42 Essen, das krank macht Mit dem Wohlstand ändert sich meist auch die Ernährung. In Staaten des globalen Nordens wird viel Fast Food konsumiert. Das hat gesundheitliche Auswirkungen, die man „Zivilisationskrankheiten“ nennt. Dazu zählen Fettleibigkeit (Adipositas), Herz-Kreislauf-Erkrankungen, erhöhtes Krebsrisiko (Darmkrebs), vermehrte Allergien und Gicht. 1 Erklärt gemeinsam den Begriff Fast Food. (UK, II) 2 a) Markiere alle Gründe, warum das Menschrecht auf Nahrung (M1) in Südafrika nicht gegeben ist, auf dieser Seite und in M4 rot. (OK, I) b) Markiere alle Beschreibungen der Auswirkungen auf die Gesundheit auf dieser Seite und in M4 blau. (OK, I) c) Beurteile, welche Akteure (zB Unternehmen, Staaten, NGOs, …) etwas an dem Problem in Südafrika ändern könnten. (UK, III) M2 „Kota“, ein Viertel Laib Brot, gefüllt mit Pommes Frites, Analogkäse und einer Wurst, wird im Township Riverlea, Florida, Johannesburg im März 2024 gegessen. M3 Als „Pap“ wird ein Brei aus Maismehl bezeichnet. Dieser stellt in Südafrika für viele Menschen das Grundnahrungsmittel dar. Billiges Fast Food in Südafrika Südafrika ist ein Staat, der sich durch technischen Fortschritt dem globalen Norden annähert. Allerdings sind die Unterschiede zwischen Arm und Reich in Südafrika sehr groß. In einer Erhebung aus dem Jahr 2015 wurden 55 % der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze eingestuft (Weltbank 2023). Gleichzeitig werden auch in Südafrika frische und vitaminreiche Lebensmittel immer teurer. Gründe für die Teuerung sind zB Preisabsprachen unter wenigen Lebensmittelunternehmen, global ansteigende Lebensmittelpreise durch Krieg und Klimawandel sowie die ungleiche Verteilung von fruchtbarem Land in Südafrika. Eine gesunde Ernährung wird außerdem durch das Lebensmittelangebot in den Supermärkten erschwert: Vor allem in Supermärkten in den Townships werden weniger gesunde und frische Lebensmittel angeboten. Die Menschen essen daher auch hier immer mehr Fast Food (M2, M3). Risikofaktor Diabetes Immer mehr Menschen in Südafrika erkranken an Diabetes. Für viele Menschen steht nicht ausreichend medizinische Versorgung zur Verfügung. Insulin, ein Medikament gegen Diabetes, ist teuer. Außerdem können nicht alle Menschen, das Medikament ausreichend kühlen. Jeder Mensch hat das Recht auf „einen angemessenen Lebensstandard für sich und seine Familie, einschließlich ausreichender Ernährung“, außerdem hat jeder Mensch „das grundlegende Recht, vor Hunger und Mangelernährung geschützt zu sein.“ M1 Das Menschenrecht auf Nahrung, Artikel 11 (1) und (2) des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, der 1966 von der UN verabschiedet wurde Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
RkJQdWJsaXNoZXIy MTA2NTcyMQ==