47 Genetik und Sexualität Wirksamer Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten Beim Geschlechtsverkehr – egal ob bei homo- oder heterosexuellen Kontakten – können Krankheitserreger übertragen werden. Den zuverlässigsten Schutz vor einer Ansteckung bieten Kondome. Das Kondom für den Mann, das Präservativ, kennst du bereits. Weniger bekannt ist das Kondom für die Frau, das zwar im Vergleich mit dem Präservativ weniger sicher ist, allerdings ebenso vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen kann. Auf dieser Seite unten sind sechs sexuell übertragbare Krankheiten beschrieben. Lies die einzelnen Beschreibungen gut durch und löse danach folgende Aufgaben: 1. Du findest den Namen des Kondoms für die Frau in den Erregernamen von AIDS (15. und 19. Buchstabe), HPV (3. und 17. Buchstabe)und der Chlamydieninfektion (7., 15. und 16. Buchstabe). Lösung: 2. Erstelle eine Tabelle, in der du die vier Erregergruppen auflistest. Trage anschließend die entsprechenden Krankheiten in die Tabelle ein. Begründe, warum eine HPV-Infektion, Hepatitis-B und AIDS nicht mit Antibiotika behandelt werden können. 3. In einer Informationsbroschüre über sexuell übertragbare Krankheiten steht unter anderem: Symptomlos bedeutet nicht ungefährlich – die Infektion kann trotzdem Folgen haben. Erkläre die Bedeutung dieses Satzes für Betroffene und deren Sexualpartner. Candidamykose Erreger: Hefepilze der Gattung Candida, meist Candida albicans Symptome beim Mann: Rötung und Juckreiz am Penis, weißliche Beläge, Brennen beim Wasserlassen Symptome bei Frauen: Juckreiz, weißlich-bröckeliger Ausfluss, Rötung der Scheide, Brennen Behandlung: Antipilzmittel als Creme, Vaginalzäpfchen oder Tabletten Trichomoniasis Erreger: Trichomonas vaginalis (Geißeltierchen) Symptome beim Mann: Oft keine Beschwerden, sonst Brennen beim Wasserlassen oder Ausfluss aus der Harnröhre Symptome bei Frauen: Gelb-grünlicher, manchmal schaumiger Ausfluss, Juckreiz, Brennen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr Behandlung: spezielle Medikamente zur Bekämpfung von Einzellern, gleichzeitig für beide Partner HPV-Infektion Erreger: Humane Papillomviren, verschiedene Typen Symptome beim Mann: Genitalwarzen, meist keine Beschwerden; manche Virustypen können Krebs im Genital- oder Analbereich fördern Symptome bei Frauen: Genitalwarzen, oft keine Beschwerden; manche Virustypen können Gebärmutterhalskrebs begünstigen Behandlung: Warzenentfernung durch Vereisung, Laser oder Cremes; gegen das Virus selbst gibt es keine direkte Therapie Chlamydieninfektion Erreger: Chlamydia trachomatis (Bakterien) Symptome beim Mann: Brennen beim Wasserlassen, klarer Ausfluss aus der Harnröhre, manchmal Schmerzen im Hoden Symptome bei Frauen: Häufig kaum Beschwerden, sonst Unterbauchschmerzen, Ausfluss, Zwischenblutungen, Schmerzen beim Wasserlassen Behandlung: Antibiotika AIDS Erreger: Humanes Immundefizienzvirus (HIV) Symptome beim Mann: Im frühen Stadium grippeähnliche Beschwerden, später Infektanfälligkeit, Gewichtsverlust; bei unbehandeltem Verlauf Entwicklung von AIDS mit schweren Infektionen Symptome bei Frauen: Gleich wie beim Mann; zusätzlich können häufiger Vaginalinfektionen auftreten Behandlung: Medikamente, die die Vermehrung der Viren unterdrücken, sie müssen lebenslang eingenommen werden Hepatitis-B Erreger: Hepatitis-B-Virus Symptome beim Mann: Müdigkeit, Übelkeit, Bauchschmerzen, Gelbfärbung von Haut und Augen, dunkler Urin; viele haben anfangs keine Symptome Symptome bei Frauen: Gleich wie beim Mann Behandlung: Akut meist keine spezifische Therapie; chronische Hepatitis B wird mit antiviralen Medikamenten behandelt Schulbuch Seite 120–121 O Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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