Die Wirkung von Treibhausgasen Klimaschutz – ein Gebot für alle Der Klimawandel betrifft alle Länder der Erde. Deshalb haben fast alle Staaten 2015 das Pariser Klimaabkommen unterzeichnet. Ziel des Abkommens ist es, die globale Erwärmung deutlich unter 2 °C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu halten, möglichst sogar nur auf 1,5 °C. Damit sollen schwere Folgen des Klimawandels wie häufigere Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und das Ansteigen des Meeresspiegels abgeschwächt werden. Jedes Land legt eigene Klimaziele fest, zum Beispiel wieviel CO2 eingespart werden soll, und ergreift Maßnahmen wie etwa den Ausbau erneuerbarer Energien, den Ausstieg aus Kohle oder das Fördern von Elektroautos. Alle fünf Jahre berichten die Länder der UNO, welche Fortschritte sie gemacht haben. Andere Länder können die Berichte einsehen, um festzustellen, wer seine Ziele erreicht hat und wo noch nachgebessert werden muss. Langfristig soll so weltweit Klimaneutralität erreicht werden. Das bedeutet, dass genauso viel CO2 zum Beispiel durch Wälder oder spezielle Technologien aus der Luft entfernt wird, wie ausgestoßen wird. Internationale Klimapolitik beachtet auch die Unterstützung ärmerer Länder. Wohlhabendere Staaten sollen sie finanziell und technisch dabei unterstützen, Klimaschutzmaßnahmen umzusetzen und Anpassungsmaßnahmen an die Folgen des Klimawandels zu ergreifen. SDGs – Ziele für eine nachhaltige Zukunft Die Vereinten Nationen haben 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) festgelegt, die bis 2030 weltweit erreicht werden sollen. Neben der Bekämpfung von Armut und Hunger sowie der Verbesserung von Bildung und Gesundheit, ist auch der Klimaschutz eines dieser Ziele. Nur wenn es gelingt, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern, kann die Erde auch für kommende Generationen ein lebenswerter Ort bleiben. Die SDGs sollen Länder dabei unterstützen, verantwortungsvoller mit Ressourcen umzugehen, faire Wirtschaftsweisen zu entwickeln und Ökosysteme zu schützen. Sie zeigen, dass nachhaltige Entwicklung nur funktionieren kann, wenn soziale, wirtschaftliche und ökologische Ziele gemeinsam verfolgt werden. 18 Ziel 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ zielt darauf ab, den weltweiten Temperatur-anstieg auf 1,5 °C zu begrenzen und bis zur Mitte des Jahrhunderts Treibhausgas-Neutralität zu erreichen. 19 Hauptquellen von Treibhausgasen durch menschliche Aktivitäten weltweit 2024 Energie/Strom und Wärme Industrie Landnutzung ung Entwaldung Abfall Sonstige Landwirtschaft Verkehr 1. Abb. 19 zeigt die Hauptquellen von Treibhausgasen durch menschliche Aktivitäten weltweit. a) Gib an, in welchem Sektor du aufgrund dieses Diagramms weltweit den größten Handlungsbedarf siehst und welche Maßnahmen hier gesetzt werden könnten. b) Polen hat einen hohen Anteil von Kohle in der Energieversorgung, Irland eine bedeutende Milchwirtschaft und Fleischproduktion. Österreich hat eine hohe PKW-Dichte und eine energieintensive Industrie (zB Stahl, Zement). Begründe mithilfe der Informationen, warum Klimaschutzmaßnahmen an die Bedingungen einzelner Länder angepasst werden müssen und es keine einheitliche Klimapolitik für alle Staaten der Erde geben kann. 2. Alle Menschen können darauf achten, den eigenen CO2-Ausstoß zu verringern. Notiere fünf Maßnahmen und erkläre, wie sie zum Klimaschutz beitragen. Als Hilfestellung findest du hier Bereiche, wo häufig Verbesserungen möglich sind: Energie (Strom, Heizung, Geräte, Dauer der Nutzung, Wärmedämmungen) • Verkehr/ Fortbewegung/Reisen • Ernährung • Einkäufe/Kleidung • Abfall/Müllvermeidung • Garten/Grünflächen. 3. „Jede kleine Veränderung hilft, wenn viele Menschen mitmachen.“ Erkläre diese Aussage, anhand einer deiner Maßnahmen in Aufgabe 2. Du bist dran! u78e35 Fakt oder Fake: Klimawandel 13 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
RkJQdWJsaXNoZXIy MjU2NDQ5MQ==