschrift aufschreiben oder mit einem Finger in eine Tastatur tippen. Schreiben per Hand hilft beim Lernen Während des Experiments wurde per Elektroenzephalographie (EEG) die elektrische Aktivität im Gehirn der Teilnehmer gemessen. Dabei stellten die Forscherin und der Forscher fest, dass die präzise kontrollierten Handbewegungen bei der Verwendung eines Stifts wesentlich aktivere Verknüpfungen zwischen bestimmten Hirnregionen hervorriefen. „Wir haben gezeigt, dass die Unterschiede in der Hirnaktivität mit der sorgfältigen Formung der Buchstaben beim Schreiben mit der Hand zusammenhängen, wobei die Sinne stärker beansprucht werden“, sagte van der Meer. Sie fasst zusammen: „Es gibt einige Hinweise darauf, dass Studenten mehr lernen und sich besser erinnern, wenn sie handschriftliche Notizen zu Vorlesungen machen, während die Verwendung eines Computers mit einer Tastatur möglicherweise praktischer ist, wenn sie einen langen Text oder Aufsatz schreiben.“ Fortsetzung >> 2 M nach Ü10 3 nach Ü10 Ob handschriftlich oder digital spielt bei Älteren kaum eine Rolle, solange sie beides beherrschen. Anders bei Kindern. 1 5 10 15 20 25 30 35 per se: von sich aus, an sich der Proband, die Probandin: Test-, Versuchsperson die Elektroenzephalographie: Gehirnstrommessung präzise: genau 5 61 Informationen zusammenfassen Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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