Vielfach Deutsch 4, Leseheft

Lies den Text. Kläre die unterstrichenen Wörter mit deinem Wörterbuch. Kommunikation: Warum wir Emoticons und Emojis verwenden Am 19. September 1982 heftete der IT-Professor Scott Fahlman eine Nachricht an das elektronische schwarze Brett der Carnegie Mellon Universität: Ich schlage folgende Zeichenkombination vor, um Witze zu kennzeichnen: :-) Lest es seitlich. Fahlman reagierte damit auf ein Grundproblem der digitalen Kommunikation. Ihr kennt das bestimmt: Eine schriftliche Nachricht kann man leicht missverstehen. Die Linguistin Christa Dürscheid erklärt, warum: „In einem persönlichen Gespräch gibt es verschiedene Indizien, die anzeigen, wie eine Aussage gemeint ist: die Intonation, die Mimik, die Gestik, der Blick. All das fällt in schriftlichen Dialogen weg. Was lag da näher, als dies durch andere Strategien zum Ausdruck zu bringen?“ Emoticons waren eine Möglichkeit dafür. Mit den Gesichtern aus ASCII-Zeichen ließen sich Aussagen nun kommentieren. Zum Beispiel anzeigen, dass etwas ironisch gemeint ist. Mittlerweile wurden die Tastenkombinationen aber weitgehend von Emojis verdrängt. Sie sind deutlich variantenreicher, sagt Christa Dürscheid. Nicht nur, weil es von den kleinen Bildchen mittlerweile mehr als 3.000 gibt. Sie lassen sich auch vielfältiger in der Kommunikation nutzen. „Emojis und Emoticons können beide zur Kommentierung dienen, Emojis fungieren aber auch als Wortersatz, zum Beispiel das Sonnen-​ Emoji für das Wort Sonne. Möglich ist auch, dass ein Emoji für eine ganze Nachricht steht, zum Beispiel das Daumenhoch-Emoji als Antwort auf einen Vorschlag. Sie können als Grenzmarker zwischen Satzteilen stehen (und damit das Komma ersetzen) oder am Ende einer Nachricht anstelle des Satzschlusspunktes. Steht kein Emoji in einer Nachricht, so wirkt diese oft abweisend.“ Formuliere 3 wichtige W-Fragen zum Text in Übung 1. Markiere anschließend jene Zeilen im Text, die die Antworten darauf geben. Kreuze die richtigen Aussagen zum Text in Übung 1 an. Stelle die falschen Aussagen in deinem Heft richtig. 1 Bei schriftlichen Nachrichten kommt es eher zu Missverständnissen als bei persönlichen Gesprächen. 2 Es gibt mehr als 8.000 Emojis. 3 Emoticons haben Emojis verdrängt, weil sie vielfältiger sind. 4 Nachrichten ohne Emojis wirken freundlicher. 1 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 Marisa Gierlinger, https://www.ardalpha.de/wissen/geschichte/kulturgeschichte/ smiley-emoji-emoticon-bedeutung-kommunikation-102.html (16. 9. 2024) 2 3 M Ich lese und verstehe informierende Texte Teste dich selbst. Informationen zusammenfassen 61 5 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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