Klima und Mensch Beispiele für Folgen des Klimawandels Die Erderwärmung verändert die Lebensbedingungen auf der Erde spürbar – Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Dürren und Waldbrände treten häufiger und intensiver auf. Wärmere Luft kann außerdem mehr Wasserdampf aufnehmen. Dadurch kommt es häufiger zu heftigen Niederschlägen und Überschwemmungen. Gleichzeitig trocknen Hitzewellen und längere Dürren Böden aus, wodurch die Landwirtschaft unter Ernteausfällen leidet. Extreme Hitzewellen stellen eine ernsthafte Gefahr dar Im Jahr 2003 forderte eine extreme Hitzewelle in Europa rund 70 000 Todesopfer. Auch in den Folgejahren traten immer wieder starke Sommerhitzen auf, 2025 mit noch höheren Temperaturen (zB 46 °C in Spanien und Portugal). Dank Warnsystemen und Notfallplänen starben jedoch weniger Menschen. Auch in Nordamerika, Indien, Pakistan, Australien und China werden in den letzten Jahren immer häufiger Rekordtemperaturen gemessen (fast 50 °C in Indien und Pakistan). Ein großes Problem ist der Rückgang der Biodiversität Durch den Einfluss des Menschen verändert sich das Klima gegenwärtig schneller als in früheren Erdzeitaltern. Dies versetzt besonders Pflanzen und Tiere unter Überlebensstress. Viele wandern in höhere Lagen oder nach Norden. Manche schaffen es nicht, im schlimmsten Fall sterben sie aus. Besonders gefährdet sind Arten, die nur unter speziellen Bedingungen überleben, wie etwa der Alpenschneehase. Bei manchen Pflanzenarten kommt es zur Verschiebung der Blühzeit, andere blühen durch die Trockenheit weniger oder sterben ab. Damit verringert sich das Nahrungsangebot für die Bestäuber, Nist- und Lebensplätze gehen verloren. Viele Arten sind dadurch gefährdet und können ihre ökologischen Funktionen, etwa die Bestäubung von Pflanzen, nicht mehr zuverlässig erfüllen. Gleichzeitig breiten sich wärmeliebende Arten, wie etwa die Gottesanbeterin in Österreich, stärker aus. Zuwandernde ursprünglich nicht heimische Arten können das ökologische Gleichgewicht stören. In manchen Fällen entstehen neue Krankheitsrisiken – so kann etwa der Malariaerreger durch bestimmte Anopheles-Mückenarten auch in Europa von Mensch zu Mensch übertragen werden. Auch in den Meeren zeigen sich dramatische Veränderungen. Korallen leben in Symbiose mit Algen, die sie mit Nährstoffen versorgen und ihnen ihre Farbe geben. Wird das Wasser zu warm, stoßen die Korallen diese Algen ab – es kommt zur Korallenbleiche, die Korallen verhungern und sterben ab. Damit verschwinden Lebensräume für zahlreiche Fischarten, Krebse und andere Meerestiere. Die Biodiversität nimmt ab, Nahrungsketten werden gestört. Die Erderwärmung bedroht auch Siedlungsgebiete des Menschen Durch die wärmebedingte Ausdehnung des Meerwassers sowie das Abschmelzen von Gletschern und Eisschilden steigt der Meeresspiegel kontinuierlich an. In Küstenregionen kommt es zu Überflutungen und zum Eindringen von Salzwasser in Böden und Grundwasser. Dadurch werden landwirtschaftliche Flächen unbrauchbar und Trinkwasser gefährdet. Zusätzlich nehmen Küstenerosion und Schäden durch Sturmfluten zu. Ganze Siedlungen können langfristig unbewohnbar werden. 14 In Österreich treten durch extreme Niederschläge immer häufiger Hochwasser auf, die große Schäden an Gebäuden, Straßen und landwirtschaftlichen Flächen verursachen. 15 Durch den Klimawandel liegt auch zB in den Alpen immer weniger Schnee. Die Alpenschneehasen verlieren dadurch ihre Tarnung, sie werden von Beutegreifern leichter entdeckt und gefressen. Zudem dringen Nahrungskonkurrenten wie Feldhasen in die höheren Lagen vor. 16 2024 kam es am Great Barrier Reef zu einer der stärksten jemals beobachteten Massenbleichen. 17 Steigt der Meeresspiegel weiter an, könnten große Teile der Malediven bis zum Ende des Jahrhunderts überflutet werden. 12 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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