Genetik und Sexualität Verhütung und Verantwortung Verhütung umfasst Maßnahmen, die eine ungewollte Schwangerschaft verhindern und vor sexuell übertragbaren Infektionen wie Chlamydien oder HIV schützen sollen. Nicht jede Verhütungsmethode erfüllt beides. Verhütung bedeutet Reife und Verantwortung Bei jedem ungeschützten Geschlechtsverkehr zwischen Mann und Frau kann, auch beim allerersten Mal, eine Schwangerschaft eintreten. Darum sollte man sich gemeinsam mit dem Partner/der Partnerin rechtzeitig überlegen, wie man das verhüten kann. „Es wird schon nichts passieren“ ist dabei der absolut falsche Ansatz. Die richtige Vorsorge zu treffen, also im Vorhinein nachzudenken und Maßnahmen zu ergreifen, ist klug und zeugt von Reife und Verantwortung. Kondome senken das Risiko sexuell übertragbarer Infektionen Eine große Bedeutung beim Thema Verhütung kommt dem Kondom zu ( Abb. 9). Es ist das einzige Verhütungsmittel, das beim Geschlechtsverkehr – auch bei homosexuellen Kontakten – vor sexuell übertragbaren Krankheiten bestmöglich schützt. Das Kondom für den Mann ist ein sehr dünner Gummiüberzug, der kurz vor dem Einführen in die Scheide über den erregten, steifen Penis gestreift wird. Dadurch können keine Spermien in die Scheide gelangen, und auch keine Krankheitserreger gegenseitig übertragen werden. Kondome sind in Drogerien, Supermärkten und Apotheken erhältlich. Beim Kauf muss man auf das Ablaufdatum achten, denn alter Gummi wird brüchig. Vorsicht ist auch beim Öffnen der Packung und beim Entrollen geboten, damit der Gummi nicht beschädigt wird. Kondome dürfen keinesfalls in Verbindung mit ölhaltigen Gleitmitteln – Mittel, die das Eindringen des Penis erleichtern – verwendet werden. Sie können den Gummi zerstören. Kondome sind der wirkungsvollste Schutz vor einer HIV-Infektion bzw. AIDS. Das Intra-Uterin-Pessar verhindert die Einnistung Das Intra-Uterin-Pessar ( Abb. 10) ist ein drei bis vier Zentimeter großes, teilweise mit Kupferdraht umwickeltes Kunststoffgebilde, das von der Ärztin/vom Arzt durch die Scheide in die Gebärmutter eingeführt wird. Durch ständige Reizung der Gebärmutterschleimhaut verhindert es die Einnistung eines Embryos. Durch das Kupfer werden Eizellen und Spermien abgetötet. Recherchiere auf www.aids.at zu den sexuell übertragbaren Krankheiten (STI) Syphilis, Hepatitis und Tripper. Notiere die jeweiligen Erreger und Behandlungsmöglichkeiten. Du bist dran! Chlamydien sind Bakterien, die eine häufige sexuell übertragbare Infektion verursachen. Sie können in allen Geschlechtern auftreten – oft ohne erkennbare Symptome. Unbehandelt können sie zu gesundheitlichen Problemen zB Unfruchtbarkeit führen. Chlamydien lassen sich mit Antibiotika behandeln. Kondom für den Mann wird auch als Präservativ bezeichnet; préservative (franz.) = vorbeugend Intra-Uterin-Pessar wird umgangssprachlich auch als „Spirale“ bezeichnet intra (lat.) = innerhalb, uterus (lat.) = Gebärmutter, pessos (griech.) = Stein, Spielfigur 9 Kondom 10 Intra-Uterin-Pessar, verschiedene Modelle mit Kupferdraht 11 Intra-Uterin-Pessar, Modell mit Hormonzylinder – Hormonspirale (Schema) 3 Der Schleim des Gebärmutterhalses verdickt sich. 1 Das monatliche Wachstum der Gebärmutterschleimhaut wird vermindert. 2 Spermien werden in ihrer Funktion gehemmt. 120 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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