Evolution des Menschen – auf einen Blick! Evolution des Menschen – auf einen Blick! Alle Lebewesen benötigen Energie ă Im Lauf der Menschheitsgeschichte lässt sich der Übergang von rein pflanzlicher zu gemischter und zunehmend fleischreicher Ernährung beobachten. Fleischkost liefert mehr Energie als die ballaststoffreiche Pflanzennahrung. Gekochte Nahrung spart Energie, da sie leichter verdaulich ist. ă Durch längere Beine und eine veränderte Beinachse ermöglichte der aufrechte Gang eine energiesparendere Fortbewegung. ă Durch Kleidung oder Schutz in Höhlen musste weniger Energie dafür aufgebracht werden, den Körper warm zu halten. Alle Lebewesen nehmen ihre Umwelt wahr und reagieren auf Veränderungen ă Der Mensch ist ein gleichwarmes Säugetier und muss seine Körpertemperatur konstant halten, wenn sich die Umgebungstemperatur ändert. Der aufrechte Gang verringert die Sonneneinstrahlung und vergrößert die Fläche für kühlenden Wind. Das unterstützt die Körpertemperaturregulierung. ă Durch das Leben in Gruppen konnten sich frühe Menschen bereits gegenseitig schützen und Aufgaben wie Sammeln oder Jagen besser aufteilen. Später begannen Menschen, Werkzeuge zu nutzen, Unterkünfte zu bauen und Kleidung zu tragen. Das half, sich besser vor Hitze oder Kälte zu schützen. Mit der Sprache konnten sie sich schließlich noch genauer verständigen. Fortpflanzung sichert das Überleben und die Veränderung von Arten ă Wenn bei einzelnen Individuen durch zufällige Veränderungen im Erbgut neue Merkmale entstehen, die ihre Chancen auf erfolgreiche Fortpflanzung erhöhen, werden diese Merkmale häufiger an Nachkommen weitergegeben und setzen sich über Generationen hinweg durch. Bei den Vorfahren des Menschen waren dies zum Beispiel der aufrechte Gang, geschickte Hände und ein größeres Gehirn. Bei Schimpansen dagegen erwiesen sich Anpassungen an das Leben in Bäumen und am Boden als vorteilhaft. Körpermerkmale passen zu ihren Aufgaben ă Im Verlauf der Evolution des Menschen veränderten sich zahlreiche körperliche Merkmale – immer in Verbindung mit ihrer jeweiligen Aufgabe. So setzten sich über viele Generationen hinweg Merkmale durch, die für den aufrechten Gang vorteilhaft waren: Das weiter nach vorne verlagerte Hinterhauptsloch ermöglicht es, den Kopf aufrecht auf der Wirbelsäule zu balancieren, die doppelte S-Form der Wirbelsäule federt Stöße ab, während das schalenförmige Becken die inneren Organe stützt. ă Auch die Umformung der Hand zum Greiforgan mit opponierbarem Daumen sowie des Fußes vom Greif- zum Stand- und Gehwerkzeug zeigt deutlich, dass die äußere Form eines Körperteils sich im Laufe der Evolution entsprechend der Aufgabe entwickelt, die es erfüllen muss. Alle Lebewesen stammen von anderen ab ă Zahlreiche Fossilienfunde – vom Sahelanthropus über Australopithecus bis hin zum Homo sapiens – zeigen, dass der heutige Mensch von früheren Arten abstammt. ă Der Übergang vom affenähnlichen Wesen mit Kletteranpassungen hin zum zweibeinig laufenden Menschen vollzog sich schrittweise – über Millionen von Jahren. Sie entwickelten sich über viele Generationen hinweg – weil sie im jeweiligen Lebensraum hilfreich waren. ă All diese Veränderungen geschahen nicht bewusst oder absichtlich. Jedes neue Merkmal, das sich durchsetzte, war das Ergebnis einer Veränderung, die durch Mutation entstand und durch natürliche Auslese weitervererbt wurde. 33 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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