Organsysteme des Menschen Steuerung und Information Der Körper muss ständig viele Vorgänge steuern, zum Beispiel Atmung, Bewegung und Verdauung. Bestimmte Funktionen wie Körpertemperatur, Puls und Blutzuckerspiegel müssen möglichst stabil bleiben, auch wenn sich die Umgebung verändert – etwa bei Kälte, Hitze oder körperlicher Anstrengung. Für all diese Vorgänge sind vor allem das Nervensystem und das Hormonsystem zuständig. Sie leiten Informationen im Körper weiter und lösen passende Reaktionen aus. Das Nervensystem Sinneszellen, auch Rezeptoren genannt, nehmen Reize aus der Umwelt oder Informationen aus dem Körperinneren auf und wandeln sie in elektrische Impulse um. So reagieren beispielsweise Lichtsinneszellen im Auge auf Licht und Kältesinneszellen in der Haut auf Kälte. Bestimmte Rezeptoren im Zwischenhirn erfassen Veränderungen der Körpertemperatur. Die elektrischen Impulse werden über Nerven zum zentralen Nervensystem geleitet. Ein Nerv besteht aus gebündelten Nervenfasern, umhüllt von Bindegewebe. Die Zellkörper der Nervenzellen liegen im Gehirn oder im Rückenmark. Die elektrischen Impulse können an Verbindungsstellen von einer Nervenzelle auf eine andere übertragen werden. Im zentralen Nervensystem werden die Informationen verarbeitet und ausgewertet. Wenn nötig, sendet das ZNS über Nerven Befehle an Muskeln, Drüsen oder andere Organe. Dadurch kann der Körper passend reagieren, zum Beispiel durch eine Bewegung oder durch die Anpassung einer Körperfunktion. Sinneszellen/Rezeptoren sind spezielle Nervenzellen, die einzeln im Körper verteilt (zB Schmerzsinneszellen) oder in großer Zahl vereint in Sinnesorganen vorkommen (zB Lichtsinneszellen im Auge). zentrales Nervensystem ZNS; besteht aus dem Gehirn und dem Rückenmark. Der Teil des Nervensystems, der außerhalb von Gehirn und Rückenmark liegt und das ZNS mit dem übrigen Körper verbindet, nennt man peripheres Nervensystem (PNS). umfasst das Gehirn und das Rückenmark 1 Nervenzelle (Schema) Zellkörper mit Zellkern Nervenfaser Wiederhole mit Hilfe deines Biologiebuches Begegnungen mit der Natur, Band 2, was du in der 2. Klasse über das Nervensystem und die Sinne gelernt hast und löse danach die folgende Aufgabe: Im Folgenden sind die Abläufe vom Reiz bis zur Reaktion bei einem Tischtennismatch angeführt, allerdings nicht in der richtigen Reihenfolge. Ordne sie dem Reiz-Reaktions-Schema zu, indem du die entsprechenden Buchstaben in die richtigen Kästchen schreibst. Sie ergeben hintereinander gelesen die Bezeichnung einer kleinen Region im Zwischenhirn, die eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung des inneren Gleichgewichts des Körpers (zB auch bei der Aufrechterhaltung der Körpertemperatur S. 97) spielt. Gib bei der Erregungsleitung jeweils an, ob es sich um Empfindungs- oder Bewegungsnerven handelt. REIZ REZEPTOREN ERREGUNG ERREGUNGSLEITUNG GEHIRN BEFEHL ERREGUNGSLEITUNG MUSKELN REAKTION AL Das Gehirn gibt den Befehl zum Zurückschlagen. P In den Lichtsinneszellen werden elektrische Impulse ausgelöst. H Der Ball kommt auf mich zu. Y Lichtsinneszellen nehmen die Information auf. S Der Ball wird zurückgeschlagen. U Muskelkontraktion AM Die Information wird zu den entsprechenden Muskeln geleitet. TH Informationen werden verarbeitet, Wahrnehmung entsteht, Situation wird ausgewertet. O Die Informationen werden über den Sehnerv zum Gehirn geleitet. Lösung: Du bist dran! 100 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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