50 3.1 — Leserbrief Dimension Aufgabenerfüllung aus inhaltlicher Sicht — Sachverhalt darstellen: Angeführt werden können: Schritt der Direktorin einer Innsbrucker Handelsakademie. Begründung durch die Direktorin. Großes Medienecho. Debatte unter den Schülerinnen und Schülern — Eigenen Standpunkt erläutern: Standpunkt nennen; Argumente dafür anführen; Gegenstandpunkt(e) entkräften — Beurteilen der Maßnahme: Resümee seiner Argumente ziehen und daran die Maßnahme (der Direktorin) messen Kernaussage(n) und einige wichtige Einzelaussagen/-aspekte der Inputtexte — Dresscode in einer HAK wichtig als Vorbereitung für das Berufsleben — Kleidungsvorschriften in der Schule nicht notwendig, im Beruf spürt man dann schon, was angemessen ist — Definition des Begriffs „angemessen“ ist kaum möglich — In der Schule sollte man sich schon an ein bestimmtes Outfit halten, aber ein Verbot ist nicht notwendig Appellieren mittels Leserbrief Es gibt Themen, die werden in der Öffentlichkeit und in den Medien besonders heftig diskutiert, weil sie aktuell sind, bedrohlich wirken oder als besonders wichtig empfunden werden: z.B. eine aktuelle Wahl, ein Unfall in einem Atomkraftwerk oder die Klimakatastrophe. Manche Menschen richten sich in so einem Fall gerne an die Öffentlichkeit mittels Leserbrief, um Mitmenschen zum Handeln aufzufordern. In diesen Fällen hat ein Leserbrief dieselbe Funktion wie ein offener Brief (siehe Kap. 3.4). Lesen Sie den folgenden Leserbrief aus der Tageszeitung „Die Presse“ vom 25. 09. 2013: Am Sonntag dürfen viele Jugendliche das erste Mal wählen. Aber es stellt sich auch für diese die Frage: „Wen soll ich wählen?“ Viele sind unzufrieden mit der Politik, dessen ungeachtet interessieren sie sich wenig dafür und gehen wahrscheinlich nicht einmal zur Wahl. Das ist genau die falsche Einstellung. Denn gerade wenn man unzufrieden ist, sollte man sich mit dem Thema auseinandersetzen. Man sollte sich auf jeden Fall die Fernsehduelle ansehen und nicht nur auf die Redegewandtheit, sondern auch auf den Inhalt achten. Außerdem kann man sich über die einzelnen Wahlprogramme auf der jeweiligen Parteiwebsite informieren. Vor allem wenn man mit der jetzigen Politik unzufrieden ist, gibt es einige gute Alternativen, indem man beispielsweise die Kleinparteien genauer betrachtet, die neuen Schwung in das Parlament bringen könnten. Falls man jedoch mit keiner Partei zufrieden ist, stellt sich die Frage, ob man dann das kleinere Übel wählen soll oder ob man ein Zeichen setzt und „weiß wählt“, also einen ungültigen Wahlzettel abgibt. Wenn etwa alle Nichtwähler „weiß wählen“ würden, wäre das ein sehr kräftiges Zeichen in Richtung Politiker, dass sie etwas ändern müssen. Vor allem in der jetzigen Zeit, die von Politskandalen geprägt ist, ist es vielleicht die einzige Alternative, um aufzuzeigen, dass etwas falsch läuft. Auf jeden Fall sollten die Jungwähler zur Wahl gehen, da es nicht selbstverständlich ist, dass man überhaupt wählen darf. In anderen Ländern kämpfen und sterben die Menschen für ihr Wahlrecht; in Österreich geht man nicht zur Wahl, weil es ein zu großer Aufwand ist, ins Wahllokal zu fahren. Ein anderes Motiv für Nichtwähler ist oftmals die Unzufriedenheit über die politische Situation. Wobei das genau die falsche Reaktion ist. Denn so signalisiert man, dass sich nichts zu ändern hat, da man mit der aktuellen Lage zufrieden ist. Daher mein Appell: Es ist nicht egal, wer dieses Land regiert. Also machen Sie sich Gedanken darüber, informieren Sie sich. Scheuen Sie auch nicht davor zurück, einen ungültigen Wahlzettel abzugeben. Aber gehen Sie auf jeden Fall zur Wahl! Stefan Rohshap, (17) 1100 Wien Appell an Erstwähler: Gehen Sie zur Wahl! Zur Nationalratswahl am Sonntag 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 40 42 44 Stellen Sie das Verhältnis zwischen Argumenten und Appellen in diesem Leserbrief fest. Markieren Sie dazu die argumentativen Passagen und die appellativen Passagen mit jeweils unterschiedlichen Farben. Ü18 Informationen zur Wahlbeteiligung 2024 finden Sie z. B. unter: https://www.kleinezeitung.at/politik/wahl/18914433/wahlbeteiligung-mit-78-prozent-hoeher-als-2019; 08.04.2025 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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