Begegnungen mit der Natur 4, Arbeitsheft

Siedlungsökologie 26 Überlebenskünstler an extremen Standorten Viele Pflanzenarten in von Menschen stark geprägten Siedlungsräumen haben besondere Eigenschaften, die ihnen das Überleben ermöglichen. Typische Beispiele sind Mauerpfeffer, Portulak oder Vogelknöterich, die du oft in Pflasterritzen, an Mauern oder am Straßenrand findest. Diese Pflanzen leben an extremen Standorten – wo es heiß, trocken, nährstoffarm oder eng ist. 1. In den Kästen links stehen Merkmale solcher Pflanzenarten. In den Kästen rechts findest du die Funktion oder den Vorteil dieser Merkmale. Verbinde jeweils ein Merkmal mit der passenden Funktion. Merkmale / Eigenschaften Funktion / Vorteil Wächst flach am Boden oder bildet Polster Nutzt kurze feuchte Phasen zur Fortpflanzung Wurzeln dringen tief oder in kleinste Ritzen ein Widerstandsfähig gegenüber Tritt und Hitze Dicke, fleischige Blätter Verbreitet sich leicht auch in schmalen Ritzen und auf kargem Boden Sehr geringe Ansprüche an Nährstoffe Kann auch auf Wegen oder an heißen Mauern wachsen Produziert viele kleine Samen Kann in harten Böden Halt finden und an Wasser in tieferen Schichten kommen Blüht schnell nach Regen Speichert Wasser und schützt sich vor Verdunstung 1 Vogelknöterich wächst auf einer Straße. 2. Erkläre aus evolutionsbiologischer Sicht a) den Vorteil, den diese Arten haben, wenn sie an solch extremen Standorten wachsen – obwohl die Bedingungen dort so extrem sind. b) warum manche dieser Stadtbewohner auch im Gebirge zu finden sind. 2 Blühender Scharfer Mauerpfeffer im Gebirge. 3 Portulak ist essbar (besser nicht vom Gehsteig!). 3. Eine Stadtbewohnerin sagt: „Unkraut in Pflasterritzen sollte konsequent entfernt werden, weil es nur stört.“ Beurteile diese Aussage. Nimm begründet Stellung und nenne mindestens zwei Argumente aus ökologischer Sicht. Schulbuch Seite 74–77 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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