einfach bio 4, Schulbuch

In der Tierhaltung sollen die Bedürfnisse der Tiere so gut wie möglich erfüllt werden. Dazu zählen die Nahrungsaufnahme, das Ruheverhalten, die Bewegung, das Sozialverhalten (z. B. Leben in Herden, Leben in einer Rangordnung), das Wohlbefinden (z. B. ausreichend Körperpflege, Licht, Belüftung, Temperatur), das Erkundungsverhalten, das Ausscheidungsverhalten und auch das Fortpflanzungsverhalten. Werden die Bedürfnisse der Tiere nicht erfüllt, hat das negative Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden, ihr Verhalten und auf ihre Gesundheit. Es gibt die sogenannten fünf Freiheiten als Richtlinie für eine möglichst artgerechte Tierhaltung. Diese sind die Freiheit von Hunger, Durst und falscher Ernährung, die Freiheit von Angst, Leiden und Stress, die Freiheit von Unwohlsein (z. B. durch eine schlechte Unterbringung), die Freiheit, sich artgerecht verhalten zu können (z. B. Beschäftigung, Bewegung, Umgang mit Artgenossen) und die Freiheit von Krankheit, Schmerz und Verletzungen. Das Tierschutzgesetz regelt die Haltung von Tieren In Österreich gibt es ein Tierschutzgesetz. Es gilt für alle Tiere. Ziel des Gesetzes ist es, das Leben und Wohlbefinden von Tieren zu schützen. Eine besondere Verantwortung kommt dabei dem Menschen als Tierhalter zu. Im Tierschutzgesetz werden die von uns als Nutztiere gehaltenen Tiere (z. B. Rind, Schwein, Schaf, Pferd) als Haustiere bezeichnet. Leben Tiere zum Beispiel in Stallhaltung und sind daher von der Fütterung durch den Menschen abhängig, so müssen zumindest einmal täglich Kontrollen durchgeführt werden. Die Beleuchtung muss dabei so sein, dass die Tiere gründlich untersucht werden können. Ein Tier muss über einen Platz verfügen, der seinen Bedürfnissen angepasst ist. Zum Beispiel ist die dauerhafte Anbindehaltung verboten. Rinder müssen an mindestens 90 Tagen des Jahres die Möglichkeit zu geeignetem Auslauf und zum Weiden erhalten. Die Schlachtung von Nutztieren darf nur von Personen durchgeführt werden, die die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen. Im Tierschutzgesetz sind außerdem Mindestanforderungen (z. B. zur Verfügung stehende Fläche pro Tier) festgelegt. Jede und jeder trägt Verantwortung Bei den meisten im Handel erhältlichen Tierprodukten muss gekennzeichnet sein, woher und aus welcher Haltung das Tier kommt. Durch ein bewusstes Kaufverhalten kann jede und jeder zum Tierschutz beitragen. Käuferinnen und Käufer haben Verantwortung für die Haltung und das Wohlergehen der Tiere. A1 Ergänze die Bildtexte. B1 Das gilt für Tiere. B2 Ziel ist es, das und der Tiere zu schützen. B3 Jeder Mensch trägt . Durch Kaufen von kann jede/jeder zum Tierschutz beitragen. 140 Tierhaltung und Tierschutz Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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