Begegnungen mit der Natur 4, Schulbuch

Organsysteme des Menschen – auf einen Blick! Organsysteme des Menschen – auf einen Blick! Das Immunsystem erkennt körperfremde Strukturen und reagiert darauf ă Das Immunsystem schützt den Körper vor Krankheitserregern. Es erkennt körperfremde Strukturen und bekämpft Erreger. ă Das Immunsystem hat zwei Möglichkeiten der Abwehr, eine allgemeine Abwehr (unspezifische Abwehr) und eine sehr gezielte, auf bestimmte Krankheitserreger abgestimmte Abwehr (spezifische Abwehr), die letztendlich zur Bildung von Antikörpern und Gedächtniszellen führt. Der Körper erwirbt dadurch Immunität. ă Schutzimpfungen bereiten das Immunsystem auf bestimmte Erreger oder Erregermerkmale vor. Manche Impfstoffe enthalten abgeschwächte oder abgetötete Erreger. mRNA-Impfstoffe enthalten dagegen eine Bauanleitung für ein harmloses Erregermerkmal. Das Immunsystem erkennt dieses Merkmal als fremd und bildet Antikörper und Gedächtniszellen. Bei einer Heilimpfung werden nach bereits erfolgter Infektion die Krankheitserreger direkt mit entsprechenden Antikörpern bekämpft. ă Allergien entstehen, wenn das Immunsystem auf harmlose Stoffe aus der Umwelt zu stark reagiert. ă Bei Autoimmunerkrankungen richtet sich die Immunabwehr gegen körpereigene Strukturen. Das Nervensystem verarbeitet Informationen und steuert Reaktionen ă Das Nervensystem nimmt Informationen aus der Umwelt und aus dem Inneren des Organismus auf, sammelt sie und gibt zweckentsprechende Befehle an die Organe und die Organsysteme. ă Für die Steuerung der bewusst ablaufenden Vorgänge ist das willkürliche Nervensystem zuständig. Das vegetative Nervensystem steuert unwillkürliche Vorgänge (zB Verdauung, Herztätigkeit, Atmung, u. v. a. m.). 9 Das Nervensystem besteht aus dem zentralen Nervensystem (Gehirn, Rückenmark) und dem peripheren Nervensystem. Das Hormonsystem steuert Körperfunktionen mit Botenstoffen ă Das Hormonsystem ist neben dem Nervensystem das zweite große Steuerungs- und Informationssystem des menschlichen Körpers. Es steuert Körperfunktionen mithilfe von Hormonen. Diese Botenstoffe werden über das Blut verteilt und beeinflussen zum Beispiel Wachstum, Blutzuckerspiegel, Stoffwechsel und Stressreaktionen. ă Das Hormonsystem wirkt meist langsamer als das Nervensystem, dafür hält seine Wirkung oft länger an. Hormone werden über das Blut verteilt und wirken nur an Zielzellen mit passenden Rezeptoren. Über den Hypothalamus sind Nerven- und Hormonsystem miteinander verbunden. Resistenzen entstehen durch Mikroevolution ă Antibiotika töten empfindliche Bakterien. Seltene resistente Bakterien können überleben und sich vermehren. Häufiger oder falscher Einsatz fördert daher resistente Erreger. Solche Veränderungen innerhalb einer Art nennt man Mikroevolution. Sie entstehen durch zufällige Mutationen im Erbgut und natürliche Selektion: besser angepasste Organismen überleben häufiger. Form entscheidet über Funktion ă Das Schlüssel-Schloss-Prinzip beschreibt, dass zwei Strukturen räumlich genau zueinander passen müssen, damit eine bestimmte biologische Wirkung ausgelöst werden kann. So binden Antikörper nur an passende Antigene und Hormone nur an passende Rezeptoren. 107 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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