Begegnungen mit der Natur 4 Christine-Eva Biegl Arbeitsheft
Begegnungen mit der Natur 4, Arbeitsheft + E-Book Schulbuchnummer: 225222 Begegnungen mit der Natur 4, Arbeitsheft E-Book Solo Schulbuchnummer: 225223 Mit Bescheid des Bundesministeriums für Bildung vom 29. Mai 2026, GZ 2O25-O.04O.657, gemäß § 14 Absatz 2 und 5 des Schulunterrichtsgesetzes, BGBl. Nr. 472/86, und gemäß den derzeit geltenden Lehrplänen als für den Unterrichtsgebrauch für die 4. Klasse an Mittelschulen und an allgemein bildenden höheren Schulen – Unterstufe im Unterrichtsgegenstand Biologie und Umweltbildung (Lehrplan 2023) geeignet erklärt. Dieses Werk wurde auf der Grundlage eines zielorientierten Lehrplans verfasst. Konkretisierung, Gewichtung und Umsetzung der Inhalte erfolgen durch die Lehrerinnen und Lehrer. Kopierverbot: Wir weisen darauf hin, dass das Kopieren zum Schulgebrauch aus diesem Buch verboten ist – § 42 Abs. 6 Urheberrechtsgesetz: „Die Befugnis zur Vervielfältigung zum eigenen Schulgebrauch gilt nicht für Werke, die ihrer Beschaffenheit und Bezeichnung nach zum Schul- oder Unterrichtsgebrauch bestimmt sind.“ Data-Mining-Verbot: Die Nutzung der Inhalte dieses Werkes für Text- und Data-Mining im Sinne des § 42h Abs. 6 UrhG ist ausdrücklich vorbehalten und daher verboten. Die Inhalte dieses Werkes dürfen auch nicht zur Entwicklung, zum Training und/oder zur Anreicherung von KI-Systemen, insbesondere von generativen KI-Systemen, verwendet werden. Umschlagsbild: Cover: Lingbeek / Getty Images - iStockphoto; Illustrationen: Martin Gaal, Wien: S. 35.1; Stefan Kapeller / oebv, Wien: S. 19.2; Johanna Kramer-Gerstacker / oebv, Wien: S. 30.1, 44.1, 44.2; Cindy Leitner / öbv, Wien: S. 36.1, 45.1; Christine Pleyl-Horzynek, Wien: S. 4.1, S. 7.1, S. 7.2, S. 7.3, S. 7.4, S. 19.3, S. 32.1, S. 33.1, S. 34.2 1. Auflage (Druck 0001) © Österreichischer Bundesverlag Schulbuch GmbH & Co. KG, Wien 2026 www.oebv.at Alle Rechte vorbehalten. Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise, gesetzlich verboten. Redaktion: Dr. Stefan Kapeller, Wien; Mag. Johanna Kramer-Gerstacker, Wien; Korrektorat: Tülay Tuncel, Wien Herstellung: Sigrid Prünster, Wien Umschlaggestaltung: Jens-Peter Becker, normaldesign GbR, Schwäbisch Gmünd Layout: Jens-Peter Becker, normaldesign GbR, Schwäbisch Gmünd Satz: Ligatur, Wien Druck: Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., Horn ISBN 978-3-209-12232-2 (Begegnungen m. d. Natur AH 4 + E-Book) ISBN 978-3-209-13388-5 (Begegnungen m. d. Natur AH 4 E-Book Solo) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
www.oebv.at Christine-Eva Biegl 4 Begegnungen mit der Natur Arbeitsheft Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
2 Klima und Mensch Klimawandel – Auswertung von Daten, Folgen und Maßnahmen 3 Kohlenstoffkreislauf – KI-Chatbots im Einsatz 4 Evolution des Menschen Der opponierbare Daumen – Struktur ermöglicht Funktion 5 Menschen und Affen haben gemeinsame Vorfahren 6 Struktur und Funktion im Wandel – Mensch und Schimpanse im Vergleich 7 Versuch: Verhaltensforschung 8 Kulturelle Evolution – Weitergabe von Information 9 Landwirtschaft als Ökosystem Geschichte des Ackerbaus – Mensch und Umwelt im Wandel 10 Versuch: Wie beeinflusst die Wiesenstruktur den Lebensraum? 11 Von der Saat bis zur Ernte 12 Getreideernte anno dazumal 13 Ackerflächen in Österreich nach Nutzpflanzengruppen 14 Intensive und extensive Landwirtschaft 15 Tierethik – Bedürfnisse von Lebewesen 16 Biologische Landwirtschaft 17 Artenvielfalt entdecken – dein eigenes Herbarium 18 Die Landwirtschaft in Österreich verändert sich 19 Das Einkaufsverhalten beeinflusst die Umwelt 20 Die Reise der Lebensmittel 21 Siedlungsökologie Kennzeichen von Siedlungsökosystemen 22 Tiere in der Stadt – wer bin ich? 23 Pflanzen in der Stadt – wer bin ich? 24 Pflanzen in der Stadt – Steckbriefe 25 Überlebenskünstler an extremen Standorten 26 Versuch: Wie beeinflusst Streusalz das Pflanzenwachstum? 27 So viel Müll – entsorge in richtig! 28 Müll vermeiden – Ressourcen nachhaltig nutzen 29 Organsysteme des Menschen Der Körper wehrt sich 30 Das Immunsystem des Menschen 31 Die Schutzimpfung – das Immunsystem lernt 32 Antibiotikaresistenzen – Evolution in Aktion 33 Der Grippeimpfstoff muss jedes Jahr neu angepasst werden 34 Das vegetative Nervensystem 35 Hormone steuern viele Körpervorgänge 36 Die Regulation des Blutzuckerspiegels 37 Genetik und Sexualität Versuch: Kann man die DNA eines Apfels sichtbar machen? 38 Rätselhafte Genetik 39 Wer ist der Vater? 40 Gentechnik in den Medien – Fakten und Meinungen erkennen 41 Die 3. Mendelsche Regel 42 Modellversuch zu den Regeln der Vererbung 43 Pubertät, Hormone und Geschlechtsorgane 44 Hormone steuern die Sexualität 45 Wer bestimmt das Geschlecht? 46 Wirksamer Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten 47 Muster in der Natur 48 Bildquellenverzeichnis 49 INHALT Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
3 Klima und Mensch Klimawandel – Auswertung von Daten, Folgen und Maßnahmen Die globale Durchschnittstemperatur ist seit 1880 gestiegen. Treibhausgase aus Industrie, Verkehr und Landwirtschaft treiben diese Entwicklung an. Klimaforscherinnen und Klimaforscher analysieren Klimadaten, um künftige Entwicklungen und mögliche Folgen wie häufigere Extremwetterereignisse, den Anstieg des Meeresspiegels oder Veränderungen von Lebensräumen abzuschätzen. 1. In der Tabelle ist die globale Durchschnittstemperatur alle 20 Jahre angegeben (1880–2020): Jahr Temperatur Δ°C (relativ zu 1880) Jahr Temperatur Δ°C (relativ zu 1880) Jahr Temperatur Δ°C (relativ zu 1880) Jahr Temperatur Δ°C (relativ zu 1880) 1880 0,0 1920 0,3 1960 0,5 2000 0,9 1900 0,2 1940 0,4 1980 0,7 2020 1,2 Δ°C bedeutet „Temperaturänderung in Grad Celsius“. Es zeigt, wie viel die Temperatur im Vergleich zu einem Referenzjahr (das Jahr, das als Ausgangspunkt genommen wird, hier 1880) gestiegen ist. a) Zeichne ein Diagramm mit den Jahren auf der x-Achse und der Temperaturzunahme auf der y-Achse. b) Berechne die durchschnittliche Temperaturzunahme pro Jahrzehnt. c) Prognostiziere anhand dieser Daten, wie viel die Temperatur bis 2050 steigen könnte, wenn der Trend gleich bleibt. 2. In den letzten Jahren sind die globalen CO2-Emissionen auf ca. 36 Mrd. Tonnen pro Jahr angestiegen. a) Ein Land verursacht 5 % der globalen Emissionen. Berechne, wie viele Tonnen CO2 dies entspricht. b) Österreich verursacht etwa 61,2 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Berechne den prozentualen Anteil an den globalen CO2-Emissionen. 3. Der Klimawandel hat weltweit spürbare Auswirkungen. a) Wähle drei Länder auf verschiedenen Kontinenten der Erde. Vergleiche die jeweiligen Folgen für Menschen, Tiere oder Pflanzen (zB hinsichtlich Dürre, steigendem Meeresspiegel, Starkregen, …). b) Manche Regionen der Erde, zB Inselstaaten oder Wüstengebiete, leiden besonders stark unter dem Klimawandel. Diskutiere die Bedeutung einer gemeinsamen Klimapolitik aller Länder auf der Welt. 4. Um die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen, braucht es sowohl individuelles Handeln als auch große politische Entscheidungen. a) Nenne zwei Maßnahmen, die jeder Einzelne ergreifen kann, um den Klimawandel zu verlangsamen, und erkläre kurz den Effekt. b) Nenne eine große gesellschaftliche Maßnahme, die Staaten ergreifen können, zB erneuerbare Energien, CO2-Steuer oder Aufforstung. c) Manche Menschen glauben, dass individuelle Maßnahmen keinen Unterschied machen. Formuliere ein Argument, das zeigt, warum auch kleine Beiträge einen Effekt haben können, insbesondere wenn viele Menschen mitmachen. Schulbuch Seite 6–13 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Klima und Mensch 4 Kohlenstoffkreislauf – KI-Chatbots im Einsatz KI-Chatbots können mithilfe künstlicher Intelligenz Sprache interpretieren und eigene Antworten formulieren. Sie können Fragen beantworten, etwas erklären oder beim Lernen helfen – fast so, als würde man mit einer echten Person schreiben. Aber Vorsicht – manchmal machen sie Fehler oder liefern falsche oder erfundene Informationen. Mit dieser Aufgabe lernst du den sinnvollen Einsatz von KI-Chatbots kennen und wiederholst gleichzeitig den Kohlenstoffkreislauf. 1. Übertrage in Abb. 1 die richtigen Nummern aus dem Schulbuch S. 7 und beschreibe in 5–6 Sätzen den dargestellten Kohlenstoffkreislauf. Du kannst auch nur einen Teil beschreiben. Nimm dir dafür maximal 5 Minuten Zeit. 2. Beginne deinen Text mit: „Durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl und Erdgas wird Kohlenstoffdioxid (CO2 ) freigesetzt und gelangt in die Atmosphäre.“ … Dies ist deine Erstfassung des Textes. Sie darf Tippfehler enthalten und ungeschickte Formulierungen – schreibe zügig ohne lange zu überlegen. 3. Baue nun absichtlich auch einen Tippfehler ein, zB „Kolenstoff“, und tausche ein Wort aus, sodass der Satz keinen Sinn ergibt. 4. Öffne nun einen KI-Chatbot und schreibe die folgende Anweisung, einen sogenannten Prompt, in das Eingabefenster. „Der folgende Text über den Kohlenstoffkreislauf enthält Fehler. Erstelle eine Liste mit Verbesserungsmöglichkeiten, damit der Text korrekt und leicht verständlich ist:“ Kopiere anschließend deine fehlerhafte Erstfassung in das Eingabefenster und sende sie ab. 5. Behalte deine Erstversion. Formuliere nun mithilfe der Vorschläge des Chatbots eine verbesserte Zweitversion und markiere alle Änderungen farblich. Beurteile dabei die Änderungsvorschläge kritisch – Chatbots können irren! 6. Vergleiche die Rückmeldung deines Chatbots mit der einer Mitschülerin oder eines Mitschülers. • Was hat der Chatbot gut erkannt? • Hat er alle absichtlichen Fehler gefunden? • Findest du die Änderungsvorschläge hilfreich? 7. Teste nun eine andere Anweisung (Prompt) mit deiner fehlerhaften Erstversion oder verwende einen anderen Chatbot. Vergleiche die Ergebnisse. Zellatmung Zellatmung Fotosynthese Ozeane Humus Fossile Brennstoffe Organisches Material Vulkanismus CO2 CO2 CO2 CO2 CO2 CH4 CH4 CO2 CaCO3 Tiere Destruenten Pflanzen Du benötigst: ein digitales Gerät (Tablet, Notebook, PC) Zugang zu einem KI-Chatbot (zB ChatGPT, Perplexity oder Ähnliches). 1 Kohlenstoffkreislauf (Schema) Schulbuch Seite 6–8 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
5 Evolution des Menschen Der opponierbare Daumen – Struktur ermöglicht Funktion Der aufrechte Gang, ein leistungsfähiges Gehirn, die doppelte S-Form der Wirbelsäule und der gegenüberstellbare Daumen unterscheiden den Menschen von seinen frühen Vorfahren. Die besondere Struktur des Daumens ermöglicht viele für den Menschen typische Tätigkeiten. Warum ist dieser „opponierbare Daumen“ im Alltag so wichtig? Welche Dinge wären ohne ihn viel schwieriger? Mit einem kleinen Selbstversuch kannst du dieser Forschungsfrage nachgehen. Du benötigst: Verbandmaterial oder Stoffstreifen So geht’s: 1. Stelle erst eine Vermutung an und notiere in der Tabelle, welche Handlungen ohne opponierbaren Daumen kaum oder nur schwer durchführbar wären. 2. Verbinde die Hände so, dass der Daumen fest an der Handfläche liegt. 3. Führe dann die aufgelisteten Handlungen durch. Notiere, ob sie dir leicht fallen oder ob du sie nur mit Mühe lösen kannst. 4. Führe anschließend dieselben Aufgaben ohne Fixierung des Daumens durch. Notiere erneut die Schwierigkeit in der Tabelle. 5. Vergleiche deine Ergebnisse mit deiner eigenen Vermutung. Tätigkeit Vermutung (einfach/schwer) Ergebnis mit fixiertem Daumen Ergebnis mit freiem Daumen sich an der Nase kratzen Spielkarten mischen ein Buch auf einer bestimmten Seite aufschlagen einen Knopf aufmachen einen Stuhl hochheben den Namen mit einem Stift auf ein Papier schreiben 1. Handlung eigener Wahl: 2. Handlung eigener Wahl: 1 Der Daumen erleichtert das Schreiben. Schulbuch Seite 20 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Evolution des Menschen 6 Menschen und Affen haben gemeinsame Vorfahren Viele Menschen meinen, der heute lebende Mensch sei ein direkter Nachfahre der heute lebenden Affen. Tatsächlich ist das nicht richtig. Der moderne Mensch ist das aktuelle Ergebnis einer langen, weiterhin andauernden Entwicklung innerhalb der Gruppe der Menschenaffen. 1. Notiere die Unterscheidungsmerkmale von Menschen und anderen Menschenaffen. Nenne Belege für die enge Verwandtschaft der beiden Tiergruppen. 2. Im 19. Jahrhundert glaubten viele Menschen, der Mensch sei von Gott geschaffen und grundverschieden von allen anderen Lebewesen. Als der englische Forscher Charles Darwin 1859 sein Buch Über die Entstehung der Arten veröffentlichte, löste das große Aufregung aus. Darin erklärte er, dass sich alle Lebewesen im Lauf von Millionen Jahren durch natürliche Auslese entwickelt haben. Auch der Mensch sei Teil dieser Entwicklung und habe gemeinsame Vorfahren mit den Affen. Diese Idee widersprach den religiösen Vorstellungen vieler Menschen. Zeitungen machten sich über Darwin lustig und zeigten ihn in Karikaturen mit einem Affenkörper. Heute wird seine Theorie durch zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse gestützt und bildet – erweitert und weiterentwickelt – die Grundlage der modernen Evolutionsbiologie. Diskutiere mit einem Partner oder einer Partnerin, warum viele Menschen früher und manche Menschen auch heute noch, sich durch Darwins Erkenntnisse gekränkt fühlen und diese ablehnen. 1 Der Stammbaum der Menschenaffen gibt Auskunft über die Entstehung des Menschen. Die Entwicklungslinie der Schimpansen und die der Menschen trennte sich vor etwa 7 Millionen Jahren. Orang-Utans (3 Arten) Gorillas (2 Arten) Gewöhnlicher Schimpanse Bonobo (Zwergschimpanse) Mensch Schulbuch Seite 22–25 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
7 Evolution des Menschen Struktur und Funktion im Wandel – Mensch und Schimpanse im Vergleich Schimpansen und Menschen haben gemeinsame Vorfahren und somit auch viele Ähnlichkeiten. Sie haben aber auch Merkmale entwickelt, die an die unterschiedlichen Lebensweisen angepasst sind. Die Abbildungen zeigen 1) Skelett, 2) Schädel und Gehirn, 3) Kiefer und Zähne sowie 4) Hand und Fuß des Schimpansen (jeweils linkes Bild) und des Menschen (jeweils rechtes Bild) im Vergleich. 1. Stelle die Unterschiede in einer Tabelle gegenüber. Gehirnvolumen über 1500 cm3 Gehirnvolumen 400 cm3 Hinterhauptsloch Hinterhauptsloch 1 2 3 4 2. Ein Video aus einem Tiergarten zeigt einen Schimpansen beim Malen. In den Kommentaren wird darüber diskutiert, welche Merkmale Schimpansen und Menschen gemeinsam haben und wodurch sie sich unterscheiden. Vergleiche Mensch und Schimpanse anhand der Abbildungen. Nenne mindestens drei Gemeinsamkeiten und drei Unterschiede. 3. Beurteile die Aussage: „Der Mensch ist Teil des Tierreichs.“ Berücksichtige als Kriterien die stammesgeschichtliche Verwandtschaft sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mensch und Schimpanse im Körperbau und Verhalten. Schulbuch Seite 22–25 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Evolution des Menschen 8 Versuch: Verhaltensforschung Menschenaffen sind unsere nächsten Verwandten im Tierreich. Bei folgender Aufgabe arbeitest du wie eine Wissenschafterin oder ein Wissenschafter. Arbeite allein oder zu zweit. 1. Suche ein Video von Menschenaffen in freier Natur (zB Schimpansen, Orang-Utans oder Gorillas). Es sollen mehrere Tiere zu sehen sein. Schau es einmal ganz an. Notiere die Quelle und Titel deines Videos: 2. Formuliere eine Forschungsfrage, zB „Wie häufig haben die Tiere Körperkontakt?“ oder „Halten sich Jungtiere eher am Boden oder in Bäumen auf?“ Deine Forschungsfrage: ? Notiere dazu auch eine Vermutung: Ich vermute, dass . Begründe deine Vermutung: 3. Sieh dir die Aufnahme noch einmal an. Stoppe sie, wenn notwendig. Notiere: a) Anzahl der Tiere in der Aufnahme b) Hauptbeschäftigungen der Tiere c) Verhaltensweisen miteinander und allein d) Was kannst du bezüglich deiner Forschungsfrage noch beobachten? Ergebnis: Kannst du nach genauer Betrachtung des Videos deine Vermutung bestätigen? ja teilweise nein Begründung: 4. Falls du deine Vermutung nicht mit Sicherheit bestätigen oder widerlegen konntest: Gib notwendige Informationen an, die dir dazu fehlen, und nenne mögliche Quellen, um an diese Informationen zu gelangen: Tipp: Falls du die Möglichkeit hast, kannst du auch Tiere in einem Tiergarten beobachten. Notiere und begründe zuvor eine Vermutung, ob sich Tiere in Tiergärten anders verhalten als in freier Wildbahn. 1 Weiblicher Gorilla und Junges Schulbuch Seite 22–25 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
9 Evolution des Menschen Kulturelle Evolution – Weitergabe von Information Neben der biologischen Evolution entwickelt sich der Mensch auch durch die Weitergabe von Wissen und Erfahrungen. Die Erfindung der Schrift beschleunigte diese kulturelle Evolution. 1. Die Textkärtchen erklären kulturelle Evolution. Bringe sie in die richtige Reihenfolge. Natürliche Evolution entsteht durch Veränderungen und Weitergabe der Erbinformation über viele Generationen. Kulturelle Evolution betrifft die Veränderung von Verhalten, Wissen und Technologien, die Menschen schaffen. Vor etwa 6000 Jahren erfanden Menschen die Schrift. Gesprochenes erreicht wenige Menschen und bleibt kurzzeitig. Geschriebenes erreicht viele Menschen und bleibt erhalten. Anfangs war Schreiben mühsam. Man meißelte in Stein oder Tontafeln. Tinte und Papier erleichterten das Schreiben. Kulturelle Evolution ist möglich, weil Menschen Wissen, zum Beispiel durch Sprache, weitergeben. Unsere Welt wäre anders, könnten wir Wissen nur mündlich weitergeben. Bücher wurden lange durch Abschreiben vervielfältigt. Dabei konnten sich kleine Fehler einschleichen, ähnlich dem Spiel „Stille Post“. Der Buchdruck vor 600 Jahren beeinflusste die kulturelle Evolution stark. Gedruckte Texte verbreiteten Entdeckungen. Im letzten Jahrhundert beschleunigten Radio, Fernsehen und später das Internet die Wissensverbreitung. Dadurch veränderte sich die Welt in den letzten Jahrzehnten schneller als je zuvor. Die Zukunft ist ungewiss, aber sicher ist: Die Evolution geht weiter! 2. Wie werden sich Menschen in 100 Jahren verständigen? Wird es noch gedruckte Bücher, Telefone oder Fernsehgeräte geben? Diskutiere mit einer Partnerin oder einem Partner. Wie könnten Menschen in Zukunft miteinander kommunizieren und zB Urlaubserinnerungen austauschen? Sei kreativ und male ein Bild! Schulbuch Seite 30–31 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Landwirtschaft als Ökosystem 10 Geschichte des Ackerbaus – Mensch und Umwelt im Wandel Auf folgenden Kärtchen stehen jeweils eine Antwort und eine Frage zur Geschichte des Ackerbaus und zur Sesshaftwerdung des Menschen. Kopiere das Blatt auf etwas stärkeres Papier und schneide die Kärtchen entlang der Linien aus. Lege alle Karten mit der Textseite nach oben auf den Tisch und vermische sie. Suche die Startkarte heraus und lege sie auf den Tisch. Lies die Frage und finde die Karte mit der richtigen Antwort darauf. Lege sie direkt darunter. Lies nun die Frage auf der neuen Karte und suche wieder die passende Antwortkarte. So entsteht nach und nach eine Kette. Ziel ist es, alle Karten in der richtigen Reihenfolge aneinanderzulegen. Überprüfe mit Hilfe des Schulbuches, ob du es geschafft hast. Du kannst das Spiel auch zu zweit oder in Kleingruppen spielen. Am Ende kontrolliert ihr gemeinsam, ob alle Fragen und Antworten korrekt verbunden sind. STARTFRAGE Warum zogen die Menschen während der letzten Kaltzeit als Nomaden durchs Land? Weil sie jagen und essbare Pflanzen sammeln mussten und ständig neue Nahrung brauchten. Warum wurde die Jagd vor etwa 15 000 Jahren immer schwieriger? Weil das Klima wärmer wurde und das an die Kälte angepasste Wild zurückging. Was entdeckten die Menschen als neue Möglichkeit, Nahrung zu gewinnen? Sie begannen, bestimmte Pflanzen bewusst anzubauen und deren Samen auszusäen. Warum mussten Menschen für den Ackerbau sesshaft werden? Weil Felder gepflegt und über längere Zeit betreut werden mussten. In welcher Region fand der Übergang vom Jäger und Sammler hin zu einer sesshaften, landwirtschaftlich geprägten Lebensweise erstmals statt? Im Gebiet des Fruchtbaren Halbmondes in Vorderasien. Welche Tiere wurden in dieser Region zuerst domestiziert? Schafe, Ziegen und Rinder. Wie verbreitete sich die Landwirtschaft von Vorderasien aus? Durch Wanderbewegungen über den Balkan nach Europa und über das Niltal nach Afrika. Welche Folgen hatte die Sesshaftwerdung für die Landschaft in Mitteleuropa? Wälder wurden gerodet, Felder und Weiden entstanden, und es bildete sich eine Kulturlandschaft. Welches einfache Werkzeug markierte den Beginn des Hackbaus? Der Grabstock, später die Hacke. Welche Erfindung revolutionierte die Bodenbearbeitung? Der Pflug, zunächst aus Holz, später mit Pflugscharen aus Eisen und Rädern ausgestattet. Was brachte die Dreifelderwirtschaft? Eine deutliche Steigerung der Erträge durch den Wechsel von Wintergetreide, Sommergetreide und Brache. Welche Neuerungen steigerten ab dem 19. und 20. Jahrhundert die Ernteerträge weiter? Mineraldünger und Maschinen wie Traktoren und Mähdrescher. Welche Vorteile brachte die Sesshaftwerdung für die Menschen? Mehr Nahrung, Bevölkerungswachstum und Spezialisierung auf verschiedene Tätigkeiten. Welche Probleme entstanden durch die neue Lebensweise? Krankheiten verbreiteten sich leichter, die Ernährung wurde einseitiger und es kam zu sozialen Spannungen. ENDE Schulbuch Seite 34–37 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
11 Landwirtschaft als Ökosystem Versuch: Wie beeinflusst die Wiesenstruktur den Lebensraum? Wie die Wiese genutzt wird, ob sie zB regelmäßig gemäht wird, beeinflusst ihre Struktur und somit auch die Artenvielfalt. Mit folgendem Versuch untersuchst du die Auswirkungen des Mähens auf den Umweltfaktor Temperatur. Vergleiche dazu zwei Standorte: einen gemähten Rasen und eine ungemähte Wiese Formuliere in deinem Versuchsprotokoll zunächst eine Vermutung: „Ich vermute, dass in der ungemähten Wiese die Temperatur am Boden …“ Du benötigst: Thermometer (oder digitaler Sensor) Lineal oder Messstab (für Pflanzenhöhe) Smartphone oder Tablet für Fotos und Notizen PC oder Laptop für Diagrammerstellung in Excel So geht’s: a. Suche eine gemähte Fläche und eine naturnahe Wiese mit einigen Pflanzen, die zumindest 20 cm hoch sind. b. Miss an beiden Standorten die Temperatur in Bodennähe (ca. 2 cm über dem Boden) und die Temperatur in der Blütenschicht (oberhalb der höchsten Pflanzen oder ca. 20 cm über dem Boden). Notiere auch die durchschnittliche Pflanzenhöhe am Standort (etwa auf dem Quadratmeter). c. Notiere im Versuchsprotokoll Datum, Uhrzeit und Wetterbedingungen (Sonne, Wind …). Fotografiere beide Messorte als Dokumentation. d. Wiederhole die Messung mindestens dreimal pro Standort für genauere Ergebnisse. Standort Temperatur in der Blütenschicht (°C) Temperatur in Bodennähe (°C) Pflanzenhöhe (cm) Datum/ Uhrzeit Gemähte Wiese Ungemähte Wiese 1. Übertrage deine Messwerte in ein Tabellenkalkulationsprogramm und erstelle ein Säulendiagramm, das die Temperaturunterschiede zeigt. Füge das Diagramm in dein Versuchsprotokoll digital ein oder zeichne es nach. 2. Vergleiche deine Ergebnisse mit denen von Mitschülerinnen oder Mitschülern und diskutiert Unterschiede. 3. War deine anfangs formulierte Vermutung richtig? Begründe dein Ergebnis. 4. Bewerte die Aussagekraft deiner Messungen und notiere eine Möglichkeit, um den Versuch zu verbessern oder abzuwandeln. 5. Welche Bedeutung haben deine Beobachtungen für Tiere, die in der Wiese leben (zB Insekten, Bodenlebewesen)? Nenne Maßnahmen, um die Artenvielfalt auf Wiesen zu fördern. Schulbuch Seite 38–50 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Landwirtschaft als Ökosystem 12 Von der Saat bis zur Ernte Weizen ist eines der bedeutendsten Getreide in Österreich. Damit die Pflanzen gut wachsen und später geerntet werden können, müssen Landwirtinnen und Landwirte verschiedene Schritte beachten: 1 Mit dem Grubber wird der Boden etwa 10 cm tief aufgerissen. 2 Mit dem Pflug wird das Erdreich bis zu 30 cm tief aufgerissen und gewendet. 3 Mit der Egge wird der Boden geebnet. 4 Mit einer Drillmaschine werden die Körner gleichmäßig ausgesät. 5 Die Körner werden im Korntank des Mähdreschers gespeichert, das Stroh wird hinten „ausgespuckt“. 6 Der Korntank wird geleert. 7 Korn vor dem Abtransport 8 Stroh, zu Rundballen gepresst Bodenbearbeitung Der Boden wird gelockert und geglättet. Geräte wie Grubber, Pflug oder Egge helfen dabei. Dabei werden Erntereste wie Stroh in den Boden eingearbeitet, was den Boden fruchtbarer macht. Aussaat Die Weizenkörner werden in den vorbereiteten Boden gesät. Der Boden sollte nicht zu nass sein. Wachstum Aus den Körnern entwickeln sich Wurzeln, Halm, Blätter und später Ähren mit den Körnern. Ernte Ist der Weizen reif, wird er mit dem Mähdrescher gemäht und gedroschen. Dabei werden die Körner von den Ähren getrennt. Verwertung von Ernterückständen Das Stroh kann gepresst und als Einstreu für Tiere genutzt oder als Dünger in den Boden zurückgebracht werden. 1. Landwirtinnen und Landwirte können den Boden mit dem Pflug oder dem Grubber bearbeiten. Beide Methoden haben Vor- und Nachteile. a) Beschreibe die Vorteile eines Grubbers und eines Pfluges für die Bodenqualität (Mineralstoffe, Humus, Durchlüftung, Wasseraufnahme, Wildkräuter, Schutz vor Erosion). b) Gib an, welche Methode in bestimmten Situationen besser passt, und begründe deine Entscheidung. 2. Beurteile, ob es sinnvoll ist, Ernterückstände in den Boden einzuarbeiten. 3. Beschreibe die Auswirkungen auf die Aussaat und das Wachstum der Pflanzen, wenn der Boden zu nass ist. 4. Nenne drei Pflanzenteile, die aus dem Weizenkorn entstehen, und deren Aufgaben. 5. Beschreibe den Vorgang der Ernte. Schulbuch Seite 38–50 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
13 Landwirtschaft als Ökosystem Getreideernte anno dazumal Früher war die Getreideernte harte Handarbeit. Die Felder mussten ohne moderne Maschinen bearbeitet werden und die Arbeit hing stark von Wetter und Jahreszeit ab. Die Ernte war für die Menschen von großer Bedeutung, denn Getreide diente als Hauptnahrungsmittel und war oft auch ein Zahlungsmittel. Im folgenden Text sind die Buchstaben der Beschriftungen zu den einzelnen Bildern durcheinandergeraten. Lies den Text gut durch, finde die richtigen Begriffe heraus und schreibe sie anschließend zu den entsprechenden Abbildungen. Vor der Mechanisierung der Landwirtschaft wurde das Getreide händisch mit einer NESSE (Abb. 1) oder einer ELCHSI (Abb. 2) geschnitten. Die geschnittenen Getreidehalme wurden zu BENGAR (Abb. 3) gebunden und zum Trocknen zu DELNMAN (Abb. 4) aufgestellt. Die trockenen Garben wurden mit dem Pferde- oder Ochsengespann vom Feld in die Scheune gebracht. Im Spätherbst, wenn sonst keine Arbeiten im Freien mehr anfielen, wurde das Getreide gedroschen: Durch das Hinschlagen mit DREGELNFLESCH (Abb. 5) lösten sich die Getreidekörner aus den Ähren. Allerdings blieben Strohreste wie zB Spelzen zwischen den Körnern. Um diese sogenannte „Spreu“ von den Körnern zu trennen, kam die TREIDEGEDEWIN (Abb. 6) zum Einsatz: Mit einer Kurbel wurde ein Windrad in Bewegung versetzt. Der dadurch erzeugte Luftstrom blies die Streu aus dem aus einem Trichter herabfallenden Dreschgut, das schwerere Korn verblieb in der Winde. Abb. 1: Abb. 5: Abb. 6: Abb. 4: Abb. 3: Abb. 2: Schulbuch Seite 38–50 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Landwirtschaft als Ökosystem 14 Ackerflächen in Österreich nach Nutzpflanzengruppen 1. Die Tabelle rechts zeigt, wie viel Prozent der Ackerflächen in Österreich für verschiedene Nutzpflanzengruppen genutzt werden. Erstelle daraus ein Tortendiagramm mit einer geeigneten Tabellenkalkulationsanwendung (hier am Beispiel Excel). So gehst du vor: a) Daten aufschreiben • Öffne Tabellenkalkulationsanwendung. • Schreibe in die erste Spalte die Nutzpflanzengruppen. • Schreibe in die zweite Spalte die Prozentwerte der jeweiligen Ackerflächen. b) Daten markieren • Markiere alle Zellen mit den eingegebenen Daten. c) Tortendiagramm erstellen • Gehe auf Einfügen Diagramme Kreisdiagramm/Tortendiagramm. d) Prozentwerte im Diagramm anzeigen • Klicke auf das Diagramm, sodass es markiert ist. • Klicke oben auf Diagrammelemente hinzufügen (oder auf das „+“ neben dem Diagramm). • Setze ein Häkchen bei Datenbeschriftungen. • Klicke auf die Beschriftungen Datenbeschriftungen formatieren wähle Prozentwert anzeigen. e) Diagramm anpassen • Vergib einen Titel, zB „Ackerflächen in Österreich nach Nutzpflanzengruppen“ • Klicke oben auf Farben ändern und wähle verschiedene Farben für die Gruppen, damit sie gut unterscheidbar sind. f) Speichere die Datei. 2. Übertrage das Diagramm mit Beschriftung möglichst genau in die Vorlage: 3. Schreibe in einem Satz, welche Nutzpflanzengruppe in Österreich am meisten angebaut wird und welche am wenigsten. Nutzpflanze Ackerfläche Getreide (zB Weizen, Roggen, Mais) 55% Eiweißpflanzen (zB Sojabohne, Ackererbse) 20% Wein 3% Obst und Gemüse (zB Äpfel, Karotten) 5% Hackfrüchte (zB Kartoffel, Zuckerrüben) 5% Ölfrüchte (zB Raps, Sonnenblumen) 12% 1 Verteilung der Ackerflächen in Österreich nach Nutzpflanzengruppen in Prozent (Stand 2024) Schulbuch Seite 38–50 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
15 Landwirtschaft als Ökosystem Intensive und extensive Landwirtschaft Trage die gesuchten Begriffe zum Thema intensive und extensive Landwirtschaft in das Kreuzworträtsel ein. Umlaute werden als Umlaute geschrieben. Die markierten Buchstaben ergeben hintereinander gelesen einen Begriff. Er bezeichnet eine Lebens- und Wirtschaftsweise, die Natur und Umwelt so nutzt, dass auch zukünftige Generationen gute Lebensbedingungen vorfinden. Dabei wird nur so viel verbraucht, wie nachwachsen oder sich erneuern kann. 1 2 2 4 5 3 5 3 5 1 11 4 6 6 4 7 14 8 8 9 9 10 12 13 7 11 10 1. Dünger, der erst im Boden mineralisiert wird 2. Vorgang des Mähens 3. abwechselnde Bepflanzung von Feldern 4. Folge hoher Mineralstoffeinträge in Gewässern 5. landwirtschaftliche Flächen, auf denen über mehrere Jahre immer dieselbe Pflanzenart angebaut wird 5. verschiedene Pflanzen auf demselben Feld 6. Dünger, der keine Nahrung für Destruenten liefert 7. eine Folge intensiver Landwirtschaft 8. chemische Pflanzenschutzmittel 9. Zusammenlegung landwirtschaftlicher Flächen zur besseren Bewirtschaftung 10. Folge der Nutzung von Traktoren und anderer schwerer Landwirtschaftsgeräte 11. Nutzung von Wiesen und Weiden Lösungswort: 1 2 3 4 5 6 7 8 91011121314 Schulbuch Seite 38–63 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Landwirtschaft als Ökosystem 16 Tierethik – Bedürfnisse von Lebewesen In der Landwirtschaft werden Tiere gehalten, um Lebensmittel wie Milch, Eier oder Fleisch zu erzeugen. Dabei spielt nicht nur die Menge der Produktion eine Rolle, sondern auch, wie gut es den Tieren geht. Die Tierethik beschäftigt sich mit der Frage, wie Menschen Tiere behandeln sollten und welche Rechte oder Bedürfnisse Tiere haben. 1. Nenne drei Grundbedürfnisse von Nutztieren. Beschreibe die Bedeutung dieser Bedürfnisse für das Tierwohl. Tipp: Überlege was passiert, wenn ein Bedürfnis erfüllt bzw. wenn es nicht erfüllt wird? Wie wirkt sich das auf Gesundheit, Verhalten und Stress aus? 2. Zähle drei mögliche Kritikpunkte an der Nutztierhaltung auf. Analysiere jeweils mögliche Verbesserungen aus Sicht des Tierschutzes. • Beschreibe, wie diese Maßnahme(n) das Leben der Tiere verbessert. • Begründe, warum eine artgerechte Haltung wichtig ist und wie sie dazu beiträgt, Tierleid zu vermeiden (zB Auslauf im Freien ist eine Verbesserung, weil …, Artgerechte Haltung sorgt dafür, dass …) 3. Rollenspiel Landwirtschaft In der Landwirtschaft treffen unterschiedliche Interessen aufeinander: Tiere haben Bedürfnisse, Landwirtinnen und Landwirte müssen wirtschaftlich arbeiten und Konsumentinnen und Konsumenten wünschen sich günstige Lebensmittel. a) Verteilt unter den Mitschülerinnen und Mitschülern die folgenden Rollen: • Landwirt/Landwirtin – achtet auf Arbeit, Kosten und Produktion • Tierarzt/Tierärztin – achtet auf Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere • Konsument/Konsumentin – achtet auf Qualität der Lebensmittel, artgerechte Haltung, Preis b) Jede Person notiert, was aus ihrer Sicht besonders wichtig ist. c) Ein Betrieb möchte von konventioneller Stallhaltung auf eine tierfreundlichere Haltungsform umzusteigen, zum Beispiel mit mehr Platz und Auslauf oder mit abwechslungsreicherem Futter. • Welche Vorteile hätte das für die Tiere? • Welche Herausforderungen könnten für den Betrieb entstehen? • Welche Erwartungen haben Konsumentinnen und Konsumenten? d) Diskutiert in der Gruppe: Wie könnte eine Lösung aussehen, bei der möglichst viele Interessen berücksichtigt werden? Notiert zwei Punkte, auf die sich alle einigen können. e) Analysiere den Verlauf des Rollenspiels. Konntet ihr euch einigen? Begründe dabei die Bedeutung unterschiedlicher Sichtweisen bei allen ethischen Diskussionen (zB zum Umgang mit Tieren in der Landwirtschaft, wie Menschen miteinander oder mit der Natur umgehen sollen, etc.). 1 Rinder auf der Weide können sich bewegen, grasen und miteinander Kontakt pflegen – wichtige Bedürfnisse für ein gesundes Leben. 2 Hühner im Freiland können scharren, picken und die Sonne genießen – Grundbedürfnisse für Wohlbefinden und natürliche Verhaltensweisen. 3 Suhlen ist ein natürliches Verhalten von Schweinen, das hilft, sich abzukühlen und Hautprobleme zu vermeiden – ein wichtiges Bedürfnis für Gesundheit und Wohlbefinden. 4 Gänse sollen auf der Wiese nach Futter suchen, laufen und miteinander Kontakt halten können – wichtige Bedürfnisse für ihr Wohlbefinden. Zwangsfütterung (Stopfen) verhindert das und kann das Wohlbefinden und die Gesundheit der Tiere stark beeinträchtigen. Schulbuch Seite 51–57 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
17 Landwirtschaft als Ökosystem Biologische Landwirtschaft 1. Im Buchstabensalat verstecken sich neun Begriffe zum Thema „Biologische Landwirtschaft“. Sie können waagrecht, senkrecht oder diagonal stehen. Finde sie und trage sie in die Tabelle unten ein. Die nummerierten Buchstaben ergeben einen Lösungsbegriff. Erkläre seine Bedeutung. U 3 15 N 17 19 N 7 2 R 5 14 B 6 13 18 T 4 10 9 8 16 B 11 12 H 1 Lösungswort: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10111213141516171819 2. Recherchiere im Internet und ordne danach die Kennzeichnungen den passenden Beschreibungen zu. garantiert, dass die Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft stammen. Die Rohstoffe können aus heimischer oder nichtheimischer Produktion stammen. garantiert, dass die damit gekennzeichneten Lebensmittel gewisse Qualitätsanforderungen erfüllen und die Rohstoffe aus heimischer Produktion stammen garantiert, dass die Lebensmittel aus einheimischen Rohstoffen und aus biologischem Landbau stammen Q V T I PAYLWBMGBSOONVGTZNUHB N X V F R Q J E D N D M I I V J R D D P O B E L L RKZFNRVSATSOFTOSFLBBGCHPÜ K U D C W P I HBLNWSPLDWXXCKOCVH L Z R I P X W C G D E J G Y K A I P C E W O N I S YKMCRWGEBZMELHQUHVNROA J R T A D Q Q J R IWCSZMDDLNUHEQLLUMR H C I LGÄRTREVTLEWMUI C R D T Z X E D H R H I UVHAZXTTRWVTUPASDWUI RESSOURCENSCHONENDI X N I T E F ZUGKECWUQMX I J Q Q X Z J X P L G T R E YYAZEYYRVWYEHXI BXHEOCLTÄN MANTDCDFC I REGNÜDRUTANCTTT HADVWSKWXXXTRGJ VCPUWZ TMLM I DFVHPKTENAJ EEODBZHMDHHNC Schulbuch Seite 51–57 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Landwirtschaft als Ökosystem 18 Artenvielfalt entdecken – dein eigenes Herbarium Ein Herbarium ist eine Sammlung gepresster und getrockneter Pflanzen (herba, lat. = Kraut). Dabei arbeitest du wie eine Forscherin oder ein Forscher: Du untersuchst Pflanzen in deiner Umgebung (zB Schulhof, Garten, Wiese). Dabei lernst du, Pflanzenarten genau zu betrachten und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zu erkennen. Mit der Zeit baust du dir eine eigene Sammlung und ein Nachschlagewerk auf – je sorgfältiger du arbeitest, desto mehr lernst du daraus! So legst du dir ein Herbarium an: Wenn du eine Pflanze gefunden hast, bestimme sie zuerst und prüfe, ob sie nicht geschützt oder giftig ist. Dann kannst du sie sorgfältig ausgraben, am besten mit der Wurzel. Notiere auf einem Zettel den Namen der Pflanze, den Fundort und das Funddatum. Gib je eine Pflanze mit dem entsprechenden Zettel in eine Klarsichthülle (die Pflanzen welken darin nicht so schnell). Zu Hause legst du jede Pflanze (mit dem Zettel) vorsichtig ausgebreitet auf einen Bogen Zeitungspapier (von Pflanzen mit Wurzeln spülst du vorher vorsichtig die Erde ab) und legst einen weiteren Bogen Zeitungspapier darüber. Verfahre so mit allen deinen Pflanzen. Zum Schluss stapelst du die Zeitungspapierbögen mit den Pflanzen übereinander und beschwerst den Stapel mit schweren Büchern. Die Pflanzen müssen mindestens zwei Wochen trocknen. Kontrolliere regelmäßig auf Schimmel und wechsle bei Bedarf vorsichtig das Papier. Schimmelige Pflanzen musst du entsorgen. Sind die Pflanzen gut gepresst und getrocknet, befestigst du sie vorsichtig mit schmalen Klebestreifen auf je einem weißen A4-Blatt, auf dem du vorher (am besten auf einem Feld in der rechten unteren Ecke) den Artnamen, die Pflanzenfamilie, den Fundort und das Funddatum geschrieben hast. Das sieht zB so aus: Artname: Acker-Senf Familie: Kohlgewächse Fundort: Feldrand am Güterweg nach Großtaxen Funddatum: 10.9.2018 Tipp: Bei der Bestimmung der Art helfen Apps wie PlantNet, PictureThis oder Flora Incognita. Fotografiere dazu die Pflanze (Blätter, Blüten, Stängel). Die App zeigt dir mögliche Pflanzenarten und die Familie an. Vergleiche die Ergebnisse mit einem Pflanzen-Bestimmungsbuch, um sicherzugehen. Abschließend steckst du jedes Blatt in eine Klarsichthülle. Die Hüllen gibst du in eine Mappe. Stecke jedes Blatt in eine Klarsichthülle. Die Hüllen gibst du in eine Mappe. Ordne jeweils Pflanzen derselben Familie hintereinander und trenne sie mit Trennblättern, die du mit dem Namen der entsprechenden Familie beschriftest, von den anderen ab. 1 Die gesammelten Pflanzen werden beschriftet und sorgfältig behandelt. Schulbuch Seite 44–47 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
19 Landwirtschaft als Ökosystem Die Landwirtschaft in Österreich verändert sich 1. Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich nimmt ab. Die Größe der verbleibenden Betriebe nimmt zu. Beschreibe die in den Diagrammen dargestellten Veränderungen einer Partnerin oder einem Partner in eigenen Worten. Achte dabei auf die Achsenbeschriftungen. Ein Hektar entspricht 10 000 m2, also einer Fläche von 100 mal 100 m. 2. Die Kreislaufwirtschaft ist eine traditionelle Form der Landwirtschaft. Sie wurde in den letzten Jahrzehnten vielfach durch eine intensive, industrielle Landwirtschaft ersetzt. Diese bringt zwar mehr Ernte, ist aber nicht so umweltfreundlich. In den letzten Jahren haben vor allem Bio-Landwirtinnen und -Landwirte die Kreislaufwirtschaft wieder entdeckt. Schau dir Abbildung 1 genau an. Lies die Aussagen A–F darunter und kreuze die richtigen Antworten an. Die Buchstaben neben den richtigen Antworten ergeben, von unten nach oben gelesen, ein Lösungswort. Gib an, wo dir dieses Wort im Biologieunterricht bereits begegnet ist. Fütterung organischer Dünger pflanzliche Produkte tierische Produkte Tierhaltung Pflanzenproduktion Acker/Grünland Gülle, Mist 1 Traditionelle Landwirtschaft funktioniert im Kreislauf. Bei der Kreislaufwirtschaft … Wahr? A … wird Pflanzenanbau und Tierhaltung zusammen betrieben AUF B … werden entweder Pflanzen angebaut oder Tiere gehalten. ERKB C … können nur so viele Tiere gehalten werden, wie Futter auf dem Betrieb erzeugt wird EISL D … wird ein Teil der tierischen Ausscheidungen zur Düngung der Äcker verwendet. FFKR E … werden in aufeinander folgenden Jahren verschiedene Pflanzen angebaut. STO F … werden Futtermittel wie Soja zB aus Südamerika zugekauft. CKW Lösung: Schulbuch Seite 55–57 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Landwirtschaft als Ökosystem 20 Das Einkaufsverhalten beeinflusst die Umwelt 1. In welchen Monaten sind folgende Produkte in Österreich reif bzw. als österreichische Lagerware erhältlich? Recherchiere und male die Kästchen der Tabelle anschließend dunkelgrün (erntefrisch) oder hellgrün (Lagerware) an. Hinweis: Die Saisonzeiten können je nach Sorte, Region und Anbaumethode variieren. In warmen Lagen sind Produkte oft früher reif, in kühleren später; auch verschiedene Sorten desselben Obstes oder Gemüses unterscheiden sich etwas in der Erntezeit. Saisonal: Lebensmittel, die zu einer bestimmten Jahreszeit in deinem Land wachsen, wie Erdbeeren im Sommer oder Kürbisse im Herbst. Regional: Lebensmittel, die in der Nähe produziert werden und nicht weit transportiert werden müssen. a) Begründe anhand je eines Beispiels für alle vier Jahreszeiten, wie die Entscheidung für saisonale und regionale Lebensmittel zum Umweltschutz beiträgt. b) Diskutiere anhand deiner Beispiele mit einer Partnerin oder einem Partner, warum auch viele Lebensmittel gekauft werden, die nicht regional sind. Erörtert Möglichkeiten, um den Anteil regionaler Produkte zu erhöhen. Monat Gemüse 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Kohl Weißkraut Kohlsprossen Kohlrabi Karfiol Broccoli Weißer Rettich Radieschen Karotten Sellerie Liebstöckel Dill Petersilie Rote Rübe Lauch Spargel 2. Das Einkaufsverhalten der Menschen in Österreich steht in Zusammenhang mit dem Schutz der heimischen Natur und oft auch mit dem Schutz der Natur weltweit. Lies die beiden Begriffserklärungen: Schulbuch Seite 60–69 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
21 Landwirtschaft als Ökosystem Die Reise der Lebensmittel 1. Achte beim nächsten Einkauf auf die Herkunft der Lebensmittel, die du oder deine Eltern regelmäßig kauft. Kannst du das an der Beschriftung des Produktes das Herkunftsland oder die Herkunftsregion erkennen? Wähle zehn unterschiedliche Lebensmittel und gib an, wie und wo die Herkunft auf der Verpackung gekennzeichnet ist. 2. Zeichne das Herkunftsland bzw. die Herkunftsregion in die Weltkarte ein. Für Lebensmittel aus Österreich kannst du die Karte darunter verwenden, um die Herkunftsgebiete einzuzeichnen. Weltkarte: Karte Österreichs: 3. Erkläre den Unterschied zwischen den Begriffen Anbauort und Herstellungsort (Produktionsort). Welche Auswirkungen hat diese Unterscheidung auf die Gesamtlänge aller Transportwege eines Lebensmittels? Begründe deine Antwort anhand eines selbst gewählten Beispiels. Schulbuch Seite 60–69 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Siedlungsökologie 22 Kennzeichen von Siedlungsökosystemen Finde die gesuchten Begriffe zum Lebensraum in Siedlungsgebieten. Umlaute werden als Umlaute geschrieben. Die markierten Buchstaben ergeben untereinander gelesen drei Städte in Österreich. Bezeichnung für die Stadt, da es hier wärmer ist als im Umland Wiederverwertung von Abfallstoffen Land-Stadt-Winde Stark verbautes Gebiet in der Stadtmitte Lösung: ist mit rund 2 Millionen Menschen, die hier leben, die bevölkerungsreichste Stadt Österreichs und die zehntgrößte Stadt in der EU (in Bezug auf die Einwohnerzahl). kühlen durch Verdunstung und verbessern die Luft Zone einer Stadt, die den Übergang zum grünen Umland bildet bei vielen Autobesitzern bzw. -besitzerinnen nicht willkommener Kulturfolger eingezäunte Bereiche in vielen Parkanlagen Lösung: hat rund 305 000 Einwohner und Einwohnerinnen und ist damit die zweitgrößte Stadt Österreichs (in Bezug auf die Einwohnerzahl). zu viel künstliches Licht in der Nacht belastet die Atemwege Voraussetzung für Recycling Organismen, die sich u.a. im Taubenkot ansammeln Lösung: ist mit knapp 214 000 Einwohnern und Einwohnerinnen die drittgrößte Stadt Österreichs (in Bezug auf die Einwohnerzahl). Schulbuch Seite 70–73 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
23 Siedlungsökologie Tiere in der Stadt – wer bin ich? Einige Tiere, die auch in Städten leben, werden hier vorgestellt. Ihr Aussehen ist in den Abbildungen dargestellt, in den farbigen Kästchen unten finden sich kurze Beschreibungen. Ordne die Buchstaben den passenden Abbildungen zu und trage den jeweiligen Tiernamen in die Beschriftungszeile ein. Umlaute sind als Umlaute zu schreiben. Werden die Buchstaben der markierten Felder richtig eingesetzt, ergeben sich die Namen von drei Tieren, die in Häusern und Wohnungen nicht erwünscht sind. Ü 1 234567891011 , 12 13 14 15 16 17 und O 18 19 20 21 22 23 24 25 . 9 23 4 13 14 2 8 7 3 16 10 6 15 5 25 12 22 11 24 18 21 17 NEBEL 1 20 19 Im schnellen Gleitflug erbeute ich Insekten. Von unten sind dabei gut meine langen sichelförmigen Flügel und mein gegabelter Schwanz zu sehen. Als guter Schwimmer bevorzuge ich Orte, die in Wassernähe sind. Bei den Menschen bin ich nicht sehr beliebt, da ich als Wirt verschiedener Floharten Krankheiten übertragen kann. Ich bin leicht an meinem Gefieder, das am Kopf, an der Kehle, an den Flügeln und am Schwanz glänzend grau und sonst schwarz ist, zu erkennen. Am ehesten kann man mich nachts bei der Nahrungssuche antreffen. Ich habe einen buschigen Schwanz, kurze Beine und einen weißen Fleck auf meiner Kehle. C F A E Oft bin ich im Rüttelflug zu sehen, wenn ich meine Beute jage. Das sieht aus, als würde ich, obwohl ich fliege, auf der Stelle bleiben. Mein Gesang wird als besonders melodisch beschrieben. Männchen haben bei uns ein schwarzes Gefieder, Weibchen ein bräunliches. Wie viele unserer Verwandten bevorzugen wir Körner als Nahrung. Unser Ruf wird als Gurren bezeichnet. Mein buschiger Schwanz dient beim Klettern als Balancierhilfe. Für den Winter lege ich einen Nahrungsvorrat an Nüssen, Samen und anderen Pflanzenteilen an. D G H B Schulbuch Seite 74–77 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
Siedlungsökologie 24 Pflanzen in der Stadt – wer bin ich? Zehn in der Stadt vorkommende Pflanzen sind abgebildet. Auf der nächsten Seite befinden sich zehn passende Steckbriefe. Ordne die Steckbriefe den Abbildungen zu und notiere zu jedem Bild den Pflanzennamen sowie den zugehörigen Buchstaben. Die Buchstaben ergeben – in der Reihenfolge von Bild 1 bis Bild 10 gelesen – einen Begriff für Bereiche in der Stadt, die für Natur, Erholung und Artenvielfalt bedeutsam sind. 1 2 3 4 6 9 7 10 8 5 Schulbuch Seite 74–77 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
25 Siedlungsökologie Huflattich H Botanischer Name: Tussilago farfara Herkunft: Europa und Asien Wuchsform: Krautige Pflanze, früh blühend Blätter: Groß, herzförmig, erscheinen erst nach der Blüte Blüten: Leuchtend gelbe Korbblüten im zeitigen Frühjahr Standort: Sonnig Boden: lehmig, oft feucht Vorkommen: Böschungen, Ufer, Schuttplätze Besonderheiten: Eine der ersten Blüten des Jahres; alte Heilpflanze Scharfer Mauerpfeffer Ü Botanischer Name: Sedum acre Herkunft: ursprünglich in Europa und Westasien beheimatet; heute in vielen Teilen der Welt verbreitet Wuchsform: niedrige, teppichbildende Pflanze; 5 – 10 cm hoch Blätter: klein, fleischig, dicht gedrängt; speichern Wasser Blüten: gelb, sternförmig, Blütezeit Juni–August Standort: sehr sonnig, trocken, mineralstoffarm Boden: bevorzugt tiefgründige Böden Vorkommen: Mauern, Wegränder, Felsen, Trockenrasen Besonderheiten: sehr trockenheitsverträglich, bildet Polster; Blätter scharf schmeckend Pflanzen in der Stadt – Steckbriefe Sommerflieder NF Botanischer Name: Buddleja davidii Herkunft: Ostasien (vor allem China) Wuchsform: Locker wachsender Strauch Blätter: Schmal, länglich, graugrün Blüten: Lila, rosa, weiß oder blau; lange Rispen; duftend Standort: Sonnig und warm Boden: Durchlässig, eher trocken Vorkommen: Gärten, Bahndämme, Schuttplätze Besonderheiten: Futterquelle für Schmetterlinge; kann sich stark ausbreiten. Götterbaum N Botanischer Name: Ailanthus altissima Herkunft: China Wuchsform: Schnellwachsender Baum Blätter: Sehr groß, gefiedert, bis 1 Meter lang Blüten: Gelblich-grün, eher unauffällig Standort: Sonnig und warm Boden: Anspruchslos, wächst auch auf mineralstoffarmen Böden Vorkommen: Städte, Schuttplätze, Bahngelände Besonderheiten: Sehr widerstandsfähig und stark ausbreitungsfreudig Gewöhnliche Rosskastanie Ä Botanischer Name: Aesculus hippocastanum Herkunft: Balkan (Südosteuropa) Wuchsform: Großer, breitkroniger Baum Blätter: Handförmig zusammengesetzt, 5–7 Fiederblättchen Blüten: Weiße Kerzenblüten im Mai Standort: Halbschattig bis sonnig Boden: mineralstoffreich, eher feucht Vorkommen: Parks, Alleen, große Grünanlagen Besonderheiten: Die Kastanien sind für Menschen ungenießbar; häufiger Stadtbaum Ahornblättrige Platane R Botanischer Name: Platanus × acerifolia Herkunft: vermutlich Kreuzung aus Morgenländischer und Amerikanischer Platane Wuchsform: großer, breitkroniger Baum; bis 20–30 Meter hoch Blätter: groß, ahornähnlich gelappt, sommergrün Rinde: hellgrau bis gelblich; schuppt in großen Platten ab Blüten/Früchte: unscheinbare Blüten; kugelige Fruchtstände, die lange hängen bleiben Standort: sonnig bis halbschattig Boden: bevorzugt tiefgründige Böden Vorkommen: typischer Straßen- und Parkbaum in Städten Besonderheiten: sehr robust, hitze- und stadtklimaverträglich Breitwegerich L Botanischer Name: Plantago major Herkunft: Europa Wuchsform: Niedrige, rosettenförmige Pflanze Blätter: Breit, oval Blüten: Unauffällige, lange Blütenähren Standort: Sonnig bis halbschattig Boden: Trittfest, verdichtet, nährstoffreich Vorkommen: Wege, Wiesen, Parks, Spielplätze Besonderheiten: Sehr trittfest; Heilpflanze Schöllkraut C Botanischer Name: Chelidonium majus Herkunft: Europa und Westasien Wuchsform: Krautige Pflanze, bis etwa 1 Meter hoch Blätter: Weich, leicht gelappt, blaugrüne Fiederblättchen Blüten: Kleine, leuchtend gelbe Blüten Standort: Halbschattig, gerne an Mauern und Zäunen Boden: Stickstoffreich, eher feucht Vorkommen: In Siedlungen, Gärten, an Wegrändern Besonderheiten: Enthält gelben Milchsaft; giftig Purpur-Magnolie G Botanischer Name: Magnolia liliiflora Herkunft: ursprünglich aus China Wuchsform: kleiner Baum oder großer Strauch, meist bis etwa 3–5 Meter hoch Blätter: sommergrün, oval, kräftig grün Blüten: auffällig, purpurrosa bis violett; kelchförmig; erscheinen im Frühling Standort: bevorzugt sonnige bis halbschattige Plätze Boden: locker, humusreich, leicht sauer Vorkommen: beliebtes Ziergehölz in Gärten und Parks Besonderheiten: sehr frühe Blütezeit, empfindlich gegen Spätfrost Gemeine Nachtkerze E Botanischer Name: Oenothera biennis Herkunft: Nordamerika Wuchsform: Zweijährige krautige Pflanze Blätter: Schmal, leicht gezähnt Blüten: Große, gelbe Blüten, öffnen sich abends Standort: Sonnig Boden: Trocken bis mäßig feucht, sandig Vorkommen: Wegränder, Bahnböschungen, brachliegende Flächen Besonderheiten: Nachtblüher; Nahrungsquelle für Nachtfalter Schulbuch Seite 74–77 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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