global 4. Geographie und wirtschaftliche Bildung, Arbeitsheft

5 4 global Geographie und wirtschaftliche Bildung Arbeitsheft

1. Auflage (Druck 0001) © Österreichischer Bundesverlag Schulbuch GmbH & Co. KG, Wien 2026 www.oebv.at Alle Rechte vorbehalten. Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise, gesetzlich verboten. Schulbuchvergütung/Bildrechte © Bildrecht GmbH/Wien 2026 Redaktion: Marissa Lammers, Wien Herstellung: Alexandra Brych, Wien Umschlaggestaltung: Clemens Toscani, Agentur für Grafikdesign, Klosterneuburg Layout: Clemens Toscani, Agentur für Grafikdesign, Klosterneuburg Satz: CMS – Cross Media Solutions GmbH, Würzburg Druck: Ferdinand Berger & Söhne Ges.m.b.H., Horn ISBN 978-3-209-11223-1 (global US AH 4) global US AH 4 Schulbuchnummer: 225250 Mit Bescheid des Bundesministeriums Bildung vom 12. Mai 2026, Geschäftszahl: 2024-0.757.539, gemäß § 14 Abs. 2 und 5 des Schulunterrichtsgesetzes, BGBl. Nr. 472/86, und gemäß den derzeit geltenden Lehrplänen als für den Unterrichtsgebrauch für die 4. Klasse an Mittelschulen und an allgemein bildenden höheren Schulen – Unterstufe im Unterrichtsgegenstand Geographie und wirtschaftliche Bildung (Lehrplan 2023) geeignet erklärt. Dieses Werk wurde auf der Grundlage eines zielorientierten Lehrplans verfasst. Konkretisierung, Gewichtung und Umsetzung der Inhalte erfolgen durch die Lehrerinnen und Lehrer. Liebe Schülerin, lieber Schüler, du bekommst dieses Schulbuch von der Republik Österreich für deine Ausbildung. Bücher helfen nicht nur beim Lernen, sondern sind auch Freunde fürs Leben. Kopierverbot Wir weisen darauf hin, dass das Kopieren zum Schulgebrauch aus diesem Buch verboten ist – § 42 Abs. 6 Urheberrechtsgesetz: „Die Befugnis zur Vervielfältigung zum eigenen Schulgebrauch gilt nicht für Werke, die ihrer Beschaffenheit und Bezeichnung nach zum Schul- oder Unterrichtsgebrauch bestimmt sind.“ Data-Mining-Verbot Die Nutzung der Inhalte dieses Werkes für Text- und Data-Mining im Sinne des § 42h Abs. 6 UrhG ist ausdrücklich vorbehalten und daher verboten. Die Inhalte dieses Werkes dürfen auch nicht zur Entwicklung, zum Training und/oder zur Anreicherung von KI-Systemen, insbesondere von generativen KI-Systemen, verwendet werden. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

www.oebv.at Anna Hufnagl Christoph Fuss Wolfgang Kreutzer Elisabeth Mayer Ines Müllneritsch Beratung: Christian Fridrich Arbeitsheft global 4 Geographie und wirtschaftliche Bildung Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Inhalt Mensch und Natursysteme 4 Experiment: Schadstoffe nachweisen 4 Landgrabbing für Gewinne: Kaffeeanbau in Uganda 5 Ressourcenknappheit und Recycling 6 Ein Teufelskreis: Ein Kippelement visualisieren 7 Insekten als Erntehelfer 8 Insekten als Erntehelfer – der Alltagscheck 9 Nachhaltigkeit – ein verwirrender Begriff? 10 Denkhüte: Eine Diskussion vorbereiten 11 Wie nachhaltig handelst du? 12 Teilen statt haben, nutzen statt besitzen 14 Die Donut-Ökonomie einer österreichischen Gemeinde 15 Europa und die Europäische Union 16 Wo sind die Grenzen Europas? 16 Topographie Europas 17 Leben und Wirtschaften in unterschiedlichen Regionen 18 Von Europa zur EU 19 Herausforderungen der EU 20 Wie funktioniert die EU? 21 Grundrechte und Werte in der EU 22 Bist du EURO-fit? 23 Wäre Erasmus+ was für dich? 24 Lebensmittel in der EU: sicher und vielfältig 25 Was wäre Europa ohne EU? 26 Grenzüberschreitende Zusammenarbeit – Interreg 27 2 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Entwicklungen in einer globalisierten Welt 28 Bevölkerungsdichte und Bevölkerungsverteilung 28 Verteilung der Weltbevölkerung in Länderbeispielen 29 Unterschiedliche Bevölkerungsdynamik 30 Mögliche Folgen der Bevölkerungsentwicklung 31 Verteilung von Städten, Ballungsräumen und Peripherien 32 Schrumpfende Städte im Rust Belt 33 Leben in Zentren – Unkontrolliertes Wachstum in Dhaka 34 Leben in der Peripherie 35 Multipolare Weltordnung: Supermächte im Wandel 36 Indien – eine Großmacht im Aufstieg 37 Die UNO und ihre Veto-Mächte 38 Alles im grünen Bereich? 39 CARITAS-Auslandshilfe – Ein Experteninterview 40 Globalisierung betrifft uns alle 41 Essen, das krank macht 42 Tourismus soll Korallenriffe retten 44 Klimatische Herausforderungen im Wasserkreislauf 45 Vielfalt der Zukunftsvorstellungen 46 Wünsche an die Zukunft 46 Die Welt ist mein Zuhause 47 Quellen 48 3 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

4 Experiment: Schadstoffe nachweisen Wie sauber ist unsere Luft? Seit etwa 20 Jahren wird die Luft in Österreich immer sauberer. Strenge Gesetze und viele Messungen haben dazu beigetragen. Für PKWs, LKWs und Industrie gibt es zum Beispiel viel strengere Abgasnormen als früher (Umweltbundesamt 2026). Experiment 1: Partikel in der Luft Luft ist nie völlig rein, es befinden sich immer Staubkörnchen, Aerosole und andere kleine Partikel in der Luft. • Schließt die Jalousien eurer Klasse • Schaltet eine starke Taschenlampe ein. • Beobachtet im Kegel der Taschenlampe die tanzenden Staubkörnchen. • Werft Kreidestaub in die Luft. Was beobachtet ihr? • Diskutiert: Sind nun alle Teilchen in der Luft sichtbar? Experiment 2: CO2 im Klassenraum Messt mit einem handelsüblichen CO2-Messgerät die Luftqualität im Klassenraum. Häufiges Lüften vermindert das Ansteckungsrisiko. Außerdem gilt: Mehr Sauerstoff – bessere Konzentration. Experiment 3: Die Luft in der Schulumgebung Manche Luftteilchen sind für uns Menschen nicht gesund, sie können uns krank machen. Diese Teilchen nennt man „Schadstoffe“. • Klebt einen Streifen doppelseitiges Klebeband mittig über die Öffnung eines Glases. • Stellt die Gläser an stark befahrener Straße, Bushaltestellt etc. auf. • Stellt weitere Gläser an „unbelasteten“ Orten auf (Park, Grünfläche etc.) • Kontrolliert nach drei Tagen, fünf Tagen, sieben Tagen die Klebestreifen: Haben sich Staub- und Rußpartikel abgesetzt? • Haltet eure Ergebnisse in einem Protokoll fest, das ihr auf oebv.at unter dem Webcode v7zj2n findet. M1 Als „Smog“ bezeichnet man eine extreme Form der Luftverschmutzung (siehe Schulbuch S. 9). Auch in scheinbar sauberer Luft gibt es Spuren von Verschmutzung, die wir im Experiment sichtbar machen. Überlegt gemeinsam: • Was ist Luft überhaupt? • Wozu brauchen wir Luft? • Kann Luft „sauber“ und „schmutzig“ sein? Kann man saubere Luft immer mit freiem Auge erkennen? Was hat Luft mit der Gesundheit von Menschen zu tun? Wie können Verschmutzungen in die Luft gelangen? Welche Situation habt ihr erlebt, wo die Luft nicht „sauber“ war? Wo kann man im Umfeld der Schule Spuren von Luftverschmutzung erkennen? Aus welchen Quellen stammt diese Verschmutzung? Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

5 Landgrabbing für Gewinne: Kaffeeanbau in Uganda Uganda ist ein ostafrikanischer Staat, in dem große Teile der Landbevölkerung von der Landwirtschaft leben (Kleinbauern und Kleinbäuerinnen). Die Einkommen zählen zu den niedrigsten Afrikas. 1 Lies die Artikel M3 bis M5. Recherchiere danach und erhebe, ob die Vertriebenen ihre Forderungen durchsetzen konnte. (UK, I) 2 Verwende ein Geomedium und zeichne das Mubende-Distrikt in M6 ein. (OK, I) 3 Werte die Website der Firma Neumann (M5) aus und finde heraus, mit welchen Informationen die Webseite belegt wird. (HK, II) Mubende-Distrikt, Uganda. 18. August 2001. Eine Einheit des ugandischen Militärs fällt mit schweren Waffen über vier Siedlungen mitten im Buschland her. Sie schießen auf die Tiere, zünden die Hütten an, Maisstauden, Hirsefelder, Bananen- und Kaffeebäume gehen in Flammen auf. Die Bewohner flüchten in den Wald, einige werden an den Folgen der Flucht sterben. Drei Tage später legen die Hamburger Neumann-Gruppe und der ugandische Präsident Yoweri Museveni den Grundstein für das, was in den folgenden Jahren zu Ostafrikas größter Kaffeefarm anwachsen soll: die Kaweri-Plantage. (Quelle: zeit.de, abgerufen am 07.10.2024) M3 Zeitungsbericht von 2014 Bäuerinnen und Bauern haben bereits im Jahr 2002 die ugandische Regierung verklagt – und außerdem den deutschen Kaffeekonzern Neumann Kaffee Gruppe (NKG), beziehungsweise dessen ugandischen Ableger, die Kaweri-Kaffeeplantage. Nach Angaben der Kläger wurden die 400 Familien, die damals auf den Hügeln rund um Mubende lebten, im Jahr zuvor gewaltsam vertrieben, um der rund 2.500 Hektar großen Plantage Platz zu machen. Bis heute sei ihnen keine Entschädigung bezahlt worden. (Quelle: business-humanrights.org, abgerufen am 07.10.2024) M4 Online-Artikel von 2024 „Unser übergeordnetes Ziel ist es, dass langfristig alle Beteiligten entlang der gesamten Wertschöpfungskette von ihrer Arbeit gut leben und Menschen auf der ganzen Welt jeden Tag ihre geliebte Tasse Kaffee genießen können. Wir übernehmen Verantwortung für eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Kaffeeindustrie – heute und in der Zukunft.“ M5 Website des Konzerns Neumann Kaffee Gruppe (26.9.2025) M2 Die Folgen ungerechter Landverteilung wirken lange nach. Deutscher Kaffeekonzern in Uganda: Bauern vertrieben, Plantage läuft, Deutsche Welle, 8.2.2018 Bitterer Kaffee: Ugander warten weiter auf Entschädigung, Deutsche Welle, 1.8.2024 Unsere Farm in Afrika: Ein Hamburger Kaffee-Unternehmen investiert in Uganda. Doch nun sieht es sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert, zeit.de, 30.08.2014 „Sind um unser Leben gerannt“: Pläne eines deutschen Unternehmens führen zur Vertreibung von 4000 Menschen, Frankfurter Rundschau, 21.6.2024 Steckbrief Uganda M6 Uganda. Die Kaweri Plantage (M3) befindet sich im Mubende-Distrikt, 172 km südwestlich der Hauptstadt Kampala. Größe 241.550 km² (Österreich: 83.871 km²) Einwohnerinnen und Einwohner 45 Millionen (Österreich: 9 Millionen) Sprache Swahili und Englisch Hauptstadt Kampala Landgrabbing 23 % der Bevölkerung betroffen Exportgüter Kaffee, Tee, Gold, Kakao, Fisch M7 Steckbrief Uganda (Quelle: wko.at, afrobarometer.org) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

6 Ressourcenknappheit und Recycling Betonrecycling soll Sandmisere lösen Sand ist nach Wasser die zweithäufigste ausgebeutete Ressource der Welt. Vor allem zum Bauen wird der Rohstoff eingesetzt. Aufgrund des hohen Verbrauchs und der mancherorts verheerenden Folgen des Abbaus warnt die UNO vor einer globalen Sandkrise und fordert Lösungen. Dabei könnten recycelte Bau- und Abbruchabfälle eine Rolle spielen. Statt neuen Sandes wird vorhandener Beton aufbereitet und wiederverwendet. „Es kann so nicht weitergehen. Ich glaube, es ist allen in der Branche klar, dass der enorme Sandverbrauch ein Problem ist“, erzählt die Materialforscherin Agathe Robisson. Sie arbeitet an der Technischen Universität Wien. Die Suche nach Alternativen zu neuem Sand sei ein großes Thema für Baustoff- und Konstruktionsfirmen. Sowohl Firmen als auch die Forschung arbeiten an neuen Möglichkeiten, so Robisson. Eine Lösung ist in Sicht: „Urban Mining“ Dabei könne Recycling ein zentraler Lösungsansatz sein, befindet Robisson. Für die Materialforscherin stellen Baubestände eine relevante Bezugsquelle dar: „Wir haben ein Problem mit Bau- und Abbruchabfällen, und wir haben ein Problem mit Sand.“ Mit ihrem Team forscht sie zu rezykliertem Beton. Dabei geht es vereinfacht gesagt darum, dass alter Beton zerkleinert wird. Aus dem daraus entstehenden Pulver wird neuer Beton hergestellt. „Urban Mining“ – also die Aufbereitung und Wiederverwertung von Material aus Bauwerken und Straßen – ist in der Baubranche ein wichtiges Thema. Moderne Gebäude bestehen oft aus vielen verschiedenen, fest miteinander verbundenen Materialien. „Je mehr unterschiedliche Rohstoffe eingebaut werden, desto schwieriger ist das Recycling.“ Daher sollte bereits in der Planungs- und Bauphase darauf geachtet werden, so wenig unterschiedliche Materialien wie möglich zu verwenden. M1 Recycling-Beton wird in Österreich im Straßenbau eingesetzt. In Zukunft soll er aber auch bei anderen Bauten, zB im Hochbau, eingesetzt werden. Beantworte folgende Fragen zum Artikel und notiere die Antworten: (OK, I) a) Was versteht man unter der „Sandkrise“? b) Wer sucht nach Lösungen in der Sandkrise? c) Recherchiere online nach Beispielen für „Urban Mining“ in Österreich. Notiere stichwortartig fünf Beispiele: Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

7 Ein Teufelskreis: Ein Kippelement visualisieren Kippelement: Antarktischer Eisschild Erwärmung der Atmosphäre M1 Kippelement antarktischer Eisschild Gruppenarbeit: Im Schulbuch hast du erfahren, was ein Kippelement ist und wie es funktioniert. Du hast das Kippelement „Antarktischer Eisschild“ besser kennengelernt, das hier dargestellt wird. Trage in der Graphik M1 fehlende Textbausteine an der richtigen Stelle ein: (OK, I) Ozeane erwärmen sich Gletscher gleiten schneller ins Meer ab Weniger Rückstrahlung des Sonnenlichts ins All möglich Beschleunigtes Abschmelzen des Eisschilds Verkleinerung der Eisfläche Kippelemente zur Auswahl: Wählt nun als Gruppe ein weiteres Kippelement aus. Recherchiert Informationen dazu. Beispiele für Kippelemente: • Das Auftauen von Permafrostböden • Die Änderung großer Meeresströmungen • Das Abholzen des Amazonasregenwalds Nicht jeder Teufelskreis besteht aus 6 Schritten. Überlegt: Wie viele Zwischenschritte hat euer Teufelskreis? Zeichnet ihn danach ins Heft. (HK, III) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

8 Insekten als Erntehelfer Eine für uns Menschen wichtige Aufgabe von Insekten ist die Bestäubung. Diese findet statt, während die Insekten Nahrung zu sich nehmen (M1). Ein Anteil von 5 bis 8 % des Wertes der weltweiten Nahrungsmittelerzeugung wird durch Insektenbestäubung erwirtschaftet. Das entspricht zwischen 200 und 500 Milliarden Euro. Die Insekten bestäuben nicht nur Pflanzen, sie fressen auch Schädlinge. Ein Beispiel dafür ist der Marienkäfer (M3). M1 Äpfel sind direkt von der Bestäubung durch Insekten abhängig, das Gleiche gilt für Beeren, Gurken und Kakao. Bananen können ohne Befruchtung Früchte bilden. Tomaten sind nicht wesentlich von der Bestäubung durch Insekten abhängig. Die Erträge bei der Ernte werden jedoch gesteigert, man spricht von einer „ertragssteigernden“ Eigenschaft. Kohl produziert nur dann Samen in hoher Qualität, wenn davor eine Bestäubung durch ein Insekt durchgeführt wurde. 1 a) Beschreibe mithilfe von M3, inwiefern der Marienkäfer Landwirtinnen und Landwirte unterstützen kann. (OK, I) b) Erstelle eine Liste an Aufgaben, die Insekten für uns Menschen übernehmen. Verwende dazu auch dein Schülerbuch. (OK, I) 2 Gestalte ein Wirkungsgefüge (siehe SB S. 11) mit dem Titel „Insektensterben durch die Landwirtschaft“, in das du Informationen aus dem Schülerbuch und dem Arbeitsheft einbaust. (HK, III) 3 Recherchiere zu weiteren MonitoringProjekten (M4) in Österreich. Gestalte eine Info-Seite zum Thema „Schmetterlinge retten“ (HK, III) Artenvielfalt: Postbusse sammeln Insekten „Bei ihren Fahrten ,sammeln‘ öffentliche Verkehrsmittel in großer Zahl Insekten, die auf die Frontbereiche und Windschutzscheiben der Fahrzeuge prallen und dort ihre DNA-Spuren hinterlassen. Damit generieren diese Fahrzeuge wertvolle Informationen zum Vorkommen von Insekten in den regelmäßig von ihnen befahrenen Gebieten, ohne dass weitere Insekten zu Monitoringzwecken zu Schaden kommen müssen“, erklärte der Projektleiter und Zoologe Michael Traugott. Das Monitoring umfasst Ackerflächen und Grünland genauso wie bewaldete Strecken oder Siedlungsgebiete, was den Forschenden einen guten Überblick verschafft: „Wir sehen, in welchem Zustand sich unsere Insektenwelt in Österreich befindet und wie sich die Artenvielfalt und Insektengemeinschaften verändern“, so Traugott. (Quelle: tirol.orf.at, abgerufen am 07.10.2024) M4 Forschungsprojekt der Universität Innsbruck M2 Bei der Bestäubung wird das männliche Erbgut, der Pollen, übertragen. Viele Pflanzen können ohne Bestäubung keine oder weniger Früchte bilden (siehe M1). M3 Der Marienkäfer als Erntehelfer Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

9 Insekten als Erntehelfer – der Alltagscheck Der Insekten-Alltags-Check Führe den Alltags-Check zur „Bestäubungsabhängigkeit“ von landwirtschaftlichen Rohstoffen durch. In M2 wurden Begriffe zur Bestäuberabhängigkeit geklärt. 1 Überprüfe, wie oft du die in M1 aufgelisteten Rohstoffe nutzt. Trage dazu in jedes Feld der Spalte „Alltagscheck“ eine Schulnote ein. Die Note 1 steht für eine sehr häufige Nutzung, 5 bedeutet, dass du den Rohstoff nie nutzt. (OK, I) 2 Recherchiere die Bestäuberabhängigkeit drei weiterer Produkte, die du oft nutzt oder konsumierst. Trage diese in die Tabelle in den Zeilen 15 bis 17 ein. (OK, I) 3 Vergleiche deine Ergebnisse mit deinem Sitznachbarn oder deiner Sitznachbarin. Wie abhängig seid ihr von Bestäubern? (UK, II) 4 Diskutiert in der Klasse Auswirkungen, die ein voranschreitendes Insektensterben auf euer Konsumverhalten hätte. (UK, III) Rohstoff Bestäuberabhängigkeit Beispielprodukte Alltagscheck 1 = häufig 5 = nie 1 Apfel wesentlich Frucht, Getränk, Mark 1 2 3 4 5 2 Avocado wesentlich Frucht 1 2 3 4 5 3 Baumwolle ertragssteigernd Kleidung 1 2 3 4 5 4 Beeren (Heidelbeere, Himbeere, Johannisbeere) wesentlich Frucht, Marmelade 1 2 3 4 5 5 Citronellol wesentlich Duftstoff, Deos, Waschmittel 1 2 3 4 5 6 Erdbeere ertragssteigernd Frucht, Marmelade 1 2 3 4 5 7 Gurke wesentlich Frucht 1 2 3 4 5 8 Kaffee ertragssteigernd Getränk, Süßwaren 1 2 3 4 5 9 Kakao wesentlich Süßwaren, Getränk 1 2 3 4 5 10 Kohl nur für die Samenbildung relevant Frucht 1 2 3 4 5 11 Linalool wesentlich Öl, Duft- und Aromastoff für Parfum, Zahnpasta 1 2 3 4 5 12 Rapsöl ertragssteigernd Öl, Futtermittel für Tiere, Kraftstoff 1 2 3 4 5 13 Rosmarin, Salbei wesentlich Öl, Gewürze, Salben, Shampoo, Arznei 1 2 3 4 5 14 Wachs (Bienenwachs) wesentlich Süßwaren, Kerzen 1 2 3 4 5 15 1 2 3 4 5 16 1 2 3 4 5 17 1 2 3 4 5 M1 Agrarrohstoffe und deren Abhängigkeit von Fremdbestäubung Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

10 Nachhaltigkeit – ein verwirrender Begriff? Smartphones, Verpackungen, Verkehrsmittel, Lebensmittel oder Mode: Sie alle werden mit dem Attribut „nachhaltig“ (engl: „sustainable“) beworben. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wird im täglichen Sprachgebrauch sehr häufig gebraucht, und doch scheinen die Menschen manchmal Unterschiedliches damit zu meinen. Nachhaltig leben wir, wenn es uns und anderen gut geht. Das bedeutet, dass wir körperlich (physisch) gesund sind und uns geistig (psychisch) wohlfühlen. Nachhaltig leben bedeutet aber auch: Den Nachkommen ein mindestens ebenso gutes Leben auf der Erde ermöglichen. Dabei ist es wichtig, die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit – ökologisch tragfähig (Umweltschutz), wirtschaftlich effizient (Wohlstand), sozial gerecht (Gerechtigkeit) – gleichberechtigt zu betrachten. Nachhaltig auf allen Ebenen Als größter Mobilitätsanbieter und als einer der größten Arbeitgeber Österreichs sind die ÖBB in vielerlei Hinsicht relevant – klimafreundliche Mobilität und Transporte zu ermöglichen ist unsere Mission. Denn die Bahn ist das mit Abstand umweltfreundlichste Verkehrsmittel. M1 Dem Begriff „Nachhaltigkeit“ begegnet man oft im Alltag: auf Webseiten, Werbeplakaten oder Verpackungen. eigene psychische und physische Gesundheit • Einhaltung der Kinderrechte • Gleichstellung der Geschlechter • Bildung für alle • Chancengleichheit • Klimaschutz • Erhalt der Natur und Artenvielfalt • sauberes Wasser • schonender Umgang mit Ressourcen Ökologie Soziales • wirtschaftlicher Wohlstand auch im Produktionsland • fairer Handel • Sicherung von Arbeitsplätzen Ökonomie Nachhaltigkeit M2 Die drei Säulen der Nachhaltigkeit Was ist ein nachhaltiges Leben? Um weiter auf der Erde leben zu können, müssen wir unseren Lebensstil deutlich verändern. Wir müssen nachhaltig leben. Aber wie geht das? Indem wir Menschen der Natur nur so viele Ressourcen entnehmen, wie diese erneuern kann: Also nur so viel Holz zu fällen, wie in derselben Zeit wieder nachwächst oder nur so viel CO2 zu verursachen, wie die Wälder beim Wachstum wieder binden können. (Quelle: wwf.at, abgerufen am 07.10.2024) M3 Definition von „nachhaltigem Leben“ Was bedeutet „nachhaltig“ genau? 1 Sucht nach Werbebotschaften, Verpackungen oder Website-Inhalten, die mit dem Begriff „nachhaltig“ werben. Erstellt mit dem Material ein Plakat. (HK, I) 2 Vergleiche wie die Begriffe „nachhaltig“ und „Nachhaltigkeit in M2 und M3 definiert werden. Worin unterscheiden sich die beiden Definitionen? (UK, II) 3 Auch in Bezug auf deine eigene Gesundheit kannst du nachhaltig leben. Notiere dir jeweils drei Aspekte einer nachhaltigen und einer nicht nachhaltigen Lebensweise, dann vergleicht eure Notizen in der Klasse. (UK, II) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

11 Denkhüte: Eine Diskussion vorbereiten Formuliere hier Satzanfänge und Ideen für die Diskussion: M4 Sechs Arten, die Welt zu sehen analytisch • Welche Informationen habe ich über das Projekt? • Welche Informationen fehlen noch? • Wie kann ich das Projekt kurz und sachlich beschreiben? • Was wurde bisher unternommen? • Gibt es Personen, die bei der Ideenfindung oder bei der Umsetzung dabei sein sollten? emotional • Wie fühlst du dich bei diesem Projekt? • Was gefällt dir? • Was findest du schwierig? • Worauf freust du dich bei diesem Projekt? • Was sagt deine Intuition und dein Bauchgefühl? kritisch • Was kostet das Projekt? • Wer profitiert von dem Projekt und wer nicht? • Welchen Nutzen hat das Projekt? • Welche Probleme könnten auftreten? optimistisch • Was ist gut an der Idee, an dem Projekt? • Welche Vorteile gibt es? • Welche Chancen bietet die Idee, das Projekt? • Wie lässt sich die Idee, das Projekt umsetzen? kreativ • Wie könnte man die Idee, das Projekt verändern oder verbessern? • Was könnte man anders machen? • Welche Begriffe passen besonders gut zu dem Projekt? überblickend • Was sind die wichtigsten Ergebnisse? • Wie soll es nun weitergehen? • Welche Entscheidung triffst du? Einen Denkhut herstellen M5 So faltest du einen Denkhut. Male ihn anschließend in der benötigten Farbe an. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

12 Wie nachhaltig handelst du? Der „Attitude Behaviour Gap“ Du ertappst dich vielleicht manchmal dabei, einen Wunsch zu haben, der so gar nicht dem entspricht, was du im GW-Unterricht lernst. Etwa der Wunsch nach einem bestimmten Kleidungsstück, das nicht unter guten Arbeitsbedingungen produziert wurde. Kaufst du es trotzdem? Dieses Beispiel beschreibt den sogenannten „Attitude Behaviour Gap“. Es handelt sich um einen „Gap“, einen Spalt oder eine Lücke, zwischen der Einstellung, dass man grundsätzlich nachhaltig handeln möchte, und den schlussendlich gesetzten Aktionen. Im Tourismus ist der Gap besonders hoch. Die negativen Folgen von Urlaubsreisen (M1) werden von vielen Menschen für das eigene Glück in Kauf genommen (M2). M1 In Spanien führt der harte Tourismus dazu, dass Straßen überfüllt sind und Einheimische die Folgen (zB hohe Mietpreise) tragen müssen. Die Befragten nahmen verschiedene Hürden für die Umsetzung eines nachhaltigen Reiseverhaltens wahr. Beispiele: einen Mangel an Alternativen, einen zu hohen finanziellen Aufwand für nachhaltige Reisen, einen Mangel an nachhaltigen Transportmöglichkeiten. Es wurde ebenfalls deutlich, dass die Befragten das Reisen hauptsächlich mit Erholung und Spaß verbinden und daher auf Nachhaltigkeit nicht mehr so viel Rücksicht nehmen. Interessant war zudem, dass je häufiger die Befragten nachhaltige Praktiken zuhause durchführen, desto häufiger werden diese auch auf Reisen ausgeübt. Es zeigte sich hierbei trotzdem, dass Recycling oder Energiesparmaßnahmen deutlich häufiger zuhause als auf Reisen umgesetzt werden. (Quelle: ttr.tirol, abgerufen am 07.10.2024) M2 Die Generation Z (geboren zwischen 1995 und 2010) hat grundsätzlich großes Nachhaltigkeitsbewusstsein. Auch über das Reisen sagen Befragte, dass sie nachhaltige Reisen für gut befinden. Dennoch werden sie selten gebucht. Der Attitude Behaviour Gap klafft in diesem Bereich besonders weit auf. 1 a) Führe den Selbsttest auf der folgenden Seite durch. Lies die Aussagen zu Bewusstsein und Verhalten aufmerksam durch. Kreuze bei jeder Aussage an, wie sehr sie auf dich zutrifft. Trage die Differenz zwischen den beiden Aussagen jeweils ein. Antworte dabei ehrlich, es gibt kein richtig oder falsch. (OK, I) b) Begründe den Aspekt mit der größten Differenz zwischen Bewusstsein und Handlung. Was sind die Gründe für diese Lücke? (UK, II) 2 Vergleicht eure Selbst-Checks in Kleingruppen. Fallen euch Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede auf? (UK, II) 3 Diskutiert in der Klasse Möglichkeiten den Attitude Behaviour Gap zu schließen. Nehmt in eurer Diskussion Stellung zum Beispiel M2. (UK, III) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Wie nachhaltig handelst du? 13 Wie nachhaltig denkst du? Wie nachhaltig handelst du? Führe den Selbst-Check durch! 1 trifft sehr zu 2 trifft eher zu 3 unentschieden 4 trifft eher nicht zu 5 trifft gar nicht zu 1 Mir ist bewusst, dass Flugreisen das Klima stark belasten. 1 2 3 4 5 Ich nutze für Reisen möglichst klimafreundliche Verkehrsmittel oder reise seltener. 1 2 3 4 5 Differenz: 0 1 2 3 4 5 2 Mir ist bewusst, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit Geld wichtig ist. 1 2 3 4 5 Ich überlege mir gut, wofür ich mein Geld ausgebe und vermeide Spontankäufe. 1 2 3 4 5 Differenz: 0 1 2 3 4 5 3 Mir ist bewusst, dass viele Produkte unter unfairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden. 1 2 3 4 5 Ich achte beim Kauf auf faire Produktionsbedingungen, zB durch Siegel. 1 2 3 4 5 Differenz: 0 1 2 3 4 5 4 Ich weiß, dass ausreichend Schlaf wichtig für Gesundheit und Leistungsfähigkeit ist. 1 2 3 4 5 Ich achte im Alltag darauf, genug zu schlafen. 1 2 3 4 5 Differenz: 0 1 2 3 4 5 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Teilen statt haben, nutzen statt besitzen 1 Beschreibe die Funktion des Gemeinschaftsprojekts der Stadt Wien und der Wirtschaftsuniversität Wien in der Bildunterschrift in M1. (OK, I) 2 a) Rufe die Webseite www.sharing-economy.at auf und informiere dich zu unterschiedlichen P2P-Angeboten. Erstelle eine Übersicht mit fünf Angeboten. Vergleiche: Welches dieser Angebote spart deiner Ansicht nach besonders viele Ressourcen ein? (HK, II) b) Wähle ein Angebot aus, das du persönlich nutzen würdest. Begründe deine Wahl. Gehe bei deiner Begründung auf das Angebot selbst, aber auch auf den Anbieter ein. Wieso findest du genau dieses Angebot ansprechend? (UK, II) 3 Erkläre, inwiefern die Sammlung dieser Angebote auf der Website mit den Ideen des Postwachstums übereinstimmt (M2). (UK, II) 4 Diskutiere, inwiefern diese Art der Darstellung (auf einer Karte) zur Nutzung der P2P-Wirtschaft beiträgt. (UK, III) 5 Diskutiert in der Klasse, ob ihr selbst ein P2P-Angebot für eure Schule starten könntet. (UK, III) M1 Gemeinschaftliches Projekt der Stadt Wien und der Wirtschaftsuniversität Wien: Teilen – die Zukunft der Wirtschaft? Die Ressourcen der Erde sind begrenzt und gleichzeitig steigt der Konsum vieler Menschen. Deshalb suchen immer mehr Menschen nach Möglichkeiten, Ressourcen zu sparen und nachhaltiger zu leben. Ein Ansatz ist das Konzept „Teilen statt haben“ oder „nutzen statt besitzen“. Dabei werden Produkte gemeinsam genutzt oder weitergegeben. Dieses Prinzip wird auch P2P (Peerto-Peer) genannt: Privatpersonen tauschen oder teilen Waren und Dienstleistungen direkt miteinander. M2 Die wahre Kapazität von Waren und Dienstleistungen nutzen 14 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

15 Die Donut-Ökonomie einer österreichischen Gemeinde Stell dir vor: Die fiktive Gemeinde Edenthal liegt in der Nähe einer österreichischen Landeshauptstadt. Sie ist in den vergangenen Jahren sehr schnell gewachsen. Deshalb sind große Flächen verbaut worden ( ): Wo früher Wälder, Moore und Wiesen waren, stehen heute Lagerhallen, Autohäuser, Siedlungen und große Supermärkte. Dadurch haben viele Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum verloren ( ). Dank großzügiger Förderungen errichtete man viele Wohnhäuser mit Photovoltaik-Anlagen ( ). Da immer mehr Menschen hier leben wollen, wurde das Bildungsangebot erweitert ( ): Man kann in Edenthal ein Gymnasium besuchen und vor zwei Jahren wurde zusätzlich eine HTL eröffnet. Besonders stolz ist die Gemeinde auf die beiden Kindergärten. So sind auch immer mehr Arbeitsplätze in der Gemeinde entstanden ( ). Das ist wichtig, denn die Zementfabrik hat zugesperrt: Wo viele Jahrzehnte lang hohe CO2-Mengen ausgestoßen wurden, befindet sich heute ein großer Park ( ). 1 a) Bestimme im Text ökologische und gesellschaftliche Entwicklungen. Markiere in zwei Farben. (OK, I) b) Ordne den Entwicklungen im Text die passenden Begriffe der Donut-Ökonomie zu (siehe SB auf S. 26 und 27): (UK, II) Bildung – Luftverschmutzung – Energie - Artensterben – Einkommen und Arbeit – Flächenumwandlung c) Übertrage den Begriff an die richtige Stelle im Donut (M1). (OK, I) d) Entscheide nun: Wo werden ökologische Grenzen überschritten oder gesellschaftliche Grenzen unterschritten? Zeichne diese Bereiche im Donut ein, wie im SB auf S.27. (OK, I) e) Vergleiche dein Ergebnis mit deiner Nachbarin oder deinem Nachbarn: Diskutiert die Unterschiede. (UK, III) Flächenumwandlung M1 Die Donut-Ökonomie von Edenthal EIN SICHERER UND GERECHTER RAUM FÜR DIE MENSCHHEIT REGENERATIVE UND VERTEILENDE WIRTSCHAFT ÖKOLOGISCHE OBERGRENZE GESELLSCHAFTLICHE GRUNDLAGE Flächenumwandlung M2 Wohnsiedlung in der fiktiven Gemeinde Edenthal Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

16 Wo sind die Grenzen Europas? Gehört das zu Europa? 1 Kreuze an, ob die folgenden Länder zu Europa gehören oder nicht. Begründe deine Entscheidungen. (UK, II) Land Ja Nein Nicht eindeutig Begründung Zypern Türkei Russland Kasachstan Französisch-Guayana 2 Male in der Karte M1 jene Staaten aus, die für dich persönlich zu Europa gehören. (UK, I) M1 Stumme Karte von Europa mit Staatsgrenzen Island Norwegen Schweden Dänemark Deutschland Tschechien Österreich Ungarn Slo. A. M. S.M. V. Schweiz L. Slowakei Rumänien Bulgarien Griechenland Italien B&H Serbien Albanien N.Maz. Mo. K. Polen Estland Litauen Lettland Weißrussland Ukraine Moldawien Russland Finnland Großbritannien Irland Portugal Spanien Frankreich Belgien Niederlande Lux. Türkei Malta Zypern 0 500 1000 1500 2000 2500 km Staatsgrenze strittige Grenze Abkürzungen: A. Andorra B&H Bosnien und Herzegowina K. Kosovo L. Liechtenstein Lux. Luxemburg M. Monaco Mo. Montenegro N.Maz. Nordmazedonien S.M. San Marino Slo. Slowenien V. Vatikanstaat Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

17 Topographie Europas 1 Trage die Gebirge in die Tabelle ein. Arbeite mithilfe eines Geomediums. (OK, I) A E B F C G D H 2 Trage die Flüsse in die Tabelle ein. Arbeite mithilfe eines Geomediums. (OK, I) 1 6 2 7 3 8 4 9 5 10 3 Trage die Meere in die Tabelle ein. Arbeite mithilfe eines Geomediums. (OK, I) I IV II V III VI 4 Beschrifte auf der Karte folgende Halbinseln (OK, I): a Iberische Halbinsel b Skandinavische Halbinsel c Balkanhalbinsel 1 2 A B C D E F 3 4 I II III V VI IV 7 10 5 6 8 9 G H Flüsse Gebirge 0 500 1000 1500 2000 2500 km M1 Stumme Karte von Europa mit Gebirgen und Flüssen Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

18 Leben und Wirtschaften in unterschiedlichen Regionen 1 Städterätsel Löse mithilfe der Karte M5 im Schulbuch auf S. 39 das Kreuzworträtsel zu bedeutenden europäischen Städten: (OK, I) 1 Metropole mit EU-Sitz, bedeutender Wertpapierbörse und großem Flughafen in einer sehr wirtschaftsstarken Region. Diese Metropole wird aufgrund der zahlreichen Geschäftsbanken scherzhaft auch als „Bankfurt“ bezeichnet. 2 Metropole mit großem Flughafen in einer sehr wirtschaftsstarken Region 3 Global City in einer wirtschaftsstarken Region 4 Metropole mit bedeutender Wertpapierbörse in einer sehr wirtschaftsstarken Region 5 Metropole mit großem Seehafen in einer sehr wirtschaftsstarken Region 6 Global City in einer sehr wirtschaftsstarken Region 7 Metropole mit großem Flughafen in einer wirtschaftlich schwächeren Region 8 Metropole mit großem Flughafen am Rand einer wirtschaftsstarken Region 9 Metropole mit bedeutender Wertpapierbörse und großem Flughafen in einer sehr wirtschaftsstarken Region Ü = UE 9  7  2  8  3  4  1  6  5  2 Richtig oder falsch? (UK, III) Überprüfe mithilfe der Karte M5 im Schulbuch auf S. 39, ob die Aussagen richtig oder falsch sind. richtig falsch 1 Sehr wirtschaftsstarke Regionen grenzen in Europa immer an wirtschaftsstarke Regionen. 2 Innerhalb mancher Staaten existieren bedeutende wirtschaftliche Unterschiede. Dort verläuft das Wirtschaftsgefälle immer von Norden nach Süden, wie zum Beispiel in Italien. 3 In wirtschaftsstarken und sehr wirtschaftsstarken Regionen befinden sich die meisten Metropolen und sogar Global Cities. 4 Auch innerhalb der EU gibt es große Unterschiede in der wirtschaftlichen Entwicklung von Regionen. 5 Österreich ist von Staaten umgeben, die eine ähnliche wirtschaftliche Entwicklung aufweisen. 6 Hauptverkehrsachsen verbinden Metropolen miteinander, führen aber auch in wirtschaftlich schwächer entwickelte Regionen. 3 Bewerte die Aussage: Auch wenn der Norden Europas „am Rand“ des Kontinentes liegt, kann er nicht als wirtschaftliche Peripherie bezeichnet werden. (UK, III) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

19 Von Europa zur EU 1 Nutze dein Schulbuch, um jene Staaten farbig zu kennzeichnen, die zum angegebenen Zeitpunkt ein Mitglied der Europäischen Union waren. (OK, I) 1952 Staatsgrenze 1974 Staatsgrenze 1995 Staatsgrenze 2005 Staatsgrenze 2021 Staatsgrenze 2014 Staatsgrenze M1 Stumme Karten von Europa Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

20 Herausforderungen der EU b) „Die EU-Vorschriften berücksichtigen keine Individualität einzelner Staaten.˝ a) „Der Konkurrenzdruck auf kleine Unternehmen, Einzelhändler und Landwirte steigt.˝ c) „Der Umwelt- und Tierschutz leidet aufgrund billiger Massenprodukte.˝ d) „Es gibt immer mehr Einwanderung.˝ e) „Durch die Einwanderung steigt die Kriminalität in Österreich.˝ f) „Österreichische Traditionen und Bräuche gehen verloren.˝ g) „Die zugewanderten Menschen nehmen den Österreichern Arbeitsplätze weg.˝ h) „Österreichs Wohlstand wird durch ärmere EU-Mitgliedstaaten gefährdet.˝ i) „Die EU-Mitgliedschaft kostet zu viel Geld.˝ j) „Die EU nimmt den Mitgliedstaaten ihren Charakter weg.˝ M1 Welche Nachteile könnte die EU den Mitgliedstaaten bringen? Auszüge aus den Aussagen einer Befragung von Jugendlichen (statista.com) 1 Wähle zwei Aussagen aus M1 aus. Beurteile, warum die befragten Jugendlichen diese Aussagen getroffen haben könnten. (UK, III) 2 Nenne drei Nachteile aus M1, die mit Einwanderung zu tun haben. (UK, I) 3 Versuche nun, die eben genannten Nachteile zu entkräften oder Gegenargumente zu finden. Trage dazu in die Box M3 in Stichworten positive Aspekte von Einwanderung ein. (UK, III) 4 Der Umgang der EU mit geflüchteten Menschen wird immer wieder kritisiert und sorgt oft für Streit innerhalb der EU. Interpretiere die Karikatur M2 und erkläre ihre Bedeutung. (UK, II) M2 Karikatur (toonpool.com) M3 Positive Aspekte von Einwanderung Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

21 Wie funktioniert die EU? Welche Institution... Europäisches Parlament Europäischer Rat Rat der Europäischen Union Europäische Kommission wird alle fünf Jahre direkt gewählt? vertritt die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten? besteht aus den Fachministerinnen und -ministern der Mitgliedstaaten? sorgt für die Einhaltung der EU-Gesetze? beschließt mit dem Rat der EU die Gesetze der EU? M1 Welche Institution macht was? In der EU kenne ich mich aus 1 Kreuze in M1 die richtige EU-Institution an. (OK, I) 2 Recherchiere im Internet, wer folgende Ämter zurzeit ausübt (HK, I): 1. Präsidentin oder Präsident des Europäischen Parlaments: 2. Präsidentin oder Präsident des Europäischen Rats: 3. Präsidentin oder Präsident der Europäischen Kommission: 3 Beschrifte die Bilder M2-M4: Welche Personen oder Institutionen sind abgebildet? (OK, I) 4 Das Europäische Parlament wird alle 5 Jahre direkt gewählt. Erörtere, warum es wichtig ist, als EU-Bürgerin oder EU-Bürger an dieser Wahl teilzunehmen. (UK, II) 5 Recherchiere im Internet, wie du als EU-Bürgerin oder EU-Bürger deine Meinung in der EU einbringen kannst. Die folgende Website kann dir dabei helfen: https://european-union.europa. eu/live-work-study/participate-interact-vote_de (HK, I) M2 M4 M3 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

22 Grundrechte und Werte in der EU Diese Rechte habe ich! 1 Lies den Artikel M1 und fasse ihn in drei Sätzen zusammen. (OK, I) 2 Wähle aus M2 drei europäische Grundwerte aus und beschreibe sie mit eigenen Beispielen. (OK, I) 3 Beleuchte den Wert „Gleichheit“ genauer. Erläutere, ob die genannten Punkte in der Realität auch wirklich so umgesetzt werden. (UK, III) 4 Zum Wert „Wahrung der Menschenrechte“ gehört auch der Schutz personenbezogener Daten. Informiere dich auf der Seite des Europäischen Parlaments, was genau man darunter versteht. (HK, II) Die Grundrechte und Werte der EU bilden das Fundament für das demokratische Zusammenleben in Europa. Denn die EU ist mehr als eine Wirtschaftsgemeinschaft. Sie versteht sich als eine Gemeinschaft, die auf Werten und Rechten basiert. Im Vertrag von Lissabon und der Charta der Grundrechte der EU, die 2009 in Kraft getreten sind, sind die folgenden sechs Werte verankert: Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. In der Charta der Grundrechte der EU sind die persönlichen, bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rechte der EU-Bürgerinnen und EU-Bürger verankert. Zu ihnen zählen zB das Recht auf freie Meinungsäußerung, das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit, das Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz sowie das Recht auf Privatsphäre und den Schutz personenbezogener Daten, aber auch das aktive und passive Wahlrecht bei Wahlen zum Europäischen Parlament und Gemeinderatswahlen. Durch die Gewährleistung dieser Rechte fördert die EU ein offenes und tolerantes Umfeld, das Vielfalt und gleiche Chancen und Rechte für alle unterstützt. Somit tragen die Grundrechte maßgeblich zum Wohlstand, zur Stabilität und zum Zusammenhalt in der Europäischen Union bei. Und sie haben Vorbildwirkung: Die EU hat mit der Charta der Grundrechte einen der modernsten Grundrechtskataloge weltweit geschaffen. (nach: bundeskanzleramt.gv.at, abgerufen am 12.10.2024) M1 Artikel zum Thema „Grundrechte und Werte der EU“ Menschenwürde Die Würde des Menschen ist unantastbar. Das bedeutet jeder Mensch ist gleich wertvoll. Freiheit persönliche Freiheiten, wie die Informations-, Religions-, Gedanken- und Versammlungsfreiheit, Achtung des Privatlebens, freie Meinungsäußerung Demokratie politische Rechte für alle EU-Bürgerinnen und Bürger; aktives und passives Wahlrecht für die Wahlen zum Europäischen Parlament Gleichheit gleiche Rechte vor dem Gesetz für alle Menschen, Gleichstellung in allen Lebensbereichen und keine Diskriminierung (zB aufgrund der Hautfarbe, der Religion oder der Sprache), gleicher Lohn für gleiche Arbeit Rechtsstaatlichkeit Einhaltung von Gesetzen, keine willkürlichen Entscheidungen von Regierungen, Korruptionsbekämpfung, Wahrung der Medienfreiheit Wahrung der Menschenrechte Achtung und Schutz der Menschenrechte, Recht auf den Schutz personenbezogener Daten, Recht auf Zugang zu den Gerichten M2 Europäische Grundwerte Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

23 Bist du EURO-fit? 1  2  3  4  5  6  7  8  Ü = UE 9  M1 Euro-Rätsel 1. Sitz der Europäischen Zentralbank: … am Main 2. Nicht-EU-Staat, der den Euro hat (zwei Wörter, ohne Leerzeichen) 3. Zusammenschluss von Staaten mit gemeinsamer Währung: Währungs … 4. Euro-Schein zwischen zwanzig und hundert 5. Damit bezahlt man in Tschechien (Mehrzahl) 6. Westeuropäischer EU-Staat, der zur Währungsunion gehört 7. der prozentuelle Anstieg des allgemeinen Preisniveaus innerhalb eines Jahres: …rate 8. In Ungarn bezahlt man nicht mit dem Euro, sondern mit … 9. Wichtiges Instrument der EZB, um die Inflation niedrig zu halten 1 Löse das Rätsel M1. Wie lautet das blau markierte Lösungswort? (OK, I) (= Menge an Waren und Dienstleistungen, die du mit einer bestimmten Menge an Geld kaufen kannst.) 2 Führe den Sicherheitstest (M4) bei einem 10-Euro-Schein zuhause durch. (HK, III) 3 Lies den Artikel M2 und nenne drei Vorteile des Euro für dein Leben. (OK, I) M3 10-Euro-Schein Fühlen Durch die Verwendung spezieller Druckverfahren erhalten die Euro-Banknoten ihre einzigartige Oberflächenbeschaffenheit. Auf der Vorderseite kann man am linken und rechten Rand jeweils eine Reihe kurzer Linien ertasten. Sehen Betrachte die Banknote gegen das Licht. Das Porträt-Fenster, das Wasserzeichen und der Sicherheitsfaden werden sichtbar. Kippen Kippe die Banknote. Der Folienstreifen zeigt das Porträt der Europa in einem durchsichtigen Fenster. Auf der Smaragdzahl bewegt sich beim Kippen ein Lichtbalken auf und ab. (nach: ecb.europa.eu, bearbeitet, abgerufen am 12.10.2024) M4 Mit dem „Fühlen-Sehen-Kippen“-Test erkennst du die Echtheit eines Euro-Scheins. Seit der Einführung des Euro gibt es zahlreiche positive Entwicklungen, vor allem im Austausch von Waren, Dienstleistungen und Kapital. Die gemeinsame Währung hat zudem spürbare Auswirkungen im täglichen Leben: So erleichtert der Euro das Reisen innerhalb der Eurozone, indem er Währungswechsel überflüssig gemacht hat. Dies hat den Tourismus innerhalb der EU gefördert und das Gefühl der europäischen Identität gestärkt. Der Euro senkt zudem die Kosten für Geldtransfers und erleichtert den Umzug in ein anderes Land – zum Arbeiten, Leben oder Studieren. (nach: bundeskanzleramt.gv.at, gekürzt und bearbeitet, abgerufen am 12.10.2024) M2 Die Errungenschaften des Euro Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

24 Wäre Erasmus+ was für dich? Grundlegendes zum Programm 1 Beantworte die folgenden Fragen zum Erasmus+ Programm der EU. (OK, I) a) Welche Ziele verfolgt das Erasmus+ Programm? b) Welche Arten von Aktivitäten werden durch das Erasmus+ Programm gefördert? M1 Bei Erasmus+ treffen viele Nationalitäten zusammen M2 Spaß und Freude beim Austauschprogramm Wäre ein Erasmus+ Projekt etwas für dich? 2 Recherchiere im Internet nach einem Erasmus+ Projekt und beschreibe es kurz. Auf dieser Internetseite findest du alle Projekte: https://erasmus-plus.ec.europa.eu/de (HK, I) Name des Projekts: Thema: 3 Wähle einen Staat, den du durch ein Erasmus+ Programm gerne besuchen würdest. Recherchiere über die Kultur, Sprache und Bildungssystem dieses Staates. Erkläre, warum dieser Staat für dich interessant ist. (HK, III) 4 Erstelle eine Liste der Vorteile und Herausforderungen, die mit der Teilnahme an einem Erasmus+ Programm verbunden sind. (UK, II) Vorteile Herausforderungen Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Lebensmittel in der EU: sicher und vielfältig Mythos 1: „Die EU flutet Österreich mit schlechten Lebensmitteln aus dem Ausland“ M1 Volle Supermarktregale, aber keine Sicherheit bei der Qualität? Mythos 2: „Die EU gibt den Krümmungsgrad von Gurken vor“ M2 Perfekt gekrümmte Gurken? Mythos 3: „In der EU werden uns Insekten in Lebensmitteln untergejubelt“ M3 Versteckte Insekten in unserem Essen? Aufklärung A: In der EU wurden einige Insektenarten als neuartige Lebensmittel zugelassen. Sie kommen aber nur unter strengen Vorgaben auf den Markt. Sind sie Zutat in einem Lebensmittel, muss das klar gekennzeichnet sein (inkl. Insektenart und mögliche allergische Reaktionen). So werden sie also niemandem einfach so „untergejubelt“. Aufklärung B: Die EU hat klare Vorgaben für die Sicherheit von Lebensmitteln. Diese gelten in allen Mitgliedstaaten. Alle Lebensmittel, die in der EU produziert oder aus anderen Staaten importiert werden, unterliegen strengen Vorgaben und Kontrollen. Dieser Mythos ist also falsch. Aufklärung C: Ursprünglich war es die Idee des Handels, den Krümmungsgrad von Gurken als Qualitätsmerkmal zu bestimmen. Einheitlich gekrümmte Gurken konnten platzsparend verpackt werden. Die Anzahl der Gurken im Karton konnte so auch leichter berechnet werden. Diese Einteilung in Qualitätsklassen wurde aber schon 2009 von der EU wieder abgeschafft. 2 Lies den Artikel M4 und bearbeite die Richtig/Falsch-Aufgabe auf der rechten Seite. (UK, I) 3 Unterstreiche im Artikel M4 mindestens fünf Vorteile des EUBinnenmarkts für die Lebensmittelindustrie und für dich beim Einkauf von Lebensmitteln. (UK, I) Was brachte der EU-Binnenmarkt für Lebensmittel? Wir können täglich aus einem breiten Produktangebot wählen. Vieles, was man früher nur aus dem Urlaub kannte, ist seit dem EU-Beitritt auch in heimischen Supermärkten zu finden. Seither hat auch der Export von Lebensmitteln „made in Austria“ um mehrere Milliarden Euro zugelegt und viele Arbeitsplätze geschaffen. Heute gehen sieben von zehn Exportprodukten der Lebensmittelindustrie in EU-Mitgliedstaaten. Umfassende Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln Der EU-Binnenmarkt ermöglicht die tägliche Versorgung von Millionen Menschen mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln. Mangelnde Verfügbarkeit bestimmter Produktgruppen oder leere Regale kommen kaum noch vor. Qualität und Sicherheit durch einheitliche Standards Alle Lebensmittel, die in der EU vertrieben werden, müssen dieselben Mindeststandards erfüllen. Mehr als 100 Gesetze regeln allein die Herstellung und Kennzeichnung von Lebensmitteln. Sie definieren beispielsweise, wie etwas produziert werden muss, welche Zutaten verwendet werden dürfen und wie Produkte zu deklarieren sind. (nach: oesterreich-isst-informiert.at, bearbeitet und gekürzt, abgerufen am 12.10.2024) M4 Was brachte der EU-Binnenmarkt für Lebensmittel? R F Der EU-Binnenmarkt hat den Export von österreichischen Lebensmitteln erhöht. Am Monatsende sind die meisten Supermarktregale fast leer. Der EU-Binnenmarkt hat das Angebot an Lebensmitteln in Österreich erhöht. Lebensmittel in der EU müssen hohe Sicherheitsstandards erfüllen. 1 Ordne die drei Mythen M1–M3 den zugehörigen Aufklärungen A–C zu. (OK, I) 25 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

Was wäre Europa ohne EU? 1 Hast du dich schon einmal gefragt, wie Europa heute aussehen würde, wenn es die Europäische Union nicht gäbe? (UK, III) • Nutze eine künstliche Intelligenz (zB ChatGPT, Le Chat) und erstelle ein Bild oder eine Karte, die zeigt, wie Europa ohne die EU aussehen könnte. • Vergleiche deine Ergebnisse mit deinen Mitschülerinnen und Mitschülern. Findet ihr Gemeinsamkeiten oder gar Unterschiede? Diskutiert darüber, ob die Darstellung für euch realistisch ist oder ob sie auf euch vielleicht übertrieben bzw. absurd wirkt. • Dokumentiere deine Erkenntnisse hier im Arbeitsheft. Österreich ohne die EU – Was würde sich ändern? Stell dir vor, die Europäische Union existiert ab dem heutigen Tag nicht mehr. Würde Österreich ohne die EU besser oder schlechter dastehen? Verfasse dazu einen kurzen Zeitungsartikel im Arbeitsheft. (UK, III) • Beschreibe, welche Veränderungen es in Österreich ohne die EU geben würde. Denke dabei besonders an die vier Freiheiten des EU-Binnenmarkts (freier Waren-, Personen-, Dienstleistungs-, und Kapitalverkehr) oder an unsere gemeinsame Währung, den Euro. • Beurteile, wie sich die Beziehung Österreichs mit anderen Staaten ändern würde. • Am Ende solltest du zum Entschluss kommen, ob Österreich ohne die EU besser oder schlechter wäre. M1 Grenzkontrollen wären bei der Einreise in einen ehemaligen EU-Mitgliedstaat wieder allgegenwärtig. 26 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

27 Grenzüberschreitende Zusammenarbeit – Interreg Was versteht man unter Interreg? Interreg ist ein Programm zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Regionen in Europa. Das Interreg-Programm ist grenzüberschreitend. Das heißt, es arbeiten verschiedene Staaten zusammen, um gemeinsam zB Lösungen zum Schutz vor Hochwasser zu finden (M1), grenzüberschreitenden Verkehrsverbindungen zu ermöglichen oder um Tourismus in Grenzregionen zu fördern (M2). Es gibt zahlreiche Projekte. Insgesamt sind es 36 Staaten, für die eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit sehr wichtig ist. M1 Interreg-Projekt „Room for the River“ in Deventer, Niederlande M2 Interreg-Projekt „Ciclovia Alpe Adria Radweg“ 1 Überlege, was es für dich bedeutet, dass Österreich mit anderen Ländern in Europa zusammenarbeitet. (UK, III) 2 Rufe folgende Website auf https://www.interregeurope.eu/project-results und wähle ein Interreg-Projekt aus. Beschreibe dieses Projekt, indem du die nachfolgenden Fragen beantwortest. (HK, II) a) Welche Staaten oder Regionen arbeiten bei diesem Projekt mit? b) Welche Ziele verfolgt das Projekt? c) Welche Erfolge wurden bereits erzielt? Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

28 Bevölkerungsdichte und Bevölkerungsverteilung 1 Vervollständige den Lückentext. Manchmal sind mehrere Antworten möglich. Vergleicht eure Lösungen in eurer Klasse. (OK, I) Die Bevölkerungsdichte beschreibt die Anzahl der pro in einem bestimmten Gebiet. Sie wird berechnet, indem man die eines Gebiets durch seine teilt. 2 Nenne 2 positive Auswirkungen einer hohen Bevölkerungsdichte in städtischen Gebieten. (OK, I) 3 Nenne 2 negative Auswirkungen einer hohen Bevölkerungsdichte in städtischen Gebieten. (OK, I) 4 Beschreibe die Abbildung M1. Erläutere, was die Lichter über Besiedlung und Nutzung einer Region aussagen und wo die Grenzen dieser Darstellung liegen. (UK, II) 5 Nenne mit Hilfe von M1 jeweils 2 Kontinente mit einer hohen und 2 mit einer niedrigen Bevölkerungsdichte. Nenne auch jeweils zwei Länder, die dazu beitragen. (OK, I) 6 Bestimme die Reihenfolge der Staaten nach Bevölkerungsdichte, beginnend beim höchsten Wert. Recherchiere dazu im Internet. (HK, I) Belgien China Indien Italien 1 Monaco Österreich M1 Satellitenbild: Welt bei Nacht Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

29 Die Verteilung der Weltbevölkerung 1 Versuche, die Altersstrukturdiagramme M1 und M3 (Stand: 2020) den Ländern Angola (1), und Deutschland (2) zuzuordnen. Diskutiert eure Lösungen in der Klasse und fügt die passenden Abbildungsunterschriften hinzu. (OK, II) 2 Erstelle ein Bevölkerungsdiagramm von einem Staat deiner Wahl. Entscheide dich, ob du es historisch (wie M2/ M4) oder aktuell (wie M1/M3) darstellen willst. Passende Daten findest du zB auf der Webseite der Weltbank. (HK, II) 3 Schau dir folgendes Video an und beschreibe, warum Bildung besonders in Ländern wie Bangladesch sehr wichtig ist. (OK, I) Bevölkerung in Millionen 100 + 95-99 90-94 85-89 80-84 75-79 70-74 65-69 60-64 55-59 50-54 45-49 40-44 35-39 30-34 25-29 20-24 15-19 10-14 5-9 0-4 100 + 95-99 90-94 85-89 80-84 75-79 70-74 65-69 60-64 55-59 50-54 45-49 40-44 35-39 30-34 25-29 20-24 15-19 10-14 5-9 0-4 0 1 1 2 3 4 2 3 4 0 1 1 2 3 4 2 3 4 Männlich Weiblich M1 (Quelle: statista.de, Bevölkerung in Millionen) 0 10 20 30 40 50 60 70 80 90 Einwohner in Millionen 1950 1970 1990 2010 2030 2050 Bevölkerungsstand in Angola (1950-2050) M2 (Quelle: statista.de) Bevölkerung in Millionen 100 + 95-99 90-94 85-89 80-84 75-79 70-74 65-69 60-64 55-59 50-54 45-49 40-44 35-39 30-34 25-29 20-24 15-19 10-14 5-9 0-4 100 + 95-99 90-94 85-89 80-84 75-79 70-74 65-69 60-64 55-59 50-54 45-49 40-44 35-39 30-34 25-29 20-24 15-19 10-14 5-9 0-4 0 1 1 2 3 4 2 3 4 0 1 1 2 3 4 2 3 4 Männlich Weiblich M3 (Quelle: statista.de, Bevölkerung in Millionen) M4 (Quelle: bib.bund.de) Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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