Vielfach Deutsch 4, Leseheft

Vielfach Deutsch 4 Leseheft

Vielfach Deutsch 4, Leseheft Schulbuchnummer: 225349 Mit Bescheid des Bundesministeriums für Bildung vom 17. Februar 2026, GZ 2024-0.923.490, gemäß § 14 Absatz 2 und 5 des Schulunterrichtsgesetzes, BGBl. Nr. 472/86, und gemäß den derzeit geltenden Lehrplänen als für den Unterrichtsgebrauch für die 4. Klasse an Mittelschulen und an allgemeinbildenden höheren Schulen (Unterstufe) im Unterrichtsgegenstand Deutsch (Lehrplan 2023) geeignet erklärt. Dieses Werk wurde auf der Grundlage eines zielorientierten Lehrplans verfasst. Konkretisierung, Gewichtung und Umsetzung der Inhalte erfolgen durch die Lehrerinnen und Lehrer. Liebe Schülerin, lieber Schüler, du bekommst dieses Schulbuch von der Republik Österreich für deine Ausbildung. Bücher helfen nicht nur beim Lernen, sondern sind auch Freunde fürs Leben. Kopierverbot Wir weisen darauf hin, dass das Kopieren zum Schulgebrauch aus diesem Buch verboten ist – § 42 Abs. 6 Urheberrechtsgesetz: „Die Befugnis zur Vervielfältigung zum eigenen Schulgebrauch gilt nicht für Werke, die ihrer Beschaffenheit und Bezeichnung nach zum Schul- oder Unterrichtsgebrauch bestimmt sind.“ Data-Mining-Verbot Die Nutzung der Inhalte dieses Werkes für Text- und Data-Mining im Sinne des § 42h Abs. 6 UrhG ist ausdrücklich vorbehalten und daher verboten. Die Inhalte dieses Werkes dürfen auch nicht zur Entwicklung, zum Training und/oder zur Anreicherung von KI-Systemen, insbesondere von generativen KI-Systemen, verwendet werden. Bildnachweis: S. 7.1: JDawnInk / Getty Images; S. 7.2: LeshkaSmok / Getty Images; S. 7.3: Bakai / Getty Images; S. 7.4: Peacefully7 / Getty Images; S. 7.5: PIKSEL / Getty Images - iStockphoto; S. 23.1: © Lasse Stolley, Fockbek; S. 23.2: © Lasse Stolley, Fockbek; S. 23.3: Igor Prahin / Getty Images; S. 24.1: © Lasse Stolley, Fockbek; S. 25.1: Carboxylase / Shutterstock; S. 25.2: tulpahn / Thinkstock; S. 26.1: APA-Images / APA / ROLAND SCHLAGER; S. 27.1: VCÖ – Mobilität mit Zukunft; S. 43.1: gorodenkoff / Getty Images; S. 44.1: Nikodash / Getty Images - iStockphoto; S. 46.1: urbazon / Getty Images; S. 46.2: gorodenkoff / Getty Images; S. 49.1: Halfpoint / Getty Images; S. 50.1: MEV-Verlag, Germany; S. 51.1: MEV-Verlag, Germany; S. 53.4 Emojis: Carboxylase / Shutterstock; S. 54.1: Jatuporn Tansirimas / Getty Images; S. 56.1: zeljkosantrac / Getty Images; S. 57.1: APA-Images / AP / PAUL CONNORS; S. 58.7 Emojis: Carboxylase / Shutterstock; S. 59.2 Emojis: Carboxylase / Shutterstock; S. 60.13 Emojis: Carboxylase / Shutterstock Illustrationsnachweis: Ingrid Aspöck, Wien: Seiten: 2.1; 2.2; 3.2; 4.1; 8.1; 9.1; 10.1; 10.2; 11.1; 12.1; 12.2; 13.1; 13.2; 14.1; 16.1; 16.2; 17.1; 18.1; 19.1; 20.1; 20.2; 25.2; 28.1; 33.1; 34.1; 36.2; 40.1; 41.1; 42.1; 52.1; 55.1 Elisabeth Hofbauer, Wien: Seiten: 3.1; 4.2; 5.1; 30.1; 31.1; 32.1; 35.1; 35.2; 36.1; 37.1; 37.2; 38.1; 39.1 Manuela Strasser, Wien: Seiten: 21.1; 21.2; 22.1; 26.2; 29.1; 60.2 1. Auflage (Druck 0001) © Österreichischer Bundesverlag Schulbuch GmbH & Co. KG, Wien 2026 www.oebv.at Alle Rechte vorbehalten. Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise, gesetzlich verboten. Umschlagillustrationen: Susanne Pototschnig, Ferlach; Ingrid Aspöck, Wien Umschlagbild: Justin Pumfrey / Getty Images Redaktion: Andrea Wegscheider-Protsch, Berlin; Ulrike Steiner, Wien Herstellung: Silvia Bliem, Wien Umschlaggestaltung und Layout: Silvia Bliem, Wien Layoutkonzept: Petra Michel, Amberg Satz: Markus Schmitz – Büro für typographische Dienstleistungen, Altenberge Druck: Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., Horn ISBN 978-3-209-11745-8 (Vielfach Deutsch Lesen AH 4) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

www.oebv.at Leseheft Texte und Kompetenztraining Ulrike Arbter Michael Auer Andrea Wegscheider-Protsch Vielfach Deutsch 4 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

L Das suchende Lesen trainieren Vielfach Deutsch – einfach lesen 4 Informierende Texte lesen 5 1 Texte zur Berufswahl lesen und verstehen Jugendliteratur lesen und interpretieren 8 Jugendliteratur lesen und reflektieren 12 Informationen zur Berufswahl lesen und verstehen 14 Ich lese und verstehe Texte zur Berufswahl 17 4 8 2 Sachtexte und Diagramme lesen und verstehen Sachtexte lesen und reflektieren 18 Sachtexte und Diagramme im Zusammenhang verstehen 21 Zu Sachtexten und Diagrammen Stellung beziehen 23 Diagramme lesen und Zahlen unterschiedlich ausdrücken 27 Ich verstehe den Zusammenhang von Sachtexten und Diagrammen 28 3 Literarische Texte lesen und interpretieren Eine Kurzgeschichte zum Thema Ein Leben im Krieg 30 Ein Romanauszug zu den Themen Verfolgung und Flucht 33 Ein Brief und drei Gedichte zum Thema Alltag an der Front 35 Ich lese und verstehe literarische Texte 39 18 30 Inhalt 2 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

4 Argumente abwägen und Position beziehen Sich mit einem Thema vertraut machen 40 Argumente gegenüberstellen und abwägen 45 KI-Tools zum Sammeln und zum Strukturieren von Argumenten nutzen 48 Ich kann Argumente zuordnen 49 40 5 Informationen zusammenfassen Die Gestaltung von literarischen Texten erkennen 50 Die Gliederung eines informierenden Textes erkennen 53 Informierende Texte lesen und verstehen 55 Mit Emoticons und Emojis kommunizieren 58 Ich lese und verstehe informierende Texte 61 Lösungen 62 50 3 Arbeitet am besten zu zweit. Löst diese Aufgabe am besten in der Gruppe. Diskutiert diese Fragestellung in der Klasse. Erledige die Aufgabe in deinem Heft. Arbeite mit dem Computer (und dem Internet). B C M ê Symbole Hier findest du die Erklärungen der Symbole. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Vielfach Deutsch – einfach lesen Buchtipps sowie Buchbesprechungen (Rezensionen) findest du in vielen verschiedenen Medien: in Zeitungen, in Zeitschriften, im Radio, im Fernsehen, im Internet usw. Tipp Gebt zuerst Autorennamen und Titel in die Suchmaschine ein. ê a) Welcher Hinweis (A–F) gehört zu welcher Buchempfehlung? Recherchiert im Internet. Überlegt zuerst gemeinsam, wie ihr auf dem kürzesten Weg zu Ergebnissen gelangen könnt. Denkt an euer Wissen und an eure Erfahrungen. b) Verbindet mit Pfeilen, was zusammengehört. 1 Marlen Haushofer: Die Wand. Claasen, Berlin 2023. A Kochen 2 Jeff Kinney: Von Idioten umzingelt! / Gregs Tagebuch Band 1. Baumhaus Verlag, 2008. B Collin McMahon 3 Ursula Poznanski: Saeculum. Loewe, Bindlach 2019. C Österreichischer Literaturklassiker 4 Katharina Seiser: Österreich express. Brandstätter, Wien 2023. D wahre Geschichte 5 Willy Puchner: Willy Puchners Welt der Farben. Residenz, St. Pölten/Salzburg/Wien 2011. E Mittelalter 6 Ruth Shaw: Der Buchladen am Ende der Welt. Dumont, Köln 2023. F Illustrationspreis c) Wählt einen der Titel aus und stellt dieses Buch näher vor. Recherchiert dazu im Internet die folgenden Punkte und verwendet die Informationen in eurer Präsentation. – Angaben zur Autorin oder zum Autor – Inhaltsangabe – Leseprobe – Buchbesprechung (Rezension) 1 Das suchende Lesen trainieren L Wir lesen nicht nur, weil uns Bücher interessieren, faszinieren oder Vergnügen bereiten. Wir lesen auch, weil wir im Alltag Informationen brauchen, um unsere beruflichen und persönlichen Ziele zu erreichen. 4 Ich habe eine Schwäche für Fantasy-Romane. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

a) Betrachte das Verzeichnis der Lehrberufe auf S. 5–6. Welche Textsignale erkennst du? Unterstreiche die passenden Antworten. b) In welchen Fachbereichen findest du die folgenden Lehrberufe? 1 Augenoptik gehört zum Fachbereich 2 Informationstechnologie gehört zum Fachbereich 3 Klavierbau gehört zum Fachbereich 4 Speditionslogistik gehört zum Fachbereich c) Notiere einen Lehrberuf aus dem Fachbereich Textil, Mode, Leder. d) Notiere einen Modullehrberuf. 2 Hauptüberschrift Zwischenüberschrift Fettdruck Einrückungen ​ Unterstreichungen Großbuchstaben Informierende Texte lesen Wenn du einen umfangreichen Text vor dir hast, aber nur eine bestimmte Information benötigst, dann musst du dir zuerst die Gliederung des Textes anschauen. Lehrberufe in Österreich nach Fachbereichen BAU UND GEBÄUDESERVICE Bautechnische Assistenz Bautechnischer Zeichner/Bautechnische Zeichnerin Bauwerksabdichtungstechnik Betonbau Betonbauspezialist*in Betonfertigteiltechnik Bodenleger*in Brunnen- und Grundbau Dachdecker*in Fertigteilhausbau Gleisbautechnik Hafner*in Hochbau Hochbauspezialist*in Installations- und Gebäudetechnik (Modullehrberuf) Maler*in und Beschichtungstechniker*in Ofenbau- und Verlegetechnik Pflasterer/Pflasterin Platten- und Fliesenleger*in Rauchfangkehrer*in Reinigungstechnik Sonnenschutztechnik Steinmetz*in Steinmetztechnik Straßenerhaltungsfachmann*frau Stuckateur*in und Trockenausbauer*in Tapezierer*in und Dekorateur*in Tiefbau Tiefbauspezialist Transportbetontechnik Vermessungstechniker*in Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutztechnik BÜRO, VERWALTUNG, ORGANISATION Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistent*in Assistent*in in der Sicherheitsverwaltung Bankkaufmann*frau Betriebsdienstleister*in Bürokaufmann*frau Einkäufer*in Eventkaufmann*frau Finanz- und Rechnungswesenassistenz Finanzdienstleistungskaufmann*frau Immobilienkaufmann*frau Industriekaufmann*frau Kanzleiassistent*in Personaldienstleistung Sportadministration Steuerassistenz Versicherungskaufmann*frau Verwaltungsassistent*in CHEMIE UND KUNSTSTOFF Abwassertechnik Chemieverfahrenstechnik Entsorgungs- und Recyclingfachkraft Kunststoffverfahrenstechnik Kunststofftechnologie Das suchende Lesen trainieren 5 L Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Labortechnik (Modullehrberuf) Pharmatechnologie Prüftechnik Reifen- und Vulkanisationstechnik Schädlingsbekämpfer*in Skibautechnik Textilchemie Textilreiniger*in ELEKTROTECHNIK, ELEKTRONIK UND INFORMATIONSTECHNOLOGIE (IT) Applikationsentwicklung – Coding Elektronik (Modullehrberuf) Elektrotechnik (Modullehrberuf) Informationstechnologie Mechatronik (Modullehrberuf) Veranstaltungstechnik GESUNDHEIT UND KÖRPERPFLEGE Augenoptik Fitnessbetreuung Friseur*in (Stylist*in) Fußpflege (Podologie) Hörgeräteakustiker*in Kosmetik (Kosmetologie) Masseur*in Orthopädieschuhmacher*in Orthopädietechnik Pflegeassistenz Pflegefachassistenz Zahnärztliche Fachassistenz Zahntechnik Zahntechnische Fachassistenz HANDEL Buch- und Medienwirtschaft – Buch- und Musikalienhandel Buch- und Medienwirtschaft – Buch- und Pressegroßhandel Buch- und Medienwirtschaft – Verlag Drogist*in E-Commerce-Kaufmann*frau EDV-Kaufmann*frau Einzelhandel Fleischverkauf Foto- und Multimediakaufmann*frau Großhandelskaufmann*frau Medizinproduktekaufmann*frau Pharmazeutisch-kaufmännische Assistenz (PKA) Sportgerätefachkraft Waffen- und Munitionshändler*in HOLZ, GLAS, TON Bootbauer*in Fassbinder*in Feinoptik Glasbautechnik (Modullehrberuf) Glasbläser*in und Glasinstrumentenerzeuger*in Glasmacherei Glasverfahrenstechnik Hohlglasveredler*in – Glasmalerei Hohlglasveredler*in – Gravur Hohlglasveredler*in – Kugel Holztechnik (Modullehrberuf) Keramiker*in Tischlerei Tischlereitechnik Wagner*in Zimmerei Zimmereitechnik KUNST UND KUNSTHANDWERK Bildhauerei Blechblasinstrumentenerzeugung Gold- und Silberschmied*in und Juwelier*in Harmonikamacher*in Holzblasinstrumentenerzeugung Kerammaler*in Klavierbau Maskenbildner*in Orgelbau Präparator*in Streich- und Saiteninstrumentenbau Uhrmacher*in und Zeitmesstechniker*in Vergolden und Staffieren LEBENS- UND GENUSSMITTEL Bäckerei Backtechnologie Brau- und Getränketechnik Chocolatier/Chocolatière Destillateur*in Fleischverarbeitung Konditorei (Zuckerbäckerei) Lebensmitteltechnik Lebzelter*in und Wachszieher*in Milchtechnologie Molkerei- und Käsereiwirtschaft Obst- und Gemüsekonservierer*in Verfahrenstechnik für die Getreidewirtschaft METALLTECHNIK UND MASCHINENBAU Büchsenmacher*in Chirurgieinstrumentenerzeuger*in Fahrradmechatronik Fertigungsmesstechnik Gießereitechnik Hufschmied*in Kälteanlagentechnik Karosseriebautechnik Konstrukteur*in Kraftfahrzeugtechnik (Modullehrberuf) Kupferschmied*in Lackiertechnik Land- und Baumaschinentechnik – Schwerpunkt Baumaschinen Land- und Baumaschinentechnik – Schwerpunkt Landmaschinen Luftfahrzeugtechnik Metallbearbeitung Metalldesign – Schwerpunkt Gravur Metalldesign – Schwerpunkt Gürtlerei Metalldesign – Schwerpunkt Metalldrückerei Metallgießer*in Metalltechnik (Modullehrberuf) Metallurgie und Umformtechnik Oberflächentechnik Prozesstechnik Spengler*in Technischer Zeichner/Technische Zeichnerin Waagenhersteller*in Waffenmechaniker*in Werkstofftechnik (Modullehrberuf) MEDIENGESTALTUNG UND FOTOGRAFIE Berufsfotografie Beschriftungsdesign und Werbetechnik Druckvorstufentechnik Geoinformationstechnik Medienfachmann*frau – Schwerpunkt Agenturdienstleistung Medienfachmann*frau – Schwerpunkt Grafik, Print, Publishing und audiovisuelle Medien (Audio, Video und Animation) Medienfachmann*frau – Schwerpunkt Onlinemarketing Medienfachmann*frau – Schwerpunkt Webdevelopment und audiovisuelle Medien (Audio, Video und Animation) Reprografie PAPIERERZEUGUNG, PAPIERVERARBEITUNG, DRUCK Buchbindetechnik und Postpresstechnologie Drucktechnik Kartonagewarenerzeuger*in Papiertechnik Verpackungstechnik TEXTIL, MODE, LEDER Bekleidungsfertiger*in Bekleidungsgestaltung (Modullehrberuf) Gerberei Gold-, Silber- und Perlensticker*in Handschuhmacher*in Miedererzeuger*in Oberteilherrichter*in Polsterer/Polsterin Sattlerei Schuhfertigung Schuhmacher*in Textilgestaltung – Schwerpunkt Posamentiererei Textilgestaltung – Schwerpunkt Stickerei Textilgestaltung – Schwerpunkt Strickwaren Textilgestaltung – Schwerpunkt Weberei TEXTILTECHNOLOGIE TIERE UND PFLANZEN Bienenwirtschaft Biomasseproduktion und land- und forstwirtschaftliche Bioenergiegewinnung Feldgemüsebau Fischereiwirtschaft Florist*in Forstgarten- und Forstpflegewirtschaft Forsttechnik Forstwirtschaft Friedhofs- und Ziergärtner*in Garten- und Grünflächengestaltung – Schwerpunkt Greenkeeping Garten- und Grünflächengestaltung – Schwerpunkt Landschaftsgärtnerei Gartenbau Geflügelwirtschaft Ländliches Betriebs- und Haushaltsmanagement Landwirtschaft Landwirtschaftliche Lagerhaltung Obstbau und Obstverwertung Pferdewirtschaft Tierärztliche Ordinationsassistenz Tierpfleger*in Weinbau- und Kellerwirtschaft TOURISMUS UND GASTRONOMIE Gastronomiefachmann*frau Hotel- und Gastgewerbeassistent*in Hotel- und Restaurantfachmann*frau Hotelkaufmann*frau Koch/Köchin Reisebüroassistent*in Restaurantfachmann*frau Systemgastronomiefachkraft TRANSPORT UND LAGER Bahnreise- und Mobilitätsservice Berufskraftfahrer*in Betriebslogistikkaufmann*frau Binnenschifffahrt Mobilitätsservice Nah- und Distributionslogistik Seilbahntechnik Speditionskaufmann*frau Speditionslogistik BMDW und WKO (Hg.): Lehrberufe in Österreich – Ausbildungen mit Zukunft. Ausgabe 2023 (bearbeitet). Das suchende Lesen trainieren 6 L Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Lies den Text über Modullehrberufe schnell durch. Markiere, wo du im Text die Antworten auf die folgenden zwei Fragen findest. Vergleicht eure Ergebnisse zu zweit. 1 Wie lange dauert die Ausbildung bei Modullehrberufen maximal? 2 Aus welchen drei Modulen besteht ein Modullehrberuf? Manche Lehrberufe sind als „Modullehrberufe“ ausgestaltet. Lehrlinge eines modularen Lehrberufs müssen sich erst nach Absolvierung des (in der Regel zweijährigen) Grundmoduls durch ihre Auswahl von Haupt- und Spezialmodulen auf ein spezielles Berufsbild festlegen. Ein modularer Lehrberuf setzt sich aus einem Grundmodul, einem Hauptmodul und einem Spezialmodul zusammen. Für einen Abschluss muss nach dem Grundmodul jedenfalls ein Hauptmodul absolviert werden. Ein anschließendes, in der Regel halbjähriges Spezialmodul ist optional und dient der Vertiefung in einem Spezialbereich. Es besteht auch die Möglichkeit, statt dem Spezialmodul ein zusätzliches Hauptmodul zu wählen. Modullehrberufe dauern je nach Auswahl und Kombination zumeist 3,5 oder 4 Lehrjahre (4 Lehrjahre sind die maximale Lehrzeit). a) Lies das Inserat für eine Lehrstelle. Stellt euch zu zweit Fragen zu dem Lehrstelleninserat und versucht, die Antworten schnell im Text zu finden. Beispiele für Fragen sind: Wie heißt der Ausbildungsbetrieb? Wo kann man sich bewerben? b) Sprecht zu zweit darüber, welche Informationen schnell zu finden waren und warum. Vergleicht die Gestaltung auch mit dem Text in Übung 3. WonderWoods sucht dich! Lehrling Holztechnik (m/w/d) Hauptmodul Werkstoffproduktion 3–4 Jahre Salzburg ab 950 Euro im 1. Lehrjahr Herbst 2025 Das bringst du mit: • Begeisterung für Technik • Gerne mit Holz arbeiten • Gerne mit Maschinen arbeiten • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen • Handwerkliche Geschicklichkeit • Körperlich fit sein • Unempfindlich gegen Lärm sein Du fühlst dich angesprochen? Weitere Infos und Bewerbung auf www.wonderwoods.at Was macht ein/eine HolztechnikerIn, Hauptmodul Werkstoffproduktion? • Spanplatten, Faserplatten und Sperrholzplatten herstellen • Schnittholz durch Hobeln, Verleimen oder Schleifen behandeln • Maschinen überwachen und steuern • Rundholz wie Baumstämme zu Schnittholz, z. B. zu Brettern, Latten oder Platten, verarbeiten • Oberflächen behandeln und verschönern 3 B https://www.oesterreich.gv.at/themen/bildung_und_ausbildung/lehre-und-berufsbildende-schulen/ Seite.333302.html (13. 3. 2024, gekürzt) 4 B Quelle für Informationen zum Lehrberuf: https://bis.ams. or.at/bis/lehrberuf/5311-HolztechnikerIn%2C%20​ Hauptmodul%20Werkstoffproduktion (13. 3. 2024) Das suchende Lesen trainieren 7 L Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Texte zur Berufswahl lesen und verstehen 1 Lies den Beginn des Romans. „Ein Praktikum!“, rief Monsieur Feyrières. „Was sind das denn schon wieder für Erfindungen? Die Kinder können keine drei korrekten Sätze aneinanderreihen, aber müssen ein Praktikum machen. Und überhaupt: Was für ein Praktikum?“ Er wandte sich seinem Sohn am anderen Ende des Tisches zu. „Weiß ich doch nicht“, brummelte Louis. „Is’ unser Problem, hat die Lehrerin gemeint.“ „Is’ unser Problem“, äffte sein Vater ihn nach. „Geh zu den Straßenkehrern, da werden sie dich nehmen. Nein, nicht Straßenkehrer, heute heißt das ja bestimmt Pfleger des öffentlichen Raumes.“ Monsieur Feyrières lachte höhnisch. Er selbst war Chirurg. Ein stattlicher Mann mit kräftiger Stimme, der schon ganz allein das Esszimmer ausfüllte. Und doch saßen da noch vier weitere Personen am Tisch: Floriane, sieben, Louis, vierzehn, Madame Feyrières sowie Großmama. „Wenn es nur um eine Woche geht, könnte ich vielleicht etwas für ihn auftreiben“, sagte diese. Monsieur Feyrières setzte seiner Schwiegermutter gegenüber eine Grimasse auf, die ein ermutigendes Lächeln sein sollte. „Meine Friseurin nimmt Lehrlinge“, fuhr Großmama fort. „Ein Praktikant ist doch im Grunde auch nichts anderes.“ Monsieur Feyrières riss die Augen auf. „Ein Friseurpraktikum? Für Louis?“ – „Oh jaa! Super!“, flüsterte Floriane. „Ich will Friseurin werden, wenn ich groß bin.“ Madame Feyrières warf ihrer Jüngsten, die ihren schulfreien Mittwoch damit verbrachte, ihre Rapunzel-Barbie zu frisieren, einen nachsichtigen Blick zu. Dann wandte sie sich an ihre Mutter. „Weißt du, Mama, ich weiß nicht recht, was Louis in einem Friseursalon tun sollte.“ – „Kein Beruf ist schlechter als der andere“, erwiderte Großmama, die mit sechzehn im Backgewerbe angefangen hatte. „Das wäre doch phantastisch“, schnaubte Monsieur Feyrières und tat, als bewundere er ein Ladenschild auf der gegenüberliegenden Wand: „LOUIS, Damenfriseur.“ Aber da niemandem eine andere Idee für ein Praktikum einfiel, versprach Großmama, mit Marielou, der Chefin des Friseursalons, darüber zu sprechen. „Ist dir das auch nicht unangenehm?“, fragte Madame Feyrières besorgt. „Mir egal“, knurrte Louis. 1 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 Damit du die richtige Entscheidung für deinen beruflichen Bildungsweg triffst, musst du deine persönlichen Fähigkeiten und Interessen kennen. In diesem Kapitel erfährst du, wie man die eigenen Begabungen und Ziele herausfinden kann. Jugendliteratur lesen und interpretieren Nachdem du einen Text gelesen hast, versuchst du dessen Sinn zu erfassen. Wenn dir noch nicht klar ist, welche Ausbildung du machen möchtest, kannst du dich um eine Schnupperlehre oder ein Praktikum bewerben. Davon handelt Marie-Aude Murails Jugendbuch „Über kurz oder lang“. interpretieren: auslegen, deuten die Schnupperlehre: kurzfristige Mitarbeit in einem Betrieb zur Erleichterung der Berufswahl Ich glaube, man spricht diesen Namen „Mösjö Feriäär“ aus. 8 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Als sie im Schlafzimmer waren, fürchtete Madame Feyrières einen Wutanfall ihres Mannes. Bestimmt würde er sich über die verrückten Ideen von Großmama beklagen. „Im Grunde ist so ein Praktikum keine schlechte Sache“, sagte er, während er sich seiner Krawatte entledigte. „Louis wird lernen, was Arbeit bedeutet, er wird fegen, aufräumen, stundenlang stehen. Ich mach dir keine Vorwürfe, Véra, aber du verwöhnst den Jungen zu sehr. Es wird Zeit, dass er die Realität kennen lernt!“ Monsieur Feyrières redete laut und mit weit ausholenden Gesten, als wäre er umringt von seinen Studenten. „Eine handwerkliche Arbeit hat auch ihre Tugenden“, bemerkte seine Frau mit leiser Stimme. Monsieur Feyrières warf ihr einen mitleidigen Blick zu. „Ja, nämlich die große Tugend, dass man begreift, wie wichtig es ist, etwas für seine Schulbildung zu tun.“ An ebendiese Schulbildung dachte Louis in seinem Zimmer. Er kam in Mathe kaum mit, begriff nicht, was die Französischlehrerin eigentlich von ihm wollte, schlief im Deutschunterricht ein. Von Zeit zu Zeit gab er sich einen Ruck, ein bisschen aus Selbstachtung, ein bisschen, weil er Angst vor seinem Vater hatte. Er verstaute die Hausaufgaben und Kopien in den Tiefen seines Rucksacks. Dann versank er wieder in einem Sumpf aus Träumen und unklaren Gedanken. Der Tag war noch nicht richtig angebrochen, als Louis sich am nächsten Morgen zur Schule aufmachte. Er hatte Lust, einen Umweg durch die Fußgängerzone zu gehen. Großmamas Friseur, der Salon Marielou, lag in der Rue de la Cerche, gegenüber einer Bäckerei. Als er vor dem Schaufenster vorbeikam, ging Louis langsamer. 9.00–20.00 Uhr stand als Öffnungszeit am Eingang, aber im Inneren blinkte bereits ein blasses Neonlicht. Eine Frau in Pantoffeln wischte mit einem Lappen den Fliesenboden. Sie richtete sich auf, eine Hand im Rücken, und blickte auf die Straße hinaus. Louis sah, dass sie ihn gesehen hatte. Er wurde rot und verdrückte sich. Diese von der Erschöpfung überwältigte Frau verfolgte ihn den ganzen Vormittag. War sie Marielou, die Besitzerin des Friseursalons? 30 32 34 36 38 40 42 44 46 48 50 52 54 56 58 Buchtipp Louis erhält die Chance, sein Talent zu entfalten. Sein Berufswunsch wird aber nicht von allen akzeptiert. Marie-Aude Murail: Über kurz oder lang. Fischer Schatzinsel, Frankfurt am Main 2012. Aus dem Französischen von Tobias Scheffel. Aus: Marie-Aude Murail: Über kurz oder lang. Fischer Schatzinsel, Frankfurt am Main 2012. Aus dem Französischen von Tobias Scheffel. Texte zur Berufswahl lesen und verstehen 9 1 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Richtig oder falsch? Setze die Buchstaben R oder F ein. 1 Die Familie macht sich Gedanken über einen Praktikumsplatz für Louis. 2 Der Vater weiß einen Rat. 3 Die Mutter versucht zu vermitteln. 4 Die Großmutter erzählt aus ihrer Jugend. 5 Louis’ jüngere Schwester will Tänzerin werden. 6 Louis hat unklare Vorstellungen. Setze die fehlenden Wörter ein. 1 Monsieur Feyrières ist von Beruf . 2 Die Chefin des Friseursalons heißt . 3 Der Friseursalon hat von bis Uhr geöffnet. a) Unterstreiche im Text in Übung 1 die Sätze des Vaters in wörtlicher Rede. b) Warum hat Louis Angst vor seinem Vater? Sprecht zu zweit darüber. a) Lies den Text in Übung 1 noch einmal und versetze dich dabei in die Lage von Louis. b) Beantworte die Fragen in ganzen Sätzen. 1 Warum „brummelt“ Louis, als er seinem Vater antwortet? 2 Warum „knurrt“ Louis, als er seiner Mutter antwortet? 3 Woran denkt Louis in seinem Zimmer? 2 3 4 B 5 Texte zur Berufswahl lesen und verstehen 10 1 Ich interessiere mich für eine Schnupperlehre in einer Buchhandlung. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

a) Ordne die Eigenschaften aus dem Kasten den Romanfiguren zu. Wähle nur jene Wörter aus, die zutreffen. b) Ergänze weitere Eigenschaften, welche die genannten Personen aus Übung 1 deiner Meinung nach haben. Vater Mutter Großmama a) Notiere die Nummern der Textzeilen, in denen sich der Vater, die Mutter, die Großmama und Louis über das Praktikum im Friseursalon äußern. Vater Mutter Großmama Louis b) Fasse zusammen, welche Meinung der Vater, die Mutter, die Großmama und Louis zum Praktikum haben. Schreibe in dein Heft. c) Diskutiert zu zweit über die Einstellungen der einzelnen Familienmitglieder. d) Sprecht darüber, welche Familienmitglieder sich über eure berufliche Zukunft Gedanken machen. Recherchiert gemeinsam im Internet die beruflichen Anforderungen, die an Friseurinnen und Friseure gestellt werden. Findet zuerst den Fachbereich sowie die genaue Berufsbezeichnung in der Liste der Lehrberufe auf S. 5–6. Verfasse das Bewerbungsschreiben von Louis für ein Praktikum im Salon Marielou. Beziehe dich auf die beruflichen Anforderungen aus Übung 8. Lies dazu S. 30–31 in deinem Sprachbuch. 6 besänftigend hilfsbereit dominant ausgleichend aufbrausend klug belehrend aufmerksam praktisch fürsorglich 7 BM 8 ê 9 M Tipp Einige Eigenschaften kannst du mehrfach zuordnen. In die Suchmaschine gebe ich die Begriffe „Beruf“ und „Lexikon“ ein. Texte zur Berufswahl lesen und verstehen 11 1 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Lies die folgenden beiden Textausschnitte. 1 „Ich hab einen Praktikumsplatz bei Radio Vibrations gefunden“, erzählte Ludovic stolz in der Schulkantine. „Der Moderator ist echt cool, du kannst die Stars sehen und so. Letzte Woche hatten sie L5 im Studio.“ Der Vater von Ludovic Janson war Anästhesist und arbeitete häufig mit Monsieur Feyrières zusammen. Dieser hatte daher beschlossen, dass Louis und Ludovic Freunde sein sollten und dass Floriane und Melissa, die beiden jüngeren Schwestern, sich vergöttern würden. Durch einen glücklichen Zufall waren Ludovic und Louis (wie ähnlich doch schon ihre Vornamen waren!) dieses Jahr in dieselbe Klasse gekommen. „Was machst du als Praktikum?“ Louis sah seinen Klassenkameraden an und knackte mit den Fingern. Er begriff immer noch nicht, warum Ludovic sich im Unterricht neben ihn und in der Kantine ihm gegenüber setzte. Manchmal hatte er das Bedürfnis, ihm zu sagen: Ach, übrigens, weißt du, was? Du bist mir scheißegal. „Mir scheißegal“, knurrte Louis. Und er entlockte seinen Fingergelenken ein klangvolles Knacken. „Ja, aber was sagst du dann der Französischlehrerin?“ Ludovic war ein guter, leicht gestresster Schüler. „Ich mach ein Praktikum in einem Friseursalon“, erklärte Louis, um die Wirkung zu testen. „Willst du mich verarschen?“ Louis dachte ja und antwortete: „Nein.“ „Hast du keine Angst? Friseure sind doch alle schubidubidu …“ Ludovic setzte ein feminines Gesicht auf und schlenkerte mit dem Handgelenk. „Täuschend echt“, gratulierte Louis. „Aber im Salon Marielou gibt’s nur Friseurinnen.“ In Gedanken sah er wieder die Frau mit dem Scheuerlappen vor sich. 10 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 der Anästhesist: Facharzt für Narkose feminin: weiblich Aus: Marie-Aude Murail: Über kurz oder lang. Fischer Schatzinsel, Frankfurt am Main 2012. Aus dem Französischen von Tobias Scheffel. Jugendliteratur lesen und reflektieren Vielleicht teilst du die Gedanken einer Romanfigur, vielleicht fühlst du mit ihr. Stelle dir aber auch zusätzliche Fragen zum Text, hinterfrage ihn. Bilde dir eine eigene Meinung. reflektieren: prüfend nachdenken hinterfragen: eine Behauptung in Zweifel ziehen Texte zur Berufswahl lesen und verstehen 12 1 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

2 „Papa!“ Mit einem Satz wandte er sich um. „Ah, da bist du.“ In der Rue Jeanne-d’Arc wurde es dunkel. „So verbringst du also deine Freizeit?“ Die Menschen waren auf dem Nachhauseweg und warfen Vater und Sohn, die im Weg standen, Blicke zu. „Du spielst in diesem erbärmlichen Laden den Diener! Anstatt etwas für dich zu tun, für deine Zukunft.“ Hätte Louis die Worte gehabt, hätte er seinem Vater sagen können, dass er durchaus dabei war, etwas für seine Zukunft zu tun. Weil er Friseur werden wollte. Er hob die Hände an sein Herz. Er hätte sich am liebsten etwas ausgerissen. „Begreifst du nicht, dass diese Leute dich ausbeuten? Dass sie dich für nichts arbeiten lassen? Das ist … das ist unwürdig!“ Rede, Louis. Sag deinem Vater, dass diese Leute dich aufgenommen haben, dass sie dir Verantwortung gegeben haben, dass sie an dich geglaubt haben, selbst nachdem du sie angelogen hast. „Siehst du denn nicht, was das für Leute sind? Mach die Augen auf, Louis! – Ja, was ist denn? Willst du was sagen? So rede doch!“ Louis streckte fast die Hände aus. Er flehte. Aber ohne Worte, ohne Sätze. „Du wirst mir nicht erzählen wollen, dass du so enden willst wie dieser … dieser Fifi, was?“ Sie standen sich gegenüber. Louis hielt dem Blick seines Vaters stand. Na los, rede. Jetzt oder nie. a) Unterstreiche in beiden Textausschnitten in Übung 10 die Gedanken von Louis. b) Worin liegt der Unterschied zwischen Louis’ Gedanken in Text 1 und 2? c) Wie fühlt er sich? Sprecht darüber. a) Beantworte die Fragen zu den Texten 1 und 2 in Übung 10 ausführlich und in ganzen Sätzen. Begründe deine Meinungen. 1 Warum ist Louis seinem Klassenkameraden gegenüber nicht ganz ehrlich? 2 Warum gelingt es Louis nicht, mit seinem Vater zu sprechen? 3 In welchem Text begegnet Louis einem Klischee und in welchem einem Vorurteil? b) Diskutiert in der Klasse: Fallen euch Beispiele für Klischees oder Vorurteile ein, die euch im Alltag begegnen? Warum glauben Menschen oft an Klischees und Vorurteile, auch wenn diese nicht stimmen? Wie könnt ihr Vorurteile erkennen und hinterfragen? Wie könnt ihr reagieren, wenn ihr selbst auf Basis eines Vorurteils beurteilt werdet? 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 Aus: Marie-Aude Murail: Über kurz oder lang. Fischer Schatzinsel, Frankfurt am Main 2012 (bearbeitet). Aus dem Französischen von Tobias Scheffel. 11 B 12 M das Klischee: billige, gedankenlose Nachahmung das Vorurteil: vorgefasste, (meist) unbegründete Meinung Texte zur Berufswahl lesen und verstehen 13 1 Manchmal fehlen auch mir die Worte. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

a) Lest zu zweit den folgenden Text. b) Ordnet den Schritten 2 bis 6 die Zwischenüberschriften aus dem Kasten zu. c) Formuliert zu den Schritten 7 bis 9 eigene Zwischenüberschriften. Beispiel: Schritt 1: Interessen und Neigungen herausfinden Berufswahl Um aus der Vielzahl möglicher (Lehr-)Berufe den passenden auszuwählen, solltest du im ersten Schritt für dich selbst herausfinden, welche Interessen, Neigungen und Begabungen du hast. Dabei solltest du dich u. a. fragen, was du dir von deinem Beruf erwartest, wo deine besonderen Stärken liegen, aber auch, was dir weniger liegt und für welche Bereiche du dich mehr bzw. weniger interessierst. Schritt 1: Interessen und Neigungen herausfinden Was mache ich in meiner Freizeit besonders gerne? Habe ich ein ganz bestimmtes Hobby, das ich auch in meinem späteren Beruf umsetzen möchte? Was sind meine Lieblingsfächer in der Schule? Bastle ich gerne? Lese ich gerne? Arbeite ich gerne mit dem Computer? Schritt 2: Welche Tätigkeiten würde ich gerne ausüben? Mit welchen Materialien würde ich gerne arbeiten? Wie möchte ich gerne mit Menschen zusammenarbeiten (mit vielen Kolleginnen/Kollegen, allein …)? Auf welchen Arbeitsplätzen würde ich mich wohlfühlen? 13 B Alternativen überlegen Stärken und Fähigkeiten herausfinden Sich über Berufe informieren Berufserwartungen klären Berufsziel setzen 2 4 6 8 10 12 14 16 18 Informationen zur Berufswahl lesen und verstehen Während du bei einer Schnupperlehre erste Einblicke in die Berufswelt erhältst, erwirbst du mit der Lehre eine vollständige Berufsausbildung. Texte zur Berufswahl lesen und verstehen 14 1 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Schritt 3: Wo liegen meine ganz persönlichen Stärken und Fähigkeiten? Was kann ich gut? Was habe ich bisher bereits erfolgreich erledigt? Wobei ist es mir bisher nicht so gut ergangen? Schritt 4: Im nächsten Schritt heißt es, so viele Informationen wie möglich über die verschiedenen (Lehr-)Berufe zu sammeln. Nur so kannst du dich bewusst für einen Beruf entscheiden. Einige Möglichkeiten, sich über die Berufswelt zu informieren: Du kannst im Internet (z. B. www.bic.at), in Broschüren oder in Zeitschriften suchen, ein persönliches Gespräch mit Berufsberaterinnen/-beratern führen, berufskundliche Filme anschauen, um dir Berufe besser vorstellen zu können, verschiedene Berufe in Betrieben vor Ort erkunden, also eine oder mehrere Schnuppertage machen, Eltern, Verwandte, Bekannte, Freundinnen, Freunde … über deren Berufe befragen, in Berufsinformationszentren deine Fähigkeiten, Neigungen und Interessen testen, um zusätzliche Entscheidungshilfen zu erhalten. Schritt 5: Ein vorläufiges Ziel stärkt die Motivation, sich anzustrengen und in der Schule gute Leistungen zu bringen, um den Wunsch auch verwirklichen zu können. Schritt 6: Es kann auch immer wieder vorkommen, dass du keine Lehrstelle in deinem Traumberuf findest. Daher ist es für dich ganz wichtig, dass du dir weitere Berufe überlegst, die auch interessant sein könnten, damit du nicht am Schuljahresende plötzlich ohne Lehrstelle dastehst. Schritt 7: Welche Vorteile, welche Nachteile bietet ein bestimmter Ausbildungsplatz? Musst du vielleicht einen weiten Anfahrtsweg zu deinem Arbeitsplatz in Kauf nehmen? Schritt 8: Erst nach all diesen Überlegungen kann eine fundierte Berufsentscheidung getroffen werden. Denke außerdem daran: Eine Berufswahl ist nichts Endgültiges; sich neu zu orientieren und den bisherigen Weg anzupassen, wird immer erforderlich sein und in unserer schnelllebigen Welt immer wichtiger. Es geht bei der ersten Berufswahl vor allem einmal darum, einen guten Start zu wählen und die Weichen in die richtige Richtung zu stellen. Schritt 9: Mit der Entscheidung für einen Lehrberuf beginnt der nächste wichtige Schritt: die Lehrstellensuche und Bewerbung um eine Lehrstelle. 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40 fundiert: gut begründet 42 44 46 48 BMDW und WKO (Hg.): Lehrberufe in Österreich – Ausbildungen mit Zukunft. Ausgabe 2023 (bearbeitet). Texte zur Berufswahl lesen und verstehen 15 1 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Was kann dir helfen, deinen Beruf zu finden? Kreuze die Aussage an, die nicht zutrifft. 1 die Lieblingsfächer in der Schule 2 das persönliche Gespräch mit Berufsberaterinnen und -beratern 3 die Freizeitbeschäftigungen 4 das Lieblingsessen 5 die bisherigen Erfolge 6 die Schnuppertage a) Setze den richtigen Begriff aus dem Kasten ein. Den Text in Übung 13 kann man als bezeichnen. b) Begründet eure Wahl und sprecht darüber. Beschreibe zu jedem Schritt in Übung 13 deine persönliche Situation. Beantworte die Fragen, die gestellt werden. Die Hauptthemen helfen dir. 14 15 B Tipp Wenn es zutrifft, kannst du auch mehrere Antworten geben. Meinung Appell Information Nachricht Vorschrift Anleitung Unterhaltung 16 M Texte zur Berufswahl lesen und verstehen 16 1 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Als Lehrling wirst du einerseits in einem Betrieb ausgebildet, andererseits besuchst du auch die Berufsschule. Lies den Text. Was lerne ich in der Berufsschule? Der Schwerpunkt der Ausbildung in der Berufsschule liegt mit zirka 75 % der Zeit beim berufsorientierten Fachunterricht, ein Viertel der Schulzeit nimmt der allgemeine Unterricht ein. Damit erwirbst du die für deinen Beruf notwendigen theoretischen Grundlagen und erweiterst deine Allgemeinbildung. Im Rahmen des Fachunterrichts wirst du auch praktisch in Werkstätten oder Laboren ausgebildet. Der Besuch der Berufsschule ist verpflichtend. Du besuchst die Berufsschule entweder ein- bis zweimal in der Woche (= ganzjährig) oder über mehrere (z. B. acht) Wochen geblockt (= Lehrgangsschulen). Im zweiten Fall sind viele Lehrlinge für die Zeit des Berufsschulbesuches in einem Internat untergebracht. Als Lehrling kannst du dir die Berufsschule nicht aussuchen. Du besuchst die Berufsschule des Schulsprengels, in dem sich dein Lehrbetrieb befindet. Bei Lehrberufen mit wenigen Lehrlingen kann diese auch in einem anderen Bundesland sein. Richtig oder falsch? Setze die Buchstaben R oder F ein. 1 Der Besuch der Berufsschule ist verpflichtend. 3 Die theoretische Ausbildung erfolgt in Werkstätten oder Labors. 2 Der Berufsschulunterricht vermittelt theoretisches Wissen für den Beruf und Allgemeinbildung. 4 Die Hälfte der Schulzeit wird für Allgemeinbildung verwendet. Vervollständige die Sätze. 1 Viele Lehrlinge wohnen in einem (Betrieb/Internat). 2 Die Berufsschule kann (ganzjährig/geblockt) besucht werden. 1 2 4 6 8 10 12 14 der Schulsprengel: Bereich einer Pflichtschule BMDW und WKO (Hg.): Lehrberufe in Österreich – Ausbildungen mit Zukunft. Ausgabe 2023. 2 3 Ich lese und verstehe Texte zur Berufswahl Teste dich selbst. Texte zur Berufswahl lesen und verstehen 17 1 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Im Sprachbuch hast du dich bereits mit Sachtexten und Diagrammen zum Thema Mobilität befasst. In diesem Kapitel geht es um herausfordernde Schulwege, um ein außergewöhnliches Leben im Zug und ein unfreiwilliges Leben im Auto. Lies den Text. Markiere beim zweiten Lesedurchgang die Schlüsselwörter. Die ungewöhnlichsten Schulwege der Welt: Diese Kinder überwinden für Bildung alle Hindernisse Nichts kann sie aufhalten! Sie überqueren Berge und Flüsse, laufen viele Kilometer zu Fuß – manche Kinder nehmen große Strapazen und Risiken auf sich, um die Schule besuchen zu können. Diese Beispiele gehören wohl zu den ungewöhnlichsten Schulwegen der Welt. Sambia: Wo Schulwege zu Seen werden Stellen Sie sich vor, einmal im Jahr ist für Schulen – für Bildung – einige Monate lang „Land unter“. Ein riesengroßer See entsteht während der jährlichen Regenzeit in Sambia dort, wo normalerweise der Schulweg ist. In Sambias westlicher Provinz, in der Barotse-Auenlandschaft, müssen die Schulen zur Zeit der jährlichen Überflutungen für einige Monate schließen. Das Leben hier, in einem der größten Feuchtgebiete Afrikas, ist für Kinder eine besondere Herausforderung und fordert ständige Anpassungsfähigkeit. Der Klimawandel verstärkt Unsicherheiten durch extremere Wetterereignisse zusätzlich. Auch die Malabo Grundschule musste früher für einige Monate im Jahr geschlossen werden. Jetzt kann die Schule aber endlich dauerhaft Unterricht anbieten: Aus der niedrig gelegenen Schule aus Lehmwänden ist mit UNICEFs Unterstützung nun eine „schwimmende Schule“ geworden. Neu auf einem höher gelegenen Ufer errichtet, wird sie während der Regenzeit zu einer Insel für Bildung. Gut, dass die Kinder erfahrene Paddler und Schwimmer sind! Zu Fuß oder mit dem Kanu – diese Kinder trotzen den jährlichen Wetterextremen. 1 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32 UNICEF: Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, das den Auftrag hat, Kinderrechte für alle Kinder zu verwirklichen, unabhängig von Hautfarbe, Religion oder Herkunft Sachtexte und Diagramme lesen und verstehen 2 Sachtexte lesen und reflektieren 18 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Von Venezuela nach Kolumbien: Wo Bildung keine Grenzen kennt Stellen Sie sich vor, dass Kinder für den Schulunterricht tagtäglich das eigene Land verlassen. Für Hunderte Jungen und Mädchen aus Venezuela ist das der Fall. Früh am Morgen, bei jedem Wetter sind Schülerinnen und Schüler auf dem Weg von Venezuela ins Nachbarland Kolumbien. Diese morgendliche Migration zur Schule hängt mit der schweren politischen und wirtschaftlichen Krise Venezuelas zusammen. Viele venezolanische Familien können sich weder die Schulfahrt noch die Schulmaterialien für ihre Kinder leisten. Auch die Schulen in Venezuela leiden unter der Wirtschaftskrise. Oft fehlen in den Schulen der Strom, das Wasser, die Mahlzeiten für die Schüler und das Gehalt für die Lehrer. Weil sie ihre eigene Familie nicht mehr ernähren können, geben viele Lehrer ihren Beruf auf oder verlassen das Land. Kolumbien bietet den migrierten, geflüchteten oder pendelnden Kindern aus Venezuela kostenlose Bildung an. Zehntausende Kinder und Jugendliche aus Venezuela sind in Schulen rund um die kolumbianische Stadt Cúcuta eingeschrieben. Rund 3.000 von ihnen pendeln täglich aus Venezuela zur Schule. UNICEF unterstützt sie dabei, zum Beispiel mit Schulbussen, die sie vom Grenzübergang abholen. Kilometer für Bildung: Kinder trotzen allen Hindernissen Die Beispiele von außergewöhnlichen Schulwegen zeigen, welche Anstrengungen Mädchen und Jungen weltweit für Bildung auf sich nehmen. Ob Wetterextreme, fehlende Infrastruktur, geographische Beschaffenheit oder Krisen und Konflikte – ihre Ausdauer und Entschlossenheit lassen sie alle Hindernisse überwinden. Die Anstrengungen dieser Mädchen und Jungen zeigen, wie wichtig Schule ist. Der regelmäßige Schulbesuch gibt Kindern und Jugendlichen Perspektive und ist ein wichtiger Grundstein für eine bessere Zukunft. Doch eine Schule besuchen zu können, ist auch heute noch keine Selbstverständlichkeit. Weltweit gehen immer noch 263 Millionen Kinder nicht in die Schule. 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 die Migration: freiwillige oder unfreiwillige Abwanderung an einen anderen Ort aus bestimmten Gründen, z. B. wirtschaftlichen, gesellschaftlichen oder ökologischen migrieren: abwandern Yvonne Laudien, https://www.unicef.de/informieren/aktuelles/blog/-/ ungewoehnlichste-​schulwege-weltweit/273920 (29.5.2024, gekürzt) Sachtexte und Diagramme lesen und verstehen 19 2 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

2 a) Ergänze den Lückentext zu dem Text Sambia: Wo Schulwege zu Seen werden (Übung 1). Deine markierten Schlüsselwörter helfen dir. In Sambia müssen während der (1) Schulen geschlossen werden, weil die Schulwege (2) sind. Verstärkt werden die extremen Wetterereignisse durch den (3). Seit ein neues Schulgebäude auf einem (4) gelegenen Ort errichtet wurde, können die Kinder auch während der Regenzeit unterrichtet werden. Die Kinder erreichen die Schule unter anderem auf einem (5). b) Beantworte die Fragen zum Text Von Venezuela nach Kolumbien: Wo Bildung keine Grenzen kennt in ganzen Sätzen. 1 Warum gehen viele Kinder aus Venezuela in Kolumbien in die Schule? 2 Wie kommen die Kinder in die Schule im Nachbarland? 3 Nenne die Folgen der Krise in Venezuela. c) Welche Gründe für außergewöhnliche, schwierige oder gefährliche Schulwege werden im letzten Teil des Textes (Übung 1) genannt? Unterstreiche im Text auf S. 19. In welchen Regionen der Welt herrscht Krieg oder ist auf Grund von anderen Ereignissen ein Schulbesuch derzeit nicht oder nur eingeschränkt möglich? Sammelt in der Klasse euer Wissen über aktuelles Weltgeschehen. 2 3 Sachtexte und Diagramme lesen und verstehen 20 Wo Venezuela liegt, weiß ich, aber bei Sambia bin ich mir unsicher. Ich schlage schnell bei einem Online-Kartendienst nach. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

a) Sieh dir das folgende Diagramm zum Klima in Sambia an. b) Beantworte anschließend die Fragen darunter in deinem Heft. 1 Über welchen Zeitraum erstreckt sich die Regenzeit in Sambia? 2 In welchem Monat regnet es am meisten? 3 In welchen Monaten ist es trocken mit Temperaturen unter 25 Grad Celsius? 4 In welchem Monat ist es tagsüber am wärmsten? c) Vergleiche das Diagramm oben mit dem folgenden Klimadiagramm für Österreich. Formuliere mindestens drei wichtige Unterschiede und schreibe vollständige Sätze in dein Heft. Die Wörter im Kasten helfen dir dabei. 4 M M im Gegensatz zu … ein wichtiger Unterschied … ist während es in … ​ in … hingegen der Vergleich zwischen … zeigt ganz unterschiedlich ist … Sachtexte und Diagramme im Zusammenhang verstehen Sachtexte enthalten oft anschauliche Diagramme, vor allem wenn es darum geht, Ergebnisse aus Untersuchungen leicht fassbar darzustellen. Jan. Feb. März Apr. Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 39 43 51 53 71 81 77 70 71 47 51 44 Niederschlag in mm 2 4 10 15 20 23 26 26 20 14 8 3 Tageshöchsttemperatur in °C -3 -2 1 6 10 14 15 15 11 7 2 -1 Tagesmindesttemperatur in °C Sachtexte und Diagramme lesen und verstehen 21 2 Quelle: www.wetter.de/klima/ europa/oesterreich (31. 5. 2024) Hinweis: Tagestemperaturen sind Mittelwerte. 80 70 60 50 40 30 20 10 0 Klimatabelle Österreich Jan. Feb. März Apr. Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. Niederschlag in mm 39 43 51 53 71 81 77 70 71 47 51 44 Tageshöchs�emperatur in °C 2 4 10 15 20 23 26 26 20 14 8 3 Tagesmindes�emperatur in °C -3 -2 1 6 10 14 15 15 11 7 2 -1 Klimatabelle Österreich Jan. Feb. März Apr. Mai Juni Juli Aug. Sept. Okt. Nov. Dez. 223 206 109 26 4 1 2 1 2 16 86 197 Niederschlag in mm 27 27 27 26 25 23 23 26 30 31 30 27 Tageshöchsttemperatur in °C 19 18 18 16 13 11 11 13 17 19 20 19 Tagesmindesttemperatur in °C Quelle: www.wetter.de/​klima/ afrika/sambia (31. 5. 2024) Hinweis: Tagestemperaturen sind Mittelwerte. 200 150 100 50 0 Niederschlag in mm 223 206 109 26 16 86 197 Tageshöchs�emperatur in °C 27 27 27 26 25 23 23 26 30 31 30 27 Tagesmindes�emperatur in °C 9 18 18 16 13 11 11 13 17 19 20 19 Klimatabelle Sambia Klimatabelle Sambia Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

2 a) Auch das folgende Diagramm bietet zusätzliche Informationen zum Text in Übung 1. Es zeigt, in welchen anderen Ländern viele venezolanische Staatsbürgerinnen und -bürger leben. Sieh es dir genau an. b) Ergänze anschließend die kurze Beschreibung zum Diagramm. Schreibe eine Stellungnahme am Ende. Denke dabei an den Text in Übung 1. Das Diagramm zeigt die (1) der Staatsbürgerinnen und -bürger (2), die nicht in ihrem Heimatstaat leben. Die Daten wurden von der (3) erhoben. Die Ergebnisse sind in einem (4) dargestellt. Es werden Daten aus den Jahren (5) und (6) verglichen. Auffällig ist, dass die Zahl der Venezolanerinnen und Venezolaner im Ausland im Vergleich zu 2015 in allen fünf Ländern sehr stark (7). Am meisten Menschen mit venezolanischer Staatsbürgerschaft lebten 2023 in (8), nämlich fast (9) Millionen. Am zweiter Stelle folgt Peru mit 1,5 (10). In den USA, in (11) und in (12) lebten jeweils rund (13). Unter den Top-5-Ländern ist ein europäisches Land: (14). Das Diagramm zeigt allerdings nicht die (15), warum so viele Menschen aus Venezuela im Ausland leben. Ich denke, es liegt an 5 Sachtexte und Diagramme lesen und verstehen 22 0 500.000 1.000.000 1.500.000 2.000.000 2.500.000 3.000.000 3.500.000 Kolumbien Peru USA Anzahl der Staatsbürgerinnen und ‐bürger Venez Top 5 Länder (2023) 2023 2015 Quelle: International Organization for Migration, 2023. 2.500.000 2.000.000 1.500.000 1.000.000 500.000 0 Anzahl der Staatsbürgerinnen und -bürger Venezuelas im Ausland, Top 5 Länder (2023) 0 500.000 1.000.000 1.500.000 2.000.000 2.500.000 3.000.000 3.500.000 Kolumbien Peru USA Brasilien Spanien Anzahl der Staatsbürgerinnen und ‐bürger Venezuelas im Ausland, Top 5 Länder (2023) 2023 2015 Kolumbien Brasilien Spanien Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

a) Lies den folgenden Zeitungsartikel zum Thema remote work, also Fernarbeit, die von einem beliebigen Ort erledigt werden kann. Markiere dabei die wichtigsten Schlüsselwörter. b) Kläre die unterstrichenen Begriffe. Recherchiere bei Bedarf online. Warum sich ein 17-jähriger Deutscher für ein Leben im Zug entschieden hat Seit 2022 ist Lasse Stolley permanent mit der Deutschen Bahn unterwegs. Der digitale Nomade arbeitet und lebt im Zug. Es ist ein ungewöhnliches Leben, das Lasse Stolley führt: Er lebt und arbeitet seit 18 Monaten im Zug. Er habe seinen festen Wohnsitz gegen eine „Bahncard 100 1. Klasse“ der Deutschen Bahn eingetauscht, wie er auf seiner eigenen Website erklärt, und habe einen „Überfluss an Besitz“ gegen Minimalismus eingetauscht. „Nachts schlafe ich im fahrenden ICE, und tagsüber arbeite ich dort als Programmierer, umgeben von vielen anderen Passagieren“, erklärt er. Sein rastloses Dasein dokumentiert Stolley in seinem Blog. Wie kam es dazu? Mit 16 Jahren hat sich der heute Siebzehnjährige für das Leben im Zug entschieden. Mit dem Ende der Schulzeit verließ Stolley sein Elternhaus in Schleswig-Holstein, um seinem Fernweh nachzugeben. Er besorgte sich die besagte Bahncard, die es ihm erlaubt, durch ganz Deutschland zu reisen und alle Züge der Deutschen Bahn zu nutzen. Die kostet mit Jugendrabatt 5.888 Euro. Rückzugsort? Fehlanzeige Rund 10.000 Euro brauche er jährlich. Seine Eltern, anfangs skeptisch, unterstützen die Pläne ihres Sohnes. Sein Geld verdient der digitale Nomade als Softwareentwickler für ein IT-Start-up, das Apps entwickelt: „Ein Job, den ich von überall und zu jeder Uhrzeit nur mit meinem Laptop ausführen kann.“ Stolley genießt die Freiheit, die ihm sein Leben bietet: „Steht mir der Sinn danach, an die See zu reisen, setze ich mich morgens in den Zug gen Norden. Sehne ich mich nach 6 ê 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32 Zu Sachtexten und Diagrammen Stellung beziehen Das Thema Mobilität hat viele Facetten. Während der erste Text dieses Kapitels unfreiwillige Mobilität behandelt, geht es nun um eine freiwillige Entscheidung für ein Leben ohne festen Wohnsitz. die Facette: Teilaspekt, Seite (eines Themas) Sachtexte und Diagramme lesen und verstehen 23 2 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

2 dem Trubel der Großstadt, dann suche ich eine Verbindung nach Berlin oder nach München. Oder aber ich setze mich für einen Wanderausflug in den Schnellzug Richtung Alpen“, tut der junge Mann kund. Mittels App organisiert er sich abends die Verbindung, schläft im Zug und rast seinem nächsten Ziel entgegen. Rückzugsort? Fehlanzeige. „Mein Zuhause ist der Zug.“ Dies sei anfangs schon eine gewaltige Umstellung gewesen, wie er zugibt: „Die Anfangsmonate waren eine harte Zeit, und ich musste extrem viel lernen, wie das überhaupt alles funktioniert“, meint er in dem „Business Insider“-Artikel. Er habe damals oft Züge verpasst, sei nachts häufig an fremden Bahnhöfen angekommen und konnte deswegen kaum im Zug schlafen. „Alles war anders, als ich es mir vorgestellt hatte“, meint Stolley. Doch die Erfahrungen lehrten ihn, wie man dieses spezielle Leben in geregelten Bahnen führt. Knapp 578.000 Kilometer hat der Softwareentwickler bereits auf Schienen zurückgelegt, rund 6.000 Stunden in Zügen verbracht. Sein Leben passt in einen Rucksack. Etwas, das er lernen musste: Verzicht auf schweres Gepäck. „Das Wichtigste sind mein Laptop und meine Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung, mit denen ich im Zug wenigstens ein bisschen Privatsphäre habe“, sagt er: „Da der verfügbare Platz sehr begrenzt ist, muss man sorgfältig auswählen, was man wirklich braucht. Das bedeutet, sich von unnötigen Dingen zu trennen und sich auf das Nötigste zu beschränken.“ Ansonsten hat er vier T-Shirts, zwei Hosen, ein Nackenkissen und eine Reisedecke im Rucksack – mehr Platz bleibt nicht. Minimalistisches Leben In seinem Blog gibt er Leserinnen und Lesern Einblicke in sein Leben auf Schienen. Er schwärmt von seinen Lieblingsstrecken, erzählt von Begegnungen, neuen Freundschaften, seinen Ausflügen und gibt Tipps. Man erfährt, dass er so manches Abenteuer zu überstehen hatte – verantwortlich dafür war nicht zuletzt auch immer wieder einmal die Deutsche Bahn selbst, Stichwort: Streiks. Zwischenzeitlich hatte er sein „Zugleben“ auf ganz Europa ausgedehnt. Ein „Global Pass“ von Interrail machte es möglich. Was er jenseits der deutschen Grenzen erlebt hat, kann man in seinem Blog nachlesen. So wie es aussieht, hat Stolley noch lange nicht vor, sein Nomadenleben aufzugeben, um sesshaft zu werden. 34 36 38 40 42 44 46 48 50 52 54 56 58 60 62 64 66 68 Markus Böhm, https://www.derstandard.de/story/3000000211087/ warum-sich-ein-17-jaehriger-deutscher-fuer-ein-leben-im-zugentschieden-hat (29. 5. 2024, gekürzt) Sachtexte und Diagramme lesen und verstehen 24 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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