Zeitbilder 2, Schulbuch

Anwendungsbereich 4: Vergangene und gegenwärtige Herrschafts- und Staatsformen 107 Die Österreichische Republik Staatsform Österreich ist eine Republik: Das Staatsoberhaupt ist die Bundespräsidentin oder der Bundespräsident. Die Wahlberechtigten wählen sie oder ihn. Herrschaftsform Österreich ist eine Demokratie. Wir wählen in allgemeinen, freien, geheimen und persönlichen Wahlen. Es gibt mehrere Parteien oder Kandidatinnen und Kandidaten. In Österreich gelten Bürgerrechte, Pressefreiheit und Meinungsfreiheit. Die österreichischen Gerichte urteilen unbeeinflusst und fair auf Basis der geschriebenen Gesetze. Wahlsonntag in Österreich Daniel: „Hoffentlich regnet es morgen! Ich habe keine Lust, mit den Eltern spazieren zu gehen.“ Franziska: „Da besteht keine Gefahr: Es ist Wahlsonntag, Mama ist doch Wahlleiterin und kommt nicht vor 14 Uhr nach Hause.“ Daniel: „Wenn wir Glück haben, macht Papa sein wunderbares Grillhendl. Vielleicht geht er in der Früh um 7 Uhr mit der Mama mit und wählt gleich, damit er dann genug Zeit zum Kochen hat.“ Franziska: „Unmöglich, das geht erst ab 8 Uhr. Die müssen ja zuerst das Wahllokal herrichten: Schauen, dass die Wahlurne leer ist, überprüfen, dass keine Wahlwerbung zu nahe am Wahllokal angebracht ist, und die Wahlzettel herrichten. Und dann gibt es da noch zwei Verzeichnisse, die geführt werden müssen, aber ich weiß nicht, wozu.“ Daniel: „Das hat sie mir gestern erklärt: Das eine enthält nach den Gassen sortiert die Namen von allen, die bei uns hier im Umkreis um das Wahllokal wählen dürfen. Dort wird abgehakt, wer gewählt hat. Alle Wahlberechtigten müssen persönlich wählen. Ins zweite Verzeichnis kommen der Reihenfolge nach die Namen von denen, die gewählt haben. So wird Wahlbetrug sehr schwierig. Denn auch die Wahlzettel sind genau abgezählt. Einige Leute der verschiedenen Parteien sind auch noch im Wahllokal und zählen nachher die abgegebenen Stimmen aus.“ Franziska: „So, und wer von uns beiden stellt den Wecker und schaut, dass der Papa gleich um 8 Uhr wählen geht? M7 Demokratie in Österreich wahlberechtigte Frauen und Männer (ab 16) Gerichte Landeshauptmann/ Landeshauptfrau Landesräte Landtag wählt gelobt an gelobt an wählen wählen wählen in jedem Bundesland österreichweit Nationalrat Bundesversammlung Bundesrat beschließen Gesetze Bundeskanzler/-in Bundesminister/-in Bundespräsident/ Bundespräsidentin ernennt M6 Eine Geschichte aus Österreich (Barbara Kronberger-Schmid) 1 Vergleiche anhand der beiden Schaubilder (M1 und M4) die Art, wie Männer in Athen in Staatsämter kamen und wie das in Rom geschah. (PMK II) 2 Untersuche anhand der Schaubilder M1, M4 und M6, wer das wahlberechtigte Volk ist. (PMK II) 3 Erkläre, warum es in Rom eine festgelegte Ämterlaufbahn (M5) gab. (PMK II) 4 Vergleiche die beiden Statuen M2 und M3. Erkläre, welche unterschiedlichen Sichtweisen auf Gerechtigkeit sie darstellen. Interpretiere, wofür die Waage, das Buch, das Schwert und der Stab mit der Schwurhand stehen. Prüfe, welche der dargestellten Eigenschaften der Justiz auch im Schulbuchtext genannt werden. (HMK III) 5 Finde heraus, ob es in Österreich ein Mindestalter dafür gibt, ab wann man für die verschiedenen politischen Ämter gewählt werden darf. (PSK II) 6 Erläutere anhand des Schaubildes M7, wie man Mitglied des Bundesrates und wie man Landeshauptmann oder -hauptfrau wird. (PMK II) 7 Erkläre in eigenen Worten und ganzen Sätzen den Unterschied zwischen Demokratie und Republik. Erläutere die Unterschiede zwischen Staatsform und Herrschaftsform in Österreich. (PSK II) 8 Arbeite aus dem Gespräch der Geschwister (M6) heraus, welche vier Maßnahmen gegen Wahlbetrug Franziska und Daniel nennen. (PMK II) ca. 500 v. Chr. heute Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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