Begegnungen mit der Natur 4, Schulbuch

Landwirtschaft im Wandel Schon beim Einkaufen an die Umwelt denken Die Verwendung von regional erzeugten und saisonalen Pflanzen spart Transportwege, zum Beispiel per LKW oder Schiff. Lebensmittel, die in Österreich aus heimischem Anbau erhältlich sind, müssen nicht importiert werden, wodurch CO2-Emissionen reduziert und der ökologische Fußabdruck kleiner werden. Der ökologische Fußabdruck zeigt, wie stark der Lebensstil die Umwelt belastet. Er beschreibt, wie viele natürliche Ressourcen und wie viel Fläche auf der Erde nötig sind, damit eine Person so leben kann, wie sie es tut. Dazu zählt zum Beispiel, wie viel Land gebraucht wird, um Lebensmittel zu erzeugen, wie viel Energie für Heizen oder Strom bezogen oder für den Verkehr genutzt wird. Außerdem wird berücksichtigt, wie viel Natur erforderlich ist, um Abfälle abzubauen und vor allem Kohlendioxid zu binden. Je mehr konsumiert wird und je mehr Energie genutzt wird, desto größer wird der ökologische Fußabdruck einer Person. Wer zum Beispiel häufig Auto fährt, viel Fleisch isst und viele Produkte kauft, verursacht meist einen größeren Fußabdruck als jemand, der öfter zu Fuß geht oder mit dem Rad fährt, weniger Fleisch isst und weniger wegwirft. 57 Nachhaltiger Konsum schützt unsere Erde. Ermittle deinen eigenen ökologischen Fußabdruck. Suche dazu einen Fußabdruck-Rechner im Internet (gib in eine Suchmaschine ein: „ökologischer Fußabdruck berechnen Schüler“). Wähle einen Online-Rechner aus und öffne ihn. Beantworte die Fragen zu deinem Alltag. Achte dabei besonders auf den Bereich Ernährung. Nach der Beantwortung aller Fragen zeigt dir der Rechner deinen individuellen ökologischen Fußabdruck an. 1. Beschreibe die Auswirkungen deines Essverhaltens auf Umwelt, Klima und Tiere (zB durch Flächenverbrauch, CO2-Ausstoß, Tierhaltung). 2. Beurteile deine Ernährung im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Beziehe dabei auch Erkenntnisse ein, die dir zuvor nicht bewusst waren. 3. Leite mindestens eine konkrete Maßnahme ab, mit der du dein Verhalten verändern oder etwas Neues ausprobieren kannst (zB beim Einkaufen, beim Einpacken der Schuljause oder beim Umgang mit Essensresten). Begründe, warum diese Maßnahme sinnvoll ist und erläutere, wie du sie umsetzen kannst. Erstelle dazu ein Reflexionsblatt mit folgenden Aufzeichnungen: • Name, Datum • Ich habe meinen ökologischen Fußabdruck mit folgendem Rechner ermittelt: (Internetlink) • Mein Essverhalten – Auswirkungen: Wie wirkt sich dein Essverhalten auf die Umwelt aus? (zB Fleischmenge, Herkunft der Lebensmittel, Verpackung, …) • Wie nachhaltig ist meine Ernährung? (sehr nachhaltig/eher nachhaltig/ teilweise problematisch/nicht nachhaltig), Begründung • Eine Sache, die ich ab jetzt ändern oder ausprobieren möchte: (zB Fleischmenge reduzieren, öfter regional einkaufen, weniger wegwerfen …) • Warum ich das ändern möchte: • Wie ich das umsetzen kann: 4. Lebensmittel und viele andere Produkte müssen kennzeichnungspflichtige Angaben, wie zum Beispiel die Herkunft bzw. das Herkunftsland aufweisen. Suche bei deinem nächsten Einkauf in einem Supermarkt bewusst nach Lebensmittel aus Österreich. Du bist dran! 58 Auf Lebensmitteln und anderen Produkten muss unter anderem das Herkunftsland angeführt sein. u78e35 Bio-Clip: Gemüse und Obst – Saisonal und regional 61 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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