Begegnungen mit der Natur 4, Schulbuch

Steuerung und Information Das vegetative Nervensystem ist das Eingeweidenervensystem Viele Vorgänge im Körper laufen unbewusst ab, zB die Verdauung, die Herztätigkeit, die Nierenfunktion und die Atmung. Diese Abläufe werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert. Es gehört zum peripheren Nervensystem, wird aber von Bereichen des zentralen Nervensystems beeinflusst, besonders vom Zwischenhirn und vom Hirnstamm. Das vegetative Nervensystem besteht aus zwei Teilsystemen, dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Die Nerven des Sympathikus entspringen dem Rückenmark im Bereich der Brust- und der Lendenwirbelsäule. Die Nerven des Parasympathikus entspringen dem verlängerten Mark sowie dem Rückenmark im Bereich des Kreuzbeines. Sympathische und parasympathische Nerven haben häufig entgegengesetzte Wirkungen. So hemmen oder fördern, verengen oder erweitern, beruhigen oder erregen sie die Funktionen der Organe. Sympathikus und Parasympathikus halten die Körperfunktionen durch ein ausgewogenes Zusammenspiel in einem gesunden Gleichgewicht ( Abb. 2). vegetatives Nervensystem Das vegetative Nervensystem steuert alle unbewussten (unwillkürlichen) Körpervorgänge. Für die Steuerung der bewusst ablaufenden Vorgänge ist das willkürliche Nervensystem zuständig. Sympathikus Teilsystem des vegetativen Nervensystems, das den Körper in erhöhte Leistungsbereitschaft versetzt; sympatheia (griech.) = Mitleiden, Mitgefühl Parasympathikus dem Sympathikus entgegenwirkender Teil des vegetativen Nervensystems, bringt den Körper in einen Entspannungszustand; para (griech.) = gegen 2 Das vegetative Nervensystem im Überblick Parasympathikus Augen Mund Haut Lunge Herz Magen Leber Darm Bauchspeicheldrüse Nieren Harnblase Enddarm Entspannung des Enddarms Aktivierung der Blasenentleerung Förderung der Harnproduktion Erhöhung der Abgabe von Verdauungsenzymen Aktivierung des Verdauungsprozesses Speicherung von Glucose in Form von Glykogen Erhöhung der Abgabe von Magensaft Verlangsamung der Herztätigkeit Verengung der Luftwege keine Wirkung Speicheldrüsenaktivierung Pupillenverengung Augen Mund Haut Lunge Herz Magen Leber Darm Bauchspeicheldrüse Nieren Harnblase Enddarm Kontraktion des Enddarms Hemmung der Blasenentleerung Hemmung der Harnproduktion Hemmung der Abgabe von Verdauungsenzymen Hemmung des Verdauungsprozesses Ausschüttung von Glykogen ins Blut Hemmung der Abgabe von Magensaft Beschleunigung der Herztätigkeit Erweiterung der Luftwege Schweißdrüsenaktivierung Speicheldrüsenhemmung Pupillenerweiterung Sympathikus 101 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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