Genetik und Sexualität Veränderung des Erbmaterials Veränderungen im Erbmaterial nennt man Mutationen. Sie können zufällig auftreten oder gezielt durch den Menschen verursacht werden, zum Beispiel bei der Gentechnik. Mutationen können bei der Zellteilung passieren oder bei der Bildung von Eizellen und Spermien. Auch bestimmte Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung, Röntgenstrahlen, radioaktive Strahlung oder bestimmte Chemikalien können Mutationen auslösen. Genetische Erkrankungen Mutationen können einzelne Gene betreffen, aber auch ganze Chromosomen oder sogar die Anzahl der Chromosomen verändern. Beim Down-Syndrom gibt es das 21. Chromosom dreimal Eine bekannte Veränderung der Chromosomenanzahl ist das Down- Syndrom. Dabei liegt das Chromosom, das mit der Nummer 21 beziffert wird, dreimal statt zweimal vor. Deshalb wird das Down-Syndrom auch als Trisomie 21 bezeichnet. Die Mutation tritt zufällig bei der Bildung der Geschlechtszellen auf und ist nicht vererbbar. Betroffene Menschen weisen meist einen kleinen Körperwuchs und kurzen Hals, kurze Finger und schräggestellte Augen auf, eine langsamere geistige Entwicklung und manchmal gesundheitliche Probleme wie Herzfehler. Mutationen in Körperzellen können Krebs entstehen lassen Mutationen können auch in Körperzellen entstehen. Wenn Mutationen dazu führen, dass sich Zellen unkontrolliert teilen, entsteht ein Tumor. Gutartige Tumore wachsen zwar, bleiben aber an einem festen Ort im Körper. Sie dringen nicht in andere Gewebe ein. Bösartige Tumore wachsen unkontrolliert und können in umliegendes Gewebe eindringen. Außerdem können sich einzelne Krebszellen vom ursprünglichen Tumor lösen, über das Blut oder die Lymphe in andere Körperteile gelangen und dort neue Tumore, sogenannte Metastasen, bilden. Deshalb ist bösartiger Krebs gefährlicher und schwieriger zu behandeln. Häufige Mutationsauslöser sind zB bei Lungenkrebs Nikotin, bei Hautkrebs UV-Strahlen oder radioaktive Strahlung bei Schilddrüsenkrebs. Mutationen in Körperzellen werden nicht vererbt. Allerdings kann eine genetische Veranlagung für bestimmte Erkrankungen vererbt werden. Bei Brustkrebs spielt das zB eine Rolle – deshalb ist die Brustkrebsvorsorge besonders wichtig, wenn es in der Familie bereits Fälle gegeben hat. Mutation spontan auftretende, dauerhafte Veränderung des Erbguts mutatio (lat.) = Veränderung Syndrom Krankheitsbild, bei dem gleichzeitig verschiedene charakteristische Symptome zusammentreffen Bösartige Tumore werden als Krebs bezeichnet. Brustkrebsvorsorge bedeutet: regelmäßig die Brust selbst nach Knötchen abtasten, ab dem 25. Lebensjahr ärztliche Tastuntersuchung, ab dem 45. Lebensjahr (auf speziellen Wunsch auch ab 40) wird Frauen in Österreich die Teilnahme am kostenfreien Brustkrebs-Früherkennungsprogramm angeboten, bei dem alle zwei Jahre eine Mammografie (Röntgenuntersuchung) möglich ist. Je früher der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. 4 Kind mit Trisomie 21 5 Chromosomenbild bei Trisomie 21 6 Brustkrebsvorsorge durch Abtasten … 7 … und Mammografie 110 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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