119 M5: Miho Kibiki: Agbogbloshie, Ghana, einer der größten Abladeplätze für den weltweiten Elektroschrott. Fotografie, 3.2.2023. Männer verbrennen am Flussufer Kupferdrähte, um reines Kupfer zu gewinnen. Atommüll Die sichere (End-)Lagerung von radioaktivem Abfall aus Kernkraftwerken ist wegen dessen langanhaltender Radioaktivität problematisch. Wenn dieser Abfall nicht auf lange Frist sicher gelagert wird, ist er eine große Gefahr für Menschen und Umwelt. M6: Julian Stratenschulte: Bau des Endlagers für radioaktiven Müll in einem alten Erzabbau-Schacht in Salzgitter, Deutschland. Fotografie, 17.11.2023 Ein Ansatz für die (End-)Lagerung von Atommüll ist die geologische Endlagerung. Hierbei wird der Müll in tiefen Gesteinsschichten eingeschlossen, sodass keine Strahlung nach außen dringen kann und der Atommüll sicher vor Angriffen ist. Bei der Wahl des Lagerungsortes sind auch die Art des Gesteins sowie die Vermeidung von Erdbebenregionen wichtig. Wird Atommüll jedoch zu tief vergraben, kann durch einen Temperaturanstieg des Gesteins im Erdinneren die Hülle der Behälter angegriffen werden. Auch Grundwasser kann sie beschädigen. Neben praktischen gibt es auch ethische Aspekte, die bei der Beseitigung des radioaktiven Abfalls zu beachten sind. Die Langlebigkeit der Strahlung bringt mit sich, dass auch künftige Generationen mit dem Müll umgehen müssen. Auch Medizin, Industrie und Forschung produzieren in geringem Maße radioaktive Abfälle. Weltraumschrott Nicht mehr funktionsfähige Satelliten sowie Raketenteile, die sich in der Erdumlaufbahn ansammeln, dort verbleiben und die Erde umkreisen, werden auch als „Weltraumschrott“ bezeichnet. Dieser ist nicht nur eine Gefahr für die Nutzung des erdnahen Weltraums, sondern auch für die Sicherheit von Raumfahrzeugen, Astronauten und Astronautinnen. Gefährlich ist es vor allem, wenn es zu einer Kollision mit aktiven Satelliten oder Raumfahrzeugen kommt. Problematisch ist dabei die hohe Geschwindigkeit, mit der sich die Müllteile bewegen. Weltraumschrott muss daher ständig mit Radarsystemen und Teleskopen überwacht bzw. deorbitiert („sinnvoll umgelenkt“) werden, um Unfälle zu vermeiden. Jetzt bist du dran: 1. Beschreibe das Bild M1. Lies dir den Bericht zum Thema „Fast-Fashion-Müll in der Atacama-Wüste“ durch www.tagesschau.de/ausland/amerika/muellhalde-atacama-wueste-101.html. Fasse die wichtigsten Informationen in Stichworten zusammen und erarbeite nachhaltige Strategien im persönlichen Bereich und auf Ebene von Bekleidungsunternehmen. 2. Beschreibe das Bild M2. Lies dann den folgenden Artikel aufmerksam durch: www.derstandard.at/story/3000000206831/mount-everest-bergsteiger-m252ssen-bald-ihren-kot-heruntertragen. Begründe, warum du für oder gegen eine solche Regelung bist. 3. Schreibe einen Aufruf an die Fischer der Guanabara- Bucht (M3) und führe Gründe an, warum sie sich an der Abfallbeseitigungsaktion beteiligen sollten. 4. Nenne mindestens fünf Produkte in deinem Alltag, die Mikroplastik enthalten oder absondern. Überprüfe, ob es sinnvolle Alternativen für sie gibt. 5. Lies den Quellentext M4. Im Jahr 2019 hat die EU eine Richtlinie zur Verminderung von Einwegplastik herausgegeben. Diskutiere, inwiefern du diese Richtlinie (nicht) sinnvoll findest. Nimm dabei Bezug auf konkrete Alltagsbeispiele. 6. Beschreibe das Foto M5. Diskutiere Vor- und Nachteile für die Bevölkerung Agbogbloshies in Bezug auf die Existenz der Elektroschrotthalde. 7. Entwickle ein kreatives, sprachunabhängiges, aber dennoch aussagekräftiges Piktogramm, in dem du künftige Generationen vor radioaktivem Abfall warnst. 8. Schaue das folgende Video an: www.youtube.com/ watch?v=7tBs4ZWFIxk. Nimm zum Thema „Endlagerung“ von Atommüll kritisch Stellung. Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv
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