Alles Geschichte! 8, Schulbuch

44 3.6 Parteienlandschaft Österreichs Zwischen 2017 und 2022 agierte die Partei als Die neue Volkspartei unter Sebastian Kurz, der das Image der Partei verjüngen wollte. Die ÖVP gliedert sich in Landesorganisationen und sechs Teilorganisationen (Junge ÖVP, Österreichischer Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund/ÖAAB, Österreichischer Bauernbund, Österreichischer Seniorenbund, Österreichischer Wirtschaftsbund und ÖVP Frauen). Besonders hohe Stimmenanteile erreicht die ÖVP generell in ländlichen Regionen und den westlichen Bundesländern. Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) Die FPÖ wurde 1956 als Nachfolger des Verbands der Unabhängigen (VdU) gegründet. Aufschwung erhielt die Partei mit dem Obmann Jörg Haider (s. S. 21). 1993 spalteten sich fünf Parlamentarier/innen aus dem FPÖ-Klub ab und gründeten das Liberale Forum (LIF). 2005 spaltete sich die FPÖ und Jörg Haider gründete die Partei Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ). Im Juli 2019 löste sich das BZÖ bis auf die Landesgruppe in Kärnten auf. M3: Plakat der FPÖ, Nationalratswahl 2024 Die FPÖ gliedert sich in Länderorganisationen und Vorfeldorganisationen, wie z. B. den Freiheitlichen Familienverband, den Ring Freiheitlicher Jugend und die Aktionsgemeinschaft Unabhängiger und Freiheitlicher. Die FPÖ vertritt vor allem nationalistische und rechtskonservative Werte und spricht Protestwähler/innen an, die zum Beispiel mit der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Situation unzufrieden sind. Die Grünen – Die Grüne Alternative Die Grünen gingen aus verschiedenen Umweltbewegungen der 1970er- und 1980er-Jahre hervor (s. S. 21). 1986 schafften die Vereinten Grünen Österreichs (VGÖ) und die Alternative Liste Österreichs (ALÖ) in einer gemeinsamen Wahlliste als Grüne Alternative (GA) den Einzug in den Nationalrat. Seit 1993 führt die Partei den Namen Die Grünen – Die Grüne Die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) Die 1889 gegründete Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) war ab 1934 verboten (s. Alles Geschichte! 7, S. 52). 1945 schlossen sich Sozialdemokraten und Revolutionäre Sozialisten zur Sozialistischen Partei Österreichs (SPÖ) zusammen. 1991 wurde der Name in Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) geändert. Die SPÖ hat Länderorganisationen und Vorfeldorganisationen bzw. ihr nahestehende Vereinigungen, z. B. die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter, den Pensionistenverband, die Aktion kritischer Schüler/-innen, die Sozialistische Jugend, den Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband Österreichs und die SPÖ Frauen. Die SPÖ vertritt die Werte der Sozialdemokratie, wie z. B. Freiheit, Gleichheit, soziale Gerechtigkeit, Solidarität und Vollbeschäftigung in der Wirtschaft. M1: Plakat der SPÖ, Nationalratswahl 2024 Die Österreichische Volkspartei (ÖVP) 1945 wurde die ÖVP gegründet. Ihre Wurzeln liegen in der Christlichsozialen Partei (CS) und sie verbindet katholische Soziallehre, Konservatismus und Liberalismus mit demokratischen Werten. Die ÖVP vertritt das bürgerlich-konservative politische Spektrum und steht traditionell Wirtschaftsunternehmen, Landwirten und Landwirtinnen und der römisch-katholischen Kirche nahe. M2: Plakat der ÖVP, Nationalratswahl 2024 Nur zu Prüfzwecken – Eigentum des Verlags öbv

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