Begegnungen mit der Natur 4, Schulbuch

 Stoff- und Energieumwandlung – alle Lebewesen benötigen Energie Pflanzen können mithilfe von Sonnenlicht aus einfachen Stoffen neue, energiereiche Verbindungen herstellen – zum Beispiel Zucker. Tiere und andere Lebewesen nehmen solche Stoffe auf und wandeln sie um. Dabei entstehen neue Stoffe und Energie wird genutzt oder gespeichert. In der Natur laufen viele dieser Stoffe in Kreisläufen: Was das eine Lebewesen abgibt, kann ein anderes wiederverwenden. Wenn Menschen in diese Kreisläufe eingreifen – zum Beispiel durch Landwirtschaft oder Industrie – kann das Gleichgewicht gestört werden. Beispiele: • Menschen atmen Sauerstoff ein und Kohlenstoffdioxid aus. • Pflanzen betreiben Fotosynthese • Regenwürmer verwerten organisches Material zu Humus. Steuerung und Regelung, Information und Kommunikation – alle Lebewesen nehmen ihre Umwelt wahr und reagieren auf Veränderungen Lebewesen steuern und regeln viele Vorgänge in ihrem Körper und ihrer Umgebung. Damit alles funktioniert, müssen Zellen, Organe, ganze Lebewesen und sogar Lebensgemeinschaften auf Veränderungen reagieren – zum Beispiel auf Hunger, Temperatur oder einen Reiz von außen. Lebewesen können Informationen aufnehmen, verarbeiten und weitergeben – zB über Nerven, Hormone oder auch durch Verhalten. So sorgen sie dafür, dass wichtige Abläufe im Körper oder im Zusammenleben erhalten bleiben und sich anpassen können. Beispiele: • Bei Trockenheit schließen Pflanzen die Spaltöffnungen auf der Unterseite ihrer Laubblätter. • Menschen ziehen die Hand bei Hitze zurück. • Flussbegradigungen verändern die Artenzusammensetzung, die Nahrungsnetze und die Beziehungen zwischen den Arten im betroffenen Ökosystem. Struktur und Funktion – die Form passt zur Aufgabe Körperteile oder innere Strukturen sind meistens genau so gebaut, dass sie ihre Aufgabe gut erfüllen können. Im Lauf der langen Entwicklungsgeschichte (Evolution) können sich solche Strukturen verändern – oder sogar ganz verschwinden, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Beispiele: • Die Innenfläche des Dünndarms ist durch Falten und Ausstülpungen stark vergrößert, so können mehr Stoffe gleichzeitig aufgenommen werden. • Die Form des ersten Halswirbels ermöglicht das Nicken des Kopfes. • Der Löwenzahn hat „Fallschirmfrüchte“ zur Windverbreitung 4 Die Eiablage auf Futterpflanzen sichert das Überleben der Raupen. 5 Die geschlossenen Blütenknospen der Sonnenblume folgen dem Sonnenstand. 6 Mit ihrem stromlinienförmigen Körper können sich Delfine mit wenig Widerstand schnell durch das Wasser bewegen. 7 Kraniche ziehen in wärmere Gebiete, wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen sinken. 8 Pferd und Zebra stammen von einem gemeinsamen Vorfahren ab. 127 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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