Begegnungen mit der Natur 4, Schulbuch

Kenn ich das? Muster in der Natur In der Biologie gibt es viele Phänomene, also Beobachtungen oder Wahrnehmungen, die man bei allen Lebewesen machen kann – egal ob bei Mikroorganismen, Pflanzen, Tieren oder Pilzen. So bestehen zum Beispiel alle Lebewesen aus Zellen, alle Lebewesen brauchen Energie oder alle Lebewesen stammen von anderen ab. Du hast diese Gemeinsamkeiten als „Muster in der Natur“ kennengelernt. Um sie dir bewusst zu machen, wurden einige exemplarisch unter der Frage „Kenn ich das?“ extra hervorgehoben und je nach Muster mit einem farbigen Symbol in Form eines Puzzleteils gekennzeichnet. Dieses Bild wurde bewusst gewählt, weil es zeigt, dass jedes dieser Muster Teil eines größeren Zusammenhangs ist. Es steht für etwas Grundlegendes, das in vielen Bereichen der Biologie vorkommt. Alle Muster (Puzzleteile) zusammen ergeben ein Gesamtbild davon, wie das Leben funktioniert. In der Fachsprache nennt man diese grundlegenden Muster Basiskonzepte (oder Zentrale Fachliche Konzepte). Auf dieser Doppelseite sind nochmals alle Muster, die du bereits kennengelernt hast, mit Beispielen aufgelistet. 1. Lies sie gut durch. Ordne anschließend folgenden Aussagen in den Bildlegenden das richtige Muster zu, indem du das jeweilige Symbol entsprechend ausmalst. 2. Schreibe zu jedem Muster mindestens drei weitere, selbstgewählte Beispiele auf. Du bist dran! Evolution und Verwandtschaft, Erdgeschichte – alle Lebewesen stammen von anderen ab Durch sexuelle Fortpflanzung wird das Erbgut bei jedem Nachkommen neu kombiniert. Manchmal verändern sich Erbanlagen auch spontan (Mutation). So entsteht Vielfalt. Diese Unterschiede sind die Grundlage dafür, dass sich Lebewesen im Lauf der Zeit verändern können. Lebewesen, die besser an ihre Umwelt angepasst sind, haben meist bessere Chancen, sich fortzupflanzen. So verändert sich das Leben auf der Erde nach und nach – über viele Generationen hinweg. Beispiele: • Die Hauskatze stammt von der Nubischen Falbkatze ab. • Das Aussterben der Dinosaurier begünstigte die Evolution der Säugetiere. • Durch Mutation und Selektion können Bakterien gegen Antibiotika resistent werden. 1 Der Haushund stammt vom Wolf ab. Fortpflanzung – alle Lebewesen pflanzen sich fort Lebewesen sorgen dafür, dass ihre Erbinformation weiter- gegeben wird. Das kann auf verschiedene Arten passieren – geschlechtlich (zB mit Ei- und Spermienzellen) oder ungeschlechtlich (durch einfache Teilung oder Ableger). Bei der sexuellen Fortpflanzung wird das Erbgut gemischt – so entstehen Unterschiede zwischen den Nachkommen. Diese Unterschiede sind wichtig, damit sich Arten im Lauf der Zeit verändern und an neue Bedingungen anpassen können. Beispiele: • Nesthocker sind auf die Betreuung der Eltern angewiesen. • Pflanzen bilden Samen, Sporen oder Ausläufer. • Bakterien vermehren sich durch Zweiteilung. 2 Die Wirbelsäule des Menschen ist an den aufrechten Gang angepasst. 3 Ohne Stoff- und Energieumwandlung kann kein Lebewesen leben. 126 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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