Zeitbilder 2, Schulbuch

Anwendungsbereich 7: Ausbeutung und Menschenrechte 133 ca. 700 v. Chr. ca. 1500 n. Chr. M5 Getreideernte (Luttrell Psalter, Buchmalerei 1325–35, British Library, London) M6 Abgaben leistende Bauern (Sachsenspiegel, um 1230, Dresdner Bilderhandschrift, Buchmalerei um 1350) Wie wurde man Sklavin oder Sklave? Wenn Kleinbauern ihre Schulden nicht zurückzahlen konnten, wurden sie oft mit ihrer Familie Eigentum dessen, dem sie Geld schuldeten. Athen schaffte Schuldsklaverei um 600 v.Chr. ab, Rom im 2. Jh.v.Chr. Die meisten Sklavinnen und Sklaven stammten nicht aus dem eigenen Volk, sondern waren im Krieg besiegte Gegner mit ihren Familien. Immer wieder gingen Piraten und Räuber im Mittelmeer und an den Küsten auf Menschenjagd. Wenn diese Menschen das geforderte Lösegeld nicht bezahlen konnten, landeten sie auf Sklavenmärkten. Im Mittelalter: Unfreiheit, Halbfreiheit Sklaverei wie in Griechenland und im Römischen Reich gab es im Mittelalter in Europa kaum mehr. Einige Berichte dazu gab es noch im 10. Jh. aus dem Frankenreich. Dennoch blieben verschiedene Formen der Unfreiheit bestehen – vor allem in der bäuerlichen Bevölkerung. Leibeigenschaft Leibeigene Bauern waren ihren Herren ausgeliefert, doch sie galten nicht als Ware. Sie konnten im Gegensatz zu Sklaven nicht gegen ihren Willen aus ihrer Heimat fortgebracht werden, sie durften den Hof aber auch nicht verlassen. Leibeigene konnten Eigentum erwerben und vor Gericht Prozesse führen. Für eine Heirat mussten sie ihren Herrn um Erlaubnis bitten. Er musste sie vor Gericht und bei Gefahr schützen. Halbfreie Bauern (Fronbauern) Der Herr (althochdeutsch: fro) gaben den Bauern Land zum Bewirtschaften. Diese mussten dafür nicht nur Abgaben von ihrem Vieh und der Ernte, sondern an festgelegten Tagen im Jahr auch Frondienst leisten, also unbezahlte Arbeiten verrichten: mit ihrem Pflug und ihren Zugtieren seine Felder pflügen, Heu fahren oder Bauarbeiten erledigen. Frondienste konnten die Fronbauern* in Schwierigkeiten bringen, weil sie in dieser Zeit die Arbeit auf ihren Feldern nicht erledigen konnten. Sklavenhandel rund um das Mittelmeer Sklavenhandel gab es im Mittelalter rund um das Mittelmeer. Menschen aus Russland, Asien und Afrika wurden auf Sklavenmärkten verkauft. Vor allem im byzantinischen Reich dienten Menschen aus Osteuropa als Sklavinnen und Sklaven. 1 Fasse M1 zusammen. Beurteile, ob diese Bestimmungen ein Vorteil für das Baby sind oder nicht. (HMK III) 2 Erkläre mithilfe von M2, wodurch der Wert eines versklavten Menschen stieg. Vergleiche dies mit dem Grund für Malinches (S.129) hohes Ansehen bei den Spaniern. (HOK II) 3 Beschreibe die Frauen in M3. Nenne Unterschiede in der Darstellung der Herrin und der Sklavin. Erkläre, welche der beiden hier begraben liegt, und was der Grund sein könnte, dass die Familie dieses Bild für ihren Grabstein gewählt hat. (HMK II) 4 Beschreibe den Grabstein M4. Erkläre, woran du erkennst, wer Herr und wer Sklave ist. Gib der Katze einen griechischen Namen. (HMK II) 5 Vergleiche die beiden Grabsteine M1 und M4. Nenne Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Darstellungen der Herrin und des Herren. (HMK II) 6 Schildere die Tätigkeiten der Frauen in M5. Interpretiere, wie der Künstler zu zeigen versucht, dass diese Arbeit für die Frauen anstrengend war. (HMK III) 7 Vergleiche die Informationen in M6 mit dem Schulbuchtext. Stelle fest, welche Information sich nicht in beiden findet. (HOK II) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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