global 4. Geographie und wirtschaftliche Bildung, Arbeitsheft

35 Leben in der Peripherie 1 Lies die Kurztexte zum Thema „peripherer Raum“. Beschreibe welche negativen Folgen der Export von Rohstoffen in peripheren Ländern haben kann. (UK, I) 2 Gib jedem Kurztext eine passende Überschrift. (OK, I) 3 Erläutere, welche Bedeutung periphere Räume für die Handelsbeziehungen haben. (UK, II) 4 Recherchiere, in welchen Ländern die Löhne besonders niedrig sind und welche Unternehmen dort produzieren. (HK, I) 5 Sucht in der Klasse gemeinsam nach Lösungsansätzen, die zu einer faireren Welt beitragen könnten, in der keine Menschen mehr für die Profite der Länder des Globalen Nordens ausgebeutet werden. (HK, II) Periphere Räume sind oft abgelegene oder ländliche Regionen, die wirtschaftlich schwächer entwickelt sind als zentrale Gebiete. Diese Regionen verfügen über weniger Infrastruktur, Bildungschancen und medizinische Versorgung. Trotzdem haben sie eine wichtige Rolle in der globalen Wirtschaft, da sie reich an Rohstoffen und billigen Arbeitskräften sind. Leider profitieren die Bewohner dieser Regionen selten von den Gewinnen, die durch den Export ihrer Rohstoffe erzielt werden. In vielen peripheren Räumen arbeiten Menschen unter harten Bedingungen, oft für sehr geringe Löhne und ohne soziale Absicherung. Große internationale Unternehmen lassen hier Produkte herstellen, weil die Arbeitskosten extrem niedrig sind. Obwohl diese Regionen einen wichtigen Beitrag zur globalen Produktion leisten, verbessert sich die Lebensqualität der Menschen kaum, da der Großteil der Gewinne an die Firmen in den Ländern des Globalen Nordens fließt. Periphere Räume sind oft reich an Rohstoffen wie Öl, Kohle, Metallen oder Holz. Diese Ressourcen werden von internationalen Konzernen ausgebeutet, häufig ohne Rücksicht auf die Umwelt oder die Rechte der lokalen Bevölkerung. Der Abbau zerstört natürliche Lebensräume und hinterlässt verseuchte Böden und Flüsse. Die Gewinne aus dem Verkauf der Rohstoffe gehen meist an ausländische Unternehmen, während die Bevölkerung mit Umweltverschmutzung und Armut zurückbleibt. Die Ausbeutung peripherer Räume führt oft zu erheblichen Umweltschäden. Wälder werden abgeholzt, um Platz für Plantagen oder Minen zu schaffen, Flüsse werden durch Industrieabfälle verschmutzt, und Böden erodieren durch intensive Nutzung. Während die Gewinne in die Industrieländer fließen, bleibt die lokale Bevölkerung mit den ökologischen Folgen zurück. Die Zerstörung ihrer Umwelt verschlechtert zudem ihre Lebensgrundlagen und führt zu weiteren sozialen Problemen. Die Ausbeutung peripherer Räume wird durch ungleiche Handelsbeziehungen verstärkt. Wirtschaftsstarke Länder importieren Rohstoffe zu niedrigen Preisen, verarbeiten sie und verkaufen die fertigen Produkte teuer. Diese Abhängigkeit von Exporten und den Preisen auf dem Weltmarkt hält viele Länder in Armut. Entwicklungsmöglichkeiten werden blockiert, und die Bevölkerung bleibt auf niedrige Löhne und schwache soziale Sicherungssysteme angewiesen. Die großen wirtschaftlichen Unterschiede, messbar zB in BIP pro Kopf, bleiben zwischen den Ländern bestehen. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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