Begegnungen mit der Natur 4, Schulbuch

Thema Die Vielfalt der Tiere Das Immunsystem Täglich hat der menschliche Körper Kontakt mit Fremdstoffen und Krankheitserregern wie Bakterien, Pilzen oder Viren – zB über die Atemluft, durch die Nahrung oder kleine Verletzungen. Trotzdem kommt es nicht ständig zu Erkrankungen. Der Grund dafür ist das Immunsystem! Das Immunsystem ist das Abwehrsystem des Körpers. Es erkennt Eindringlinge, bekämpft sie und schützt den Körper. Dabei ist es besonders wichtig, dass das Immunsystem zwischen körpereigenen Stoffen und körperfremden Stoffen unterscheiden kann. Nur so greift es Krankheitserreger und Fremdstoffe an, ohne gesunde eigene Zellen zu schädigen. Wenn Erreger eindringen und sich im Körper vermehren, nennt man das eine Infektion. Manche Infektionen verlaufen unbemerkt. Führt eine Infektion zu Beschwerden oder Krankheitszeichen, spricht man von einer Infektionskrankheit. Man unterscheidet eine unspezifische Abwehr, die schnell und allgemein gegen viele Erreger wirkt, und eine spezifische Abwehr, die gezielt gegen bestimmte Krankheitserreger vorgeht. Das Immunsystem kann unterstützt werden, zum Beispiel durch Impfungen, die den Körper auf bestimmte Erreger vorbereiten. Viren sind Krankheitserreger, die sich nicht selbst vermehren können. Sie müssen dafür in lebende Zellen eindringen, von denen sie dann vermehrt werden. Sind diese so genannten Wirtszellen mit Viren vollgefüllt, platzen sie auf. Die Viren werden frei und können neue Wirtszellen befallen. Infektion inficere (lat.) = vergiften 88 Organsysteme des Menschen Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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