15 DER ZWEITE WELTKRIEG zu Bausteine 4: Seiten 32–33 Alltag im Deutschen Reich Betrachte die Bilder und stelle fest, zu welchem Zweck sie gemacht wurden. 1. Vergleiche den aus verschiedenen Quellen zusammengestellten Text zum Schulalltag mit deinem eigenen Schulalltag. 2. Arbeite aus dem Text die Antworten auf folgende Fragen heraus: Was hatten die Unterrichtsgegenstände gemeinsam? Was wurde am Vormittag, was am Nachmittag gelernt/geübt? Welche Aktivitäten waren am Nachmittag und am Abend vorgeschrieben? Wofür könnte die Prügelstrafe verhängt worden sein? 3. Schulalltag im Deutschen Reich Die Schule beginnt an sechs Tagen in der Woche um 7 Uhr 45 mit Frühsport. Dann wird geschrieben, zum Beispiel in Deutsch ein Aufsatz zum Thema „Ich möchte bei der Luftwaffe dienen“. In Mathematik rechneten wir aus, wie viele Bomben man braucht, um Paris zu zerstören. In Zeichnen durften wir eine Ahnentafel [Stammbaum] malen. Ich kenne gar nicht alle Verwandten. In Musik lernen wir Lieder für den Führer. Wir bekommen auf alle Aufgaben Noten. Zweimal die Woche ist am Nachmittag Unterricht, meistens Leibeserziehung. Die Prügelstrafe ist normal. Auch 16-Jährige werden noch geschlagen. Jeden Dienstag ist Heimatabend. Da erzählt der Gruppenführer Geschichten von tapferen Hitlerjungen. Die Gliederung der Hitlerjugend müssen wir auswendig lernen. Marschlieder werden geübt. Jeden Freitag gibt es Geländeübungen – Zelte werden aufgestellt, zwei Gruppen kämpfen gegeneinander. Nicht jeder besitzt ein Zelt – es hat ja nicht einmal jeder die vorschriftsmäßige schwarze Uniform. „Kraft durch Freude“, „Gesunde Kinder, frohe Mütter – Kinderturnen“, „Stark für Arbeit und Sieg“ (Plakate, 1930er Jahre) Mithilfe der Organisation „Kraft durch Freude“ (KDF) versuchten die Nationalsozialisten ab 1933, die Freizeit der Menschen zu beeinflussen. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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