Vielfach Deutsch 4, Leseheft

Ich kann Argumente zuordnen Teste dich selbst. a) Lies den Zeitungsartikel. Kläre die unterstrichenen Wörter mit deinem Wörterbuch. b) Was spricht für und was gegen einen Einsatz von VR im Unterricht? Unterstreiche Pro-Argumente im Text grün, Kontra-Argumente rot. Erstelle dann eine Tabelle mit Argumenten in Stichworten (pro/kontra) in deinem Heft. c) Formuliere deine Meinung zur Frage in Form eines Postings. Begründe und belege dabei deinen Standpunkt. Lernen mit Virtual Reality – Wie sinnvoll ist der VR-Einsatz im Unterricht? Statt Sprachreisen in ferne Länder zu unternehmen, daheim auf der Couch in einer virtuellen Umgebung auf Italienisch einen Espresso in einem Café oder auf Englisch Fish and Chips an einer Imbissbude bestellen? Was ein wenig wie Science-Fiction klingt, ist mithilfe von Virtual Reality (VR) möglich. „In virtuellen Umgebungen können Lernende aktiv handeln und kommunizieren, und das ganz ortsunabhängig“, sagt der Pädagoge Timo Ahlers, der zu VR forscht. Eines der Forschungsergebnisse: Um die kommunikativen Fähigkeiten beim Sprachenlernen zu verbessern, kann der Einsatz von VR sinnvoll sein. „Wenn man Selbstlernkurse belegt, kommt man selten zum Sprechen und zum Zuhören“, erklärt Ahlers. „In den VR-Anwendungen wird gerade die mündliche Kompetenz trainiert.“ Dabei flexibel einsteigen zu können, ohne an bestimmte Kursangebote oder Zeiten gebunden zu sein, sei ein weiterer Vorteil der virtuellen Lernwelten. VR kann auch bei der Vermittlung komplexer Arbeitsschritte helfen, etwa in der Berufsbildung. So können Auszubildende bei der Bahn das Bedienen neuer Züge zunächst in virtueller Umgebung lernen oder Medizinstudierende Operationen simulieren, bevor sie jemals wirklich einen Zug fahren oder an einem echten Patienten operieren. Auch in Schulen ist der VR-Einsatz denkbar und wird in Pilotprojekten bereits erprobt: etwa eine Zeitreise in die Antike im Geschichtsunterricht, in Biologie durch den menschlichen Körper wandern oder eine Expedition zum Erdkern in Geografie. Doch bei Jüngeren ist Vorsicht geboten: „Bei Schülerinnen und Schülern ist die Nutzung unter 13 Jahren eher nicht geeignet, weil die Sehentwicklung noch nicht abgeschlossen ist“, erklärt Timo Ahlers. Ab 14 Jahren könne man VR-Anwendungen aber im Unterricht einsetzen. Doch der VR-Einsatz im Bildungsbereich ist derzeit vor allem durch hohe Kosten noch ein Nischenthema. „Günstige Brillen bekommt man derzeit so um die 300 Euro“, sagt Ahlers. Es gebe aber auch Leihmöglichkeiten und Brillen ohne eigene Displays, in die ein Smartphone eingesetzt wird. 1 M 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 Jana Glose, https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article248822598/Bildung-Lernenmit-Virtual-Reality-Wie-sinnvoll-ist-der-VR-Einsatz-im-Unterricht.html (16.7. 2025, gekürzt) Argumente abwägen und Position beziehen 49 4 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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