Begegnungen mit der Natur 4, Schulbuch

Leben in Siedlungsräumen Grünflächen bilden Oasen zwischen Asphalt, Stein und Beton Parks, begrünte Innenhöfe, Dach- und Fassadenbegrünungen sind wichtige Inseln der Erholung für Menschen und Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Sie verbessern das Stadtklima, da sie sich weniger aufheizen als asphaltierte Flächen und Gebäude. Durch die Verdunstung von Regen- oder Gießwasser kühlen Pflanzen die Luft zusätzlich ab. Außerdem filtern sie Staub und spenden mit ihren Blättern Schatten – ein wirksamer Ausgleich zur Hitzebelastung in Städten, wo der Klimawandel besonders spürbar ist. So wird die Stadt vor Hitze geschützt Damit die Städte trotz steigender Temperaturen lebenswert bleiben, haben viele Großstädte ein Hitzeschutzkonzept entwickelt. Neue Gebäude werden energie- und klimaeffizient gebaut, zum Beispiel mit guter Dämmung, Sonnenschutz, Gründächern, begrünten Fassaden, energieeffizienten Fenstern und einer durchdachten Belüftung. Ältere Häuser werden nachgerüstet, damit weniger Wärme entweicht und sich die Umgebung weniger stark aufheizt. Auch Wasserflächen, Brunnen oder Nebelsäulen können die Temperatur spürbar senken. Wichtig ist auch der Umgang mit Regenwasser: Regenwasser wird auf speziellen Flächen oder unter Straßen gespeichert, statt sofort in die Kanalisation zu fließen. Dieses Wasser verdunstet oder wird später zur Bewässerung von Pflanzen genutzt – die Stadt wirkt dadurch wie ein Schwamm, der Wasser aufnimmt, speichert und bei Hitze wieder abgibt. Zudem entstehen immer mehr Gemeinschaftsgärten in Parks oder Innenhöfen. Sie schaffen Schatten, fördern das Miteinander und tragen zu einem angenehmeren Stadtklima bei. 7 Fassadenbegrünung Fassadenbegrünung Bepflanzung von Fassaden mittels Kletterpflanzen oder Rankhilfen. Studien zeigen, dass Kletterpflanzen an Häuserfassaden die Temperatur im Innern des Hauses deutlich senken können. 8 Begrünte Dachterrasse Finde mit einer Internetrecherche heraus, welche grünen Räume (Parks, Grünanlagen, Auen, Wälder, größere Wiesenflächen usw.) den Einwohnerinnen und Einwohnern einer österreichischen Landeshauptstadt deiner Wahl zur Erholung zur Verfügung stehen. 1. Finde Grünflächen in der von dir gewählten Stadt (verwende dafür Google Maps oder OpenStreetMap): Gib den Namen der Stadt ein und zoome hinein. Suche nach Parks oder grün markierten Flächen. Nützlich sind Suchbegriffe wie: „Park“, „Grünanlage“, „Naturschutzgebiet“, „Aue“, „Stadtpark“, „Botanischer Garten“, „Wald“ + Name der Stadt. Du kannst auch die offizielle Website der Stadt durchsuchen. Viele Städte haben eigene Seiten zu „Parks und Grünanlagen“ oder „Freizeit & Natur“ (Beispiel-Suchbegriffe: „Parks Wien“, „Grünflächen Graz“, „Erholungsräume Linz“). Auch Tourismus-Seiten zeigen oft bekannte Erholungsgebiete und Naturflächen. 2. Notiere mindestens fünf gut erkennbare Grünräume der gewählten Stadt oder Gemeinde, zum Beispiel Parks, Wälder, Auen, größere Wiesenflächen, Friedhöfe oder begrünte Uferbereiche. Erstelle dazu eine Karte: Mach einen Screenshot aus Google Maps oder OpenStreetMap, auf dem diese Grünflächen sichtbar sind, und markiere sie. 3. Bewerte diese Grünräume nach drei Kriterien: Erreichbarkeit, Verteilung im Gebiet und Nutzungsmöglichkeiten für Erholung. 4. Bewerte abschließend, ob die gewählte Stadt oder Gemeinde genug Möglichkeiten zur Erholung in der Natur bietet. Du bist dran! 73 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

RkJQdWJsaXNoZXIy MjU2NDQ5MQ==